Sie hört einfach nicht und Konsequenzen sind ihr egal- bin am Ende

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von hibblerin1979 14.12.09 - 19:55 Uhr

Hallo

ich könnte heulen.

Meine Tochter hört auf gar nichts. Angefangen von an der Hand laufen (Kinderwagen will sie nicht mehr) bis hin zum Aufräumen oder sie soll irgendwo aufpassen (Herdplatte heiß, vom Wasserhahn wegkommen...)

Egal, ob ich schimpfe, auf Augenhöhe mit ihr geh ("ich möchte, dass Du das bitte aufräumst...."), Konsequenzen androhe (Bitte iss richtig, sonst gehts ohne Sandmann ins Bett : LEna heute keinen Sandmann schauen, pfff)
Ich weiß nicht mehr weiter.

Vor allem hab ich das Gefühl das alle anderen Kinder in dem Alter, die wir kennen, auf ihre Mamas hören. Nur meiner ist alles egal.
Die einzige Konsequenz, die ihr "Angst" macht, wäre ihr Kuscheltier wegzunehmen, aber mal im Ernst: Das mach ich nicht. Ich hab es einmal angedroht, und es beim Drohen belassen. Ich will sie ja auch nicht traumatisieren.

Es wird auch langsam gefährlich: Wir waren mit dem Kinderwagen unterwegs. Irgendwann wollte sie unbedingt raus und selber laufen. Da müsste man doch meinen, in ihrem Alter (2 Jahre, 3 Monate) sollte das funktionieren. Müsste man.... Wir haben vorher klar mir ihr abgesprochen (Auf Augenhöhe, Hand auf die Schulter, Blickkontakt), das sie entweder die Hand geben muss, oder hören. Ansonsten geht es wieder in den Wagen. Große Augen, großes Versprechen, dass sie hört. An der Hand laufen: Drama, Geschrei, in den Schnee fallen lassen.. also, laufen lassen.
Das Ende vom Lied: Sie läuft einfach auf die Straße. Wir haben zuvor 50.000x erklärt, wer auf die Straße läuft, kommt sofort wieder in den Wagen. Wieder ein treuherziges "Ja, mama". Egal, 2 Minuten später läuft sie auf die Straße.
Konsequenz: Wieder rein in Wagen. Folge: Den ganzen Heimweg Gebrüll, gefolgt von Geschluchz, bitte aus dem Wagen rauszudürfen.... Ich hab sie aber drin gelassen.

Was soll ich noch machen? Bin momentan echt verzweifelt, und jeden Tag leiden meine Nerven noch mehr...
Ausserdem macht es mich unheimlich traurig, das ihr ALLES egal ist, was ich sage.

Wie macht Ihr das? Kennt ihr sowas auch?

LG
Tanja mit Lena-Marie (*17.09.07)

Beitrag von loeckchen_2004 14.12.09 - 20:04 Uhr

Willkomen in der Trotzphase aber keine Angst die geht bald vorbei dann kommt die Zickenphase die soll angeblich bis zur Pubertät gehen aber keine Angst wenn die rum ist ziehen sie dann meist von daheim aus und dann ist wieder Ruhe im Haus ;-)

Naja sie steckt eben wirklich mitten in der Trotzphase, außer immer wieder zu erklären und mit direkten und für das Kind nachvollziehbaren Konsequenzen zu handeln wird die leider nicht viel übrig bleiben.....

Wünsch dir starke Nerven, aber da müssen wir alle durch #schwitz

Beitrag von knutschbacke07 14.12.09 - 20:06 Uhr

Hallo meine Liebe,

ich kenne das nur zu gut #aerger Da hilft wirklich nur Stur sein. Einmal dem Kind sagen und basta. Egal was die anderen dabei denken.

Wie geht es dir den so? Melde dich mal bei mir #schmoll

Bussi

Beitrag von sophie112 14.12.09 - 20:07 Uhr

Hallo.

Um es an deinem Beispiel hier weiter zu erklären. Du hast sie raus genommen und ihr habt vereinbart: An der Hand bleiben, sonst in den Wagen. An der Hand schreit sie lässt sich in den Schnee fallen. Was machst du, lässte sie alleine laufen. Erst später hast du sie in den Wagen gesetzt. Das war schon viel zu inkonsequent. Sie testet dich, weil du ja doch immer ein Stück nachgibst. Wenn auch nicht viel. Du musst das was du ankündigst immer durchziehen. Egal was andere denken.

LG Sophie

Beitrag von taliysa 14.12.09 - 20:12 Uhr

Nicht ganz.. sie hat ja gesagt: An der Hand laufen oder auf das Hören was sie sagt... ansonsten geht es in den Wagen.. ;-)

LG Janine

Beitrag von sophie112 14.12.09 - 20:16 Uhr

Stimmt.;-) Aber auch hier:

"Das Ende vom Lied: Sie läuft einfach auf die Straße. Wir haben zuvor 50.000x erklärt, wer auf die Straße läuft, kommt sofort wieder in den Wagen. Wieder ein treuherziges "Ja, mama". Egal, 2 Minuten später läuft sie auf die Straße."

Meiner Meinung 1. zu gefährlich und 2. weiß die kleine Dame schon genau, dass sie erstmal darf....

Beitrag von taliysa 14.12.09 - 20:15 Uhr

Hallo Sophie,

Für mich liest sich das eher so, als würdest du ihr zuviel Entscheidungsfreiraum lassen.

Sie hat zur Auswahl entweder zu hören, oder an der Hand laufen zu können. Wenn sie beides nicht tut geht es in den KiWa...

So kleine Mäuse sind mit solchen Entscheidungen schnell überfordert... vor allem in der "Trotzphase"

Im Grunde hat sie drei Möglichkeiten, wie sie sich verhalten "darf"

Hören,
An der Hand laufen,
Im Wagen sitzen,

Versuch es auf 2 "Auswahlmöglichkeiten" zu reduzieren.

Also wirklich nur Hören oder in den Wagen.


LG Janine

Beitrag von sophie112 14.12.09 - 20:17 Uhr

Tanja...die TE heißt Tanja. Sophie bin ich.:-p

Beitrag von taliysa 14.12.09 - 20:20 Uhr

Ups,.. sorry...
#hicks

Beitrag von lucy2lou 14.12.09 - 20:11 Uhr

Hi Tanja,
tut mir ja leid, dass Du unter der Situation so leidest. Ich denke nicht dass Deine Tochter es aus Boshaftigkeit tut. Scheint, dass sie einen starken Willen hat und diesen ja auch durchsetzen will. Kann man ja auch verstehen;-)
Unser Kleiner ist nun 22 MOnate und war vor ueber 8 Monaten das letzte mal im Kinderwagen. Er will immer laufen. Wenn wir in eine Strasse ueberqueren, nehmen wir ihn auf den Arm. Meist macht das mein Mann, weil er schon recht schwer ist und ich eh schon Rueckenprobleme hab. Beim Einkaufen sitzt er im Wagen oder laeuft rum. Er darf immer helfen die Sachen auszusuchen. Das hilft auf jeden Fall. Ich denke es ist am Besten, wenn Du Deine Kleine versuchts mit einzubeziehen so gut es geht.
Mit den Konsequenzen ist es so eine Sache. Ich wuerde nie Konsequenzen androhen oder wahrmachen die nichts direkt mit der Situation zu tun haben (Zb: Kuscheltier wegnehmen, Sandmannverbot etc.) Ich glaube dass dies schwer ist fuer die Kinder zu verstehen und recht willkuerlich erscheint. Unsere Konsequenzen sind immer direkt an die "unerwuenschte" Handlung geknueft (Stock wegnehmen wenn er jemanden damit haut...).
Ich denke es ist eine Phase die auch wieder besser wird. Kopf hoch und alles gute.
Susan

Beitrag von kathrincat 14.12.09 - 20:22 Uhr

wenn sie laufen will, dann nur an der hand wenn du es so willst, wenn es nicht gleich geht, ab in den wagen. einfach bei den bleiben was du sagst, nicht lange erzählen einfach machen, 1mal sagen und gut.

Beitrag von robbyfrau 14.12.09 - 20:24 Uhr

Hallo,

ich denke nicht, dass Du etwas falsch gemacht hast.
Das Einzige, was ich anders mache ist:
(bezogen auf Dein Beispiel)

Sie macht den Fehler, bekommt die angedrohte Konsequenz.
Also ab in den Wagen. Paar Minuten schreien lassen.
Dann nochmal von vorne. Erklären was sie nicht darf und dann darf sie sich nochmal beweisen!

Meine ist 21 Monate und bislang hat sie es noch nicht gewagt zwei Mal hintereinander den gleichen Regelbruch zu begehen!

Ich denke bis zum nächsten Spaziergang ist die Zeitspanne zu lang, als dass sie daraus lernen kann...
meine Meinung!

Beitrag von marathoni 14.12.09 - 20:36 Uhr

1. Ja, das ist nur eine Phase. Die vergeht wieder ( und löst leider die nächste ab ). Aber so ist es nun mal.
2. Zur Rettung deiner Nerven: Kaufe solches " Hundegeschirr " im Kinderladen und leine sie einfach an, wenn sie wieder " austickt ". Vielleicht wirkt das Wunder und sie benimmt sich. Ich finde diese Teile zwar auch furchtbar, aber wenn sie gar nicht hören will, und bevor sie dir noch in ein Auto rennt....würde ich es zumindest probieren. Vielleicht wirkt es

Gute Nerven und viel Erfolg.

Das wichtigste ist und bleibt aber: Konsequent sein.

Beitrag von blume82 14.12.09 - 20:37 Uhr

Hallo,

die Konsequenz muss auch was mit der Handlung zutun haben.

1. Z. b. beim Essen, wenn sie nicht richtig isst (vorher überlegen was dir wichtig ist) sagen das sie dies machen soll und wenn ich ist das Essen beendet. Das dann auch gleich folgen lassen wenn es wieder passiert. Mit der Konsequenz Fernsehverbot kann sie ja die Handlung nicht verbinden und die Konsequenz erfolgt zu spät.

2. Bei an der Hand gehen auch nicht mehrmals androhen sondern sofort die Konsequenz in den wagen oder in die Trage stecken.

Ausserdem auch mal überlegen was dir wichtig ist und was gefährlich ist und nur zu diesen Dingen nein sagen und nicht ständig wegen allen möglichen Sachen.

LG

Beitrag von lucy2lou 14.12.09 - 20:47 Uhr

zustimm ;-)

Beitrag von nana141080 14.12.09 - 20:49 Uhr

Hallo,
ich finde das sich dein Beitrag stark nach Machtkämpfe anhört.

Willst du immer Recht haben bzw. "gewinnen"?

Mein Kleiner ist fast 26 Monate und ein absolut emotionsgeladenes stures Kind;-). Trotzdem lasse ich ihn gewähren. Bei fast allem.
Er darf nicht hauen oder meine Sachen kaputt machen, und er dürfte nicht auf die Straße laufen(macht er aber nie). Diese 3 Regeln reichen ihm um ein geordnetes Gefühl zu haben und zu wissen wann Mama böse wird. Ansonsten hört er fast nie ein NEIN und DU DARFST NICHT und DU MUßT.....
Eltern und Kind müssen sich erstmal wieder aneinander gewöhnen. Auch die Eltern werden zu Trotzköpfen, wollen niemals nachgeben, denn das ist ja verpönt und soll man nicht. Aber die Kinder sollen immer nachgeben?!

Warum darf sie keinen Sandmann sehen wenn sie nicht richtig ißt? Was hat das eine denn mit dem anderen zu tun?

Konsequenzen müssen im absoluten Zusammenhang mit dem stehen was du nicht möchtest.

Ich sage es mal so, bei uns gibt es wenig Regeln aber klare Grenzen.

Das mit dem in Kiwa setzen machst du schon richtig!;-)

alles geht mal vorbei.....alles geht mal vorbei.....

LG Nana

PS: es gibt schöne Bücher zum Thema.
Z.B. : warum unsere Kinder ein Glück sind oder in Familienkonferenz

Beitrag von hibblerin1979 14.12.09 - 23:28 Uhr

Hallo an alle

erstmal Danke für die vielen Antworten.

Das ich nicht immer die richtige Konsequenz finde, weiß ich. Aber ich finde es nicht immer leicht, eine logische Folge für ein Kleinkind zu finden. Aber ich arbeite daran.;-)

Auch beruhigt mich, dass doch viele von Euch es in die Trotzphase schieben. Ich kann nur hoffen, das es besser wird und ich nicht alleine bin.

Auch werde ich mir zu Herzen nehmen, ihr nicht zuviele Entscheidungsmöglichkeiten zuzumuten. Daran, dass sie evtl damit überfordert sein kann hab ich nicht gedacht. Aber gut zu wissen.

Ich hoffe, ich kann in den nächsten Situationen mein Verhalten realistisch reflektieren und auch an mir arbeiten.

Aber schon die Tatsache, sich das ganze mal "von der Seele" schreiben zu können, tat mir schon gut.

Danke dafür

LG
Tanja