Was hilft wirklich gegen Ziehen an der Leine?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von becky100 14.12.09 - 20:41 Uhr

Frage steht ja schon oben.
Unser Süßer ist 8 Monate und zieht wie verrückt.#aerger

Habe ihn vom Tierschutz und er hat erst bei mir überhaupt eine Leine und Halsband kennen gelernt mit 4 einhalb Monaten.

Waren auch in der Hundeschule,allerdings mit wenig Erfolg.

Sobald wir draußen sind interissiert er sich nicht mehr für Leckerlies oder ähnliches, ist viel zu abgelenkt.
Also darüber gehts schonmal nicht.#schmoll

Beitrag von ecjo72 14.12.09 - 21:14 Uhr

hallo becky,
es gibt zwei ganz wirksame möglichkeiten, die du beide anwenden kannst.
eines vorweg: beide (sowie alles andere in der hundeerziehung auch) erfordert viel geduld!!
möglichkeit eins: sobald er anfängt zu ziehen, gehst du abrupt in eine andere richtung. nicht ruckartig an der leine ziehen, sondern ihn einfach "mitnehmen". zieht er wieder, wieder abrupt die richtung ändern.
das kann ein lustiger tanz werden, aber irgendwann kapiert er, worum es dir geht. geht er nämlich ohne zug an der leine, kann er ja seinen weg fortsetzen.
möglichkeit zwei: "der baum". sobald er zieht bleibst du stehen und wartest ab, ohne ruck, ohne etwas zu sagen.
sobald er sich zu dir umdreht, weil er wissen will, was los ist, gehst du weiter. zieht er, bleibst du stur stehen. blickt er dich an, bzw. läßt er locker, gehst du weiter usw usw.
wie gesagt, wird ein paar wochen dauern, aber dafür hast du den rest des hundelebens einen gut an der leine laufenden hund, und das ist es wert!!
du schaffst das!!!
lg
ecjo

Beitrag von becky100 14.12.09 - 21:46 Uhr

Danke für deine Antwort, das mit dem Baum haben wir schon 4 Wochen versucht aber leider ohne Erfolg#schmoll

Beitrag von dominiksmami 14.12.09 - 22:20 Uhr

Huhu,

versuche einfach mal anstatt stur stehen zu bleiben, oder dich hektisch umzudrehen und doch den richtigen Zeitpunkt zu verpassen...einfach langsam rückwärts zu gehen wenn dein Hund zieht.

So mußt nicht DU dich umdrehen, sondern der Hund, er ist gezwungen dich anzusehen. Das hilft ungemein. Geht er einen Schritt in deine Richtung mit...gehst du wieder vorwärts.

Auf diese Art habe ich Wolf das Ziehen so gut wie abgewöhnt ( nur wenn er wirklich, wirklich "Druck" hat zieht er noch die paar Meter bis zur Hundewiese). Er war nämlich auch zu stur für den "Baum", blieb ich stur stehen, blieb er eben noch sturer stehen *g*

lg

Andrea

Beitrag von kathja1983 15.12.09 - 13:21 Uhr

Als wir unseren Dusty übernommen haben ,. da war er 3 Jahre alt und kannte eigentlich keine Leine , er zog wie bekloppt und der gute wiegt mal knappe 40 kg #schein . Wir gehn in die HUndeschule , und es klappt so toll.
Meine Hunden haben "1" Lobwort was vorher trainiert wurde .Immer wenn er es gut gemacht hat bekomm er das "Fein" zu hören und bekamm am Anfang auch Leckerlie dafür . Als er zog bin ich rückwärts gelaufen , folgte er mir gabs das Lobwort plus Leckerlie ! Allerdings braucht man wirklich viel Geduld .....bei Dusty hatte es über 10 std gebraucht bis es wirklich besser wurde . Nun allerdings läuft er fast perfektan der Leine !

Beitrag von buzzi2 15.12.09 - 14:44 Uhr

hi,

die zweite Variante war bei meinem Hund auch sehr erfolgreich #huepf.

Ich habs auch erst mit der ersten Möglichkeit probiert, aber iwann war mir das Rumgedrehe echt zu blöd, dann bin ich einfach mal stehen geblieben (Intuition #schein) und siehe da: #schock er hat sich sofort zu mir rumgedreht und geschaut was los ist #hund #herzlich

Allerdings hab ich dabei immer gesagt: "Ohne Ziehn ..." oder ich hab geknurrt (hört sich blöd an, is aber sehr wirklungsvoll), wenn er doch mal wieder gezogen hat.

Naja ich wünsch dir jedenfall viel Geduld dabei und denk dran: Es lohnt sich :-D

LG Tina

Beitrag von andreag1302 15.12.09 - 07:20 Uhr

Dieses ruckartige umdrehen sollte aber bitte nur mit Geschirr passieren,niemals mit Halsband,denk an die Wirbelsäule und eventuell würde ich dazu eher eine Schleppleine benutzen.

LG Andrea mit Sky und Joy

Beitrag von booo 15.12.09 - 07:38 Uhr

Bei unserer Hündin hat nichts geholfen. Für Richtungswechsel ist sie zu gemütlich, stehen bleiben hat sie nicht kapiert.

Als wir auf ein geschirr gewechselt haben, hat es sich von alleine gelöst. Sie zieht nämlich nun kaum noch

Beitrag von farina76 15.12.09 - 08:37 Uhr

KONSEQUENZ

Kein einziger Schritt wenn er zieht, kein einziger, nie wieder.

Beitrag von dominiksmami 15.12.09 - 09:05 Uhr

das mußt du mal meinem erzählen *schmunzel*

bleibst du stehen, bleibt er stehen, er kommt KEINEN Schritt auf dich zu NIE und sobald du weitergehst...zieht er.
Oder naja..zog er, bis wir das endlich anders trainiert haben.

lg

Andrea

Beitrag von booo 15.12.09 - 09:42 Uhr

Eben, nicht jede Methode passt auf jeden Hund.

Beitrag von dominiksmami 15.12.09 - 09:42 Uhr

#pro genau so ist das

Beitrag von farina76 15.12.09 - 11:13 Uhr

Das stimmt, aber bei jeder Methode muß man Konsequent bleiben. Viele probieren jede Methode mal ein bißchen und dann wird doch wieder normal Gassi gegangen.

Ich hab auch bei der einen Hündin von mir mit umdrehen gearbeitet und bei der anderen mit einer anderen Methode. Aber ich war jedesmal konsequent und habs durchgezogen bis es geklappt hat.

Beitrag von dominiksmami 15.12.09 - 11:21 Uhr

*nick* Konsequenz ist das Wichtigste.

Aber wenn man mit einem dackeligen Querkopf eine halbe Stunde den Baum mimend, bei -5 Grad, auf dem Bürgersteig rumgammelt kommen einem, bei aller Konsequenz, doch erste Zweifel *g*

Beitrag von jennychrischi 15.12.09 - 12:11 Uhr

Bei meinem Border bin ich auch beim ziehen umgedreht. Gelernt bei Martins Rüters Kurs ;-) Klappte suuuuper. Bei meinem Jacky klappte es nicht. Bei ihm haben wir rausgefunden das er ja nicht doll zieht, sondern die Leine eben konstant auf Spannung hält, denn so kann er sich sicher sein, das Herrchen am Ende der Leine hängt. Und hatte so die beste Kontrolle über mich. Nun wird jedesmal, wenn er zieht, die Leine losgelassen (nur dort, wo er nicht wegkann, zur Sicherung ne dünne Schleppleine dran) und hat die Kontrolle nicht mehr. Und siehe da, der Herr merkte, wenn neben meinem Bein sieht und MICH beachtet, dann weiß er auch ich bin da. Jeder Hund ist anders und reagiert anders. Aber konsequent muss man bei allen sein. Auch wenns manchmal seeehr schwer ist, weil die Vierbeiner uns testen...

Beitrag von ecjo72 15.12.09 - 09:31 Uhr

bin ja schon richtig froh, dass bis jetzt noch niemand auf idee kam, einen würger oder stachelhalsband zu empfehlen!
ob das endlich mal in den köpfen der menschen angekommen ist??
wäre jedem hund zu wünschen....
lg
ecjo

Beitrag von dominiksmami 15.12.09 - 09:36 Uhr

ach solche Idioten wirds immer geben.

Oder mindestens genauso schlimm...Sprühhalsbänder.

Oder so richtig pervers..Teletakt.

lg

Andrea

Beitrag von herzensschoene 15.12.09 - 18:48 Uhr

was ist teletakt.#kratz

würde mich über aufklärung freuen.

viele grüße maren

Beitrag von dominiksmami 15.12.09 - 22:39 Uhr

diese perversen, kleinen Dingelchen

http://www.dogtronic.de/ferntrainer/ferntrainer.html?gclid=CPzni46z2Z4CFVVu4wod-isgrQ

Wikipedia nennts ein wenig anders, erklärts aber auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Telereizger%C3%A4t

normalerweise bin ich eher ein sehr, friedlicher Mensch, aber bei dem Thema habe ich wirklich Schaum vor dem Mund.

lg

Andrea

Beitrag von herzensschoene 15.12.09 - 22:59 Uhr

das ist ja unglaublich.
ich habe mal ein hundeerziehungsbuch aus den siebziger jahren gelesn. da waren solche dinger abgebildet. sie waren nur nicht so schön klein und handlich. da habe ich gedacht, dass es ja sehr gut ist, dass es solche geräte nicht mehr gibt.

tja, pustekuchen. ich finde, menschen die soetwas benutzen, sollte man solche teile selber anlegen.

viele grüße maren

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 09:35 Uhr

>>ich finde, menschen die soetwas benutzen, sollte man solche teile selber anlegen. <<

ganz genau so ist das *nick*