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Beitrag von fino-bino 14.12.09 - 21:38 Uhr

Hallo zusammen,

wir haben zwei kleine Mäuse zu Hause. Die Große ist nun 2dreiviertel Jahre alt (und ziemlich pfiffig), die Kleine gerade morgen acht Wochen alt.

Die Große war eigentlich immer sehr lieb... trocken seit Juni, von einer Nacht auf die andere, schnullerfrei seit Juli, Mittagschlaf-frei #aerger seit August und dauernd am Quatschen.

Seit die Kleine da ist, ist sie natürlich viel anhänglicher geworden. Aber das Ganze nimmt mittlerweile Überhand, vermutlich, weil ich es nicht gewohnt bin, dass sie auch "anders" kann... Sagt der Nachbar eben noch, die ist ja einfach zu süß, bin ich nun manches Mal am Punkt - "manchmal ist geschenkt noch zu teuer".:-[

Erstmal will sie wie erwartet IMMER genau dann etwas von mir /uns, wenn ich gerade mit Mini beschäftigt bin.

Sie fordert soviel Aufmerksamkeit ein! Nicht mal einen Telefonhörer kann ich noch in die Hand nehmen, ohne, dass sie anfängt irgendeinen Blödsinn zu verzapfen (Babyöl ausleeren, Badezimmer unter Wasser setzen, Spielzeug aus dem Laufstall entwenden, den Tisch anmalen, Getränke irgendwo verteilen, triefnasses Klopapier im Bad auf den Boden tropfen lassen u.u.u....). Es ist mittlerweile soweit gekommen, dass ich fast glaube, dass ich keine Sekunde mehr zum Durchatmen komme.#schmoll

Aber das Schlimmste sind meine Ängste: Denn die Kleine hab ich nur zum Stillen bei mir, dann zum Wickeln und muss sie dann schon fast wieder weglegen, weil die Große sonst wieder "gelangweilt" ist... Ich habe so eine Angst, dass Mini dabei zu kurz kommt.

Mittlerweile wartet die Kleine ab, bis die Große im Bett ist. Dann ist sie zwei Stunden ganz hellwach, (19-21 Uhr), beginnt dann mit den allabendlichen Blähungen, Bäuerchen und schläft um die ein/zwei Uhr wieder endlich ein.

Ich liebe beide so sehr#verliebt, sehe im Moment aber diese enorme Veränderung bei der Großen, die übrigens sehr liebevoll mit der Kleinen umgeht. Sie sagt jeden Morgen zu mir, "Mama, heute mach ich keinen Unsinn" oder "Heute bin ich ganz lieb". Ich bin mir sicher, dass sie den Inhalt ihrer Worte nicht versteht, auch wenn sie sich für jeden Blödsinn entschuldigt.

Bei auf dem Boden-stampfen, laut und schrill Herumkreischen, Losheulen, Nachts-vor-unserem-Bett-auftauchen sind wir schon. Ich bin so verzweifelt, mach ich denn was falsch!? Sie war so ein liebes und einfaches Kind...

Und die Kleine: Bleibt sie auf der Strecke!? Oft schaut sie nur ihrem Mobile hinterher, ist völlig auf die Stimme der Großen fixiert...

Meine Große ignoriert mich manchmal, hört nicht auf mich, klebt dann abends vollends an meinem Mann...

Manchmal denke ich, ich werden den beiden und uns nicht gerecht, dabei will ich eine gute Mama sein und hatte bisher nie Probleme.

Ich weiß langsam nicht mehr, ob ich mir das alles nur einbilde, aber manchmal - ganz ehrlich. so schön es auch ist, und so sehr ich sie liebe - fühle ich mich ausgelaugt, überfordert und völlig fertig mit den Nerven... und hab echt manchmal schon Angst, dass ich mal ne Supernanny brauche...#heul

Baut mich auf! Läuft es denn nur bei mir so drunter und drüber!? Wie machen das Mamis mit mehr Kindern!? Ich finde ja so kaum noch zu mir selbst.#zitter

Hilfe!

LG Finobino

Beitrag von lisajo 14.12.09 - 21:48 Uhr

#liebdrueck Gib der Großen noch ein paar Wochen Zeit. Sie muss ihre neue Rolle in eurer Familie doch erst finden. Ich hatte mit meiner Großen auch Probleme am Anfang. Sie hat mich ständig beschimpft (Blödmama, Kackaarschetc.) und Wutanfälle bekommen. Sie war auch immer ein sehr liebes Kind (fast schon zu lieb:-D). Jetzt ist sie wieder die alte. Sie fordert narürlich auch ihre Zeiten ein und möchte Mama mal für sich alleine. Glaub mir, das pendelt sich wieder alles ein#freu!
LG Lisa mit Emma (3) und Henry (4 Monate)

Beitrag von kiwi-kirsche 14.12.09 - 21:50 Uhr

Hey...
du arme...erstmal: #liebdrueck

Hast du denn mal ein Stündchen Zeit am Tag, die du NUR mit deiner Großen verbringen kannst?! Da könnte dann dein Partner auf Mini aufpassen und du bist ganz allein für die Große da.
Und erkläre ihr das immer wieder, dass das Baby viel aufmerksamkeit braucht....mit fast 3 Jahren verstehen die Kiddies ja schon so einiges...

Ich hab zwar selbst erst einen Mini, aber ich wollte dir trotzdem mal schreiben;)

Keine Sorge, es wird alles irgendwann leichter...ist eben eine doofe Phase derzeit... Schaffst das schon!

glg
Kiwi & Niki *15.6.09

Beitrag von fino-bino 14.12.09 - 21:53 Uhr

Ihr seid echt lieb... bin nur manchmal mit den Nerven echt am Ende... ja, wir haben auch schonmal Zeit für uns allein. Aber mein Mann muss meistens lange arbeiten, schafft es dann gerade noch zum Ins-Bett-bringen. Am WE können wir uns gut aufteilen... aber geholfen hat es noch nicht...

Ich glaube, ich muss wirklich warten....

Beitrag von katie0072 14.12.09 - 22:02 Uhr

Hallo,
gerade wenn die Minis noch sehr klein sind - Tragetuch o.ä ist genial. Ich hatte die Kleine im Tragetuch und habe mit den Grossen gespielt, gebastelt o.ä - und die Kleine hat so auch ihre Kuscheleinheiten bekommen.

Grüsse, Katie

Beitrag von schwarzesetwas 14.12.09 - 22:11 Uhr

Hallo Fino!

Also erstmal, es ist alles nicht so schlimm, wie Du denkst.

Deine Mini braucht gar nicht so viel Mama, wie Du glaubst. Sie brauchen genauso viel, wie sie fordern. Wenn sie glücklich unterm Mobile liegt oder in der Gegend gluckst, IST SIE DAS!

Ein größeres 'Problem' ist Deine Große. Die braucht Dich jetzt. Kümmer Dich gaaaaaaaanz viel um sie.
Ihre Rolle in der Familie ist nicht geklärt.
Dein Mini findet sich in die Familie von allein ein. Sie kennt es nicht anders.

Wie sagte meine Hebamme so 'schön': Wenn Du jemanden Schaden zufügen kannst, dann Deinem 'Großen'. Nicht der Kleinen.
Meine haben nen Unterschied von 1,5 Jahren.

Hab Mut zur Lücke, frage oder bequatsche Leute, wenn Du nicht klarkommst. Das ist gut und fördert zum nachdenken, wie Du vielleicht was optimieren kannst.

Mein Supergau war immer: Zwei brüllende Kinder. Und nur zwei Arme und vor allem ein genervter Geist...
Hab dann einfach immer den Großen vorgezogen - so wusste ich auch einfach besser, was ich tatsächlich machen soll.
Mittlerweile bringt mich kaum noch was aus der Ruhe, ich arbeite sogar wieder in Vollzeit.

Kann Dich gut verstehen. Und der Ratschlag was mit Deiner Großen allein zu machen ist super.
In jedem Fall! Auch Papa, sofern da, muß da unbedingt etwas anpacken (unserer war nur arbeiten die Zeit... :-()
Zeit mit ihr allein verbringen, dann wird sie auch wieder relaxter!

Lg,
Sandra

Beitrag von tigratatze 14.12.09 - 22:18 Uhr

Hallo Finobino,

als ich Deinen Beitrag gelesen habe dachte ich zuerst Du sprichst von uns.

Meine Große ist zwar etwas älter ( 3 1/2 ) und unser Zwerg jünger ( knapp 5 Wochen ) aber ansonsten hat es den Nagel ziemlich genau auf den Kopf getroffen.

Wir haben allerdings in den letzten 1 1/2 Wochen eine ganz tolle Regelung gefunden und Anna-Lena ist damit irgendwie zufriedener, ausgeglichener.
Irgendwie wieder mehr wie früher.

Zuerstmal darf unsere Große wieder Windeln tragen, Höschenwindeln.
Und zwar bis Weihnachten, dann nimmt das Christkind die Windelslips alle mit und legt dafür ein Geschenk unter den Baum.
Komischerweise geht seitdem wir diese Abmachung haben nichts mehr daneben, die Windeln bleiben sauber und trochen ( die Klamotten nun auch wieder ^^ ).

Dann hat unsere Große ihr eigenes "Fläschchen".
Irian hat das First Choice System von Nuk und wir haben unserer Prinzessin kurzerhand einen Active Cup gekauft mit Trinktülle ( solche wie auch an Fahrradflaschen dran sind ) und die darf sie abends ( mit Wasser gefüllt ) mit ins Bett nehmen.
Dürfen darf sie, tuen tut sie aber nicht ( mehr ). War nach 4 Tagen dann völlig langweilig ( "Mama, ich bin doch eine große Schwester und kein Baby mehr " ).

Ausserdem darf sie 1x pro Woche bei Mama und Papa im Bett schlafen.
Der Zwerg im Beistellbett und die Große eben zwischen uns.
Ich hatte erst Angst das sie dann jede Nacht einfordert bei uns schlafen zu dürfen, aber das ist nicht passiert.
Sie freut sich wie ein Schneekönig auf "ihre Nacht" bei uns und die restlichen Nächte schläft sie in ihrem Bett und wird nicht mehr 3-4x pro Nacht wach und ruft uns oder steht auf.

Und der wichtigste Punkt ist wohl unsere "Großenstunde".
Jeden Tag hat unsere Maus eine Stunde in der sie Mama bzw Papa ( wir wechseln jeden Tag ab ) ganz für sich allein hat ( bei uns ist ds die Zeit von 17-18Uhr ) und in der sie bestimmt was passiert.
Mein Mann muss meistens richtig heftig toben, mit mir zieht sie sich lieber in ihre Kuschelecke zurück, liegt in meinem Arm und wir erzählen Geschichten oder hören uns ein Winnie Pooh Hörbuch an.
Seitdem wir diese Stunde haben hat sie irgendwie ein besseres Verständnis dafür wenn ich ihr mal sagen muss "Süße es geht gerade nicht, ich brauche auch mal eine Pause, sowas wie eine Mamistunde ( oder eben nach Bedarf eine Irianstunde für den Kleinen )".

Im Moment fahren wir so ziemlich gut und ich hoffe das bleibt noch eine Weile so.

Ich wünsche Dir viel Kraft und vor Allem das ihr alle schnell wieder zur Ruhe kommt und für Euch einen Weg findet damit Du dich nicht so unter Druck setzt.

Lieben Gruss
Jessy

Beitrag von sunflower.1976 14.12.09 - 22:22 Uhr

Hallo!

Ui, das klingt anstrengend...
Bei mir wäre es wahrscheinlich ohne Tragesack (anfangs Marsupi plus) ähnlich gewesen. Aber dank dem Tragesäckchen war unser mein Baby meistens direkt bei mir und ich hatte trotzdem beide Hände frei für unseren meinen Sohn.

Du machst sicher nichts falsch! Für die großen Geschwister ist der Geburt des Babys ein großer Einschnitt in ihrem Leben. Manche Kinder denken sogar, dass sie für Mama und Papa nicht gut genug waren und sie sich deswegen noch ein Baby "angeschafft" haben #schock Kleine Kinder neigen dazu, alles auf sich zu beziehen und in sich selber den Grund zu suchen. Daher ist es kein Wunder, wenn Kinder nach der Geburt des Geschwisterchens erstmal ein anderes Verhalten zeigen.

Die ersten Wochen fand ich auch anstrengend - und jetzt, wo der Kleine sehr mobil und vor allem schnell geworden ist #schwitz

Vielleicht hast Du jemanden, der beide Kinder mal für ein, zwei Stündchen übernimmt und Du dadurch etwas richtig Schönes für Dich machen kannst. Das hat mir anfangs sehr gut getan...

LG Silvia

Beitrag von hebigabi 15.12.09 - 09:26 Uhr

Glaube mir- das geht fast allen so und mir ging es ganz genauso.

Nur hab ich mir -rabenmütterlich wie ich bin ;-)- weniger Gedanken darum gemacht, dass die Große so viel zu kurz kommt, weil ich immer davon ausgegangen bin und es auch noch tue, dass wir alle, die wir Geschwister haben keinen bleibenden Schaden davon getragen haben.
Allerdings ist es einfach in den ersten Wochen eine riesengroße Umstellung für das 1. Kind.

Ich erzähl den Frauen aus meinen Kursen , die das 2. bekommen, dass man immer wegen dem 1. heult.

Beim 1. Kind weil man so unsicher ist, nichts falsch machen will und Angst hat was zu übersehen und beim 2. auch wieder wegen dem 1. aus den von dir geschilderten Gründen.

Meine Große- zu dem Zeitpunkt gerade 3 geworden- war auch extrem bockig und in der Nein- mach ich nicht Phase als ich mit ihrem Bruder nach Hause kam.
Sie war ihm gegenüber immer eine liebevolle Schwester , mir gegenüber manchmal echt ein K...brocken, aber da musste ich durch und nach einer gewissen Zeit hatte sich das auch gut eingespielt.

Gib deiner Tochter Zeit und gerade beim Stillen hast du eigentlich immer einen Arm frei, wo man gut Bilderbuch schauen und lesen kann, puzzeln kann usw.

Die 2. kommen kürzer- genauso wie die 1. jetzt, aber das schadet niemandem, sonst hätten wir doch alle einen Schaden- oder nicht :-p.

Aber das sind wir Mütter - immer nur das Beste für die Kinder und wir selber nur hintendran.

Du bist absolut nicht alleine - aber gib euch Zeit und vielleicht machst du 1 x die Woche ein paar Stunde nur eine Aktivität mit der Großen alleine, so dass sie dich mal ohne "Anhang" hat - das tut euch beiden vielleicht auch mal ganz gut- schau wie du sowas hinkriegen könntest.

LG

Gabi - die auch viel geheult hat und sich manchmal überfordert fühlte

Beitrag von tanjamami2006 15.12.09 - 22:20 Uhr

Puh, das kenn ich , es ist echt manchmal hart und ich sage immer:
wenn es nicht meine beiden kinder wären, die aus mir geschlüpft sind, die mein fleisch und blut sind, dann würde ich sagen:
DAS IST EIN HORRORJOB!! zumindest manchmal!!


ich denke ihr braucht nocht zeit!!

bei mir war es anfangs so, meine tochter war auch 2 , das sie mein baby mit der blanken faust geprügelt hat!!

ich war so fertig mit den nerven, du kannst es dir nicht vorstellen.

mittlerweile ist mein baby bald ein jahr:-(#heul
und meine große ist drei!!

sie liebt ihre kleine schwester ärgert und traktiert sie jedoch auch tagtäglich.

der alltag klappt gut, mein haushalt ist nicht gerade perfekt, dafür habe ich ja auch viel zeit für die kinder.

meine große ist z.zt extrem anstengend, mein baby ich könnte manchmal meinen sie ist nicht da, so brav, sie spielt ewig alleine.
meistens gibt es immer nur dann stress wenn die große dazu kommt;-):-[:-[:-[

tja was soll ich sagen
es ist ein harter job
aber auch meistens total schön
ich genieße die zeit mit den mäusen und fühle mich auch manchmal powerless
auch in der ehe ist es manchmal schwierig.


aber es kommen auch wieder ruhigere zeiten
in denen uns die kinder nicht mehr 24 h am tag brauchen


gruss und kopf hoch
ich kann dich verstehen.


tanja mit elina und alexa