Würdet ihr wegen 8gr. Unterschied im Lebensmittelgeschäft Aufstand....

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Beitrag von shalom 15.12.09 - 15:21 Uhr

Hallo,

folgendes hat sich zugetragen. Als ich im Lebensmittelgeschäft in der Obsttheke war, bekam ich mit, wie eine Frau die Orangen kaufte, die in einer kleinen Platiktüte eingeschweißt waren. So die Verpackung war wie folgt beschriftet: 500g. Diese besagte Dame legte die Orangen mitsamt der Verpackung auf die Waage. Die zeigte 494g an (ungefähr). Sie beschwerte sich beim Geschäftsführer, ließ sich die Orangen auspacken. Und es war ein Gesamtunterschied von ca. 8g. Die Dame machte einen Wirbel, nicht nur dass sie eine Verkäuferin ziemlich anmeckerte (obwohl diese am wenigsten dafür konnte), drohend sich die Geschäftsleitung holen ließ.

So, nun meine Frage: Was sagt ihr dazu, würdet ihr wegen einer Differenz von 8g diesen Aufstand machen??

VG shalom

Beitrag von lulu2003 15.12.09 - 15:27 Uhr

Hallo Shalom,

nein würde ich nicht. Bei einer so kleinen Differenz kann es an allem möglichen liegen. Ich mag nur nicht diese Verarsche am Kunden, wenn sich plötzlich still und heimlich die Verpackungsgröße ändert und dadurch der Preis steigt.

Aber ich hab mich gestern mit einer Fleischereifachverkäuferin angelegt weil sie meinte mit den Augen rollen zu müssen als ich sie bat, mir doch bitte die etwas frischeren Scheiben Fleischkäs einzupacken und nicht 3 rosige und 3 ergraute. Ihr war es wohl zuviel und da mußt ich auch mal kurz meckern.

Liebe Grüße
Sandra

Beitrag von wurmologin 15.12.09 - 15:28 Uhr

mhm...8g, das sollte weit in der Fehlertoleranz sein...
aufstand würde ich daher nicht machen.

aber ich wiege hin und wieder auch nach und nehme natürlich die schwereren Verpackungen #schein

Beitrag von shalom 15.12.09 - 15:34 Uhr

Hallo,

also ich fand das ganze etwas lächerlich. Am Anfang dachte ich, es handle sich vielleicht um eine höhere Grammzahl, aber wegen 8 gr??

VG shalom#rofl

Beitrag von miau2 15.12.09 - 15:37 Uhr

Hi,
ich würde sicher nicht gegenüber einer unschuldigen Verkäuferin einen Aufstand machen.

Aber - wofür muss man Waagen überhaupt eichen, wofür muss man Verpackungen abziehen, wenn sich niemand daran hält?

Wenn mir im Supermarkt immer wieder passiert, dass Salatpackungen mit "250g" (also die vom Supermarkt abgepackten) ausgewiesen sind, und schon an der Füllmenge erkennbar ist, dass zwei Packungen wohl kaum auch nur annähernd den gleichen Inhalt haben denke ich schon, dass es irgendwo Konzept ist.

Und DAS ist für mich noch mehr Kundenverar... als das klammheimliche Ändern von Inhaltsmengen - wenn drin ist was drauf steht kann ich als Kunde es wenigstens nachlesen.

Ich wiege vom Supermarkt abgepackte Waare auch nach, und wenn ich nur eine Packung mit weniger drin als drauf finde nehme ich eine andere - wenn es mehr sind frage ich mal nach, ob sich evtl. jemand bei der Etikettierung vertan hätte...

8 g - wenn nur 100 g in der Packung sind wäre das für mich jenseits der Fehlertoleranz, die mit einer geeichten Waage und automatischem Erstellen eines Etiketts bei Berücksichtigung von Gewicht und Kilopreis drin wäre. Wenn es eine Kilopackung wäre - meinetwegen...Mal anderer Fall: wer toleriert es einfach so, wenn sich eine Kassiererin bei einem Rechnungsbetrag von 100 Euro um 8 Euro vertut? Ich jedenfalls nicht.

Bei den Salatpackungen finde ich bei angeblich 250g Inhalt regelmäßig mal eine, mal mehr mit 20-40g weniger Inhalt. Und DAS ist für mich keine Fehlertoleranz mehr, sondern unverschämt. Wer auch immer dafür verantwortlich ist- Verkäufer(in) oder Marktleiter.

Aber meine gute Erziehung vergessen muss ich deswegen noch lange nicht.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von shalom 15.12.09 - 15:43 Uhr

Hallo,

da hast du sicherlich recht, aber so ein Aufstand für einen Preis, sagen wir mal 2,99 und einer Fehlwiegung von 8gr.? Bei höheren Grammzahlen, klar da sehe ich es auch anders.


Trotzallem stellte sich mir die Frage: Hat die Frau Recht, lassen wir uns zuviel gefallen, fängt es bei kleinen Dingen schon an. Geht es einfach nur ums Rechtgefühl...

VG shalom

Beitrag von wurmologin 15.12.09 - 15:43 Uhr

es handelte sich um 8g von 500g...
aber trotzdem würde ich natürlich nicht tolerieren, wenn sich bei 500€ jemand um 8€ vertut.

aber bei Waagen ist das was anderes. Auch geeichte Waagen haben eben eine Fehlerquelle (bei feinwaagen, die unter Luftabschluß wiegen, ist der Fehler wirklich gering, aber das ist im Supermarkt komplett übertireben, oder?)...
das liegt eben im Möglichen der Technik...

Bei Zapfsäulen ist das übrigens auch bis zu 10% zulässig...

und bei Orangen, die selber ja schon so viel wiegen...

Beitrag von miau2 15.12.09 - 19:04 Uhr

Hi,
das mit den 500 hatte ich überlesen. Bei 8 von 500 würde ich keinen Aufstand machen (wie viel Gewicht verlieren die Teile denn an Feuchtigkeit, wenn sie längere Zeit da liegen?).

Aber ist halt manchmal schon eine Frage, ob nicht der eine oder andere Supermarkt auch darauf abzielt, dass die Kunden eben nicht nachwiegen oder tolerieren - und damit bei vielen Packungen mehr berechnet, als es eigentlich richtig wäre.

Und DAS finde ich wie gesagt schlimmer als wenn ein Hersteller weniger in eine Packung packt, das aber immerhin auf die Packung schreibt und man es eigentlich nachlesen könnte.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von king.with.deckchair 15.12.09 - 21:57 Uhr

#pro

Sehe ich auch so! Und mal so gesehen: Das summiert sich. Für den Laden, aber auch den Kunden.

Da zahle ich hier dann ein bisschen mehr und dort und da werde ich mit 'ner Mogelpackung (neue Gebindegröße) beschissen, dann veralbert man mich, weil die Großpackung entgegen der landläufigen Meinung teurer ist, als wenn ich die Ware einzeln kaufe... Nö!

Ich hätte sicher keinen Aufstand gemacht oder die Kassiererin zur Schnecke. Aber mich so beschwert, dass es andere mitbekommen - das schon.

Beitrag von mansojo 15.12.09 - 15:42 Uhr

bei Obst sicher nich

aber bei Wurst und Käse würde ich wegen fehlenden 8 gramm meckern

LG Manja

Beitrag von ayshe 15.12.09 - 15:51 Uhr

hat diese frau denn wenigstens sofort die eichplakette geprüft?

#rofl


nein, ich würde das nichtmal nachwiegen.

ich weiß im moment auch nicht, wie hoch die erlaubte toleranz für solche abpackungen ist.
aber das wäre eben das erste, was mich interessieren würde.

Beitrag von shalom 15.12.09 - 16:06 Uhr



#rofl#rofl


Mir tat die Verkäuferin leid, da die Frau wirklich sehr unfreundlich rüberkam.

VG shalom

Beitrag von agostea 15.12.09 - 15:59 Uhr

Nö. Dafür wäre mir meine Zeit zu schade..und meine Nerven. Ich würde noch nicht mal nachwiegen, ehrlich gesagt.
Scheiss auf die lächerlichen 8 Gramm.

Gruss
agostea

Beitrag von mamavonyannick 15.12.09 - 16:22 Uhr

Hallo, ich hoffe der Link funktioniert. Demanach ist eine Abweichung bis 3% des Nenngewichts zulässig.

vg, m.

http://www.kennzeichnungsrecht.de/pseudoanzeige3.html?glossar.htm?a20_toleranzen.html

Beitrag von ayshe 15.12.09 - 16:29 Uhr

besonders interessant die "austrocknungsverluste" !

Beitrag von hoeppy 15.12.09 - 16:23 Uhr

Hallo,


nein ich würde keinen Aufstand machen.

Aber jetzt lasst mich mal weit ausholen:

Wenn dieses Geschäft jeden Kunden nun beim Wechselgeld um 5-10 Cent bescheisst-kommt am Tag ganz schön was raus....

DA würde dann bestimmt jeder den Mund aufmachen.

Was anderes ist das auch nicht. Es wird ein Artikel mit dem falschen Gewicht ausgezeichnet.

Klar sind es "nur" 8 Gramm....

Doch was wäre wenn es überall-in jeder Branche so wäre...

Wenn man überlegt dass es Medikamente gibt, die in (wie heißt das genau) Mikrogramm? ausgezeichnet werden---da sind dann 8 Gramm jede Menge!

Wie gesagt ICH persönlich würde da keinen Aufstand machen. Bei weiteren Überlegungen ist es aber doch genauso schlimm wie wenn bewusst das Wechselgeld falsch rausgegeben wird....

LG Mona

Beitrag von schneckerl_1 15.12.09 - 16:25 Uhr

Nein, ich würde keinen Aufstand machen. Ob man nun 494 g Orangen hat oder 500 g...
Was wiegt denn eine Orange? Wenn man noch eine dazulegt, dann ist es doch viel zu viel, oder?

Meine Güte, wie kleinlich manche Leute sind...:-p

Beitrag von ayshe 15.12.09 - 16:30 Uhr

dann legt man einfach ein stück schale dazu ;-)

man könnte sie aber auch mit 8g wasser befeuchten.

Beitrag von sooderso 15.12.09 - 16:35 Uhr

Oder 8 cent vom eigentlichen Preis abziehen ;-)

Beitrag von romance 15.12.09 - 16:43 Uhr

Hallo,

ich habe das schon oft erlebt, besonders als es in den Nachrichten los ging. Das nun die Mogelpackungen in den Läden stehen würden.

Aber ich hätte wegen 8 g kein Aufstand gemacht. Dafür wären meine Nerven zu schade für.

Und der FL kann nichts dafür, der muß sich das anhören. Gibt es höchstens mal weiter und spätens in der Kaffeepause wird eh drüber gelacht. Die Verkäuferin kann genauso wenig dafür.

Die Geschäftsleitung hätte glaube ich nicht viel machen könne, die kaufen zwar die Ware ein. Aber jeder weiß das die Mogelpackungen gibt, das liegt ja am Hersteller. So und wenn dann lasse ich es im Regal liegen, irgendwann merkt der Hersteller wenn die Zahlen nicht mehr stimmen.

Warum soll ich mir da Herzinfakt provozieren.

Sorry, finde es von der Frau lachhaft.

LG Netti
die manchmal solche Leutchen im Laden gesehen hat.

Beitrag von booo 15.12.09 - 16:53 Uhr

Bei abgepackter Wusrt in Scheiben doer Fleisch kann ich es verstehen, denn da kann man aufs Gramm genau abpacken. Bei großen Stücken, wie Orangen sehe ich das als "Toleranzrahmen"

Beitrag von emmapeel62 15.12.09 - 16:57 Uhr

Nein, natürlich nicht. Jeder, der einen normalen Menschenverstand hat dem sollte klar sein, dass es genormtes Obst mit 100 g pro Orange im Supermarkt nicht gibt - und das ist auch gut so.

Abgesehen davon ist die Dame ja im Unrecht, denn laut dem weiter oben geposteten Link gibt es bei 500 g eine Toleranz von bis zu 15 g.

Gruß
emmapeel

Beitrag von king.with.deckchair 15.12.09 - 21:59 Uhr

Gut zu wissen, das war mir neu.

Beitrag von lany 15.12.09 - 17:15 Uhr

Hallo!

Um bei Obst genau auf die 500 Gramm zu kommen, müsste man Äpfel künstlich herstellen, clonen oder sonst was!

Dann dürfte diese Dame pauschale Verpackungen wie diese nicht mehr kaufen. Genau wie Säcke mit 1 kg oder Kartoffeln, Zwiebeln...usw.

Wie soll das gehen? Es ist ein Glückstreffer wenn man die Waren so zusammengestellt bekommt das sie genau auf die Grammzahl kommen.

Das wäre ein Fall für Wetten dass...? #rofl

LG Eva

.. achso, NEIN ich hätte diesen Aufstand nicht gemacht;-)

Beitrag von hoda1979 15.12.09 - 17:50 Uhr

Hallo,

na wenn das mal keine geniale Idee waere, um Arbeitsplaetze zu schaffen: Leute, die den ganzen Tag Obst sortieren und grammgenau abpacken #rofl

Oder eben entsprechende Maschinen, dann wird's insgesamt bestimmt noch billiger ;-)

Nee, im Ernst, ich bin noch nie ueberhaupt auf die Idee gekommen, fertig abgepackte Ware nachzuwiegen. Bin ich zu naiv???

Ich kaufe mein Obst und Gemuese immer frisch vom Markt (muss dazu sagen, hier sind das oft ganz vorsintflutliche Waagen, hab bestimmt schon uebel Verlust gemacht dadurch hihi) - es schmeckt und gut.
Wenn ich mich mal so richtig aergern will, kann ich es ja bei Gelegenheit nachrechnen...

Ehrlich, ich verstehe nicht, warum manche Menschen dem beruehmten Haar in der Suppe immer noch extra nachtauchen.

LG Hoda

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