Mein Sohn ist ein Egoist und schlägt andere Kinder!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von kissja 15.12.09 - 16:20 Uhr

Guten Abend,
mein Großer (fast 2,5 Jahre alt) hat in letzter Zeit eine sehr egoistische Art entwickelt. Er nimmt seinem kleinen Bruder (fast 1 Jahr) dauernd die Spiesachen weg, egal ob das Babyspielzeug ist oder nicht, haut ihn ständig mit der bloßen Hand oder mit einem harten Spielzeug auf den Kopf. Schubst ihn dauernd. Das macht er leider auch in der Spielgruppe, wo wir wöchentlich hingegangen sind. Er will immer die Spielsachen, die andere haben und nur ganz alleine damit spielen! Ich schaff das nicht mehr mit ihm, mir ist das total peinlich, selbst 1000mal erklären, dass man das nicht machen darf, bringt nichts. Wenn er alleine ist, ist er das liebste Kind, kann sich auch schön beschäftigen und ist sehr pflegeleicht.
Bin total verzweifelt, was kann ich tun, damit mein Schatz wieder vernünftig und lieb wird? Ist das mal wieder so ne anstrengende Phase? Oje oje...
Danke euch.
LG
Regina

Beitrag von kissja 15.12.09 - 16:23 Uhr

muss noch dazu sagen, dass er auch gegen mich, besonders wenn ich ihn mit der stillen Ecke oder Fernseh-Aus bestrafe, Gewalt anwendet wie hauen oder Kreischen bis es Wehtut...

Beitrag von mariamia 15.12.09 - 17:08 Uhr

Naja - ein 2,5 jähriger ist mit Sicherheit kein Egoist. Er macht eine ganz natürliche Entwicklung durch - die Trotzphase:-p

Er schlägt nicht weil er dir und anderen weh tun will sondern weil er sich einfach nicht mehr zu helfen weiß und von seinen Gefühlen überrannt wird. Vl. spiegelt sich dadurch auch ein bisschen Eifersucht auf den Kleinen Bruder wider.

Zeige ihm immer wieder das Hauen nicht ok ist. Wenn mein Sohn das ab und zu macht sage ich `nicht hauen - das tut weh. Mach mal ei...´ Wenn er trotzdem weiter macht nehme ich ihn aus der Situation heraus bzw. breche unser Spiel ab (nur kurz - etwa 3 Minuten).

Strafen wie Fernsehverbot (warum schaut er mit 2,5 schon Fernseh#kratz) sind absolut sinnlos da der direkte Zusammenhang zwischen ungewolltem Handeln seinerseits und der Strafe fehlt.

Beitrag von kruemlschen 15.12.09 - 16:32 Uhr

Hallo,

eine ganz normale Phase. Gerade in diesem Alter geht wieder ein großer Schritt in Richtung - loslösen von Mama - und das ist sehr schwer für die Kleinen.
Sie wollen viel Nähe und Aufmerksamkeit.

Sicher geht das nicht immer, aber anstatt es mit sinnlosen Strafen zu unterbinden (was ja offensichtlich eh nicht klappt) solltest Du es vllt. mal mit Konsequenz versuchen.

Was soll eine stille Ecke sein? Muss Dein Sohn in der Ecke stehen, wenn er nicht gehört hat oder wie?

In welchem Zusammenhang sollen ein Fernsehverbot und hauen stehen?

Wenn er andere Kinder haut und ihnen das Spielzeug weg nimmt, dann kann er eben nicht mehr (für diesen Tag) mit den anderen Kindern spielen und ihr geht nach hause.

Gruß Krüml

Beitrag von ann75 15.12.09 - 16:40 Uhr

Liebe Regina,

ich lese aus Deinen Zeilen, dass du dich offenbar noch nicht viel mit der Entwicklungsphase deines Sohnes beschäftigt hast. Einerseits ist sein Verhalten für seine Situation und sein Alter völlig normal, Du musst nur lernen, das zu verstehen und richtig darauf zu reagieren. Andererseits verstärkst du durch deine derzeitigen Reaktionen sein Verhalten und tust ihm durch diese Bewertungen (egoistisch, unvernünftig, nicht lieb) sehr unrecht.
Man kann das alles nicht in einem Forumsposting erklären. Am besten leihst du dir Bücher zu dem Thema aus ( Jesper Juul. "Das kompetente Kind." oder "Grenzen, Nähe und Respekt." oder Dreikurs: "Kinder fordern uns heraus").

Hier nur soviel: Dein Kind lernt gerade seinen eigenen Willen zu äußern und sich gegenüber Dir abzugrenzen und abzunabeln. Das heißt, er probiert aus, wie weit er gehen kann, wenn er das Gegenteil von dem tut, was du sagst. Außerdem muss er sich gegenüber seinem Geschwisterchen durchsetzen und Aufmerksamkeit einklagen, und das klappt, wie er immer wieder erfährt, am besten durch Aggression und Ungehorsam. Das kannst du zum Beispiel abmindern, wenn du ihm durch festgesetzte, liebevolle Zeiten der Zuwendung zuvor kommst (viel und alleinige Zeit für ihn durch Vorlesen, wenn jemand anders sich um das Baby kümmert).

Zum Beispiel Spielzeug wegnehmen. Auch das ist normal. Kinder in dem Alter identifizieren sich mit ihrem Spielzeug und sehen es als ihr Eigentum an, weshalb es ihnen schwer fällt, davon abzugeben oder es zu teilen. Das sollte man akzeptieren, bzw. Regelungen mit dem Kind treffen, die es akzeptieren kann, wie und wann geteilt wird.

Das A und O in diesen Zeiten der Trotzattacken ist liebevolle Zuwendung, Verständnis und Konsequenz. Das heißt, wenn du deinen Willen gegen ihn durchsetzen musst und willst, sage ihm vorher, dass du seine Wut und seinen ärger gut verstehst, da er ja seinen Willen nicht bekommt, aber dass es aus dem und dem grund wichtig ist, dass er jetzt dies und jenes tut/nicht tut. Bedenke, das dieses Trotzen sehr wichtig für die Entwicklung seiner Persönlichkeit und das Erkennenkönnen seiner Bedürfnisse ist.
Alles Gute und liebe Grüße
Anne

Beitrag von freyjasmami 15.12.09 - 17:01 Uhr

Seit wann ist es notwendig Bücher für die Erziehung der Kinder zu kaufen?

Das mag ja alles noch so logisch klingen, aber wie haben unsere Eltern uns bloß großgekriegt?
Also weder meine Mutter, noch meine Oma besaßen oder besitzen irgendwelche Erziehungsratgeber und wir sind trotzdem vernünftige Menschen geworden.

Und ich kann es nicht sehr normal finden, das er BABYspielzeug nimmt und das Baby schlägt. Das Spielzeug ist demnach ja nicht seines, was deine genannte Theorie nicht bestätigt.

Beitrag von suedseeinsel 15.12.09 - 17:12 Uhr

Ich finde mit den Ratgebern hast du recht, mit dem schlagen und Spielzeugwegnehmen nicht. Meiner Meinung nach. Ich denk, das ist einfach Eifersucht und Aufmerksamkeit bekommen wollen, weil er seine Mama nun (leider) teilen muss. Meine Mutter hat meinen Onkel auch bis aufs Blut geärgert als sie noch ganz klein war (mein Onkel ist 1 Jahr jünger als meine Mutter) und trotzdem ist sie heute eine ganz liebe Mutter und Oma.

Beitrag von freyjasmami 15.12.09 - 17:30 Uhr

Du findest es normal das er das Baby mit hartem Spielzeug schlägt?#schock

Wenn sich Geschwister so untereinander kabbeln ist das natürlich normal, aber mit harten Gegenständen oder auch mit der Hand hart zuschlagen geht gar nicht.

Und da kann mir keiner erzählen, das man dann sagen soll:

"Ach, ich kann Deine Wut ja verstehen, aber das lassen wir jetzt mal lieber und lesen stattdessen ein Buch."
Man muss nicht nur konsequent sein, man muss auch Konsequenzen für Verhalten aufzeigen.

Beitrag von ann75 15.12.09 - 17:46 Uhr

Es ist auch ein Unterschied, ob ich sein Verhalten normal finde, oder ob ich meine, dass man das nicht unterbinden soll. Du verdrehst hier etwas meine Worte, zum konkreten Umgehen mit dem einzelnen Verhalten habe ich mich gar nicht geäußert, da man das wie ich finde, sehr differenzieren muss. Natürlich lasse ich nicht zu, dass ein Kind schlägt und werde dann sicher auch nicht deinen zitierten Satz dazu sagen. Aber es ergibt wesentlich nachhaltigeren Sinn, das Kind in seinem Gefühl zu bestätigen, als kommentarlos Dinge wegzunehmen oder Fernsehverbot zu erteilen.

Beitrag von freyjasmami 15.12.09 - 17:55 Uhr

Gott bist Du toll #augen meinst du die TE nimmt dem Jungen wortlos das Spielzeug weg ohne ihm zu sagen, was er verkehrt gemacht hat? Ich glaube kaum.

Ich würde meinem Kind sagen, das man so etwas nicht macht und das es dem anderen weh tut bzw. traurig macht und das dieses oder jenes dem anderen Kind gehört und man das nicht einfach so wegnehmen kann.
Ich würde ihm aber sicher nicht sagen, das ich sein Gefühl verstehen kann, wenn es ein anderes Kind schlägt oder das es kommentarlos das Spielzeug wegnimmt.

SO wurde ich großgezogen und meine das ich ein verantwortungsvoller Mensch geworden bin.:-p

Beitrag von ann75 15.12.09 - 17:23 Uhr

Wenn jemand mit seinem 2,5jährigen Sohn verzweifelt, ihn als Egoisten bezeichnet und relativ normales Verhalten eines trotzenden Kindes als nicht normal einordnet, halte ich es nicht für verwerflich, sich ein wenig zu belesen, warum ein Kind sich so verhält. Meine Mutter hat sich damals auch viel für das Thema interessiert und Bücher gelesen, einer der Gründe, weswegen ich eine sehr liebevolle und gute Erziehung und Kindheit genossen habe, was mir wiederum gleiches mit meinen Kindern ermöglicht. Ich habe nicht behauptet, dass solches NUR durch das Lesen von Büchern (ich habe übrigens keine Erziehungsratgeber empfohlen, da verwechselst du was) möglich ist, aber mir z.B. hat es sehr geholfen, mein Kind besser zu verstehen und in solchen Situationen gelassener zu reagieren. Die Alternativen sind ja entweder, es ist einem egal, dass man unangemessen reagiert ("hat ja nicht geschadet" ist mein Lieblingsargument), oder man ist tatsächlich so übermenschlich geerdet und gelassen, dass man auch ohne dieses Wissen sinnvoll agiert (was bei der TE nicht der Fall zu sein scheint, sonst hätte sie nicht um Rat gefragt).

Übrigens: wäscht Du deine Wäsche mit der Hand und spülst dein Geschirr im Becken? Nein? Wie haben das bloß unsere Eltern und Großeltern hinbekommen? (Warum soll man die jeweiligen Erkenntnisse seiner Zeit nicht nutzen, wenn sie hilfreich sind? Verstehe ich nicht).

Im Übrigen habe ich geschrieben, dass Kinder in dem Alter nicht zwischen mein und dein unterscheiden können. Daher ist meine Theorie wegen des Spielzeuges nicht widerlegt.
Grüße,

Annekatrin
P.S. Was für Kleinkinder in dem Alter normal ist, kann ich deswegen recht gut beurteilen, weil es mein Beruf ist und ich daher mehr Kinder als nur mein eigenes als Bezugsgröße einbeziehen kann. Schlagen gehört bei vielen Kindern da auch dazu.

Beitrag von ann75 15.12.09 - 17:29 Uhr

P.S. Um einem weiteren Gegenbeleg zuvorzukommen: Gemeint ist mit dem Satz "sich mit ihrem Spielzeug identifizieren" genau diese mangelnde Unterscheidung zwischen mein und dein, auch wenn ich das nicht wortgenau im oberen Beitrag schrieb.

Und noch eines zwischen "Kinder groß kriegen" und Kinder zu gesunden, selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen zu erziehen, besteht für mich genau der große Unterschied zwischen Deiner und meiner Meinung. Leute, die das Lesen von Büchern für überflüssig halten, reizen im übrigen häufig meinen Widerspruch.

Beitrag von freyjasmami 15.12.09 - 17:51 Uhr

Entschuldige mal bitte, ich schrieb nirgends das ich keine Bücher lese. Ganz im Gegenteil! Ich war und bin schon immer eine Leseratte.
Du tust ja so als wäre ich ein ungebildeter Analphabet der höchstens mal ne Fernsehzeitung in die Hand nimmt.

Da ziehst Du Dir etwas völlig an den Haaren herbei.

Meiner Meinung nach braucht man keine Bücher um seine Kinder liebevoll groß- bzw. zu erziehen.
Diese Fähigkeit sollte im Normalfall in der Natur des Menschen liegen - oder hast Du schon einmal eine Kuh mit nem Fachbuch zur Kälberaufzucht im Stall stehen sehen?

Es gibt natürlich Kinder die besondere Aufmerksamkeit brauchen, das ist aber nicht die Regel. Dafür ist selbstverständlich ausgebildetes Fachpersonal erforderlich.

Zwischen Eltern und Kindern besteht nicht immer ein direkter Zusammenhang:

-Meine Mutter mag Weihnachten nicht - ich liebe es
-Meine Mutter kocht nicht besonders gut und gern - ich kann es sehr gut und mach es auch tagtäglich gern
- ich liebe Tiere und habe seit ich ausgezogen bin Haustiere, züchte sogar, meine Mutter hat erst vor 4 Jahren ein Haustier für meinen kleinen Bruder angeschafft (war ne Therapiemaßnahme von mir, die sehr gut gewirkt hat #schein - mein Bruder hat geknabbert und war sehr zurückhaltend, das hat sich jetzt grundlegend geändert)

Andersherum sind wir beide Gartenmenschen. Wir sind also nicht beide totale Gegensätze, aber ich bin auch nicht komplett durch ihre Eigenschaften geprägt.

Komisch, mein Sohn weiß schon sehr gut was seins ist und was seiner Schwester gehört und das mit gerade 16 Monaten.

Und noch eines:

Du solltest mal ein Stück von deinem hohen Ross runterkommen.
"Großkriegen" ist wohl ein weitläufiger Begriff für das Aufziehen der Kinder. Und dazu gehört wohl auch ein Stück weit das Formen des Charakters. Nicht die bloße Versorgung mit Nahrung und Kleidung wie du es darstellst.
Und DU kannst anhand meiner Antwort wohl schlecht erkennen wie ich mich um meine Kinder bemühe.
Meine Kinder sind beide gesund und munter, sehr offen und zugänglich, fröhlich, und fast immer völlig ausgeglichen. Und dazu noch ein Stück weit verwöhnt (allerdings nicht materiell). Beide waren bzw. sind im Familienbett und haben ein enges Verhältnis zu uns Eltern.
Und in unserer Familie ist es nun einmal normal das man sich viel mit den Kinder beschäftigt und spielt - vllt. brauche ich deswegen keine Ratgeber?

Dein Bsp. mit dem Geschirrspüler ist doch auch nicht anwendbar. Kinder bleiben Kinder, Technik entwickelt sich weiter.(meine Oma hat schließlich auch schon nen Spüler-ihre Urenkel behandelt sie aber genauso wie uns Enkel und ihre Kinder...)
"Neue Erkenntnisse" müssen nicht immer gut und richtig sein. Thema stillen, Spinat usw.

Beitrag von ann75 15.12.09 - 17:57 Uhr

Moment mal. Lies dir deine Antworten noch mal in Ruhe durch und überlege, wer hier wessen Meinung als erstes recht undifferenziert in Frage gestellt hat. Ich habe mich nur begründet. Wer hier auf hohem Ross sitzt, ist noch die Frage. Aber ich bin es von Urbia gewöhnt, von der Seite her mit Kommentaren behelligt zu werden. Nur sollte man sich dann nicht beschweren, wenn man auch eine Antwort bekommt. Und sich dann vielleicht auch nicht so ärgern, wenn man dem nichts recht entgegenzusetzen hat und dann immer weiter ausholen.
Mit freundlichen Grüßen,
Anne

Beitrag von freyjasmami 15.12.09 - 18:04 Uhr

#rofl

Du kannst anhand einer Antwort in einem Forum nicht die Erziehungsmethoden oder Gewohnheiten anderer Menschen einschätzen.

Bsp. sind dazu da um etwas zu veranschaulichen...nichts weiter, hat nichts mit ausholen zu tun.

Und ja, Du sitzt auf einem hohen Ross, wenn Du meinst Du könntest so über andere urteilen, nur wegen einer oder ein paar Antworten in einem Forum.
Es gibt nun einmal Menschen die anhand ihrer eigenen Erziehung in der Lage sind auch ihre Kinder zu erziehen und dafür keine Bücher benötigen. Vllt. hat nicht jeder das Glück eine liebevolle Erziehung genossen zu haben die ihm jetzt beim eigenen Eltern sein hilft.

Ich bin immer wieder erstaunt wie oft hier von irgendwelchen Büchern im Zusammenhang mit dem Aufwachsen der Kinder geredet wird.
Brauche ich die nicht weil ich recht "pflegeleichte" Kinder habe oder weil ich durch meine Familie gelernt habe mit versch. Situationen umzugehen?
Tja, das ist vllt. eine Frage.

In dem Sinne mach's gut - Du wirst schon Recht haben...und ich meine Ruhe :-p

Beitrag von ann75 16.12.09 - 16:43 Uhr

Ich habe mir eben nochmal in Ruhe den Diskussionsverlauf durchgelesen. Mag sein, dass ich zunächst etwas sehr ironisierend geantwortet habe (wenn ja, dann tut es mir Leid), weil ich immer etwas reizbar bin, wenn ich in einem Forum jemandem einen Rat geben möchte, der ihn erbat, und dann jemand ganz anderes den Rat - mit mir nicht nachvollziehbaren Argumenten in Frage stellt (und zwar nicht gerade höflich interessiert nachfragend sondern gleich ziemlich absolut).

Rein inhaltlich und vom Stil her kann ich mir aber kaum Vorwürfe machen. Ich habe nur der Wahrheit gemäß gesagt, dass mich zum Widerspruch reizt, wer das Lesen von Büchern in Frage stellt. Da steht nirgends was davon, ob DU liest, wie du deine Kinder erziehst noch ähnliches.
Ich habe lediglich versucht klarzustellen, dass ich NICHT meine, dass jede Mutter Bücher lesen muss, um ihr Kind erziehen zu können, aber dass es hilfreich sein könnte, wenn man ratlos ist! Und das passt auch genau zu deinem (Gegen?)argument, dass es eben nicht immer so sein muss, dass man selbst eine liebevolle Kindheit hatte, die einem beim eigenen Elternsein hilft.

Wenn meine Zimmerpflanzen einen Schädling haben, lese ich auch nach, woran das liegen kann und was man da macht. Ist das schlimm? Ich finde es einfach etwas sinnfrei, das Lesen von Büchern in Sachen Erziehung pauschal in Frage zu stellen, nur weil es in dem ein oder anderen Fall vielleicht tatsächlich nichts hilft. Zumindest ist es nicht dermaßen fragwürdig, dass man dazu extra eine Antwort verfassen muss, die den Rat niedermacht, oder?

Als nächstes unterstellst Du mir, aus einer Antwort einen ganzen Erziehungsstil herauszulesen. Ich weiß leider nicht, worauf du das beziehst, denn ich habe mich mit meinen Vermutungen immer nur ganz klar auf einzelne Aussagen der TE oder von Dir bezogen. Andererseits schließt du von ein paar Postings gleich darauf, dass ich "ja ganz toll" wäre, wie ich angeblich in Konfliktsituationen mit Kindern rede oder dass ich auf einem hohen Ross säße.

Ich möchte zum Schluss nur nochmal darauf hinweisen, dass es meiner Meinung nach wesentlich schlimmere Dinge in der Welt und in der Erziehung von Kindern gibt, als ein gutes Buch zu lesen. Das kann man gern anzweifeln, aber ich hab andere Erfahrungen gemacht. Bevor man darüber urteilt, sollte man vielleicht auch mal in das ein oder andere Buch reinschauen.
LG Anne

Beitrag von solymar 15.12.09 - 18:10 Uhr

Hallo Regina

Du hast ja schon einige gute Antworten bekommen. Gluecklicherweise haben wir ein soloches Problem mit unserer Maus nicht. Was ich durch vieles lesen erfahren habe ist dass eine solche Phase, in der dein Sohn gerade ist, voellig normal ist. Kinder lernen in diesem Alter ihren Willen und ihre Beduerfnisse zu komunizieren. Leider fehlt ihnen hierzu oft der komplette Wortschatz weshalb sie oft zum Ausdruck schlagen, treten und beisen. Wenn er sich in der Spielgruppe "unmoeglich" benimmt wuerde ich ihn ermahnen und ihm mitteilen dass ihr die Gruppe beim naechten daneben benehmen sofort verlaesst. Dann musst du allerdings auch konsequent sein und tatsaechlich gehen. Bin mir sicher das wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das mit dem Fernsehverbot zuhause verstehe auch ich nicht so ganz. Da fehlt eben der zusammenhang zumal ich ihn auch zum fernsehschauen etwas zujung halte. Bei uns laeuft sehr selten die Roehre und wenn dann auch nur Abends. Denke je nach Problem wird das Spielen auch zuhause sofort beendet und die Sachen weggreraeumt. Wuerde ihm mitteilen dass er weiterspielen kann wenn er sich benehmen kann. Wir fragen unsere Kleine immer ob sie nun wieder soweit ist dass sie wieder vernuenftig spielen kann. Ansonsten kann ich nur sagen, Kopf hoch.

LG

Silvia mit Amelia Eloise (*03.05.07)

Beitrag von kissja 15.12.09 - 18:49 Uhr

Vielen lieben Dank für eure Antworten, ich werde mir mal was zum Lesen besorgen, sobald ich kann...
Momentan bin ich selber total kaputti und heute sogar Nervenzusammenbruch gehabt, weil die beiden immer gleichzeitig Theater machen müssen. Der Große schreit, der kleine hat Angst und schreit dann auch, der Kreislauf nimmt kein Ende... Ich hoffe, dass ich das hinkriege...
Danke noch mal #blume
LG
Regina