Ständig Angst eine schlimme Krankheit zu bekommen :-((

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von binkerngesundaberangst 15.12.09 - 16:41 Uhr

Ich bin kern gesund, habe mich von einem Neurologen, Orthopäden, Hausarzt(sämtl. Blutwerte),HNO durchchecken lassen, sogar ein MRT Kopf habe ich machen lassen und alles ist i.O.

Aber ständig habe ich Angst irgendeine schlimme Krankheit zu haben, wie z.B. MS oder irgendetwas unheilbares, jedes Knötchen ist gleich Krebs, dabei muß ich doch stark für meine beiden Kinder sein, es belastet unsere Partnerschaft enorm.

Wie bekomme ich ein gesundes Verhältnis zu Krankheiten?

LG

Beitrag von witch71 15.12.09 - 16:46 Uhr

"Wie bekomme ich ein gesundes Verhältnis zu Krankheiten?"

Indem Du zu dem einzigen Facharzt gehst, bei dem Du noch nicht warst: Einem Psychotherapeuten. :-)

Schau, Du hast die Wahl. Entweder machst Du so weiter, setzt Deine Partnerschaft aufs Spiel, oder Du suchst Dir wirklich jemanden, der Dir helfen kann. Du musst herausfinden, woher diese Angst kommt, was eigentlich dahinter steckt und wie Du sie besiegen oder besser damit leben kannst.

Alles Gute! :-)

Beitrag von habMS 15.12.09 - 17:23 Uhr

Würde dir auch empfehlen einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

Denn selbst wenn du etwas HÄTTEST ( was du ja nicht hast) würde das trotz allem nicht den Ende bedeuten#liebdrueck

Habe seit knapp 3 Jahren MS und mir geht es trotz Medikament suuuuper und laut den MRI Bildern steht die MS#huepf#huepf bzw die "Läsionen" im Gehirn nehmen sogar im Volumen ab#huepf#huepf

Möchte dir auf diesem Weg einfach sagen, es geht immer weiter und im Effekt wird alles gut#liebdrueck

Beitrag von habMS 15.12.09 - 17:24 Uhr

Nachtrag:

Mir gehts nicht trotz sondern mit dem Medikament super#huepf

Beitrag von similia.similibus 15.12.09 - 17:33 Uhr

Google mal nach "generalisierte Angststörung" Ach...hier habe ich dir schon mal einen Link rausgesucht:

http://www.psychic.de/generalisiert-angststoerung.php

Beitrag von similia.similibus 15.12.09 - 17:37 Uhr

Und wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gern über VK anschreiben! Ich hatte dieses Problem auch....

Beitrag von sniksnak 15.12.09 - 18:23 Uhr

Ich glaube, diese Art von Angst ist ein relativ weit verbreitetes Phänomen :-)

Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an: Schau mal, dass du einen Therapeuten findest. Eine Verhaltenstherapie gepaart mit Gesprächen kann dir helfen herauszufinden, woher die Ängste kommen und du kannst lernen damit umzugehen.

Alles Gute
sniksnak

Beitrag von luka22 15.12.09 - 19:27 Uhr

Ja, ich bin/ war auch so ein Patient. Noch vor 2 Jahren war es sehr schlimm, so schlimm, dass ich meinen Kindern Abschiedsbriefe geschrieben habe - könnte ja sein, dass ich morgen tot umfalle.
Heute geht es mir wieder gut. Ich habe gelernt damit unzugehen, auch wenn ich nicht beim Psychofritzi war. Ich habe erkannt, dass diese Angst eigentlich eine Angst vor dem Sterben ist. Bei mir war dieser Gedanke vor allem wegen der Kinder so extrem belastend. Ich habe mir immer gedacht: Lieber Gott, lass die Kinder wenigstens 10 sein, bevor ich sterbe (übrigens hatte auch ich nie eine ernsthafte Krankheit). Jeden Tag habe ich mich mit allem auseinander gesetzt und ich habe folgendes für mich erkannt:
- Ich kann es nicht ändern, wenn ich morgen tot umfalle.
- Ich kann nur das Hier und Heute bestimmen nicht das Morgen.
- Wenn ich mir den ganzen Tag den Kopf zerbreche, kann ich aber nicht im Hier und Heute leben.
- Ich will aber, dass meine Kinder eine gut gelaunte und glückliche Mutter haben.
- Ich mache mir also Sorgen und Gedanken erst dann, wenn ich eine Diagnose auf dem Tisch habe.
- Und wenn ich morgen wirklich sterbe, dann haben meine Kinder das beste Umfeld, das man sich wünschen kann: tollen Papa, Omas, Opas, Onkel, Tanten, Kusinen. Sie würden mit Liebe überschüttet werden.

So habe ich mir das die letzten Jahre immer wieder gesagt. Mir hat vor allem das Arbeiten extrem geholfen. Denn dort bist du abgelenkt und hast keine Chance den ganzen Tag zu grübeln. Und was für mich ganz wichtig ist: Rechtzeitig die Reißleine ziehen: WEnn ich merke, es kommt wieder ein Schub, dann sich nicht der Angst leidenschaftlich hingeben, sondern sagen: Stopp, mir geht es gut, es ist alles in Ordnung.
Damit komme ich jetzt sehr gut zurecht auch wenn ich im Moment keine Ablenkung durch die Arbeit habe (bin im Erz.urlaub).

Zum Schluss kann ich dir ein sehr gutes Buch empfehlen:

Angstfrei leben von Lucinda Bassett

(Sie hat sich auch am eigenen Schopf aus dem Sumpf der Angst gezogen)

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von binkerngesundaberangst 15.12.09 - 20:04 Uhr

Ich Danke Dir, Dein Beitrag hat mir sehr geholfen.

LG
Susanne

Beitrag von saschalinden 16.12.09 - 10:39 Uhr

Hast du es schon mal mit nem Psychotherapeuten versucht? So wie du das schreibst, scheint die einzige Krankheit die du hast psychischer Ursache zu sein.

Versuch dir professionelle Hilfe zu suchen ;-)

LG Sascha

Beitrag von dodo78 16.12.09 - 13:12 Uhr

Hallo Du!

Sowas nennt man Hypochonder glaub ich!

Haben ca. 2 Mill. Menschen. Google mal bitte. Habe in der Familie jemanden mit dieser Krankheit. Da hilft ein Psychologe!

Ausgelöst wird das,durch viele Sachen.

LG Dodo