Versager-Gefühl ist da :-(

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von pladde 15.12.09 - 17:51 Uhr

Heute hatten wir die U3. Mia wurde bis heute voll Gestillt. Wir haben den KiA darauf angesprochen, dass sie imemr so unruhig ist und viel weint, besonders abends und nachts. Er hat sich das Gewicht angeschaut und meinte, Mia hätte wahrscheinlich Hunger...

Er meinte, wir sollen zusätzlich mit Flasche beifüttern und gucken, ob sie dann ruhiger ist.

Nun hat Mia 1 Stunde nach dem Stillen angefangen zu Schreien, habe sie dann nochmal englegt. Und kaum war sie fertig, hat sie wieder geweint #schmoll Ich habe an der Brust gedrückt und da kam auch keine Milch mehr, also zur Probe mal eine Flasche mit 120ml gemacht. Und die hat sie in 5 Minuten leer geputzt und liegt da nun ganz friedlich rum und sieht echt glücklich aus...

Tja, und nun kommt dieses Versager-Gefühl in mir hoch, denn ich habe ja anscheinend nicht genug Milch um sie satt zu machen #heul Was machen wir denn jetzt? Weiterhin erst ein wenig Stillen und dann noch Flasche? Oder das Stillen aufgeben und das Kind direkt "satt" machen?

LG, Pladde + Mia (3 Wochen)

Beitrag von nadine1013 15.12.09 - 18:17 Uhr

Hey, war bei mir ähnlich - ich hab es nur ein paar Tage durchgehalten, weil Helena nur geschrien hat und auch ganz sicher nicht satt wurde. Haben auch mit zufüttern angefangen, leider hat sie dann nach ein paar Tagen die Brust komplett verweigert und nur noch Flasche getrunken.

Hab mich anfangs auch schlecht gefühlt, besonders als sie mit grade mal 8 Wochen dann eine Mittelohrentzündung bekam #heul

Mittlerweile habe ich mich mit abgefunden - ich hab es zumindest versucht, dass es nicht ging, ist nicht meine Schuld. Ich habe trotzdem ein gesundes, fröhliches Baby - und über zu wenig Bindung kann ich mich auch nicht beklagen.

Mach dir keine Vorwürfe, dein Kind wird auch ohne Muttermilch groß werden #liebdrueck

LG, Nadine

Beitrag von -nixe- 15.12.09 - 18:45 Uhr

Mach dir keinen Kopf!
Ich konnte auch nur die ersten 3 Wochen stillen und weil ich plötzlich gar keine Milch mehr hatte mussten wir auch mit der Flasche zufüttern. Dannist das selbe passiert...johanna wollte die Brust nicht mehr.
Hab mich richtig schlecht gefühlt..... und war total depri.
ABER... es sind schon soooo viele Kinder auch mit der Flasche groß und munter geworden...also kopf hoch! es ist zwar schade aber absolut nicht tragisch!

Meine Kleine ist jetzt 5 Monate alt und ist putz munter und damit die Bindung vielleicht noch stärker wird haben wir es so gemacht das wir uns mit ihr in die Badewanne gelegt haben! Dann lag sie auf Mamas Brust/Bauch und das warme wasser dazu.... also Johanna findet das heute noch total super:)

Wenn dein Baby gerne badet kannst du es ja mal probieren!


Liebe Grüße

-nixe-

Beitrag von lara-1977 15.12.09 - 19:04 Uhr

Hallo Du Mami,

das ist echt komisch. Wenn ich das so von Dir lese, spiegelt es dem wieder, was ich vor Wochen durchgemacht habe. Genauso hat unsere Kleine auch abends reagiert und ich habe mir dann nach langem hin und her überlegt, ihr einfach mal eine Flasche anzubieten. Siehe da, sie hat 140 ml getrunken. Seitdem gab es immer eine Flasche zum Einschlafen und sie hat angefangen, durchzuschlafen. Jetzt ist sie 12 Wochen alt und ich stille so langsam ab. Es hat nun keinen Sinn mehr. Dadurch, dass sie in der Nacht nicht mehr kommt, produziert die Brust nicht mehr so viel Milch, wie zuvor. Es wurde immer weniger. Jetzt habe ich am Sonntag beschlossen, dass ich nur noch die Brust gebe, wenn sie spannt. Doch jetzt habe ich auch noch einen Magen-Darm-Virus und meine Brust hat heute noch gar keine Ablöse bekommen. Geht also auch ganz ohne. Ich bin damit nun im "Reinen" und sogar erleichtert, weil mir der Druck genommen wurde, dass ich sie satt bekommen muss. Ich habe das Stillen am Anfang auch leicht genommen und es hat super geklappt, bis dann ein Wachstumsschub kam, so wie bei Dir. Entweder man legt das Baby dann an bis man selbst nicht mehr kann, oder man hilft eben anderweitig aus. Und Flasche geben ist vollkommen in Ordnung. Es dauert eine Zeit, bis Du damit selbst auch fertig wirst, aber ich denke mir nun, Hauptsache die Kleine wird satt und groß wird sie sowieso. Also habe ich nun mit 3 Monaten aufgehört zu stillen. Ich bin froh, dass ich es so lange durchgehalten habe und glücklich, dass die Kleine überhaupt die Brust genommen hat, es hätte auch anders sein können.

Du machst es schon richtig, so wie Du es machst. Hör auf dein Bauchgefühl, nicht auf das, was dein Kinderarzt sagt.

Alles Gute, Lara ;-)

Beitrag von 20girli 15.12.09 - 19:00 Uhr

Nein, nicht so denken.

Deine kleine ist gerade mal 3 wochen jung. Und ca. jetzt ist auch der erste Schub. Dann sind sie viel unruhig und wollen gaaanz oft an die Brust...denn diese muss mehr Milch produzieren weil deine mehr Milch braucht. Das tut sie aber nur wenn die kleine auch dran trinkt.

Gerade Abends und Nachts ist das völlig normal. Clusterfeeding oder wie auch immer man das schreibt...heist das...
klar hat sie die Flasche ratz fatz leer gemacht...denn...an der Brust muss sie sich richtig anstrengen damit was raus kommt...aus der Flasche kommt es fast von alleine...das hat ihren Magen schneller gefüllt als beim stillen.

Du hast ganz sicher nicht zu wenig Milch. Beim Stillen ist es am anfang etwas schwieriger ...die Milch muss sich einstellen...die Schübe einer nach dem anderen....man meint das Kind wird nicht satt weil es so oft kommt.

Ich habe meinen Sohn in seinen Schüben auch jede Stunde gestillt das ist völlig normal..ohne Schübe trank er alle 90 min. Denn Muttermilch ist super schnell und einfach verdaut weil sie für das Kind gemacht ist.

Gerade jetzt ist es wichtig sie anzulegen wann immer sie danach verlangt. Die Uhr und die Zeit sind völlig egal. Nur so pendelt sich die Milchmenge ein und dann wird sie auch wieder einfach satt an der brust. Wenn du jetzt die Flasche gibst dann wird die Milch weniger werden.

Lass dich nicht verunsichern. Das da keine Milch mehr kam ist normal...aber wenn dein Kind dran saugt dann kommt Milch. In den Schüben hat die Brust nur keinen kleinen Vorrat mehr weil die kleinen ja sofort alles verbrauchen und die Abstände so kurz sind...das ist alles. Milch wird wärend des Trinkens hergestellt.

*****Clusterfeeding kann eine frustrierende Erfahrung für die Mutter sein, wenn man nicht weiß, was vor sich geht. Wenn man sich jedoch bewusst ist, warum das Baby das macht, ist alles halb so wild.
Besonders abends tendieren viele junge Säuglinge dazu, häufiger trinken zu wollen als tagsüber. Manchmal im Stundentakt oder noch häufiger, so dass ein Stillen endet und das nächste quasi schon wieder beginnt. Der Mutter kann dieses Dauerstillen an die Substanz gehen – so manchen Abend sitzt man stundenlang auf dem Sofa und hat das Gefühl, nichts anderes mehr zu tun als zu stillen. Was also macht das Baby? Es legt sich einen Milchvorrat für die Nacht an. Oder es bestellt mehr Milch ( Angebot und Nachfrage , Ad libitum ). Was auch immer der Grund für das Verhalten Ihres Säuglings ist: es ist ganz normal. Machen Sie sich keinen Stress und gönnen Sie sich und dem Baby die kuschelige Zeit zu zweit. Sie geht vorbei.****

und das stimmt..

LG Kerstin

Beitrag von miriamama 15.12.09 - 19:10 Uhr

Ich unterschreibe das mal ganz dick!!

Recht hast du!

An die TE: Lass dich nicht irre machen und still weiter.

KIA hat keine Ahnung vom stillen, er ist ein KIA und keine Stillberaterin!!

Schade, dass sie heutzutage den Müttern so reinreden und das Stillen schlecht machen...

LG! Miriam, die ihre Tochter 11 1/2 Mon vollgestillt hat und immer noch nach BEDARF stillt!!

Beitrag von 20girli 15.12.09 - 19:20 Uhr

Danke :-)

..ich weis noch als meine Hebi mich vor dem Schub in der ca. 4 woche gewarnt hat. Sie hat mir damals gesagt das in der Zeit die meisten Mütter aufhören zu stillen weil "angeblich" keine Milch oder zu wenig Milch da wäre. Sie hat mir erklärt warum die Mütter das denken und wieso sich das für Mütter so anfühlt. Ich bin sehr froh darüber...und gleichzeitig entsetzt wie recht sie hatte. Immer und überall hört man das selbe...und ich kann nicht verstehen warum soviel falsch Informationen ihren weg machen und es aus dem Grund soviele Mütter gibt die dann schweren Herzens mit dem Stillen aufhören.

Die machen das nicht nur heute so das war schon vor jahren gang und gebe...mir hat man das auch eingetrichtert und somit habe ich leider meine ersten vier Kinder mit der Flasche groß gezogen....nach der Erfahrung mit meinem 5 Kind was ich sehr lange gestillt habe...bin ich sehr traurig darüber das durch die Fehl Informationen ich die Erfahrung mit dem Stillen bei meinen 4 Kindern nicht machen konnte.

Lg Kerstin

Beitrag von baby2301 15.12.09 - 19:32 Uhr

ich glaub die ersten sechs wochen hab ich die meiste zeit mit meiner maus im bett verbracht weil ich sie von meiner brust nicht los bekommen habe.
Allerdings kam bei mir immer Milch raus wenn ich drauf gedrückt hab.

Du musst das machen was für dich und dein Kind am entspanntesten ist und wobei ihr euch wohl fühlt.
würde an deiner stelle anlegen dann flasche und dann nochmal abpumpen.

Beitrag von pladde 15.12.09 - 20:20 Uhr

#liebdrueck Danke für die vielen lieben Antworten!

An einen Schub hatte ich auch schon gedacht gehabt, zumal Mia ja letzte Woche noch durchgeschlafen hat und auf einmal damit aufgehört hatte. Aber ich hatte gedacht mit 3 Wochen wäre das noch zu früh, kommt der nicht sonst erst so mit 5 Wochen? #kratz

Mein KiA meinte dass es auch sein kann dass sie halt im Moment einfach zu schnell wächst und nicht mit dem Trinken usw hinterherkommt. Sie hat immerhin in den ersten 3 Wochen jetzt schon 3cm zugelegt, der Kopf ist auch ganze 2cm größer geworden und er meinte halt dass es halt sein kann dass der Bedarf "zu schnell" gestiegen ist und die Brust nicht mehr hinterher kommt...

Wir haben jedenfalls entschieden es weiter an der Brust zu versuchen und wenn sie wirklich immer weiter und weiter brüllt danach halt dann noch zusätzlich die Flasche. Und sollte der Fall eintreten dass sie die Brust danach verweigert dann wird halt wie bei Amy damals auch abgepumpt und die MuMilch über die Flasche gegeben....


Nochmals danke für die lieben aufmunternden Worte! Es ist schrecklich das Gefühl was einen beschleicht; so als wäre man selber unfähig sein Kind zu versorgen #schmoll

Beitrag von culturette 15.12.09 - 20:47 Uhr

Super dass du es weiterhin mit dem Stillen versuchst. #pro
Ich weiß dass es manchmal an die Nerven geht, vor allem wenn es so verlockend ist, aus Einfachheit die Flasche zu geben. Aber durchs Anlegen pendelt sich die Milchmenge optimal auf den Bedarf deines Kindes an.

Aber hier sind rund um die Uhr immer Stillmamas die dir mit Rat zur Seite stehen.

Ich würde dir auch raten, eine Stillberaterin zu kontaktieren. Gratis über Email bei der LLL http://www.lalecheliga.de

Ganz viel Erfolg....
lg

Beitrag von 20girli 16.12.09 - 07:59 Uhr

Als erstes - du bist nicht unfähig. Die Schübe sind einfach anstrengend.

Tipp....wenn du die Schübe durchstehst...kannst du dir später das Abpumpen und die Flasche machen sparen.

Jetzt erscheint es dir als die einfachere Variante.

Hat sich aber erst einmal alles eingespielt...klappt das wunderbar auch ohne Flasche.

Das Kind an der Brust haben..und die Zeit mit ihm zusammensein....oder das Kind mit Flasche füttern und danach auf der Couch sitzten und abpumpen...da stelle ich mir das erstere angenehmer vor :-)

Die Brust braucht nur ein bisschen Zeit---wenn man ihr die gibt ändert sich wieder alles.

Jedes Kind ist anders...bei den einen sind die Schübe lang bei dem anderen kürzer...da gibt es keine Norm.

Du machst das toll und ich weis noch wie anstrengend das war die ersten wochen...aber wie gesagt, hält man das durch wird es viel viel einfacher mit der zeit.

Lg Kerstin

Beitrag von 6woche.1 15.12.09 - 20:31 Uhr

Vertrau einfach der Natur.Wir haben nicht umsonst Brüste die ein Baby /Kleinkind ernähren können.Es gibt immer wieder Phasen in der ein Baby viel Weint,quengelig ist,viel an die Brust möchte Tag und Nacht,dan gibt es auch Brustschimpfphase etc.Warum solte DEINE Milch dein Baby nicht satt machen?Dafür die künstliche Milch?Ich stille Alessa nun schon 10 Monate und wir hatten und haben immer wieder Phasen in der sie viel öfters an die Brust möchte (sie isst noch nicht soo viel Beikost) die letzten 3 Nächste waren auch etwas anstrengend den sie ist am zahnen und wolte einfach viel öfters an die Brust (dank Familienbett kein Problem) du bist gerade kontroproduktiv den du riskierst eine Saugverwirrung (und die kann auftretten bis das Baby 8 MONATE alt ist) deine Brust kann sich gar nicht auf den Bedarf einstellen wenn Du mit Flasche zufütterst.Alessa hat noch NIE eine Flasche im Mund gehabt und ich hatte auch noch nie Milchpulver Zuhause.



Lg Andrea mit Kids

Beitrag von s-hibbel 15.12.09 - 21:56 Uhr

Versuchs weiter; der 3 Wochen Schub war bei mir auch ganz extrem. zum glück hatte ich eine milchpumpe und konnte so währenddessen die milchproduktion etwas schneller anregen.
Am besten immer wechselseitig und oft anlegen. wenn das kind an einer seite trinkt, schiesst in der anderen die milch ein.
keine panik - normalerweise ist genug da... und das weinen hat auch damit zu tun, dass die babys während eines schubes auch "reifen" , d.h. neue dinge lernen, deshalb das viele Geweine.
Buch dazu --- "OJE , ich wachse..."
Wir sind momentan beim 18/19 Wochen Schub, mir weint der Kleine auch ständig an der brust; wenn ich ihn dann an der anderen seite anlege ist oft wieder ruhe.
Mach dich nicht verrückt...
#cool
LG, Tanja
PS: und nicht beifüttern, sonst wird die milch wirklich weniger; das ist der anfang vom ende !!!

Beitrag von mordilla 16.12.09 - 00:08 Uhr

Hallo!

Ich versteh dich so gut. Mein Markus ist morgen 8 Wochen alt und ich hatte heute meinen ersten schönen Stilltag. Ich war auch soweit komplett abzustillen.

Mein Kleiner hat geklemmt, weil sein Mund sehr klein ist und er Stress hatte. (Das sieht nach dem Stillen aus, als würde dir ein Teil der Brust fehlen). Durch die starken Schmerzen war mein Milchspendereflex gehemmt, Markus hat nicht genug abbekommen und meine Milch ist weniger geworden, weil sie nicht "abgesaugt" worden ist.

Hol dir bitte unbedingt Rat von einer Stillberaterin. Ich hab auch die Flasche zugefüttert und seit 1 1/2 Wochen hab ich sie wieder weg. Ohne meine Stillberaterin hätte ich das nie geschafft. Fürs erste kann ich dir nur folgendes sagen: Kinderärzte haben keinen blassen Schimmer vom Stillen, beim selber Drücken kommt bei mir auch nix, leg dir vor dem Stillen warme Waschlappen auf und gib die Flasche nicht gleich direkt nach dem Stillen sondern warte ca. eine halbe Stunde.

Markus hatte ganz sicher kein Fläschen nötig und hat trotzdem Mengen weggeputzt, dass mir ganz anders geworden ist. Ganz ehrlich, ich hab geweint, wenn ich ihm eine geben musste.

Halte dir ganz fest die Daumen und ganz, ganz wichtig: glaub dran, dass du das hinbekommst.

LG
Mordilla