Andere Muttis....

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von olle-deern 15.12.09 - 20:21 Uhr

Hallo,
ich bin die Mutter eines ziemlich lebhaften jungen Mädchens. Sie ist jetzt 1 3/4 und hat einen wirklich starken Willen. Wir kommen sehr gut aus, ich denke ich zeige ihr ganz gut die Grenzen auf und ich finde sie auch sehr verständig.
Allerdings hat sie natürlich auch manchmal einfach einen Bock, aber das finde ich alles im Rahmen.

Beim Kinderturnen geht es manchmal ein bisschen mit ihr durch. Da sind so viele Kinder und soviele interessanten Sachen, sie ist die ganze Stunde voll in Aktion. Leider beinhaltet das auch, dass sie anderen Kindern einfach mal das Spielzeug aus der Hand reißt und damit weg läuft. Wenn ich das sehe greife ich auch ein und versuche sie dazu bringen das Spielzeug selber wieder zurück zu geben. Klappt das nicht, dann nehme ich es auch mal und gebe es zurück.
Das alles finde ich nicht so schlimm, aber was mich echt belastet sind die anderen Muttis. Ich ernte ständig verständnislose Blicke und Kommentare wie "Man muss sich wohl daran gewöhnen, dass es auch solche Kinder gibt."
was soll ich denn machen? Hat einer von euch einen Tipp für mich?
Danke+Gruß

Beitrag von mamavonyannick 15.12.09 - 20:25 Uhr

Hallo,

gibts du es auch"mal" zurück oder gibst du es IMMER zurück, wenn sie es nicht tut?
Ansosnsten finde ich, machst du es ganz richtig. Es gibt immer Mütter, die manche Situationen (noch) nicht nachvollziehen können und dann den ein oder anderen Spruch bereit haben. Ist halt so... versuch ihnen einfach den Wind aus den Segeln zu nehmen nach dem motto "Ja, ich häte auch gern so ein pflegeleichtes Kind" und schenk ihnen dein süßestes Lächeln.
Auch dazu dürfen sie sich dann gern eine Meinung bilden.;-)

lg, m.

Beitrag von olle-deern 15.12.09 - 20:29 Uhr

Hi,
ich gebe es immer zurück wenn sie es nicht tut. Meistens gibt sie es aber selber zurück.

"Ja, ich häte auch gern so ein pflegeleichtes Kind"
Könnte ich natürlich sagen, stimmt aber nicht. Ich mag sie so wild wie sie ist, auch wenn es anstrengend ist. :-)
Aber irgend sowas in der Art sollte ich mir wohl mal zurecht legen.

Beitrag von mamavonyannick 15.12.09 - 20:31 Uhr

Ist mir schon klar, dass du so ein Kind nicht möchtest. Deshalb sagte ich ja, sollen sie sich doch selber eine Meinung darüber bilden, wie du das meinst.;-)

lg, m.

Beitrag von abns2008 15.12.09 - 20:50 Uhr

#pro#pro#pro...

Kinder sind eben wild, und das ist auch gut so!

;-);-);-)

Ich für meinen Teil will mich da gar nicht immer so einmischen wenn die Dergels Zoff untereinander haben. Wenn man sie läßt kriegen die das schon selber ganz gut gebacken...
Aber klar,die anderen Mamis sehen das anders...und ruckzuck ist man dann abgestempelt...und das Dergel gleich mit!
Ich finde verhälst dich gut und richtig!:-)

Nicole



Beitrag von ida1979 15.12.09 - 20:29 Uhr

Hi,

na wenn du das tatsächlich alles so umsetzt wie du es schreibst, machst du doch deine Sache wirklich gut. Es gibt ebend unterschiedliche Temperamente und das ist auch gut so. Wie langweilig wäre sonst unsere Welt! Allerdings würde ich mich nicht jedesmal einmischen, wenn deine Tochter einem anderen Kind was weg nimmt. Immerhin müssen die anderen Kinder auch lernen wie man sich wehrt und deiner Tochter tut ein Feedback von einem Gleichaltrigen auch mal ganz gut. Wie man am besten mit den anderen Müttern umgeht, kann ich dir leider auch nicht sagen. Aber ich würds locker sehen.

LG Julia

Beitrag von olle-deern 15.12.09 - 20:34 Uhr

Hi,
ich habe mich auch mal eine zeitlang rausgehalten, weil ich eigentlich auch finde, dass sie das durchaus selber regeln können. Auch wenn meine dabei den kürzeren zieht! Das tut sie aber leider nie.... Wir sind in drei verschiedenen Gruppen und in keiner gibt es ein Kind, dass ihr mal Paroli bietet. Ergebnis: Sie rennt rum und sammelt Spielzeug ein und niemand hält sie auf. Wenn ich es nicht mache, dann macht es also keiner.
Sie kann aber auch sehr genau abschätzen wer ihr was entgegen zu setzen hat und wer nicht. Bei älteren Kindern die ihr überlegen sind würde sie sich nie so benehmen.

Beitrag von ida1979 15.12.09 - 20:53 Uhr

Ich musste gerade etwas schmunzeln, weil ich mir vorstellte wie deine kleine auf nem Haufen Spielzeug sitzt wie die Prinzessin auf der Erbse ;-)
Aber ganz schön clever deine Maus. Vielleich sind die anderen Muttis ja auch blos neidisch oder ärgern sich, dass sich ihr Kind nicht traut was dagegen zu setzen. Ich wünsche dir jedenfalls noch viel Freude mit deinem Energiebündel.

Beitrag von birgit2 15.12.09 - 20:42 Uhr

Einfach irgnorieren ;-) Du wirst sehen, irgendwann ergeht es den anderen Mamas genau wie Dir! Zuerst sagen sie alle, mein Kind haut nicht und macht dies und jenes nciht, aber das gehört halt einfach zur Entwicklung dazu.

Wir gehen seit 2 JAhren zum Kinderturnen und glaub mir jedes der Kinder hatte mal irgendeine Phase zum Augenrollen - sowohl die Lebhaften wie auch die Ruhigen!

Lg,

Birgit

Beitrag von olle-deern 15.12.09 - 20:44 Uhr

Das hoffe ich wirklich ganz ganz doll! :-)

Beitrag von jessi273 15.12.09 - 21:14 Uhr

"was soll ich denn machen?"

- ignorieren!;-)

*lg*

Beitrag von annab1971 15.12.09 - 22:01 Uhr

Hallo,

ich bin auch Mutter eines Kindes welches gern austeilt und natürlich auch wegnimmt.. ..da hat man es nicht leicht bei den anderen Müttern..

Es gibt auch wenige Mütter die sagen das die kinder das unter sich ausmachen müssen und es Ok finden.. Die meisten erwarten jedoch das ich das spielzeug zurückbringe und sind schon irgendwie sauer..Wenn ein anderes kind mal bruno was weg nimmt dann erwarte ich nicht das die mutter eingreift, denn ich denke auch das muss er lernen. im kindergarten steht mutti auch nicht daneben und bringt das spielzeug zurück...

lg

anna

Beitrag von ohmama 15.12.09 - 22:22 Uhr

Nimm es Dir nich so zu Herzen!

Kleine Geschichte meinerseits:


Ich saß mit meinem 1. Sohn öfter mal bei der Kinderärztin im Wartezimmer.
Mein 1. war ein pflegeleichtes Kind (was ich bis dahin noch nicht wusste, ich war einfach davon überzeugt, es läge an der guten Erziehung allein ;-)).
Oft dachte ich, wenn ich "wilde" Kinder sah: Oh man, kann die Mutter dieses Kind nicht besser erziehen!?

Mit meinem 2. Sohn saß ich auch öfter mal in besagtem Wartezimmer.
Mein 2. war kein pflegeleichtes Kind. War bei gleicher Erziehung alles andere als mein 1.
Eher so wie Du Deine Tochter beschreibst.
Auch öfter laut. Manchmal erntete ich dann die schiefen Blicke, die ich früher auch mal den anderen Müttern zugeworfen hatte.

Das gute bei mir war, dass ich bei diesen Blicken grinsen konnte und es wohl leichter nahm.

Lange Rede kurzer Sinn:

Lass sie schauen, sie wissen es nicht besser ;-)


Viele liebe Grüße Bille

Beitrag von fascia 16.12.09 - 11:24 Uhr

Ha! Bingo!

Beim zweiten Kind hab ich auch begriffen, dass Nr. 1 viel weniger das "Produkt" meiner Erziehung war, als ich bis dahin glaubte...


Bei ähnlichen Situationen (Wartezimmer, Spielplatz, Restaurant) ist mir oft aufgefallen, dass die jeweiligen Eltern immer nur mit dem eigenen Kind reden. Das andere "fremde" Kind wird kaum mal direkt angesprochen. Als wäre es ein Gegenstand, oder ein schlecht gehaltener Hund. Da werden dann nur die Eltern mit Kommentaren oder Blicken bedacht.

Ich habe mir längst zur Angewohnheit gemacht, mit den Kindern zu sprechen.
Z.B.: Kleiner Wüstling (schätz mal 3 J.) im Restaurant am Nebentisch. Zappelt rum und rutscht unter den Tisch. (Verständlich, er hat sich gelangweilt.) Die Mutter ermahnt ihn, zieht ihn wieder auf die Bank. Flutsch, der Kleine wieder runter. Er zieht seine Schuhe aus. Schubst sie herum und tritt so dagegen, dass sie unter unseren Tisch fliegen. Grinst mich an. (Ich saß dort mit einem Kollegen, ein 3-fach Papa und die Ruhe in Person.)
"Danke", sag ich zu dem Burschen, hebe die Schuhe auf und schau sie mir übertrieben genau an. (Die Mutter schaut zu, ein bisschen erleichtert.) "Ich kenne ganz viele Kinder", erkläre ich dem Kleinen, "auch Jungs in genau deiner Größe kenne ich. Diese Schuhe gefallen bestimmt einem von den Jungs sehr gut... Du hast deine Schuhe gerade weggeschossen...Wenn du die nicht mehr brauchst, könnte ich sie ja verschenken, oder?
Oder brauchst du sie noch?"
Der Kleine macht runde Augen, kommt hoch und schaut ratlos die Mutter an. Sie schaut ihn auch fragend an. Also nickt er: Ja, er braucht sie doch noch.
"Na dann, schade - sind nämlich gute Schuhe. Behalte sie hier besser an, damit sie nicht verloren gehen..."
Ich halte sie ihm hin und er nimmt sie mit laaangem Arm schüchtern wieder an sich. Die restlichen zehn Minuten etwa, die wir noch dort waren, saß er gut beschuht neben seiner Mama und spielte. (Ich hatte ihm noch einen Frosch gefaltet, der auch hüpfen kann - immer wieder DER Renner. Zum Glück - was anderes kann ich nämlich nicht falten, nur Frösche...) Zwischendurch hatten wir immer wieder Augenkontakt, er aus Neugier und ich, um sicherzugehen, dass ich ihm nicht zu nahe getreten bin.

Sowas passiert öfter.
Und immer sind die Erfahrungen gut.

Ausserdem stehen die eigenen Eltern manchmal echt auf verlorenem Posten. Mutter sagt was - wird völlig ignoriert. Jemand anders sagt das Gleiche - und es klappt wie am Schnürchen.
Manchmal reden wir zu viel über ein Kind und zu wenig mit dem Kind.
Als dürfe man mit einem anderen "fremden" Kind nicht reden...
Gute Absicht, guter Ton vorausgesetzt natürlich.

Statt auf ein Kind einzugehen, wird die Mama schräg angesehen.
Weil sie ihr Kind nicht anständig dressiert hat.
(Ich glaube, es gibt sogar Leute, die es geradezu als eine Art Selbstbestätigung empfinden, wenn sich andere Kinder "daneben benehmen". Nach dem Motto: Tja, ICH habe meine Kinder aber besser erzogen...)

Was die einen zu wild sind, sind die anderen eben zu ruhig.
Im Zweifelsfall sind mir die Wilden lieber...

Du kannst ja auch antworten: "Ja, meine Tochter ist unheimlich schnell - da kommt keiner mit!"

Wie auch immer, anderen Leuten macht man es sowieso nie recht.
Wie langweilig auch, wenn alle gleich wären.
Es lebe die Vielfalt.

fascia.

Beitrag von bensu1 16.12.09 - 15:08 Uhr

hihi, gibs zu, du schreibst von meinen kindern und mir ;-)

liebe grüße
karin mit florian (5) und sophia (2,5)