Was ist bloß mit ihm los?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sterni2005 15.12.09 - 20:33 Uhr

Hallo ihr Lieben.

Nun muss ich euch auch mal um Rat fragen.

Ich habe 2 Kinder.Einen Jungen,der im Januar 5 wird und eine Tochter,die dieses Jahr 3 geworden ist.

Mein Sohn ist seit seinem 3.Lebensjahr im Kindergarten.
Er war bis Anfang 2009 noch in einem anderen KIGA und durch unseren Umzug ist er in einem Neuen.
Von dem ersten KIGA war ich nicht besonders begeistert.
Mein Sohn fühlte sich dort aber eigentlich immer wohl.
Er hatte aber leider im Probleme mit dem Stuhlkreis.Blieb oft nicht sitzen,machte nicht mit und störte in der Gruppe.Dann gab es Zeiten wo es super klappte.

Dann kam er in den neuen KIGA.Den er auch viel schöner fand.Ich persönlich auch.
Er hatte keinerlei Schwierigkeiten.Er testete zwar,was ich aber nicht schlimm fand.
Dann gab es leider wieder Tage wo er überhaupt nicht mitmachte.Er musste teilweise sogar den Stuhlkreis verlassen.
Die Erzieherinnen erzählten es mir,als ich unseren Sohn abholte.
Am Anfang dachte ich auch eher daran,dass er wohl testet.
Dann klappte es wochenlang super.Er machte überall mit und das freute mich natürlich.

Nun ja.Leider klappte es nicht lange.Es gibt Tage,wo keinerlei negative Dinge kommen,aber die sind leider eher selten.
Er macht oft beim Stuhlkreis nicht mit.Es langweilt ihn wohl.Die Kinder haben 1x die Woche Sport.Auch dort hat er eher Desinteresse und musste die Halle auch schon verlassen,weil er nicht mitmachen wollte.
Leider haut er auch Kinder.Zwar nicht "dolle",aber dadurch kommt es leider immer mehr vor,dass er keinen zum spielen hat.
Er hat 2 Freunde im KIGA,aber leider ist sein Sozialverhalten nicht das Beste.
Er grenzt sich oft selber aus und hat auch irgendwie nicht die Interessen,die die anderen Kinder haben.
Er malt unheimlich gerne.Kann sich damit stundenlang beschäftigen.Er spielt total gerne Gesellschaftsspiele.
Ist viel mit Buchstaben und Zahlen beschäftigt.Er ist auch total gerne draußen,doch dort viel auf Entdecker-Tour und möchte alles wissen.
Die Jungs im KIGA haben eben andere Interessen wie mit Autos spielen,klettern etc.

Ich wollte ihn so gerne zum Sport,Fußball etc. anmelden.Das lehnt er aber total ab.

Am Anfang habe ich mir keine Sorgen gemacht.Ich gehe regelmäßig mit beiden Kindern zum Kinderarzt.Er hat nichts auffälliges festgestellt.
Mein Sohn hatte schon immer einen sehr starken Willen und wenn er Mist baut,bekommt er auch seine Konsequenzen.Es dauert aber auch tierisch lange,bis er einem sagen wir mal "verzeiht".
Nun ja,er hatte auch nie die Interessen eines Jungen in seinem Alter.Er wollte bzw. will immer Sachen machen,die die "Großen" machen.

Wie gesagt am Anfang habe ich mir wirklich keine Sorgen gemacht,aber ich merke immer mehr,dass sich mein Sohn verschließt und immer mehr Sachen macht,die er alleine macht.
Ich hatte heute wieder ein längeres Gespräch mit den Erzieherinnen und auch sie sind momentan mit ihrem Latein am Ende.
Er erzählt auch hier zu Hause immer wieder,dass er nicht mehr in den Kindergarten gehen möchte,sondern zur Schule.
Nun ja.Er wird im Januar 5 und ich habe wirklich Angst,dass diese "Phase" nicht mehr aufhört.
Die Erzieherinnen möchten jetzt gerne mal einen Psychologen um Rat fragen,was mich als Mutter natürlich irgendwie traurig macht.
Ich frage mich immer wieder ob mein Kind wirklich so schlimm ist.
Hier zu Hause ist er so ein liebes Kind.Klar,auch hier gibt es mal Streit.Auch hier verschließt er sich leider immer mehr.
Aber das er nicht hört,dass er nichts machen möchte,kann ich nicht bestätigen.
Er hat eben nicht die Hobbies,die Jungs in seinem Alter haben,aber darauf gehe ich eben zu Hause ein.

Es tut mir momentan sehr weh,wenn ich sehe,dass mein Sohn sich immer mehr zum "Außenseiter" macht.
Auch jetzt komme mir wieder die Tränen,weil ich es nicht verstehe.
Ich frage mich,ob ich etwas in meiner Erziehung falsch gemacht habe,aber meine Tochter ist ganz anders.
Klar,sie ist mal zickig und macht auch mal Blödsinn.Aber sie kann man sehr leicht wieder in die Gruppe integrieren und spielt auch ganz viel mit anderen Kindern.

Sorry,dass es ein wenig länger wurde.Vielleicht musste ich mich auch einfach mal ausheulen.

LG und vielleicht hat ja jemand von euch einen Rat

Beitrag von billygirl2207 15.12.09 - 21:20 Uhr

hallöchen,

ich an deiner stelle würde mir keine sorgen machen, damit verstellst du dir im schlimmsten falle den positiven blick auf dein kind.

eine frage habe ich aber an dich: was ist so schlimm daran, eine psychologin zu rate zu ziehen? das macht dein kind doch nicht zum problemkind oder psycho oder so was. im gegenteil: wahrscheinlich hilft es dir, deinen sohn besser zu verstehen. ihn anders sehen zu können, ihm unter die arme greifen zu können, wo er es evtl mehr benötigt.

bei vielem, das du schilderst, finde ich meine tochter (im november 4 geworden) wieder.
als sie in den kindergarten kam- letztes jahr- wurde mir von anfang an gesagt, sie sei extrem weit, könne vieles, das noch nicht mal die "schukis" beherrschen etc.
sie schilderten sie mir aber auch als extrem zickig und manchmal schwierig. anfangs dachte ich bloß: super, das heißt, sie ist dort angekommen und fühlt sich wohl, denn nur dann kann sie sein wie zuhause.
dann häuften sich vorfälle, bei denen sie andere kinder gehauen hat, genau wie zuhause ihren kleinen bruder.

ich bin zur erziehungsberatung gegangen, dort hatte ich gespräche mit einer psychologin, auch mit meiner tochter.
diese sagte mir, dass meine tochter ca 2 jahre ihrem alter vorraus sei. hochbegabt wollte sie in dem alter noch nicht sagen, weil sich das manchmal noch "verwächst".
aber es kann heißen, dass sie sich mitunter selbst nicht verstehen kann. weil sie dinge kann und begreift, die eigentlich ihrem alter nicht entsprechen. aber sie kann das noch nicht artikulieren...

was ich also sagen möchte: nimm ruhig den termin mit einer oder einem psychologen wahr. es kann nur helfen.

ich denke, dass dein kind normal ist.
wahrscheinlich sieht es ähnlich aus wie bei meiner tochter: er ist weiter als er alt ist.
darum zieht er sich auch zurück von anderen kindern...

ich wünsche dir alles gute!

lg billy

Beitrag von sterni2005 15.12.09 - 21:35 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.
Ich habe kein Problem damit,dass ein Psychologe hinzugezogen wird.Musste auch heute mein Einverständnis dazu geben.
Möchte ja auch gerne erfahren,was mit meinem Sohn los ist.Aber es ist ein komisches Gefühl.Vielleicht auch,weil die Erzieherinnen mit ihrem Latein am Ende sind und ich auch das Gefühl habe,dass sie selber nicht mehr wissen wie sie mit meinem Sohn umgehen sollen.
Vielleicht ist auch das der Grund,was mich traurig macht.Das selbst die Erzieherinnen einen Psychologen zur Seite ziehen möchten.

Es machen mich auch die Situationen im KIGA sehr traurig.
Ich komme in den KIGA und mein Sohn sitzt ganz alleine im Gruppenraum und malt und bastelt.
Mal,weil er mal wieder "Mist" gemacht hat (sprich im Stuhlkreis absolutes Desinteresse zeigte oder beim Sport,oder wieder gehauen hat) und er dann zur "Strafe" nicht raus durfte.Und dann mal,weil er selber drinnen bleiben wollte und lieber malt.
Ich gehe dann zu ihm hin und er möchte mir auch nicht erzählen was vorgefallen ist.Er "schließt" dann immer seinen Mund ab.Es kommt auch vor,dass andere Kinder ihn hauen.Er erzählt es aber nicht sofort,sondern meist erst wenn wir zu Hause sind und ich ihn immer wieder frage,warum er geweint hat.Oder auch warum er geblutet hat #schmoll

Ich hoffe,dass uns der Psychologe helfen kann.Und vor allem meinem Sohn,den ich schon gar nicht mehr in den Kiga schicken mag.

Danke noch einmal für deine Antwort :-)

Lg

Beitrag von billygirl2207 15.12.09 - 22:09 Uhr

du brauchst nicht danke zu sagen!
warum sollte ich nicht antworten?!?
ich wünsche dir von herzen, dass es gut ausgeht, dass ihr alle den kleinen besser verstehen könnt.
ich habe wirklich glück mit meinem kiga, stelle ich immer wieder fest. sie hatten schon vermutet, was die psychologin fest stellte und sind dementsprechend mit ihr umgegangen..
lass mich bitte wissen, wie es weiter geht, gerne dann auch über die vk. würde mich freuen.
alles gute, lg billy

Beitrag von sterni2005 15.12.09 - 22:16 Uhr

Also ich bin mit dem Kiga auch so wirklich zufrieden.
Habe auch nur positives von dem Kiga gehört.
Nun denke ich aber,dass vielleicht auch die Erzieher ein wenig mit meinem Sohn "überfordert" sind.Wenn man das so bezeichnen kann.
Ich beobachte ja auch die anderen Kinder da und naja,keines verhält sich so wie mein Sohn.Jedenfalls nicht über einen so langen Zeitraum.

Ich hoffe,dass uns bald jemand sagen kann,was mit ihm los ist und werde dir auf jeden Fall berichten.

Nun bin ich doch schon beruhigter.Tut gut,wenn man liest das es nicht nur mir bzw. meinem Sohn so geht.

LG