Bilanz von HartzIV

Archiv des urbia-Forums Politik & Philosophie.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von mecki23 15.12.09 - 20:43 Uhr

Hallo,


was ich nun anspreche wird sicher wieder jede Menge Disskusion aufrufen.

Heute wurde eine Bilanz vorgestellt wieviel HartzIV bisher gebracht hat. Also die Zusammenlegung der Sozialhilfe usw.

Dabei kam raus:


Nur jeder 4 HartzIV-Empfänger schafft den Ausstieg. Alles in allem war die Bilanz die gezogen wurde sehr verhalten.

Was sagt Ihr nach den bisherigen Jahren HartzIV. Welche Note würdet ihr geben und wie seht ihr die Zukunft.


LG Andy

Beitrag von britt.01 15.12.09 - 20:55 Uhr

keine Ahnung.

Die Hartz 4 Empfänger, die ich kenne, bescheißen alle wo es nur geht. Arbeiten schwarz, streichen sich die Kohle von Vater Staat ein und lachen sich eins ins Fäustchen dass wir so doof sind und arbeiten gehen....

Die können sich mehr leisten als unsereins.... Urlaub in der Schweiz, jedes Jahr ein anderes Auto usw....

Ich will damit niemanden angreifen, es gibt sicher auch Hartz 4 Empfänger, die das nicht tun und denen es nicht gut geht. Keine Frage...

Und die sind so dreist... Also ich muss immer dazu sagen, es geht um die Hartz 4 Empfänger hier aus dem Ort, die ich kenne.

So, jetzt steinigt mich alle....

Beitrag von nisivogel2604 15.12.09 - 20:59 Uhr

Wieviele kennst du denn? 2?

Beitrag von mecki23 15.12.09 - 21:04 Uhr

Was du sagen willst ist doch:

Soviele Schmarotzer gibt es nicht.


Aber ich bin überzeugt es gibt genug. Die Arbeitsämter sagen ja selber dass sie nur 10 % aller Empfänger überprüfen können.

LG Andy

Beitrag von nisivogel2604 16.12.09 - 07:31 Uhr

Ja, klar gibt es Schmarotzer. Aber die sind eben in der Minderheit. Nur fallen sie mehr auf. Negatives fällt immer mehr auf.

Was meinst du wieviele Bescheide der Arge fehlerhaft sind und die Empfänger somit zuwenig erhalten? Da springt denen doch auch keiner auf den Tisch und macht da ne Affäre draus, oder?

Das hier läuft doch am Ende nur darauf hinaus das alle wieder über einen Kamm geschoren werden, und das passt mir nicht.

Jeder vierte kommt nur aus dem Bezug? Dann sollte man sich überlegen woran es liegt? Wohl nicht nur an der Faulheit der ALG2 Empfänger. Da spielen doch ganz viele Faktoren (Arbeitsmarkt, zu niedriger Lohn=weiterhin ALG2 Bezug, Firmenpolitik etc) eine Rolle.

LG

Beitrag von mecki23 16.12.09 - 10:18 Uhr

Ob es die Minderheit ist sei dahingestellt. So ganz glaube ich das nicht.

LG Andy

Beitrag von nisivogel2604 16.12.09 - 10:42 Uhr

Soll ja auch keiner glauben. Eben darum wird der Glaube daran das alle ALG2 Empfänger asoziale sind so schön geschürt.

LG

Beitrag von valentina.wien 19.12.09 - 08:17 Uhr

Was Schmarotzertum ist und was noch okay ist, ist aber auch sehr subjektiv.
Hier im Forum wird im Grunde jeder, der keine Lust hat einen völlig unterbezahlten, schlechten Job zu machen als Schmarotzer bezeichnet. Die bis dahin geleisteten Arbeitsjahre werden als nichtig abgetan.

Würde ich nun keine Aufträge mehr bekommen, hätte ich wenig Problem mich arbeitslos zu melden. Und auch wenn mein Mann gut verdient, würde ich nicht auf das Geld verzichten.
Und ich würde nicht den erstbesten Putzjob annehmen, nur "um dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen".
Und ich würde mir auch ein Jahr "Auszeit" gönnen wenn kein passender Job daherkommt. Die Zeit kann man gut nützen um sich weiter zu bilden, sich zu orientieren und auch um Reserven zu tanken.

Vermutlich bin ich mit meiner Einstellung hier schon ein Schmarotzer.

Beitrag von marion2 19.12.09 - 21:34 Uhr

Putzen gehen ist eigentlich ganz schlecht.

Ich musste mir mal anhören: "Sie können ja wieder putzen gehen, haben sie vorher ja auch gemacht"

Danach stand für mich fest: Nie wieder

Nicht, weil ich putzen doof fände (das auch #schein), aber du steckst sofort in einer Schublade, die jede Weiterbildung oder anderweitige Hilfe unnötig erscheinen lässt.

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 12:15 Uhr

##
Jeder vierte kommt nur aus dem Bezug? Dann sollte man sich überlegen woran es liegt? Wohl nicht nur an der Faulheit der ALG2 Empfänger. Da spielen doch ganz viele Faktoren (Arbeitsmarkt, zu niedriger Lohn=weiterhin ALG2 Bezug, Firmenpolitik etc) eine Rolle.
##
und sicher auch sehr das alter.
wäre ja interessant zu wissen, wieviele schon aufgrund des alters keine chancen mehr haben.

Beitrag von silver206 16.12.09 - 14:02 Uhr

"Jeder vierte kommt nur aus dem Bezug? Dann sollte man sich überlegen woran es liegt? Wohl nicht nur an der Faulheit der ALG2 Empfänger. Da spielen doch ganz viele Faktoren (Arbeitsmarkt, zu niedriger Lohn=weiterhin ALG2 Bezug, Firmenpolitik etc) eine Rolle. "

Kann auch an der steigenden Kinderschar mancher ALG2 Empfänger liegen. Wenn ich schon im Bezug von ALG2 stehe, setze ich doch nicht noch ein paar Kinder mehr in die Welt. Da brauch ich mich nichtzu wundern, dass ich nicht aus dem Bezug rausfalle..


Gruß Irene

Beitrag von nisivogel2604 16.12.09 - 14:28 Uhr

naja, ich denke wer wann Kinder kriegt steht auf einem ganz anderen Blatt. Das kann manchmal Gründe haben, die andere gar nicht sehen so von aussen.

LG

Beitrag von silver206 16.12.09 - 18:57 Uhr

Du, wer wann wieviele Kinder bekommt, ist mir relativ schnuppe. Solange man sie selbst ernähren kann.

Kinder in den ALG2 Bezug zu gebären ist egoistisch und verantwortungslos.

Es ist mir auch genauso schnuppe, was es für fadenscheinige Gründe sein sollen, die eine Kinderschar, finanziert vom Staat rechtfertigen sollen.

Beitrag von nisivogel2604 16.12.09 - 20:05 Uhr

Fadenscheinige Gründe sind relativ. Stell dir mal vor dein Mann könnte nach der nächsten OP keine Kinder mehr Zeugen. Dann entscheidet man sich doch eher vorher FÜR ein Kind anstatt sich wegen noch einem Jahr finanziellem Hängen und Würgen das zu verkneifen und sich diese Chance für immer nehmen zu lassen.

Beitrag von silver206 16.12.09 - 20:27 Uhr

EIN Kind und EIN Jahr.

Aber mehr als ein Kind muss dann bei Gott nicht sein! Wovon lebt denn die Familie nach der OP?

Sorry, auch das sind für mich fadenscheinige Gründe, andere für die persönliche Selbstverwirklichung zur Kasse zu bitten.

Beitrag von nisivogel2604 16.12.09 - 20:42 Uhr

Um sowas zu verstehen muss man eben mehr sehen als den Vordergrund. Das ist genau das was ich meinte. Die details gehen niemanden etwas an. Dafür muss sich keiner rechtfertigen.

Immer wird hier geschrien das man nicht abtreiben soll etc blabla es gibt ja Hilfe vom Staat. Genau diese Frauen sind die ersten die einen auf den Sack kriegen das sie in eine finanziell schlechte Lage ein kind hinein gebären. Komische Doppelmoral

Beitrag von silver206 16.12.09 - 20:51 Uhr

Wie wäre es mit verhüten?
Dann stellst sich die Frage der Abtreibung gar nicht, aber stimmt ja, das sind ja alles Pillenkinder oder oder oder.

Es muss sich generell niemand für irgendetwas rechtfertigen, so lange er von niemandem etwas erwartet. Also auch nicht von der Solidargemeinschaft.

Beitrag von nisivogel2604 16.12.09 - 20:56 Uhr

Verhütung kann durchaus auch mal in die Hose gehen. Die einzige 100% Verhütung ist der Verzicht auf Sex.

Man muss sich auch nicht rechtfertigen wenn man finanziell vom Staat unterstützt wird. Höchstens vor den Menschen die für diese Berechnungen etc zuständig sind.

Aber ganz sicher nicht vor Hans und Franz oder in irgendwelchen Foren

Beitrag von mabo02 16.12.09 - 23:29 Uhr

Rechtfertigen ist ja das eine, aber Hans und Franz die arbeiten gehen und die Kinder mit finanzieren haben eigentlich schon ein Recht darauf zumindest ihren Unmut kundzutun.
Schliesslich habe ich mir nicht ausgesucht von 750 Euro Weihnachtsgeld nur 250 rauszubekommen.
Von den restlichen 500 Euro kassiert der Staat schön Steuern.
Die fliessen dann wieder anderen Familien in die Tasche.

Danke auch an Hans und Franz.

Beitrag von nisivogel2604 17.12.09 - 09:56 Uhr

Es gibt auch genug ALG2 Empfänger die sich täglich den Arsch aufreissen. Ich denke die haben genau so ein recht auf ein Familienleben wie alle anderen auch.

Weihnachtsgeld ist Luxus.

Beitrag von mabo02 17.12.09 - 22:25 Uhr

"Weihnachtsgeld ist Luxus. "

Kinder sind Luxus.

Beitrag von nisivogel2604 18.12.09 - 08:51 Uhr

Kinder und Familienleben empfinde ich als Grundrecht

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 08:53 Uhr

#pro
aber absolut
#pro

Beitrag von mabo02 18.12.09 - 09:57 Uhr

Grundrecht beinhaltet aber auch die Pflicht für Kind und Familie Eigenverantwortung zu übernehmen und zwar in jeglicher Hinsicht.

Beitrag von nisivogel2604 18.12.09 - 10:02 Uhr

Das mag deinem empfinden nach so sein, aber rechtlich ist es nicht so geregelt. Hier wird immer jedem der nicht die Kohle lustig zum Fenster rauswerfen kann das Recht auf Kinder abgesprochen.