Heizung geht nur von 8-18 Uhr

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von miss.cj 15.12.09 - 22:55 Uhr

Hallo,

ich hab ein Problem mit unserer Heizung in unserer Mietwohnung. Früh wird sie erst ab ca. 8 Uhr warm und ab 18 Uhr ist sie wieder kalt. Wir haben sie mittlerweile auf die Höchste Stufe gestellt und wir erreichen trotzdem nur max. 17°C , früh sind es sogar nur 13°C .
Ist das zulässig? Irgendwie ist sie sehr schwach, also auch nicht richtig warm, obwohl sie vor zwei Wochen entlüftet wurde.
Kann es an der EInstellung vom Vermieter an der Heizungsanlage im Keller liegen?
Wir frieren uns hier echt den A... ab. Unser Fußboden (Parkett) ist so kalt, dass es schon weh tut, wenn mann ohne Schuhe drüber läuft. Ganz zu schweigen von unseren Kinder, die können ja gar nicht auf dem Boden spielen.
Ich will gar nicht wissen, wie kalt es dann erst wird, wenn es draussen zweistellige Minusgrade sind. Unsere Wohnung ist komplett von 3 Außenwänden umgeben. Letzten WInter hatten wir das Problem noch nicht ( da ging die Heizung auch nachts), erst seitdem die neue Heizungsanlage da ist.

Muß die Heizung nicht wenigstens abends etwas länger an sein?
Weiß da einer bescheid, ob es da Vorschriften für Heizzeiten gibt?

Lg Conni

Beitrag von blacksnoopy 15.12.09 - 23:20 Uhr

<<Kann es an der EInstellung vom Vermieter an der Heizungsanlage im Keller liegen? >>

Ja. Bei uns sind die Zeiten von 5.30 Uhr bis abends 22.00 Uhr, was viele im Haus viiiieel zu lange finden, reine Geldverschwendung, blabla.
Ich finde es gut, nur morgens würde ich es erst um 6 oder 6.30 Uhr schalten, aber ein paar andere Wohnungseigentümer müssen schon sehr früh zur Arbeit und wollen es nach dem Duschen auch warm haben...

Sprich doch mal euren Hausverwalter an oder, falls eurem Vermieter das ganze Haus gehört, den Vermieter direkt. Vorschriften gibt es da meines Wissens nach nicht, aber wenn du die Problematik erklärst, kannst du vielleicht was erreichen.
Bei uns werden diese Dinge übrigens bei der Eigentümerversammlung festgelegt.

Beitrag von lassiter 15.12.09 - 23:35 Uhr

Mit der Nachtabsenkung wird nichts gespart.

Vergleich es mal mit dem Spritverbrauch beim Auto.

Wo brauchst du mehr:?

1. Stadtverkehr mit Stop and go

2. Landstraße mit gleich bleibender Geschwindigkeit.


Josef


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"Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts."
Otto von Bismarck
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Beitrag von blacksnoopy 15.12.09 - 23:55 Uhr

Sag das meinen Nachbarn :-p

Beitrag von sonne_1975 16.12.09 - 00:43 Uhr

Das ist Unsinn. Wir haben NachtABSCHALTung drin, man spart eine Menge an Brennstoff und Strom. Wenn das Haus ordentlich gedämmt ist (was du ja nie hast), dann merkt man die Absenkung nicht wirklich.

Aber auch vor der Dämmung haben wir mit der Abschaltung einiges an Öl und Strom gespart.

Die Wohnung darf natürlich nicht zu sehr auskühlen, aber bei 2-3 Grad Differenz zur Heiztemperatur spart man schon was. 13 Grad dürfen natürlich nicht werden.

Beitrag von lassiter 16.12.09 - 15:49 Uhr

Guckst du:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=46&pid=15254849

Man kann die Gesetze der Physik und Mathematik nicht außer Kraft setzen, nur weil sie gerade unpassend sind.



Josef

Beitrag von chili1822 16.12.09 - 08:09 Uhr

Hallo,
Unsinn, wir machen das auch und sparen und das Beste ist: wir merken temperaturmäßig nichts davon, denn das Haus ist ganz neu, allerdings senken wir erst gegen 22 Uhr die Temperatur.
Gruß

Beitrag von lassiter 16.12.09 - 15:45 Uhr

Guckst du:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=46&pid=15254849

Man kann die Gesetze der Physik und der Mathematik nicht einfach außer Kraft setzen, nur weil sie gerade unpassend sind.


Josef

Beitrag von chili1822 16.12.09 - 15:57 Uhr

Hallo,
bei uns kühlt überhaupt nix aus ... Es ist immer noch so warum wie am Tag, wie sollte das auch anders sein bei der Dämmung?

Mag ja sein, dass das in x Fällen so ist.

Gruß
chili

Beitrag von lassiter 17.12.09 - 16:10 Uhr

Prima, dann hast du ein perpetuum mobile!

Allerdings haben sich da schon viele versucht und keiner hat es geschafft.



Josef

Beitrag von bezzi 16.12.09 - 09:33 Uhr

Hallo Josef,

es amüsiert mich immer wieder, Deine Thesen hier zu lesen.

Dein Vergleich mit dem Auto hinkt gewaltig, darf ich ihn mal den tatsächlichen Gegebenheiten anpassen ?

- Du möchtest, dass Dein Auto von 7:00 Uhr bis 23:00 Uhr konstant mit 120 km/h unterwegs ist.
- Was zwischen 23:00 und 7:00 Uhr ist, ist Dir egal. Auf die zurückgelegte Strecke kommt es dabei NICHT an.

Der gesunde Menschenverstand sagt: Dann lasse ich das Auto um 23:00 Uhr langsam ausrollen und mache den Motor bis 7:00 Uhr aus.
Auch wenn der Motor um 7 Uhr kurzzeitig mehr Sprit braucht um auf Betriebstemperatur zu kommen und das Auto wieder auf 120 km/h zu beschleunigen, so spare ich doch den Sprit von 8 Stunden Dauerbetrieb auf 120 km/h ein !

Beitrag von lassiter 16.12.09 - 15:18 Uhr

Jetzt muss ich doch mal einen benutzen.

#rofl

Mein lieber bezzi, Physik war wohl nie deine Stärke.
Nein ich will dich nicht ärgern jetzt, wirklich nicht.

Der komplette Raum kühlt aus, vor allem die Außenwände, aber auch sämtliche Einrichtungsgegenstände und all das muß wieder erwärmt werden
Stichwörter; Taupunkt, Kondenswasser, Schimmel.

Die Energie, die während der Nachtabsenkung den Raum verlassen hat, muss wieder zugeführt werden.
Der Spritverbrauch beim Auto und der Energieverbrauch beim Heizen steigen nicht linear, sondern im Quadrat.
Beispiel:
um 20km/h zu fahren wird 1L benötigt
um 40km/H zu fahren werden 4L benötigt.



"7) Keine Energieeinsparung durch Nachtabsenkung
Das II. Thermodynamische Gesetz steht der Erwartung, dass durch eine Nachtabsenkung bei Zentralheizungsanlagen Energie eingespart werden könne, als unüberwindliches Hindernis entgegen. Diejenige Energie, die durch abgesenkten Nachtbetrieb eingespart wird, muss unvermeidbar am Ende der Nachtabsenkung wieder ins Bauwerk eingeleitet werden. Da die energetischen Prozesse nach der kinetischen Wärmetheorie zu behandeln sind, für die die Gleichung

Ek = ½ m * v²

gilt, nimmt der morgendliche Energieverbrauch beim Aufheizvorgang sogar quadratisch zu. Die Erfahrung bestätigt dies, weil gleichmässig gefahrene Heizanlagen den geringsten Energieverbrauch haben.

Bei den von der EnEV offenkundig favorisierten hochgedämmten Leichtbauweisen ist ausserdem eine Nachtabsenkung von Heizanlagen schon deshalb nicht möglich, weil sie wegen des geringen Wärmespeicherungsvermögens in kürzester Zeit auskühlen und bei Anheizvorgängen schwerwiegende Tauwasserschäden unvermeidlich werden. Derartige Tauwasserschäden sind sogar bei Massivbauweisen bekannt, bei denen die Nachtabsenkung als Nachtabschaltung praktiziert wird. Die hierdurch ausgelöste Durchfeuchtung der Umschliessungswände führt sogar zu einem zusätzlichen Energieverbrauch wegen der drastisch erhöhten Wärmeleitfähigkeit durchfeuchteter Wände.
Quelle:
http://www.konrad-fischer-info.de/7temp24.htm


Zufrieden bezzi?


Josef


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”Man kann einige Leute die ganze Zeit und alle einige Zeit zum Narren machen, nicht aber alle die ganze Zeit”. Abraham Lincoln
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Beitrag von puffie 15.12.09 - 23:38 Uhr

Hi Conni,

schau mal da nach http://anwalt-im-netz.de/mietrecht/heizung.html


Gruß Torsten

Beitrag von yvonnechen72 15.12.09 - 23:47 Uhr

Wie es nach dem Gesetzt ist, kann ich dir nicht sagen.
ABER, wenn ich Frühdinst habe, stehe ich um 4:00 auf und ich würde meinem Vermieter was erzählen, wenn ich bei 13° duschen müsste!

LG Yvonne

Beitrag von sonne_1975 16.12.09 - 00:46 Uhr

Abschaltung um 18 Uhr ist ein Unsinn vom Vermieter. Erst ab 22 Uhr macht es Sinn. Es kühlt einfach zu sehr ab...

Rede mit ihm, dass die Zeiten verändert werden sollen. Auch so müssen 20 Grad in der Wohnung zu erreichen sein, wenn es nur 17 sind, dann liegt ein Mangel vor.

Die Heizung ist wohl absolut falsch eingestellt, er muss Heizungsbauer kommen lassen. Lasst euch am besten vom Mieterschutzbund beraten, wie ihr dagegen vorgehen könnt, falls er sich quer stellt. Mietminderung usw.

LG Alla