Mein Mann macht wegen 2 Fehler im Diktat Drama

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von tigiubaby 16.12.09 - 09:23 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

na wie Ihr schon in der Kopfzeile lesen könnt, hängt der Haussegen schief.

Meine Tochter ist in der 2. Klasse und hat beim geübten Diktat 2 Fehler geschrieben. (Doofe Fehler - aber Fehler ist nunmal Fehler) Seitdem schimpft er sie ständig, macht andauernd Kommentare von wegen Hauptschule, das ließe er nicht zu usw. (Meistens auch noch beim Essen #augen)

Jetzt haben wir uns auch noch in die Wolle bekommen, weil ich zu wenig mit ihr geübt habe und zu wenig Bücher mit ihr lese. Wir gehen immer zusammen zur Bücherei und sie darf sich Bücher ausleihen, die sie lesen möchte. Kaum sind die jedoch zu Hause, schrumpft die Motivation ein Buch zu lesen enorm #augen. Wenn ich mich mit Ihr hinsetze und lese, geht das dann auch.

Ich hab aber auch noch einen kleinen Sohn mit 4 und bin im 8. Monat ss und 70% berufstätig, hab Haus und Garten und einen Mann, der nur unterwegs ist. Jammer Jammer ;-)


Ich weiß, dass sie sich mittlerweile vor jeder Klassenarbeit echt ins Hemd macht. Das find ich schlimm und absolut nicht richtig. Meinem Mann und mir fiel die Schule immer leicht, aber ich kann mich nur nochmal wiederholen, ICH finde 2 Fehler nicht so schlimm und er versteht meine Haltung nicht!

Jetzt mal ehrlich, sind 2 Fehler im geübten Diktat schlimm oder nicht? Wie ist das bei Euren Kinder? Wieviel Fehler haben die denn so durchschnittlich?

LG Kerstin


Beitrag von dore1977 16.12.09 - 09:32 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist erst dieses Jahr eingeschult worden und sie hat noch kein Arbeiten geschrieben. Aber ich finde Dein Mann macht aus einer Mücke einen Elephanten und ich würd ihm klipp und klar sagen er soll damit aufhören sonst würde bei uns beiden der Haussegen mächtig schief hängen.

Wie kann man ein Kind wegen soch einem "Kleinkram" nur so verunsichern. Kein Wunder das sie jetzt Angst hat vor schlechten Noten.

LG dore deren Mann die Schule sehr leicht viel, der so einen quatsch aber niemals seiner Tochter erzählen würde.

Beitrag von seidenbast 16.12.09 - 09:40 Uhr

Ich hab noch kein Kind im schulpflichtigen Alter...aber die Haltung deines Mannes find ich schlimm. Mir tut deine Tochter total leid.
Ihr wird ja jegliche Motivation genommen, Lesen und Schreiben als was Schönes zu empfinden! Na und dass sich dann Fehler einschleichen - bedingt durch die Angst vor den Folgen - ist ja ganz normal, und ich würde prophezeien, dass ihr das Lernen mit Schimpfen und Drohen nur immer schwerer fallen wird. Wegen 2 Fehlern in einem Diktat landet man nicht auf der Hauptschule. Aber wenn dein Mann so weiter macht und ihr irgendwann wirklich jegliche Freude an Schule und Lernen genommen ist, dann ist es schon möglich, dass sie irgendwann aufgibt.
Dein Mann hat echt ein Problem. Wie du das lösen kannst, weiß ich nicht - ich würde mal ein Gespräch mit der Lehrerin deiner Tochter suchen und mit ihr darüber reden, vielleicht hat die ja einen guten Tipp. Auf alle Fälle find ich es wichtig, dass du für deine Tochter ein Gegenpol bist. Dass du ihr also vermittelst, dass es Schlimmeres gibt als 2 Fehler im Diktat, dass Lesen und Schreiben nicht nur Pflicht ist sondern auch Spaß macht und dass du sie nicht auch jetzt schon so sehr auf Erfolgskurs trimmst sondern auch Kind sein lässt!
Mit deinem Mann kannst du nur immer wieder versuchen, zu reden, was er damit anrichtet bei eurem Kind. Aber wirklich, rede auch mal mit der Lehrerin, vielleicht hat sie da auch noch einen Tipp, oder vielleicht kommen hier noch welche.
Alles Gute!

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 09:41 Uhr

Dein Mann sollte dringend seine Einstellung überdenken.

Versuche ruhig und ohne das Beisein deiner Kinder mit ihm darüber zu reden, dass er mit seinem sche*** Verhalten nur das Gegenteil von dem Erreichen wird was er erreichen will.

NEIN 2 Fehler sind in der 2. Klasse definitiv NICHT schlimm.

Dein Mann, hat wirklich nen Sprung in der Schüssel wenn er die Kleine so unter Druck setzt.
Ich finde das ganz schrecklich und fürchterlich dumm.

Wieviele Fehler mein Sohn heute in Diktaten macht ( er ist in Gruppe 4, das wäre in Deutschland auch die 2. Klasse), weiß ich nicht so wirklich da sowas hier in der Schule passiert und auch dort bleibt, es sei denn die Kinder sind so unsicher das geübt werden muß, dann sagen die Lehrer bescheid.
Da mir noch niemand bescheid gesagt hat...wird alles in Ordnung sein. Mein Sohn sagt auch das er gut klar kommt und das erste Trimester Zeugniss ( hier bekommen die Kinder 3 Zeugnisse pro Schuljahr) war auch supergut.

Das wird hier übrigens extra so gehandhabt um übereifrige Eltern mit völlig fehlgeleitetem Ehrgeiz wie deinen Mann gar nicht erst aufzuwecken.

lg

Andrea

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 09:42 Uhr

hmmm, sry ist wohl ziemlich ausfallend geworden.
So bin ich normalerweise nicht, tut mir wirklich leid.

lg

Andrea

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 09:44 Uhr

auweia :-(
die arme kleine, echt.

dein mann spinnt doch, ehrlich!

hatte er denn nie fehler?
das gibt es doch gar nicht.


er sollet sich mal klarmachen, daß so ein psychoterror, den er auf die kleine ausübt,
auch äußerst negative folgen haben kann!
ist ihm das denn nicht klar?


##
Seitdem schimpft er sie ständig, macht andauernd Kommentare von wegen Hauptschule, das ließe er nicht zu usw. (Meistens auch noch beim Essen )
##
das ist wirklich das letzte!!!!

ich hatte auf dem gym einen lehrer,
der solchen terror bei einigen mitschülern durchzog,
es ist das aller-, aller-, allerletzte!!!!



ich weiß nicht, wie du ihn dazu bekommen kannst, mal wieder runter zu kommen,
aber es muß das unbedingt lassen.


ich sehe es so:
du sagst, es waren blöde fehler.
das ist doch gerade gut!
auch wenn natürlich in der benotung ein fehelr einfach ein fehler ist,
so kann man doch solche fehler bzgl. der zukunft ganz anders bewerten.

da würde ich mir echt keinen kopp machen.


dann hoffe ich, er kriegt sich wieder ein und dann auch noch vor weihnachten #augen

Beitrag von manavgat 16.12.09 - 10:04 Uhr

Schöne Grüße an Deinen Mann: er ist gerade dabei, aus seiner Tochter einen Schulversager zu machen!

Was bitte soll das?????

Ich kenne Kinder, die zuhause Backpfeifen kassieren, weil sie das Diktat nicht inhalieren.... zu welchem Zweck?

Wer braucht im Leben die Fähigkeit nach Gehör einen Text zu schreiben?!

Kein Mensch!

Ich hätte sie gelobt: toll, nur 2 Fehler!

Gruß

Manavgat

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 10:12 Uhr

>>Ich kenne Kinder, die zuhause Backpfeifen kassieren, weil sie das Diktat nicht inhalieren<<

ja so ein Kind kannte ich auch *nick*....wir haben ihn beerdigt als wir 16 waren, da hatte er sich mit Schlaftabletten betäubt und hinter einer Kurve auf die Schienen gelegt.
Er muß dort richtig gehend auf den Zug gewartet haben, denn er hatte sein Kopfkissen mit.

2 Tage zuvor hatte er erfahren das er 3 Vieren und eine 5 auf dem Halbjahreszeugniss haben würde.

So enden solche Geschichten leider nur allzuoft.

lg

Andrea

Beitrag von 3wichtel 16.12.09 - 11:26 Uhr

<<Wer braucht im Leben die Fähigkeit nach Gehör einen Text zu schreiben?! <<

Ich als Sekretärin zum Beispiel ;-)

Den Rest unterschreibe ich.

Beitrag von marion2 16.12.09 - 11:35 Uhr

Hallo,

ich könnte wetten, du kannst zurückspulen.

Gruß Marion

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 11:46 Uhr

klar...aber dafür müssen wir doch trotzdem nach Gehör schreiben, oder?

Nur weil ich zurückspule...steht das Wort doch nicht plötzlich vor mir.

Beim Diktat werden Worte auch mehrmals wiederholt.

lg

Andrea

Beitrag von marion2 16.12.09 - 11:59 Uhr

Hallo,

nicht wirklich. In Word gibts doch diese tollen roten Linien, die dir die falsche Schreibweise anzeigen. Klickst du rechts, bekommst du die richtige Schreibweise angezeigt. Im Zweifelsfall kannst du auch noch das dicke gelbe Buch namens Duden bemühen.

Du kannst das Thempo des Bandes an dein Schreibtempo anpassen. Also auch Wort für Wort für Wort ....

Beim Diktat in der Schule werden die Worte nur so oft wiederholt, wie der Lehrer es für nötig hält. Das ist gar kein Vergleich....

Gruß Marion

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 12:04 Uhr

naja, das ist wahrscheinlich mal wieder ein großer Unterschied zwischen Deutschland und uns hier.
Hier dürfen Kinder ( gerade so kleine) auch sagen wenn sie ein Wort nicht verstanden haben und die Lehrerin wiederholt.

Ich habe übrigens auf Schreibmaschine gelernt und auch darauf gearbeitet...da ist nix mit Word und Rechtschreibprogramm.

Ich denke dennoch das man nach Gehör schreiben können sollte.

lg

Andrea

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 12:20 Uhr

bei diesem thema frage ich mich gerade,
wo eigentlich der unterschied besteht zwischen
"nach gehör"
und
"schreiben"

ich meine, wenn man texte schreibt, irgendwelche beruflichen eben, dann ist es doch kein unterschied, ob ich nun wie im diktat schreibe oder nach dem "kleinen mann im ohr",
also ich meine nach meinen gedanken eben.

sehen kann man eh nichts, sondern man schreibt eben.
sicher gibt es genug autokorrekturen,
aber trotzdem muß man ja "richtig" schreiben können,
sonst wäre ja der ganze text rot.

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 12:25 Uhr

eben *nick* und wenn du Student bist und im HÖRsaal ( komisch..heißt gar nicht Vorschreibsaal *g*) mitschreibst, oder im Berufsleben schreiben mußt...meist ist überhaupt keine Zeit für viele Wiederholungen und Korrekturen etc.

Was glaubst du was mein Chef mit mir veranstaltet hätte wenn ich jedes seiner Worte 3 mal gehört hätte und dann auch noch im Duden gewühlt hätte, bevor ich mich durchs Rechtschreibprogramm quäle?
Da hätte ich meine Stelle keine 3 Wochen lang gehabt.

Im "Einstellungsgespräch" mußte man vorschreiben. Das war ein etwa 500 Wörter langer Text und den mußte man in möglichst kurzer Zeit tippen, war die Zeit abgelaufen mußte man das Blatt abgeben, keine Zeit für Korrekturen etc. die meisten schafften es noch nichtmal den Text fertig zu schreiben.

Und stell dir vor Reporter die Interviews etc. mitschreiben, würden ständig Fehler machen, da würden sie später dann nicht mehr durch den Text steigen etc.

Ich denke dieses Schreiben nach Gehör wird an sehr, sehr vielen Stellen im Leben gebraucht.

lg

Andrea

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 12:31 Uhr

ja, wenn man genauer darüber nachdenkt,
fallen einem ganz viele situationen ein.

allein dieses ewige "mitschreiben", egal ob im hörsaal, in besprechungen, telekonfs und alles mögliche.

okay, nicht alles muß sofort abgabebereit sein (würde schon an meiner schrift scheitern ;-) ),
aber "ABschreiben" braucht da ja eher so gut wie nie.


ja, als sekretärin muß man da sicher sehr flott sein.
eine cousine von mir hatte früher immer diverse schreibmaschinenwettbewerbe gewonnen.
meine güte, ich bewundere ja diese leute, die fehlerfrei blind tippen, daß die tastatur glüht #pro

mein ding ist das ja nicht, aber ich muß es auch nicht.

Beitrag von manavgat 16.12.09 - 12:50 Uhr

Ich schreibe in Steno mit, da brauche ich keine Regeln beherzigen, es ist nur für mich.

Wenn das Steno dann in den PC übertragen wird, dann kann ich überlegen, welche Regel da greift, sollte ich nicht spontan wissen, wie man was schreibt.

Das ist mir der schwachsinnigen Diktatsituation überhaupt nicht zu vergleichen!

Gruß

Manavgat

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 12:58 Uhr

steno habe ich als jugendliche nur mal aus jux angefangen.
da ich ja keine sekretärin bin, brauche ich kein steno und auch keinen tippkurs.

regelüberlegungen kann man immer machen, wenn man am rechner sitzt oder auch handschriftlich,
wenn man denn erst lange darüber nachdenken muß.
darum ging es auch nicht. wir haben uns ja auch längst vom thema entfernt. #aha


allerdings kann man rechtschreibung ja auch sicher anders trainieren und abprüfen als per diktat.

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 13:00 Uhr

bei uns gabs in der Ausbildung kein Steno mehr, von daher habe ich das nie gelernt.

Wie gesagt..wie "schwachsinnig" Diktatsituationen sind, hängt für mich auch vom jeweiligen Lehrer ab.

Ich konnte das so erlernte schon verdammt oft brauchen und sei es nur, weil diese Diktate dafür gesorgt haben das ich aufmerksam zuhören kann in solchen Situationen.

Beitrag von 3wichtel 16.12.09 - 13:36 Uhr

<<Ich konnte das so erlernte schon verdammt oft brauchen und sei es nur, weil diese Diktate dafür gesorgt haben das ich aufmerksam zuhören kann in solchen Situationen<<

*nick*

Die nuschelige Stimme meines Chefs vom Band erinnert mich auch an so manche Diktatsituation ;-);-)

Beitrag von dominiksmami 16.12.09 - 13:39 Uhr

*g* da fällt mir immer noch eine Situation in meiner Ausbildung ein.

Ich verstand ein Wort einfach nicht, hab hundertmal vor uns zurückgespult, meine Kollegin verstand es auch nicht.

Das Ende vom Lied war, das ich warten mußte bis mein Chef von Gericht zurück war, dann haben wir ihn gefragt was er da gesagt hat. Er verschwand mit dem Band und der Akte in seinem Büro um 10 Minuten später wieder aufzutauchen und recht kleinlaut zuzugeben das er es selber nicht verstehen konnte.

#rofl

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 13:52 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Beitrag von marion2 16.12.09 - 12:36 Uhr

Hallo,

nur tippen ohne denken geht besonders gut, wenn du einfach nur gelesenes/gedachtes überträgst. Du musst den Kopf nicht übermäßig anstrengen. Das ist ein enormer Unterschied zu "Schreiben nach Gehör"

Gruß Marion

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 13:11 Uhr

vllt sollte ich mir mal etwas diktieren lassen,
um mal den unterschied zu ergründen ;-)


ist ja alles schon zig jahre her.

Beitrag von 3wichtel 16.12.09 - 13:32 Uhr

<<Du kannst das Thempo des Bandes an dein Schreibtempo anpassen. Also auch Wort für Wort für Wort .... <<

Na, da wird sich mein Chef aber bedanken, wenn ich für einen Brief ne halbe Stunde brauche.
Und mit Word schreiben wir auch nicht;-)

Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass die Texte mit vielen medizinischen Fachbegriffen bestückt werden müssen. Die kann ich im Psychrembel nachschauen.
Aber da das schon dauert, muss der Rest sofort sitzen!

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