Magnesium

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kabelfresser 16.12.09 - 10:39 Uhr

Hallo, ich nehme magnesium verla n dragees, 1 tabletten täglich, weil ich keine wadenkrämpe haben möchte. es heißt man darf bis zu drei tabletten täglich nehmen. also ist das wirklich nicht schlimm, wenn ich eine am tag nehme schon von anfang an der schwangerschaft. viele liebe grüße

Beitrag von anja1971 16.12.09 - 10:40 Uhr

Ähm----- ist das jetzt ne Frage?

Beitrag von littlelight 16.12.09 - 10:44 Uhr

Das ist schon ok. Was dein Körer nicht braucht/nicht nutzen kann scheidet er eben wieder ungenutzt aus. In den Verla Dragees ist meiner Meinung nach auch nicht so viel Mg drin. Ich nehme normalerweise 600mg Mg, aber nicht nur wegen Wadenkrämpfen.

LG

Beitrag von kabelfresser 16.12.09 - 10:46 Uhr

danke, ich wollte nur wissen, ob das für mein baby schädlich ist. es ist zwar meine dritte schwangerschaft, habe ab er bei meinen mädels kein magnesium genommen. außerdem habe ich imm erziehen der mutterbänder, und es ist meiner meinung nach besser geworden, danke nochmal

Beitrag von littlelight 16.12.09 - 10:51 Uhr

Keine Sorge, fürs Baby ist es nicht schädlich. Ich habe es anfangs auch wegen dem Ziehen der Mutterbänder genommen, meine FÄ hat mir das schon ziemlich früh empfohlen. Die Dosis wurde bei mir nur wegen stärkerer Unterleibsbeschwerden hoch gesetzt.

Alles Liebe

Beitrag von uvd 16.12.09 - 10:55 Uhr

magnesium ist nicht so harmlos wie vielfach behauptet.
bitte nicht einfach so nehmen!

gesammelte statements und links zum thema magnesium:

magnesium kann keine vorzeitigen wehen aufhalten. es kann höchstens bei wadenkrämpfen linderung verschaffen. wer keine wadenkrämpfe hat, braucht auch kein magnesium zu nehmen.


also bitte wirklich nur bei nachgewiesenem mangel nehmen, sonst weglassen und ausgewogen und gesund ernähren!

durchfall ist ein anzeichen von magnesiumüberdosierung, dann bitte unbedingt weniger nehmen!

die angebliche wehenhemmende wirkung ist leider ein weitverbreiteter irrglaube.


gebärmutterkontraktionen sind erwünscht und sinnvoll. die gebärmutter beginnt ca. ab der schwangerschaftsmitte mit ihren "übungen" (siehe http://www.focus.de/gesundheit/baby/schwangerschaft/40wochen/die-25-woche_aid_27432.html). der bauch wird daher ca. ab der 20. SSW regelmäßig hart. das sind sog. braxton-hicks-kontraktionen, die die gebärmutter auf die geburt vorbereiten und trainieren.
bis zur 30. SSW gelten bis zu 3 kontraktionen pro stunde als normal, ab der 30. SSW bis zu 5 kontraktionen pro stunde (http://www.stuedeli.net/reto/medizin/kdb/content/gyni/CTG_Mischler/CTG.html)
so wie niemand untrainiert einen marathon laufen kann, kann die gebärmutter auch nicht untrainiert eine geburt bewältigen.
das training zu unterdrücken ist weder sinnvoll noch gut.

echte vorzeitige wehen, die eine frühgeburt bewirken würden, werden meistens durch infektionen verursacht. diese lassen sich mit antibiotika und wehenhemmenden substanzen = tokolyse, wie z.b. gynipral hemmen, aber nicht durch magnesium.

magnesium macht wirklich nur sinn, wenn man aufgrund eines magnesiummangels an wadenkrämpfen leidet.

http://www.stud.uni-goettingen.de/~s093673/magnesium.html

http://www.praxis-breitenberger.de/mb_pdf/Schwangerschaft+Saeugling.pdf



hier ist noch eine umfangreiche studie über die auswirkung erhöhter magnesiumgabe bei zu erwartender frühgeburt:

http://www.students.informatik.uni-luebeck.de/zhb/ediss199.pdf

untersucht wurden frühgeborene und ihre mütter.
die kinder, deren mütter hohe magnesiumkonzentrationen im blut hatten, litten wesentlich häufiger an hirnblutungen als kinder, deren mütter niedrige magnesiumkonzentrationen im blut hatten.

vom umgang mit vorzeitigen wehen:
http://www.deutschehebammenzeitschrift.de/dhz/leseprobe/vorzeitige_wehen

rückruf der zulassung:
http://www.bfarm.de/nn_1160684/SharedDocs/Publikationen/DE/Pharmakovigilanz/stufenplverf/magnesium__schreiben,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/magnesium_schreiben.pdf

AMWF-Leitlinien:
http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/015-025.htm#kap13