Wer kennt sich mit multipler Sklerose (MS) aus???

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von lollipop24 16.12.09 - 11:37 Uhr

Hallo,

ich habe gestern die wage Diagnose von MS bekommen #schock


Es ist für mich erstmal ein Schock gewesen, auch wenn ich heute denke das es bestimmt Schlimmeres gibt #schwitz


Ich war gestern beim Orthopäden, da ich seit Kurzem EXTREME Kopfschmerzen habe und mir währenddessen die Arme und Finger taub werden ... außerdem hab ich Probleme mit dem Sehen wenn ich diese Kopfschmerzen habe :-(

Beim Orthopäden wurde festgestellt das meine Nervenbahnen entzündet sind .... all das seien Anzeichen auf eine MS #zitter

Ich war gestern so geschockt das ich garnicht mehr weiter gefragt habe was ich jetzt tun soll .... zum Neurologen wäre sicher das Beste oder?

Der Doc sagte mir nur, ich solle jetzt erstmal abwarten ob sich das mit dem Kribbeln wieder von selber erledigt. Wenn nicht dann müsste er mich zu einem Spezialisten überweisen ...

Ich frage mich jetzt natürlich wer ist der Spezialist für MS????

Was kommt jetzt auf mich zu???


Ich würde mich über Erfahrungen bezüglich MS-Diagnose sehr freuen


Danke #liebdrueck


lg cora mit ihren zwei Mäusen (2 und 6 Jahre) und ihrem Menne, der gestern auch sprachlos war#schmoll

Beitrag von linchen672 16.12.09 - 12:27 Uhr

Hallo,

tut mir leid das Du so eine weitreichende Diagnose erhalten hast.

Du solltest Dir schnell einen Neurologen suchen der sich auf MS spezialisiert hat. Abwarten wie Dein Orthopäde Dir geraten hat ist das Falsche. Es sollte eine ausführliche Diagnostik erfolgen um die eine frühzeitige Therapie zukommen zu lassen. Wenn man MS frühzeitig behandelt kann das ein fortschreiten verzögern.

Was immer ganz hilfreich ist wenn man eine Selbsthilfegruppe such, dort wird man aufgefangen, informiert und erhält Tipps zu Ärzten und Therapieformen.

LG und alles Gute

Beitrag von lepidoptera 16.12.09 - 15:05 Uhr

Hallo,

NOCH brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Die Diagnose MS hast Du ja noch nicht bekommen.

Ich hatte Sehstörungen, Sprachausfälle, Orientierungsprobleme und mein rechter Arm wurde taub. Mein Arzt meinte dann ganz beiläufig, daß das alles Anzeichen für einen Hirntumor sind und hat mich zum MRT geschickt.
Ich hatte drei Wochen lang Panik. Raus gekommen ist, daß es einfach eine extreme Art der Migräne ist und keine Spur von einem Tumor in Sicht ist (Gott sei dank).

In Deinem Fall heißt das, daß es zwar MS sein kann, aber nicht muss. Es könnte auch schlichtweg eine Autoimunerkrankung sein, oder eine Nervenentzündung, oder oder oder.

Sollte es wirklich MS sein, wird Dich der Neurologe sicher beraten, worauf Du achten musst.
Meine Cousine (zwei Kinder + einen faulen Mann) hat auch seit Jahren MS und bis auf ein leichtes oberflächliches Taubheitsgefühl im Bein keinerlei Einschränkungen. Da die Verläufe aber extrem unterschiedlich sind, kann keiner sagen, wie sich die Krankheit bei Dir entwickeln würde.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.

Liebe Grüße
Sabrina

Beitrag von fascia 16.12.09 - 15:28 Uhr

Hallo Lollipop,

für eine MS-Diagnose reicht die Untersuchung beim Orthopäden nicht aus.
Nimm also zunächst doch an, dass alles offen ist.

Das bedeutet, dass du noch weiter nach der Ursache für diese Symptome suchen solltest.
Es empfiehlt sich, noch mal den Hausarzt aufzusuchen und um Abklärung der Hypothese des Orthopäden zu bitten.
(Um eine MS dingfest zu machen, bzw. auszuschließen, ist eine sog. Liquorpunktion nötig (Entnahme von Hirnflüssigkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule). Außerdem eine Kernspintomographie. Ohne diese Befunde kann man bei einer noch kurzen "Kranken"geschichte wirklich noch nicht von MS sprechen.)
Das Kribbeln würde auch bei einer MS nach wenigen Tagen bis wenigen Wochen zunächst wieder vergehen. Wie es auch bei allen möglichen anderen Umständen womöglich wieder verschwinden würde. Daher ist dieses Abwarten als Hinweis nicht aussagekräftig.)

Natürlich hast du jetzt eine dicke Sorge am Hals. Daher ist es nicht schön, abwarten zu müssen.
Der Hausarzt ist der "Gesundheitskoordinator", der dich jetzt weitervermitteln sollte, z.B. zum Neurologen.
Diese Diagnose muss so schnell wie möglich bestätigt - und noch besser: aus der Welt geschafft werden.
Also nicht warten, wie der Orthopäde sagt. Sondern dranbleiben.

Ich hoffe, es findet sich ein anderes, leicht zu beeinflussendes Problem, das sich nach Behandlung (oder von allein) für immer verabschiedet...!
Viel Glück, #klee,
fasci.

Beitrag von lollipop24 16.12.09 - 16:06 Uhr

DANKE euch allen für eure Antworten


#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck


Ich habe gerade bei einem Neurologen einen Termin ausgemacht - leider erst Mitte Januar einen Termin bekommen (was ja auch über Weihnachten jetzt nicht anders zu erwarten war) .... aber ich denke ich muss das einfach so schnell wie möglich abklären lassen :-(


Ich hoffe natürlich sehr das sich der Verdacht auf MS NICHT bestätigt, aber wenn dem so sein sollte, dann muss ich ja frühzeitig eine Behandlung bekommen, daher habe ich jetzt eigenmächtig diesen Termin vereinbart


Ich danke euch sehr für eure lieben Worte #liebdrueck


lg cora