Mein armer Schatz...wann findet er Freunde im Kiga?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von i.w. 16.12.09 - 12:23 Uhr

Hallo,

Luca ist jetzt 2 Jahre und 5 Monate und geht seit 6 Wochen in den Kindergarten. Es gefällt ihm auch gut. Er ist der kleinste und wenn ich ihn abhole, spielt er meistens mit den Erzieherinnen. Eben waren sie draußen auf dem Spielplatz (wir wohnen direkt daneben und ich kann ihm aus der Küche zusehen) und er ist immer nur alleine rumgesprungen. Er hat mir so leid getan. Er ist so eigentlich ein recht offenes Kerlchen und geht auf andere zu. Wir wohnen hier auf dem Land und es gibt einmal die Woche nachmittags ein Kinderturnen, da gehen wir aber noch nicht hin, weil er um diese Zeit immer noch schläft und ir das auch wichtig ist. Da will ich aber schon demnächst mit ihm hin, Vielleicht findet er ja dann etwas Anschluss. Vielleicht ist es für mich auch schlimmer als für ihn? Er hat mir eben halt so leid getan.
Kennt ihr das?

LG
Isabell

Beitrag von braut2 16.12.09 - 12:38 Uhr

Nunja, ich denke, wenn er der kleinste ist, kommt das auch noch. Er ist ja erst 6Wochen da. Meine hat erstmal ein paar Wochen eingewöhnung gehabt, da hat sie sich beim besten willen mit keinem angefreundet ;-) Erst jetzt so langsam... (ist jetzt 10Wochen her) fängts an. Bei ihr in der Gruppe ist nur noch eine 2-jährige und der Rest ist deutlich älter. Aber es ist gut, mittlerweile rufen die Älteren nach ihr und spielen mit ihr oder schleppen sie rum ;-)
Ausserdem ist in der Nachbargruppe ihre Schwester, da fällt die Kontaktaufnahme gerade draussen aufm Spielplatz nicht so schwer (sind auch nur 16Monate auseinander).

Keine Sorge :-)

Beitrag von sheryl 16.12.09 - 12:42 Uhr

Hallo,
Also ich kann Dir nur sagen mach Dir keine Gedanken, bin Erzieherin und es ist für so kleene Mäuse "normal" das sie noch selten/wenig Kontakt zu anderen aufnehmen. Musst ja mal überlegen wie viel auf Dein Kind einströmt jeden Tag, wenn er erst seit sechs wochen geht sowieso.
Kinder in dem Alter haben meist noch kein "Ich hab einen Spielkamerad" Verhalten, sie schauen den größeren zu oder können mit sich selbst im Rollenspiel versinken. Außerdem ist doch super wenn die Erzieherin mit ihm spielt, mit der Zeit wird sie sich sicher mehr und mehr raus nehmen und ihn mit anderen Kindern zusammen bringen.
Verlang nicht zuviel von Deinem Kind, solange er nicht weint, jammert oder sich beschwert ist doch Ok. Sei froh wenn er gerne geht und alles andere regelt sich von allein.

Grüßle

Beitrag von fibia 16.12.09 - 12:42 Uhr

Hallo Isabell,

das ist ganz normal in dem Alter.
Die meisten Kinder spielen in diesem Alter noch eher nebeneinander her als zusammen. Und es kommt ja auch auf den Charakter an, manche spielen erstmal lieber allein und manche suchen gleich den Kontakt zu anderen Kindern.

Meine Maus (3 Jahre) ist auch seit September im Kiga und spielt laut Erzieherin auch meist allein, bzw. sucht noch die Nähe der Kindergärtnerinnen, auch wenn sie beim Abholen gerade im Garten sind, sitzt sie meist allein im Sandkasten oder sammelt Steine usw. Sie erzählt schon von Freunden und wen sie mag und wirkt sehr zufrieden. Deshalb mache ich mir keine Sorgen, das kommt schon noch.

Also gib ihm Zeit, er muss ja erst mal die Lage checken ;-)

LG
Fibia

Beitrag von jindabyne 16.12.09 - 12:43 Uhr

Das kommt schon noch! Freundschaften entstehen nicht von heute auf morgen.

Meine Tochter kam Anfang September in den Kiga und hat sich auch anfangs viel an die Erzieherinnen gehalten. Inzwischen fühlt sie sich dort so sicher, dass sie die Erzieherinnen nicht mehr braucht und mehr mit anderen Kindern spielt. Wirkliche Freundschaften hat sie noch nicht geschlossen, aber immer wieder Spielpartner, die sie bevorzugt, also kommt das sicher noch.

Im Alter Deines Sohnes haben viele Kinder noch keine echten Freundschaften, sondern wechselnde Spielpartner, das ist ganz normal. Wäre es schlimm für ihn, würde er nicht gerne dorthin gehen. Aber nach sechs Wochen gibt es dort vermutlich noch so viel Neues für ihn zu entdecken, dass er nicht lange bei einer Sache bleiben will, wie ältere Kinder, die schon länger dort sind.

Lg Steffi

Beitrag von sunny42 16.12.09 - 12:44 Uhr

Hallo Isabell,

ich glaube er muss dir wirklich nicht leid tun.
Ich denke es geht ihm sehr gut.
Kinder in dem Alter sind noch nicht so fixiert auf das direkte spielen mit anderen Kindern.
Meist reicht Ihnen das beobachten und der Kontakt zur Erzieherin.

Meine sind beide jeweils mit 2 Jahren in die Kita gekommen und haben das gemeinsame spielen auch erst so ab 3 Jahren angefangen.
Meine Tochter eher und mein Sohn wesentlich später.
Der spielt noch heute mit 4 Jahren ab und an lieber alleine und kann auch mit Gästen zu Hause nur bedingt etwas anfangen.

Was Du probieren kannst, ist aus der Kita nachmittags mal jemanden für ihn mitzunehmen.
Aber ansonste: mach Dir keine Sorgen das ist ganz normal!

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von raena 16.12.09 - 12:45 Uhr

Liebe Isabell,

dein Sohn ist 2 Jahre und 5 Monate und vermutlich war er bis vor 6 Wochen immer bei dir zuhause.

Was hat er gelernt??? Er hat gelernt, dass man prima mit Erwachsenen spielen kann!!! Und genau das tut er und genießt es. Freundschaften schließen Kinder entwicklungstechnisch sowieso erst später (meist so ab drei Jahren). Wenn Kinder vorher miteinander spielen (meist spielen sie eher mehr nebeneinander her), dann liegt das daran, dass sie sehr früh sehr viel (und ich meine damit nicht einen Spielnachmittag in der Woche sonder jeden Tag mehrere Stunden) mit anderen Kleinkindern gespielt haben. Aber auch da braucht es immer wieder die leitenden Interaktion von Erwachsenen.

Fazit..... dein Sohn ist völlig normal, spielt völlig normal und wenn du noch ein bißl wartest, dann lernt er auch wie er mit anderen Kindern spielen kann. Vermutlich tut er das auch schon, aber grade am Ende des Tags wenn man schon müde ist, ist es einfach einfacher mit einem Erwachsenen zu spielen!

LG
Tanja

Beitrag von sandra1610 16.12.09 - 12:45 Uhr

Es ist völlig normal, dass er in dem Alter noch keine richtigen Freunde im Kiga hat, vor allem wenn er erst 6 Wochen dort ist. Das richtige Freundefinden findet erst mit ca 4 Jahren statt, vorher spielen die Kinder eher alleine oder so neben den anderen Kinder her. Du brauchst dir keine Sorgen machen, dass dein Sohn unter der Situation leidet! Er empfindet das ja nicht so, denn er ist von seiner Entwicklung her noch gar nicht soweit, dass er das verstehen kann. Er braucht noch keine Freunde, in dem Alter sind viele andere Dinge wichtiger für ihn. Er wird viel beobachten und sich viel von den anderen Kindern abgucken, aber so richtig ZUSAMMEN spielen, KANN er noch gar nicht mit 2,5 Jahren! Ich bin Erzieherin, und ich beobachte das immer bei Kinder in diesem Alter. Also, wie gesagt, entwicklungsmäßig ganz normal. Du brauchst kein Mitleid haben, denn er leidet nicht!

lg, Sandra

Beitrag von i.w. 16.12.09 - 13:00 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Danke für eure aufbauenden Antworten. Vielleicht bin ich auch gerade etwas zu sentimental. Aber jetzt kann ich es ja beruhigter sehen.

Danke nochmal
Liebe Grüße
Isabell

Beitrag von wort75 16.12.09 - 14:03 Uhr

so richtig freundschaften pflegen die kinder noch wenig in dem alter. und er hüpft ja rum - ist also ganz glücklich.
meiner hat erst mit 2.5 bis drei (nach 2jähriger krippen-karriere) ganz klar definierte freunde gehabt. obwohl die gruppe seit 2 jahren unverändert stabil ist - nur dass die jeweils ältesten halt eingeschult wurden. davor wars mal der, mal ein anderer freund. nur auffallend oft war er mit jeamy zusammen. jeamy ist leider jetzt total out, dafür ist louis und dario total in.
ich traure jeamy immer noch nach - aber mein sohn will wohl nur noch jungs um sich und jeamy ist der inbegriff eines süssen mädels. aber ich werde über die trennung hinwegkommen müssen.
wie du über die tatsache, dass dein sohn zur zeit lieber neben den anderen spielt als mit den anderen. das ist aber altersbedingt ganz normal. mein sohn schwärmte in dem alter für den ein- oder anderen älteren jungen und erzählte viel von denen - war aber nie mit denen gross zusammen. aber er hat trotzdem freude gehabt. zusammen war er eben mit jeamy.
Leider kann ich mein sohn nicht beobachten wie du - aber die krippe ist zum glück spitze und die notieren alle details. und nach einigen monaten hockt man zusammen und hat ein elterngespräch. da ist man dann echt erstaunt, was sich wieder alles verändert hat.

Beitrag von nana141080 16.12.09 - 14:19 Uhr

Mein Großer hat erst so mit 3,9 Jahren angefangen mit anderen im Kiga richtig zu spielen. Er kam mit 3 Jahren hin.

Laß ihm Zeit. Sowas dauert und er ist eh noch klein. Da spielen sie immer nebeneinander her!

keep cool;-)

Nana

Beitrag von kja1985 16.12.09 - 16:54 Uhr

Meine Tochter hatte von Anfang an Freunde im Kindergarten, aber sie war auch ein Jahr älter. Ich glaube mit zweieinhalb spielen Kinder normalerweise noch gar nicht richtig miteinander, sondern eher nebeneinander her.

Vielleicht könntest du ihn ein bisschen integrieren? Ich bin am Anfang immer noch etwas dageblieben und hab sie "verkuppelt", zum Spiel angeleitet.