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Forum: Allgemeines

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Beitrag von holy_cow 16.12.09 - 14:23 Uhr

spirituell sein?

Ich hoere es so oft und manchmal draengt sich mir der Eindruck auf, es ist modern geworden, spirituell zu sein. Wenn ich nachfrage, bekomme ich recht unterschiedliche Antworten.
Beispiel: die 26 Jahre alte Tochter einer Freundin fuehlt sich spirituell, meint: sie macht Yoga, isst bewusster, liest viele " spirituelle Buecher, glaubt an Engel, ist fuer den Weltfrieden " und " denkt "anders. #kratz
Auf weitere Nachfragen kamen nur schwammige Antworten.
Eine Bekannte von mir hat auch ( ihre Aussage ) einen spiritualen Einfluss, sie fuehlt ihren Engel an ihrer Seite und spricht mit ihm. Sie kann manchmal die Auren von anderen Menschen sehen.
Eine andere gute Bekannte gehoert den neugeborenen Christen an und verteufelt Yoga, bezw. andere Arten von spirituellen Gefuehlen ausser die zu Gott, Jesus und dem heiligen Geist. Da gibt es dann noch eine Amerikanerin die ich kenne, die es recht simmpel ausdrueckt, " mit den Kraeften der Muttererde eins sein und im harmonischen Einklang leben. " Sie lebte einige Monaten mit Indianern zusammen und ist Biologin.

Mich interessieren eure Einsichten zu dem Thema!

Saludes!


Beitrag von snailshell 16.12.09 - 14:25 Uhr

Ui, was kennst du denn für Leute?

Du kommst sicher aus einer (Groß-) Stadt, oder?

Ich komme vom Lande und hier gibbet "sowas" nicht. ;-)

Beitrag von holy_cow 16.12.09 - 19:14 Uhr

Ich lebe im Ausland in einem recht kleinen Land und da trifft man zwangslaeufig auf viele bunte Gestalten aus aller Welt!

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 14:33 Uhr

oh je.


also ich persönlich kann diesem gesamten gebiet, auch esoterik und allem in der richtung rein gar nichts abgewinnen.

ich habe immer den eindruck, daß menschen sich in so etwas flüchten.

also ich habe nichts gegen yoga!
man sollte in der heutigen streßwelt schon zusehen, daß man sich entspannung verschafft, auch geistig.


ich finde, was du so erzählst klingt schon recht ausgetickt, an der realität vorbei, in menen augen.
vllt fliehen sie einfach vor dem leben, so wie es ist?


wie gesagt, ich war schon immer sehr auf der technischen seite,
niemals auf dieser welle, wie du sie beschreibst #schock

Beitrag von similia.similibus 16.12.09 - 14:41 Uhr

Du hast einen interessanten Bekanntenkreis. ;-)

Beitrag von ma14schi 16.12.09 - 14:42 Uhr

Meine Freundinnen, so sehr ich sie auch liebe, meinen auch, sie hätten Engel an der Seite und eine Bekannte hat mir letzte Woche allen Ernstes erklärt, dass wirklich 2012 schlechte Energieflüsse eine Veränderung auf der Erde bewirken werden.

Das passiert alle ... Jahre, ich habe die Zahl gleich verdrängt und als ich nachfragte, was denn beim letzten Mal passiert wäre, erklärte sie mir völlig überzeugt, da wäre Atlantis untergegangen.#kratz

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 14:43 Uhr

die nehmen bestimmt alle drogen ;-)

sitzen nachts im wald und essen pilze oder so.

Beitrag von ma14schi 16.12.09 - 16:50 Uhr

Nein, alles gestandene Frauen. Ansonsten stinknormal.

Bis auf diese Anwandlungen.

Beitrag von ayshe 17.12.09 - 10:46 Uhr

ist ja noch schlimmer #schock

Beitrag von emmapeel62 16.12.09 - 15:41 Uhr

"hat mir letzte Woche allen Ernstes erklärt, dass wirklich 2012 schlechte Energieflüsse eine Veränderung auf der Erde bewirken werden. "


Lass mich raten ... sie war im Kino ;-)

Beitrag von ma14schi 16.12.09 - 16:49 Uhr

Nein, nicht mal das!

Aber btw, meine Tochter kam schon vor Monaten aus der Schule und hat im Geschichtsunterricht gelernt, dass die Mayas an den Weltuntergang am 21.12.2012 glauben.

Mein Fazit, übernächstes Jahr gibt es keine Weihnachtsgeschenke.;-)

Beitrag von holy_cow 16.12.09 - 19:08 Uhr


Vor vielen Jahren sind wir durch ganz Mittelamerika gereist und haben sehr viele Mayastaetten besucht.
Es war super interessant und ich habe sehr viel ueber die Mayas gelernt und auch viel Material darueber gekauft.
Ich finde es bedenklich wenn man Halbwissen verbreitet und dazu auch noch in der Schule, was ich so gar nicht nachvollziehen kann.
Der Kalender der Mayas endet am 21. 12.2012.
Die Umrechnung zwischen dem Mayakalender und dem christlichen Kalender sind sehr umstritten und es gibt keinen Hinweis darauf, dass dieser mit dem unseren uebereinstimmt.
Man weiss noch nicht mal wann der Mayakalender ( den man nicht mit dem unseren vergleichen kann, da er nicht in Monaten gerechnet wird ) genau anfing, vor 10.000 Jahren vor Chr oder nur 100.
Das Thema an sich ist schon sehr komplex und Weltunteruntergangsthesen daraus zu schliessen halte ich fuer Unfug.

Keine Weihnachtsgeschenke zu kaufen halte ich fuer klug! #schein

Beitrag von hoda1979 16.12.09 - 15:01 Uhr

Hallo,

fuer mich bedeutet es, in einen hoeheren Zusammenhang eingebunden zu sein, der fuer uns Menschen nicht direkt fass- und erklaerbar ist, aber von einer hoeheren Instanz gesteuert wird. Wie man diese benennt / beschreibt, kann ganz unterschiedlich sein, fuer mich ist es Gott. Manche erklaeren es sich z.B. auch mit einer Art von Energie, oder noch anders. Ich denke, was eigentlich gemeint ist, laeuft auf das Gleiche hinaus.

Verbunden damit ergeben sich bestimmte Verhaltensweisen, die man anstrebt / anstreben sollte. Beispielsweise der verantwortungsbewusste Umgang mit sich selbst, den Mitmenschen, der Umwelt... , sowie das Bewusstsein dafuer, dass es Dinge gibt, die wir nicht (vollstaendig) erklaeren koennen, die aber einem bestimmten Zweck dienen. Dass es (zumindest moeglicherweise) noch andere Realitaetsebenen gibt als unser "irdisches Leben" (also Leben nach dem Tod, Existenz von Wesenheiten, die wir mit unseren Sinnen nicht / nicht immer / nur unter bestimmten Bedingungen wahrnehmen koennen - z.B. Engel - usw.). Daraus folgt dann, dass man auch immateriellen Werten die ihnen zukommende Beachtung schenkt.

Im Grunde aehneln sich die meisten Religionen sowie, na ich sag mal, die "anderen spirituellen Stroemungen" doch in diesen Grundzuegen sehr. Ich habe allerdings auch schon festgestellt, dass der Begriff "spirituell" in den letzten Jahren recht haeufig gebraucht wird und somit in gewisser Weise wohl "modern" geworden ist. Wie viel im Einzelfall wirklich dahintersteckt, kann man von aussen schlecht beurteilen (muss man ja auch nicht ;-)). Als Anhaltspunkt koennte vielleicht dienen, ob die betreffende Person den "Geist" und Sinn der jeweiligen Religion oder sonstigen Glaubensrichtung verinnerlicht hat und auch im Alltag lebt, oder eben nur ab und zu bestimmte Praktiken anwendet. Wenn also jemand beispielsweise nur ab und an Yoga gegen bestimmte Beschwerden macht, ist er / sie deswegen nicht gleich "spirituell".

So seh ich das. Bin allerdings gespannt, was andere dazu meinen.

LG Hoda

Beitrag von asimbonanga 16.12.09 - 16:13 Uhr

Hallo
Sehr interessant dein Beitrag.
Allerdings sollte man aufpassen, die Esoterik Szene mit ihren Auswüchsen ( z.B.die ganzen Heiler und schwarz und weiß Magier u.ä.) nicht zu vermischen mit grundsätzlich spirituellen Ansätzen.
Auch Joga kann, wie du auch schreibst, rein sportlich und ohne den religiösen Überbau betrieben werden.
Interessant ist die Beschäftigung mit diesen Dingen allemal--ich war vor Jahren eine Woche in einem Ashram-da konnte ich meine Grenzen erfahren;-)
Yoga mache ich immer noch regelmäßig,Ayurvedisches Essen finde ich auch lecker-------aber meinen Alltag gestalte ich nun nicht nach diesen Prinzipien-genau so wenig ,wie das ein Nasenduscher oder Zungenreiniger zwangsläufig tun muss.
Irgendwie muss halt jeder entscheiden wie weit er sich auf diesem Gebiet vor wagt------grundsätzlich gilt für mich z.B. :wer heilt hat Recht.
Warum sollte man sich nicht das herauspicken was einem gut tut-------

L.G.

Beitrag von ma14schi 16.12.09 - 16:52 Uhr

"Auch Joga kann, wie du auch schreibst, rein sportlich und ohne den religiösen Überbau betrieben werden."

So sehe ich das auch!

Ich mache seit 1,5 Jahren täglich Yoga, einfach um beweglicher zu sein! Und ich fühle mich einfach fitter.

Beitrag von hoda1979 16.12.09 - 17:02 Uhr

Hallo,

ja, "wer heilt hat Recht", das sehe ich auch so. Oder im uebertragenen Sinne, wenn sich jemand aus verschiedenen Lehren was zusammensetzt und damit gut klarkommt, warum nicht? Es ist fuer mich auch nicht automatisch negativ, wenn jemand "nicht spirituell" im Sinne meiner Definition ist.

Ich beispielsweise betrachte mich als sehr spirituell. Konkret heisst das, dass ich zwar nun auch nicht den ganzen Tag bete, aber meine Handlungen und Denkweise so ausrichte, dass sie dem von mir geglaubten "Zweck" oder "Sinn" entsprechen. Das meinte ich mit "verinnerlicht", und mir ist dies wichtiger als aeussere "Glaubensbekenntnisse" (wobei diese natuerlich auch ihren Platz haben, nur machen sie fuer mich nicht die "eigentliche" Spiritualitaet oder Religiositaet aus).

Soll doch jeder auf seine Art selig werden. Das Problem mit Definitionen ist eben, dass man leicht in Schubladendenken verfallen koennte. Habe halt trotzdem mal eine Definition versucht, interessant ist das Thema ja. Allgemeingueltigkeit nehme ich nicht in Anspruch ;-)

Der Spass hoert fuer mich persoenlich dort auf, wo man anderen die eigene Sicht der Dinge aufzwingen will. Das hat in meinen Augen wirklich nichts mehr mit spirituell zu tun, sondern mit fanatisch. Und genau diese Einstellung meine ich besonders bei solchen Leuten zu finden, die eben NICHT verstanden haben, was der Kerngedanke ihres Glaubens (im weitesten Sinne) ist, die diesen aber dennoch als einzig gueltige Wahrheit verkaufen wollen - oder taeusche ich mich da? Ich finde, gerade wenn man von etwas wirklich ueberzeugt ist, hat man es nicht noetig, krampfhaft Mitlaeufer zu werben.

LG Hoda

Beitrag von asimbonanga 16.12.09 - 18:13 Uhr

Ja Fanatiker sind gefährlich und auch Beutelschneider, die z.B. Partnerzusammenführungen etc. mit weißer Magie versprechen .
Der Markt der esoterischen Lebensberater und Heiler ist riesig geworden-----es wird oft Missbrauch mit der Verzweiflung betrieben.

Alternative uralte Heilmethoden finde ich persönlich sehr interessant------mittlerweile sind diese auch teilweise anerkannt , wie z.B. Akupunktur.

Ich glaube der moderne Mensch sucht oftmals einfach Ersatz, für die früher übliche Religionszugehörigkeit.

L.G.

Beitrag von holy_cow 16.12.09 - 18:53 Uhr

Danke dir fuer die ausfuerliche Schilderung deiner Vorstellungen.

Ich kann dir nur beisprechen und sehe es aehnlich, mit kleineren Abstrichen.

Es gab eine Zeit da habe ich mich intensiv mit verschiedenen Religionsformen auseinander gesetzt, sehr viel darueber gelesen, mit Menschen gesprochen und mir selber dazu Gedanken gemacht.
Aufgefallen ist mir, dass es leider sehr viele " Gruppen " gibt, die den Anspruch auf alleine Weisheit erheben.

Ich versuche im Heute und im Jetzt zu leben, dankbar zu sein, Tag fuer Tag und bewusst mit meiner Umwelt und meinen Mitmenschen umzugehen.

Wiedergeboren moechte ich nicht werden. Die Vorstellung macht mir mehr Angst als vor dem absoluten Ende.


Saludes!

Beitrag von holy_cow 16.12.09 - 19:11 Uhr

" Warum sollte man sich nicht das herauspicken was einem gut tut------- " und " wer heilt hat Recht " !

Das sehe ich genauso!

Eine gute Freundin von mir fliegt jedes Jahr nach Indien fuer einen Monat und verbringt ihren Urlaub im Ashram. Sie macht das schon seit ich sie kenne und im allgemeinen spricht sie nicht mal darueber oder macht daraus eine grosse Geschichte.

Beitrag von purpur100 16.12.09 - 16:15 Uhr

wenn ich spirituell höre denke ich an
Wallewallekleider
Weihrauch
Kräutertee
Räucherstäbchen
Klangschalen
und eben an Typen mit einem Sprung in selbiger ;-)

aber es ist ja wieder ganz anders:
http://de.wikipedia.org/wiki/Spiritualit%C3%A4t

Beitrag von kja1985 16.12.09 - 16:24 Uhr

Ich fühle auch oft meinen Engel an meiner Seite und spreche mit ihm, manchmal beisst er mich sogar. Er ist jetzt eineinhalb #schein

Ich denke, die Menschen, die von sich selbst sagen spirituell zu sein wollen sich damit hauptsächlich abgrenzen. Für mich ist es nur die Suche nach der religiösen Wirklichkeit. Ich selbst bin da agnostisch veranlagt, mir ist es einfach latte.

Beitrag von holy_cow 16.12.09 - 19:13 Uhr

Ich danke euch allen fuer eure Meinung ueber das Thema!