Meine Freundin umgeht die Matheprobleme ihrer Tochter

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von stephanieanne 16.12.09 - 14:42 Uhr

... also: meine Freundin will unbedingt, dass ihre Tochter aufs Gymnasium kommt - mit allen Mitteln.

Ihre Tochter war auch immer sehr gut - gut in der Schule nur jetzt ist sie in Mathe total abgesackt. Erst hat sie es mit regelmäßigem Üben probiert, allerdings ist meine Freundin da nicht nachhaltig und jetzt hat sie von einer anderen Freundin die Mathearbeiten besorgt, die drankommen und paukt immer diese Arbeiten. Klappt auch, das Kind schriebt nur 1er, aber daheim bei den Hausis zeigt sich, dass sie es nicht versteht.

Meine Freundin sieht das Problem nicht und wirft mir vor, ich sei einfach etwas neidisch. Ich mache mir echt total Sorgen, da nun Mathegrundlagen flöten gehen.

Was würdet ihr machen?
LG
Anne

Beitrag von arienne41 16.12.09 - 15:04 Uhr

Hallo

Ich würde die Lehrerin anrufen das sie in jeder Klasse verschiedene Arbeiten schreiben lassen soll/muß da die Aufgaben weitergegeben werden.

Ist ja irgendwie Betrug und da das schon die Mutter macht..........

Gruß Arienne

Beitrag von barbarelle 16.12.09 - 15:11 Uhr

Schliesse mich Arienne an. Wenn du dem Kind helfen willst, dann gib der Lehrerin einen Tip.

Es ist wirklich krank, was sich manche Eltern einfallen lassen.

LG
Barbarelle

Beitrag von bezzi 16.12.09 - 15:41 Uhr

Ich finde es krank, Schulkameraden zu verpetzen.

Für sowas gab es früher "Klassenkeile". Zu Recht !

Beitrag von barbarelle 16.12.09 - 15:56 Uhr

???

einen schönen Tag noch ;-)

Beitrag von bezzi 16.12.09 - 16:01 Uhr

Was war daran jetzt so schwer zu verstehen ?

Auch einen schönen Tag !

Beitrag von parzifal 16.12.09 - 18:04 Uhr

Man hilft dem Kind, wenn man der Lehrerin dies meldet?

Die Logik verschließt sich mir. Wieso wird sie dadurch den Stoff besser verstehen?

Beitrag von barbarelle 16.12.09 - 19:23 Uhr

Ok, dann noch mal etwas exakter.

Wenn das Kind unter dem Druck leiden sollte, den die Mutter ja durch ihre Methoden allem Anschein nach ausübt, dann wäre ihm dadurch geholfen, indem man eben das Gespräch mit der Mutter sucht. Um das Kind zu entlasten.

Selbstverständlich wird sie den Stoff nicht besser verstehen aber nun mal ehrlich. Dein Kind lernt wie bessesen und ein paar in der Klasse schreiben immer Bestnoten, nur weil die Eltern Zugriff auf die Arbeiten haben und diese mit ihren Kindern locker "auswendig lernen" können. Das würdest du einfach so schlucken?

Das ist unfair und mir ist da auch wurscht ob man mir Neid unterstellt oder Klassenkeile androht. Es ist einfach nicht korrekt.

BETONENE MÖCHTE ICH AUSDRÜCKLICH! Ich kenne weder die Personen um die es geht, noch die Themenstarterin. Alles was ich also schreibe zu dem Thema ist spontan aus dem Bauch heraus. So empfinde ich es nunmal und da habe ich keine Skrupel so etwas anzuprangern. Weil es schlicht und ergreifend unehrlich ist.

Wir reden hier nicht von einem kleinen Spickzettel oder sonstigen Mogeleien. Es ist schlicht und ergreifend Betrug. Wenn für die meisten hier der Zweck die Mittel heiligt - ok, deren Verständnis von Moral. Meinst ist es nunmal nicht.

Grüße
Barbarelle

Beitrag von parzifal 17.12.09 - 10:44 Uhr

"dann wäre ihm dadurch geholfen, indem man eben das Gespräch mit der Mutter sucht. Um das Kind zu entlasten. "

Dem stimme ich voll zu. Das Kind steht unter zu großem Druck.

Nur der Weg über Denunziation bem Lehrer halte ich nicht für richtig.

Allenfalls eine Drohung bei der Mutter dies zu melden, um eine Änderung herbeizuführen käme eventuell in Frage.

Und man darf auch nicht vergessen. Es ist nicht illegal sich ALTE Prüfungsaufgaben zu besorgen. Es wäre Sache des Lehrers für jede Prüfung neue zu entwerfen.

Man stelle sich vor auf der Uni würden jedes Jahr die gleichen Klausuren geschrieben?

Dass es dem Kind lerntechnisch nichts bringt ist, ist klar.

Beitrag von barbarelle 17.12.09 - 11:49 Uhr

Hallo Parzifal,

so - nun kommen wir doch der Sache etwas näher ;-) .

Wenn ich mal von unserer Lehrerin ausgehe, die sehr engagiert ist und alle Kinder in ihrer Klasse liebt, wäre sie für mich der erste Weg, wenn ich so etwas feststelle.

Nicht im Sinne von Denunziation, sondern weil ich wüsste, dass die Lehrerin sehr taktvoll in einem Elterngespräch auf die Sorgen der Mutter eingehen würde und dem Kind dadurch helfen könnte.

Wie hier schon angemerkt wurde, müsste ihr ja theoretisch auffallen, dass das Kind in den Tests immer Bestnoten schreibt aber im Unterricht Defizite hat.

Ob die Lehrerin in diesem Fall ähnlich wäre, weiss ich nicht. In unserer Schule haben wir damit die besten Erfahrungen.

Wir hatten z.B. ein Kind deren Eltern enormen Druck ausübten. Dieses Kind gab den Druck an die anderen Kinder weiter, vor allem an jene, die bessere Noten als es selbst schrieb.

Meine Tochter z.B. fing auf einmal an schlechte Noten zu schreiben, weil "D. gesagt hat, wenn ich besser als sie bin, macht sie mir das Leben zur Hölle".

Seit dem Elterngespräch hat sich die Situation entspannt. Als ich selbst - ausgesprochen freundlich - auf die Eltern zuging, unterstellte man mir und meinem Kind Neid. Selbiges hat die Themenstarterin ja auch erlebt.

Ok, nun habe ich doch mehr geblubbert, als ich eigentlich wollte. Jedoch ist es mir wichtig, selbst in so einem Raum, die Dinge klar zu stellen und "freundlich auseinanderzugehen". ;-)

Grüße
Barbarelle

Beitrag von parzifal 17.12.09 - 12:43 Uhr

Einer sachlichen Diskussion bin ich noch nie ausgewichen.

VG parzifal

Beitrag von use69 16.12.09 - 15:18 Uhr

Hallo,
oh man, das arme Kind...
Stell Dir vor, das Kind kommt wirklich zum Gymnasium und kann den Grundstoff vom Matheunterricht nicht...
Deine Freundin vergrößert meiner Meinung nach die Probleme die ihre Tochter in Mathematik hat nur.
Tut mir leid, ich kann manches Verhalten einiger Eltern nicht nachvollziehen.
Neidisch kann man auf so etwas wohl kaum sein...
Gruß Ursula

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 15:25 Uhr

das kind lernt wahrscheinlich einfach nur alles auswendig.

auweia, das ist ja nun wirklich keine lösung.

spätestens wenn sie die arbeiten nicht mehr im vorfeld kennt,
allerspätestens, wenn sie auf dem gym ist, wird die niederlage kommen.


vllt sollte man erstmal ergründen, warum sie so abgesackt ist.
das kann ja schließlich ursachen haben.
und wenn es am verständnis liegt, dann würde ich professionelle nachhilfe einholen.

Beitrag von stephanieanne 16.12.09 - 15:54 Uhr

Ich denke, es würde schon reichen, wenn meine Freundin regelmäßig üben würde. Ich habe auch mehrfach versucht, mit ihr zu reden, werde aber immer abgeblockt.

LG
Anne

Beitrag von ayshe 16.12.09 - 16:03 Uhr

hm, ist blöde,
das einzige was hilft, wäre schon mal die einsicht deiner freundin :-(

Beitrag von bezzi 16.12.09 - 15:39 Uhr

Sorry, wenn ich jetzt etwas direkt bin, aber das geht Dich doch ÜBERHAUPT NICHTS an !

Für mich liest sich das so, als wärest Du neidisch, dass das Kind der Freundin aufs Gymnasium kann und Deines nicht.

Halte Dich da raus !

Wenn ich dann lese, dass hier die Leute ernsthaft den Tipp geben, es der Lehrerin zu stecken, frage ich mich wirklich wo ich hier bin. #klatsch

Beitrag von stephanieanne 16.12.09 - 15:52 Uhr

Hobbypsychologin am Werk?

Sei ganz beruhigt, ich sehe dem Schulwechsel meiner Tochter (die erst mit der 2. Klasse begonnen hat), sehr sehr entspannt entgegen.

Mir tut das Mädchen unheimlich Leid, da sie von der Mutter sehr unter Druck gesetzt wird und nun unheimlich viele Grundlagen verpasst bzw. nicht so übt, wie sie sollte, da die Lehrerin ja fälschlicherweise davon ausgeht, dass alles okay ist. Das Kind nimmt Schaden. Da soll ich wegschauen, weil es mit NICHTS ANGEHT? Sorry, aber das geht nicht. Nicht, weil ich neidisch bin, sondern weil ich ein GEWISSEN habe.

Wenn bei dir in der Wohnung seit sieben Jahren ein Kind praktisch ein und aus geht, supergut mit deinem Kind befreudet ist, du zu ihm eine Beziehung aufbaust (ich mag die Kleine supergerne) und du siehst sowas, machst du dir dann keine Gedanken? Denkst du dann, das geht mich nichts an? Ich mag nicht wegschauen, denn ich denke, es wird hier, bei vielen, vielen Dingen zu sehr weggeschaut. Meine allerbeste Freunde wurde viele viele Jahre lang von einem engen Familienmitglied sexuell missbraucht und hat sich ein einziges Mal in ihrem Leben einer erwachsenen Person anvertraut, die dann NICHTS tat, weil sie das "nichts anging".

Ehrlich gesagt finde ich deine Anschuldigungen schrecklich und sehr pauschaliert. Warum unterstellst du dir unbekannten Menschen im Netz erst einmal unlautere Motive (Neid)?

LG
Anne

Beitrag von bezzi 16.12.09 - 16:10 Uhr

Ich unterstellte Neid, weil ich mir keinen anderen Grund vorstellen kann, warum man sich in das Lernverhalten von fremden Kindern einmischen sollte.

Die Art und Weise, wann, wie, wo und wie oft ein Kind für die Schule lernt, ist (zum Glück !) SACHE DER ELTERN. Du würdest es anders machen und hast das gesagt, OK. Mehr kannst Du nicht tun.
Für Deinen Vergleich mit Misshandlung oder sexuellem Missbrauch fehlt mir eine Gehirnzelle, um das nachzuvollziehen.

Die Mutter kennt ihr Kind sicher besser als Du. Du hilfst keinem, wenn Du hier den Oberaufseher-Lehrer spielst.

Mir käme überhaupt nicht in den Sinn, den Eltern der Freunde meines Sohnes zu sagen, wann die Ihre Hausaufgaben zu machen haben und wie #kratz

Beitrag von stephanieanne 17.12.09 - 08:30 Uhr

Ich sage ihnen doch gar nicht, wann sie was zu tun haben #klatsch . Wo liest du das denn heraus?

Mein Grund: Ich kenne das kleine Mädchen seit seiner Geburt. Sie ist oft da, weil sie gut mit meiner Tochter befreundet ist. Es ist ein sehr, sehr nettes, sehr sehr begabtes Kind, das mit Sicherheit auch, wenn sie ANGEMESSEN gefördert wäre, direkt aufs Gymnasium steuern würde. Das macht meine Freudin aber nicht. Sie ignoriert die Lernprobleme, die in Mathe aufgetreten sind und kaschiert sie dadurch, dass das Kind die richtigen Lösungen der Mathearbeiten paukt. Dadurch wird der Lehrerin, die ja sonst den Förderbedarf feststellt, ein komplett falsches Bild vermittelt, die gezielte Förderung bleibt aus und es entwickelt sich ein immer größeres Matheproblem.

Natürlich geht meine Freundin damit nicht "hausieren". Ich habe sozusagen "Insiderwissen". Für mich ist es ein Problem, wie ich mit diesem Insiderwissen umgehen soll. Wenn du von einem Fall von sexuellem Missbrauch weißt, hast du auch eine moralische Verantwortung und kannst nicht sagen "das ist Sache der Eltern". Ich fühle, dass ich eine moralische Verantwortung habe. Immerhin weiß ich, dass hier ein systematischer Betrug geschieht.

Ich finde, meine Freundin schadet dem Kind immens. Mein Dilemma ist, dass ich dabei nicht zusehen will. Sie hat ein überdurchschnittlich begabtes Kind, das durch den Druck sehr leidet und durch systematisches Betrügen nicht das bekommt, was es wirklich braucht - eine adäquate Förderung in Mathematik. Das hat mit "Oberaufseherlehrerspielen" nichts zu tun. Mein Motiv - auch wenn du das nicht glauben magst, ist eine ehrliche Sorge um das Kind und seine weitere Entwicklung.

LG
Anne



Beitrag von huddelduddeldei 16.12.09 - 16:04 Uhr

Und der Lehrerin fällt das nicht auf, dass das Kind im Unterricht nichts versteht und in den Arbeiten nur 1er schreibt??? #contra

DAS ist traurig. Wenn die Kinder schon mit solchen besessenen Eltern gestraft sind, dann sollte da doch wenigstens das Lehrpersonal auf solche Widersprüche achten, ohne das aussenstehende petzen müssen.

Beitrag von stephanieanne 16.12.09 - 16:06 Uhr

Das Mädchen ist in Deutsch supergut (sie konnte mit 4 schon Bücher lesen und Briefe schreiben). In Mathematik war sie bisher vor einigen Monaten auch gut.

LG
Anne

Beitrag von bezzi 16.12.09 - 16:11 Uhr

Und woher weißt Du, dass das auf einmal anders ist ?

Beitrag von stephanieanne 17.12.09 - 08:39 Uhr

Weil meine Freundin jede Woche mehrmals hier ist und mit mir über Noten und schulische Entwicklung spricht.
LG
Anne

Beitrag von huddelduddeldei 16.12.09 - 17:50 Uhr

Vielleicht ist es einfach nur ein Durchhänger, weil sie so unter Druck steht?!?!

aber wie gesagt...

Das sie in Deutsch super gut ist hat ja rein gar nichts mit Mathe zu tun und ich finde, dem Lehrpersonal sollte es auffallen, wenn sie im Unterricht und bei den Hausaufgaben Probleme hat und in den Arbeiten nur einsen schreibt.

Beitrag von viofemme 16.12.09 - 18:41 Uhr

Woher bekommt sie denn die Arbeiten, bzw. wo bekommt die Freundin der Freundin sie her?

Ich schlage mir Nächte um die Ohren, um Klassenarbeiten zu konzipieren und dann kann man die einfach irgendwo her bekommen???

Einmal davon abgesehen, dass das Verhalten deiner Freundin natürlich absolut schlecht für ihr Kind ist, finde ich das schon bemerkenswert.
In meinem Bundesland und an meiner Schulform ist es natürlich üblich, dass der Fachlehrer die Arbeiten selber macht - es gibt keine allegemeinen Arbeiten die "drannkommen", wenn man von zentralen Tests wie dem Abitur einmal absieht, die aber unter größten Sicherheitsvorkehrungen erst am Morgen des jeweiligen Abiturs den Schulleitern übermittelt werden.
Man müsste also schon bei mir einbrechen, um vorher an die Arbeiten zu gelangen ;-)

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