Wie kann ich ihr nur helfen...???

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von rockzipfel 16.12.09 - 19:39 Uhr

hallo

meine tochter ist 7 1/2 jahre alt und geht in die erste klasse. sie kommt dort vom stoff sehr gut mit (konnte auch schon mit 5 fast fließend lesen).
leider scheint sie soziale probleme zu haben.
ich schilder das mal in stichpunkten sonst wirds ellen lang...

- schon im kiga hat sie nie eine richtige freundin gehabt
- spielt in den pausen immer alleine und zieht sich in der beträuungszeit zurück
- klassenlehrerin meint, sie wäre im deutschunterricht absolut unterfordert
- spielt nur mit älteren kindern aus der nachbarschaft (so zwischen 9 und 11 jahren)
- glaubt, von ihren klassenkameraden nicht gemocht zu werden
- hat oft bauch- und kopfschmerzen
- sagt immer wieder, ihr kopf sei so voll weil sie immer denken muss
- sie ist unglaublich empfindlich (man muss sie nur schief anschauen und für sie geht eine welt unter...)

so langsam habe ich angst, dass sie ein aussenseiter wird. ich habe schon mit ihrer lehrerin gesprochen und die meinte, meine tochter würde sich das nur einbilden, dass sie keiner mag und bei kleinen, altersüblichen ärgereien überreagieren.

hat jemand einen tip für mich?

lg anna

Beitrag von gunillina 17.12.09 - 06:35 Uhr

Gibt es bei euch so etwas wie die KinderUni? Deine Tochter scheint unterfordert zu sein, also muss sie gefördert werden.
Wenn sie lieber mit älteren Kindern spielt, und die das gern mitmachen, dann fördere das auch.
Ich würde als Mutter viel mit ihr reden, wie sie sich fühlt etc. Kuscheln und so weiter sollte ja nicht extra erwähnt werden müssen:-). Damit sie merkt, dass ihre Gefühle ernst genommen werden. Wenn die Lehrerin von Einbildung spricht, ist deiner Tochter damit ja auch nicht geholfen.
Du zählst da Dinge auf, die auch bei hoch begabten Kindern zutreffen. Und ja, das sind dann oftmals die Aussenseiter. Was an und für sich nicht schlimm ist, solange sie selbst damit zurecht kommen.
Also, ich würde zusehen, dass ich ihr Selbstbewusstsein stärke, indem ich ihr Aktivitäten anbiete, die sie glücklich machen.
Ausserdem würde ich fragen, ob sie im Deutschunterricht vielleicht eine Klasse springen kann und den Unterricht der 2. Klasse besuchen kann? In manchen Grundschulen klappt das gut!
Sicher kannst du auch zum Kinderpsychologen laufen und sie testen lassen. Allerdings denke ich, dass man auch viel erreichen kann, indem man sie im Unterricht mehr fordert (also den Unterricht der 2. Klasse mitmachen lassen) und ihr ansonsten das Gefühl gibt, dass sie okay ist, so wie sie ist.
Sie MUSS ja nicht mit Gleichaltrigen spielen. Aber wenn sie ihr Anderssein belastet, dann braucht sie Unterstützung, das ist klar.
In unserer Klasse war ein Mädchen, das nach den Herbstferien die Klasse gewechselt hat (von der 1. Klasse in die 2. Klasse). Sie war zu Haus total unausgeglichen, wollte ihre Hausaufgaben nicht machen, konnte aber fließend lesen etc. (bereits seit einem Jahr eigentlich; sie ging mit unserem Sohn in den Kindergarten, daher weiss ich das), hat sich ständig gestritten, hat geweint etc. Nun ist sie in der 2. Klasse und wird herausgefordert, denn sie muss so einiges nachholen, Schreibschrift lernen usw. Sie ist viel entspannter und zufriedener geworden. Nur mal so als Beispiel...
Also, sprich mit den Lehrern, vielleicht kann man da in Deutsch etwas drehen?
L G und alles Gute,
G

Beitrag von loonis 17.12.09 - 19:36 Uhr



Huhu Anna,


Deine Tochter ist sicher unterfordert ...warum wird sie von
d. Lehrerin nicht entsprechend gefördert/gefordert???

Unser Sohn geht auch in d.1. Klasse ,ist sehr viel weiter als d.and. Kids ...er liest fliessend 2./3. Lesestufe,kann Schreibschrift ,rechnet im 100er Bereich (alle 4 Rechenarten) ...
Eine Umsetzung in d.2. Klasse haben wir nach kurzer Probe
abgelehnt...Luca fehlt d. nötige Reife.
Die Lehrer geben ihm aber and. Aufgaben (2.-3. KLasse)...das klappt prima ...


Unser Sohn spielt übrigens auch schon immer lieber mit
älteren Kids.

LG Kerstin