Angina Pectoris

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Beitrag von lisamey 16.12.09 - 20:28 Uhr

Hallo,

wie wird diese festgestellt???? Blutwerte?? EKG??? Oder nur bei Belastungs EKG und Herzultraschall???



lg Lieschen

Beitrag von diana1101 16.12.09 - 21:16 Uhr

Angina pectoris kann man nicht feststellen durch Blutwerte oder US oder EKG.

Es ist ein Symptom. Wie Kopfschmerzen.
Nur das die Schmerzen/das Engegefühl in der Brust - Herzgegend sind/ist.

Angina pectoris KANN ein Vorbote für einen Herzinfakt sein - MUSS es aber NICHT.

MfG Diana

Beitrag von glu 16.12.09 - 23:07 Uhr

Naja, man muß ja schon verengte Herzkranzgefäße haben um AP zu bekommen!

Und das kann man wiederum feststellen ... aber im Grunde hast Du schon Recht!

lg glu

Beitrag von lisamey 16.12.09 - 23:49 Uhr

Ja ich schildere mal eben nochmal meinen Fall, kopiere mal was hierein.

möchte Euch mal etwas schildern und wäre schön, wenn ich Eure Erfahrungen mal hören könnte.

Ich habe seit ca 3 Jahren(seit der Geburt unseres Sohnes) immer wieder Verspannungen im BWS Bereich...nur sind die meist gekoppelt mit einem starken Schmerz im Bereich des Brustbeins, ca 4.Rippe vorne.

Nun habe ich ein kleines Wirbelchen im Bereicht 4 Brustwirbel der immer wieder rausspringt. War deswegen schon beim HA der wirklich gründlich ist, Magenspieglung Kardiologe ca vor 1,5- 2 Jahren (o.B.), seit dem war ich aber wegen Beschwerden bei ihm die immer dieselben sind, Schmerzen im BRustbreich, nicht richtig durchatmen können, Schulter schmerzen und Schmerzen die in den Arm ziehen.

War auch schon auf sein anraten beim Osteopathen, und beim Orthopäden Mrt gemacht HWS, Vorstufe Bandscheibenvorfall, Osteopath bin ich immernoch in Behandlung, er sagt ich bin verspannt ohne Ende, hat mein Zwerchfell schonmal entspannt und nun sind schonmal die Verspannungen im Zwerchfell besser, so das ich gut durchatmen kann...nun hatte ich in den letzten 3 Jahren immer wieder Probleme wo ich ins KH (in unterschiedliche weil mir das schon unangenehm ist, die denken doch ich spinne) gefahren bin, wenn die Schmerzen so schlimm waren das ich echt, da links, Angst hatte ich hätte einen Herzinfarkt...aber die Befunde sind immer top ...und seit zwei Wochen ist es wirklich arg...Schmerzen die von der Schulter runter und vorne in die Brust, und in den Arm ziehen...zwei Tage hintereinander so schlimme Schmerzen das ich ins KH gefahren bin, mal Abends und heute da Mittwoch und HA nicht da auch...verschiedene KH, Blutwerte im Bezug auf´s Herz, Ruhe EKG alles top

Kann es denn wirklich sein, das sich wirklich alles um diese b.löde Wirbelsäule dreht??? Also das nimmt mir wirklich schon ein Stück Lebensqualität...werde das wohl nochmal vom Kardiologen abklären lassen, auch wenn das erfahrungsgemäß, ja schon sooo oft war, das wenn es wohl was am Herz wäre, man schon irgendwas sehen müsste oder???

Sogar in Meran, in Urlaub, war ich schon im KH, und selbst da alles top, obwohl große Schmerzen...

Wenn ich mich auf die rechte Seite lege und Ruhe,dann wird es besser...muss dazu sagen, das ich auch einen großen Busen habe (sind ja unter Mädchen :) E Körbchen...

Wäre nett, wenn Ihr nicht denkt ich bin ein Hypochonder, denn die Schmerzen sind echt nervig.

Ganz liebe Grüße und sorry ist was lang geworden.

lg Lieschen

PS: Ach habe vor 4 Jahren das Rauchen aufgehört, trinke keinen Aklohol, niedriger Blutdruck, 105/75 ca. ernähre mich gesund....WW halt


Habe demletzt schonmal hier reingeschrieben, aber naja eben nochmal....

Beitrag von fascia 17.12.09 - 11:11 Uhr

Klar, Lieschen,

kann das alles mit dem großen Busen und der Wirbelsäule zusammenhängen.
Nachdem du oft und gründlich auf das Herz untersucht worden bist, ist es auch viel wahrscheinlicher, dass du eher ein Mißspannungs- als ein Herzproblem hast.

Für einen Hypochonder würde ich dich sicher nicht halten.

Gezielte Rückenschule und Entspannungsübungen - machst du sowas? Das wäre wichtig.

Und ich habe ein paar Frauen erlebt, die eine Brustverkleinerung (medizinische Indikation: Rückenschmerzen) haben durchführen lassen. Eine von ihnen hatte außer ihren Schmerzen eine üble Migräne. Auch die hatte sich danach deutlich gebessert.
(Ich bin kein OP-Freak, aber manchmal ist es eine Überlegung wert.)

Gute Besserung, fascia.

Beitrag von lisamey 17.12.09 - 11:27 Uhr

Hallo fascia,

vor allem denke ich, ich bin ja nie zweimal beim selben Arzt gewesen...wäre ich nun immer bei einem gewesen hätte ich gesagt ok, wechlse mal, aber so .... ich habe auch jetzt permanente Schmerzen von HWS runter bis BWS, über die Schultern...war gestern bei Deinem Kollegen, das hat zwar sehr gut getan, aber heute fühle ich mich ein wenig gerädert.

Danke für Deinen tollen Kommentar

Lieschen

Beitrag von myimmortal1977 16.12.09 - 21:31 Uhr

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Angina-pectoris/Diagnose/

Beitrag von fascia 17.12.09 - 09:35 Uhr

Hallo Lieschen,

um A.p. zu vermuten und dann zu belegen, ist zunächst die Schilderung des Menschen interessant, die sog. Anamnese. Wann treten die Beschwerden auf und wie stellen sie sich dar. (Bei Belastung, Aufregung, zuviel Essen, oder in Ruhe und bei Belastung - Schmerzen an dieser oder jener Stelle, Beklemmung, oder sogar Atemnot usw. sowie die typische Dauer eines A.p.-Anfalls von 3 min - 15 min und die Tatsache, dass die Beschwerden sich - i. Ggs. zu anderen Herzproblemen - bei der Gabe von Nitrospray sofort bessern.)
Dann schaut man, ob außerdem Symptome vorliegen, die Hinweis auf andere mögliche Störungen/Erkrankungen geben, welche ebenfalls A.p.-ähnliche Symptome mit sich bringen.
(Andere Herzerkrankungen, Lungenfell- u.a. Lungenprobleme, Gefäßveränderungen usw. werden dann abgeklärt, um diese auszuschließen - oder um sie bestätigt zu bekommen. Daher kommen eine ganze Reihe von Untersuchungen in Frage, die nicht immer alle dran kommen müssen. Einige davon machen also nur (oder immerhin) eine indirekte Aussage zur Angina pectoris.)

A.p. ist das Leitsymptom der sog. koronaren Herzkrankheit. Es besteht ein Versorgungsmangel des Herzmuskels mit Sauerstoff, wenn die Arterien, die das Herz versorgen, nicht mehr so elastisch oder in anderer Weise "gestört" sind. Welcher Art diese Störung ist, gilt es herauszufinden. Dazu gehören dann die verschiedenen EKGs (Ruhe-, Belastungs-, LangzeitEKG / Ultraschall und die Darstellung der Gefäße des Herzens und seiner Umgebung.)
Durch zusätzliche Untersuchungen des Blutes (und des Urins), des Blutdrucks u.a. kommt man der Ursache für diese Durchblutungsminderung des Herzens auf die Spur.
Danach läßt sich dann eine Therapie ansetzen, die diese Durchblutung wieder verbessern soll, so dass auch die Schmerzen der A.p. weniger werden.

Uhhh...Roman...,
#klee, fascia.