Habe Angst vor meinem Sohn...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von isola_rossa 16.12.09 - 21:10 Uhr

Hallo,

mein Kleiner (2,5 J) macht mir manchmal richtig Angst: Jedes Mal wenn wir rausgehen wollen/müssen, macht er einen Riiiesenterz, wenn es um das Anziehen geht!
Er tritt dann um sich und wird entsetzlich wütend, brüllt, kratzt, macht sich steif...etc.
Ich habe immer schon richtig Angst vor dieser Situation und verkrampfe mich schon bei dem Gedanken daran, überlege mir jedes Mal 5x vorher, ob wir wirklich raus müssen.
So ist es überhaupt jedes Mal, wenn wir etwas machen, was IHM nicht passt. Besonders natürlich, wenn er müde ist.
Bin da wirklich mit meinen Nerven am Ende.

Außerdem möchte er den ganzen Tag irgendwie bespielt werden. Ich habe Haushalt, Wäsche, Bürokram etc zu machen, möchte auch mal Telefonieren und er kommt immer an und sagt, ich solle mit ihm spielen (am liebsten Auto) -ganz lange.
Mache ich es nicht, habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht kümmere, mache ich es, bin ich unzufrieden, dass ich zu nichts anderem komme -den ganzen Tag. Er macht übrigens keinen Mittagsschlaf mehr...

So, genug der Heulerei -sorry, ist lang geworden! :-(

Beitrag von bonny89 16.12.09 - 21:19 Uhr

spielt er denn mit anderen kindern?
Wenn ich meinem großem erzähle auch 2,5jahre das wir zu den kindern gehen spielen (mutterkindgruppe) dann freut er sich immer riesig und kann es kaum erwarten nach draußen zu kommen.
LG

Beitrag von tosse10 16.12.09 - 21:19 Uhr

Hallo,

das hört sich nicht gut an. Da hätte ich auch wenig Lust auf raus gehen, wenn es jedes Mal ein Drama ist.

Das immer bespielt werden wollen, das kenne ich zu gut. Unser ist zwar noch viel jünger, aber es ist total anstrengend. Bin derzeit auch wirklich genervt davon. Ist er denn schon so weit, dass er verstehen kann das er auch mal warten muss? Vielleicht kann man ihm erklären, "ich mache jetzt zuerst das hier fertig und dann spielen wir etwas."
Wir versuchen es momentan mit "festen Spiel- und Kuschelzeiten". Morgens nach dem Frühstück spielen wir eine halbe Stunden zusammen in seinem Zimmer. Zwischen Mittagessen und Mittagschlaf (den hält er ja noch) wird gekuschelt, oder Bücher angeguckt. Irgendwas ruhiges. Nach dem Mittagschlaf geht es je nach Wetterlage kurz oder länger nach draussen. Stehen noch Einkäufe oder so an, dann wird das gleich mit erledigt. Anziehen ist bei uns nämlich auch kein Spaß. Abends zwischen Abendessen und Schlafengehen ist wieder Zeit für ihn. Zuerst wird gespielt und dann noch was vorgelesen oder etwas Musik gehört.

In der Zwischenzeit muss er sich alleine beschäftigen oder darf mir (so weit das sich bewerkstelligen lässt) helfen. Manche Tage klappt das super, andere gar nicht.

LG

Beitrag von ann-mary 16.12.09 - 21:40 Uhr

Hi,

mein Sohn ist zwar noch keine 2 1/2 Jahre, sondern erst 22 Mon., aber auch er ist extrem anhänglich in den letzten Wochen. Er folgt mir bis auf die Toilette und spielt auf dem Badezimmerteppich.

Mein Sohn macht seit dem 20. Lebensmonat kein Mittagsschlaf mehr und ich weiß daher wie anstrengend so ein kleiner Knirps sein kann.

Zum Glück gibt es aber auch Momente wo er doch einige Zeit für sich spielt oder doch mal einen Mittagsschlaf macht. :-)

Wir sind für unsere Kinder keine Animateure, wir müssen sie nicht 24 Stunden rund um die Uhr beschäftigen.

Also ein schlechtes Gewissen brauchst du m.E. nicht zu haben, wenn du deinem Sohn erklärst, dass du jetzt auch mal arbeiten mußt.

HG ann und jan, morgen 23 Mon. :-)

Beitrag von schwarzesetwas 16.12.09 - 21:55 Uhr

Du hast Angst. Genau das ist das Problem.
Das merkt er und drückt jedesmal wieder auf den richtigen Punkt bei Dir.

Butter bei de Fische oder so:
Setz Dich durch.

Kein Kind braucht den ganzen Tag bespielt werden, das ist Anerziehung.
Umso früher das ein Kind lernt, desto besser.

Versuch ihm das rausgehen schmackhaft zu machen. Erzähl ihm doch mal von den tollen Sachen, die er draußen sieht!
Wenn das nicht zieht: Geh allein. Wenn er absolut nicht will - spätestens wenn Du pro Forma Dich anziehst, ihn versuchst anzuziehen und dann gehst, brüllt er und will mit.
Erkläre es ihm dann und gut!

Ich hab bei meinm Kind(ern) viel erreicht, indem ich sie einfach ernst nehme. Ihre Gefühle (auch bei Trotzmomenten), Worte usw.
Allerdings ist irgendwann auch gut. Das wissen sie auch.

Lg,
Sandra

Beitrag von venuscassandra 17.12.09 - 14:16 Uhr

Huhu,

jaha das hat unsere Tochter auch mal probiert... aber ich bin in solchen Sachen echt rigoros geworden...
Sagst du ihm denn früh genug Bescheid wenn ihr rausgehen wollt?? Ich habe mir angewöhnt immer schon 1/2 Stunde eherr anzukündigen, dass wir gleich rausgehen und sage gleich mit dazu was wir dann machen müssen (Schuhe anziehen/Jacke anziehen/Schal u. Mütze anziehen...)
Wenn sie trotzdem bocken sollte mache ich 2 Ankündigungen (... dann gehe ich alleine und du bleibst hier) und beim dritten Mal mache ich es auch (nicht wirklich aber ich bin schonmal angezogen vor die Tür und habe diese zugezogen) was meinst du wie lange sie brauchen um zu kapieren, dass du es wirklich machst... bei unserer hat es funktioniert!!!
Und mit dem selbstbeschäftigen mache ich es genauso... in der Zeit wo ich etwas im Haushalt mache erwarte ich von Lea, dass sie etwas alleine macht... klappt das gut (habe mit ein paar Min angefangen und es stetig gesteigert... hat es gut geklappt lobe ich sie und wir machen was tolles zusammen... klappt es nicht erledige ich noch etwas anderes im Haushalt...

LG
Sandra