Zappelkind

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von tyark 16.12.09 - 21:55 Uhr

Hallo
Unser Sohn 2,5 jahre egal wo wir hin kommen wir werden immer angesprochen weil er so zappelich ist.. unser kinderarzt mein wir haben halt ein aktives lebhaftes kind.. andere meinen wir wären nicht streng genug o. er kennt keine grenzen.. was nicht stimmt. wir sind schon streg.. Wir werden auch oft auf ADS angesprochen.. manchmal ist es so schlimm das ich ihn festhalten muss damit er sich nicht weh tut.. und ich will auch wirklich nicht den ganzen tag mit ihn schimpfen.. wenn wir zum spielen sind. Aber er vergisst sich auch wirklich schnell mir kommt es so vor als wenn er in einer anderen welt ist ??
LG Tanja

Beitrag von any1978 17.12.09 - 10:45 Uhr

Hallo,
meine Tochter ist im gleichen alter und ist genau so! Mich stört es eigentlich nicht ,ich muß zwar immer hinter ihr her aber ich kann damit leben! Sie ist eigentlich nur ruhig wenn sie Schläft oder sie ne tube Creme gefunden hat(dann wird alles eingecremt)#rofl . Was mir ne zeit lang zu schaffen gemacht hat war die außenwelt ,da kamen auch immer so sprüche "Unmögliches Kind" "Du mußt Strenger sein" und und und .Da hab ich krampfhaft versucht sie zur ruhe zu bringen was genau das gegenteil bewirkt hat#aerger Irgendwann hab ich mir gedacht , Sch... drauf ,meine Motte ist süß schlau immer glücklich und halt WILD und so lange wir gut damit leben können sind die sprüche der anderen TOTAL EGAL!!Sie ist halt Prinzessin Sausewind und das ist auch gut so!

Beitrag von bine3002 17.12.09 - 11:38 Uhr

Ich denke, dass Du in diesem Alter noch nicht mal über AD(H)S nachdenken solltest. Man kann das sowieso erst sehr viel später feststellen, insofern würde ich daran keinen Gedanken verschwenden.

Mit 2,5 ist ständiges Zappeln noch durchaus normal. Meine Tochter war genauso. Jetzt, ein Jahr später, ist sie schon sehr viel ruhiger geworden. Allerdings sind Restaurantbesuche noch immer sehr schwierig und wenn wir Besuch haben, scheint es ihr auch schnell zu langweilig zu werden.

Bei meiner Tochter war dieses Zappeln sehr extrem auch in den Abendstunden. Sie kam eigentlich nie zur Ruhe. Im April wurde dann eine Schilddrüsenunterunktion festgestellt. Durch die Behandlung wurde sie zumindest abends viel ruhiger, obwohl die Symptome (Zappeln) eigentlich untypisch sind.

Ich denke aber, dass wir einfach auch sehr lebhafte Kinder haben. Die haben unhimlich viel Energie und Power und die muss raus.

Meine Tochter geht - auch deswegen - in einen Waldkindergarten. Dort kann sie sich vormittags richtig austoben und es tut ihr sehr gut. Die kleinere Gruppe, die Ruhe im Wald und die Bewegung braucht sie einfach.

Beitrag von evaundpaul 17.12.09 - 15:06 Uhr

Hallo,
ich kenne ein Kind, das war auch so, bis man festgestellt hat, dass er an Neurodermitis leidet. Diese war noch in Ihm und brach nicht aus, aber machte Ihn so nervös, dass er ständig in Bewegung war! Es wurde dann erst festgestellt, als sich seine Finger schuppten, nachdem er Scharlach hatte.
Seither wird er jeden Tag 2 mal eingecremt, am ganzen Körper, gegen den Juckreiz. Und er ist ein komplett anderes Kind geworden und bleibt sogar beim Essen sitzen.
Vielleicht bringt ja das cremen auch so was? Ich meine, wenn mich jemand 2 mal am Tag eincremen/massieren würde, da würde ich mich auch wohl fühlen!?
Gruss, Eva

Beitrag von spinat76 17.12.09 - 19:47 Uhr

Hallo,

ich habe auch so ein Zappelkind. Meins wird bald 5. Sie war schon immer so zappelig. Kann keine Minute am Stück still sitzen. Selbst im bett bewegt sie sich noch wie ein kleiner Hamster im Laufrad.

Wir gehen nun seit einer Weile zur Ergotherapy. Dort soll sie auch lernen etwas in Ruhe zu machen. Motorisch ist sie megaweit. Kein Wunder. Aber was die Konzentration betrifft hat sie Schwierigkeiten. Weil sie eben nie Zeit sich etwas genauer anzusehen.

Die Therapeutin meint ein "Durchschnittskind" braucht mal Impulse und dann wieder Ruhe. Bei meiner Tochter scheint es als braucht sie alle paar Sekunden neue Impulse.

Dieses Gerammel, Gerenne, Gezappel macht mich manchmal wahnsinnig und steckt nun leider immer öfter auch ihren kleinen Bruder (2,5) an. Der ist sonst eher ruhigerer Natur.

Sowas wie ADHS wird frühestens im Schulalter in Betracht gezogen. Ich hoffe noch dass meine Maus das nicht hat und einfach nur ne Zappellise ist und sich das gibt.

Frag doch mal Deinen Kinderarzt was er von Ergothearpy hält.

Beitrag von alpenbaby711 17.12.09 - 19:57 Uhr

Also ADHS kann nicht mehr erst im Schulalter festgestellt werden, das ist inzwischen überholt aber wird von vielen Ärzten noch so praktiziert.
Ela

Beitrag von 3erclan 18.12.09 - 01:31 Uhr

STimmt meine wurde mit nicht mal 4 Jahre getestet und mit 4 Jahren bekamen wir die Diagnose.

Beitrag von alpenbaby711 18.12.09 - 11:06 Uhr

Meiner mit 4.5 Jahren war sehr gute Ärztin. Mein Sohn hat noch Entwicklungsverzögerung und ne Wahrnehmungsstörung.
ela

Beitrag von marion2 22.12.09 - 18:26 Uhr

Es gibt auch Ärzte die ADS für eine völlig überalterte Diagnose halten und das gar nicht diagnostizieren.

Beitrag von alpenbaby711 22.12.09 - 19:46 Uhr

Also ich kenn auch so einen Arzt der sich damit wenig beschäftigt. Na ja hab meinen Kinderarzt gewechselt ( aber wegen was anderem) und bin nun bei einem Allgemeinen ( bitte keine Diskussion darüber ob ein Kinderarzt besser wäre) der eigentlich recht gut ist aber es nicht so sehr mit ADHS hat. Aber gut dafür hab ich ja dann andere. Und so paßt es auch bei mir. Ich hab leider auch ein betroffenes Kind wo aber gerade noch aussteht ob es nicht zusätzlich auch noch an einer Unterform von Autismus leidet.
Früher dachte ich auch das ADHS inzwischen immer mehr Mode ist ( wird es bei einigen auch sein, jedoch nicht bei allen) und manche Kinder höchstens ne Schelle bräuchten um wieder rund zu laufen.
Inzwischen weiß ich auch vieles besser.
Ela

Beitrag von marion2 23.12.09 - 16:29 Uhr

Was man glaubt zu wissen, kommt immer drauf an, welcher Quelle man folgt. Lies mal:

http://www.mwenke.de/ADHS_Vortrag_Schwerin.pdf

http://www.ads-kritik.de/MTA%2010%20Jahre%20spaeter

Marion

Beitrag von alpenbaby711 23.12.09 - 20:06 Uhr

Mir ist klar das es oft auf die Quelle ankommt, aber das mit den Wachstumsstörungen verläuft sich in der Regel wieder und eine Psychotherapie schlägt in der Regel gar nicht richtig an wenn das Kind vorher nicht medikamentös eingestellt ist. Ich muss aber sagen egal was wer sagt ich traue in erster Linie meinem Gefühl.
Ela

Beitrag von kidsworld 23.12.09 - 21:13 Uhr

Hallo,
mein Sohn wird in einer Woche 3 und ist ebenfalls ein Zappelkind.

Als er zwei Jahr alt war, hatten wir sehr viele Feiern und mein Kleiner hatte sich in dieser Zeit (3Wochen) von einem Engel in ein kleines Teufelchen gewandelt. Ich hatte meinen Sohn von da an sehr intensiv beobachtet:

Mir viel auf, dass er auf bestimmte Lebensmittel so negativ und aktiv reagierte -Meist Zuckerhaltiges... er war dann immer sehr laut und agressiv gegen seine Geschwister.

Ich hatte ihn dann von allem Zuckerhaltigem fern gehalten und er war wieder ruhiger

Es ist aber nicht nur der Zucker, weiteres muss ich noch rausfinden

LG