wer zahlt den mutterschutz vor der geburt?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tiger00 16.12.09 - 22:12 Uhr

HI,

meine frage steht ja schon oben. bin seit dem 11.11. in Mutterschutz und habe absolut kein Geld bekommen. Das Mutterschutzgeld nach der Geburt zahlt ja die Krankenkasse, aber in der Zeit davor muß doch eigentlich der Arbeitgeber zahlen, oder?

Bin irgendwie etwas durcheinander.
Als unser erster Sohn kam, gab es noch nicht das neue Gesetz mit dem Elterngeld etc. und somit kennen wir uns da jetzt nicht so gut aus.

glg mel

Beitrag von seikon 16.12.09 - 22:13 Uhr

Welches Arbeitsverhältnis hast du denn?
Geringfügig beschäftigt? Teilzeit? Vollzeit? Selbstständig?

Hast du vor dem Mutterschutz wieder gearbeitet, oder bist du von einer Elternzeit nahtlos in den neuen Mutterschutz gegangen?

Und wie bist du Krankenversichert? Freiwillig? Pflichtversichert? Familienversichert?

Beitrag von tiger00 16.12.09 - 22:18 Uhr

ui soviele fragen,

also ich bin seit juli wieder familienversichert, da unser sohn 3 jahre wurde.

habe in den 3 jahren auf 400 euro basis also geringfügig beschäftigte in meiner firma gearbeitet bis eben jetzt zu dem 11.11.

Beitrag von seikon 16.12.09 - 22:23 Uhr

Hmmm, also wenn du familienversichert bist, dann hast du keinen Anspruch auf die 13 Euro p.T von der Krankenkasse.

Du kannst bei der Bundesknappschaft ein einmaliges Mutterschaftsgeld in Höhe von 210 Euro beantragen, wenn du in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis stehst.

Die Differenz zu deinem Minijob Nettogehalt muss ganz normal der Arbeitgeber gemäß § 14 Mutterschutzgesetz tragen.

Beitrag von hebigabi 16.12.09 - 22:21 Uhr

Können Mini-Jobberinnen das Mutterschaftsgeld der Krankenkasse erhalten?

Nein. Nur wer ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis (mindestens also einen "Midi-Job", siehe unten) ausübt, erhält von seiner Krankenkasse ein kalendertägliches Mutterschaftsgeld von 13 Euro. Dieses wird in der so genannten Mutterschutzfrist - sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung - gewährt. Insgesamt kommen dabei mindestens 1287 Euro zusammen.

Das Mutterschaftsgeld steht Arbeitnehmerinnen jedoch nur zu, wenn sie persönlich Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung sind. Eine Familienversicherung über den Ehepartner zählt dafür nicht. Statt des Geldes von der Krankenkasse gibt es für Mini-Jobberinnen nur das niedrigere Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt. Dieses zahlt auf Antrag einmalig 210 Euro.

Du musst nach der Geburt direkt Elterngeld beantragen, da du es dann ab dem Geburtstag bekommst.

Anspruch auf Mutterschutzgeld hast du NICHT!

LG

Gabi

Beitrag von rotihex 18.12.09 - 12:51 Uhr

Hallo hebigabi,

auch Minijobber können Mutterschaftsgeld erhalten, und zwar dann, wenn sie selbst (freiwillig) versichert sind.

Im Falle der TE hast du aber natürlich recht. Sie dürfte nur die 210€ bekommen, da sie familienversichert ist.

LG
rotihex, Minijobberin mit Mutterschaftsgeld ;-)

Beitrag von myimmortal1977 16.12.09 - 23:11 Uhr

http://www.123recht.net/forum_topic.asp?topic_id=71910&ccheck=1