Sprecht ihr alles an? Kiga-Frage.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 07:03 Uhr

Hallo,

als ich gestern meine Tochter (5) vom Kiga abholte, kam ein Mädchen aus ihrer Gruppe und erzählte mir, dass Celine von T. (Junge) geschubst wurde und geweint hat und das J. (Erzieherin aus anderer Gruppe) zu ihr gesagt hat, sie soll nicht so rumjammern.

Ich hab dazu erstmal nichts weiter gesagt. Eben im Bad hat Celine vor sich hin gebrabbelt: Böser T. Da hab ich sie nochmal gefragt, was gestern los war. Sie waren mal wieder alleine im Zimmer und T. hat ihr einen Baustein weggenommen. Als sie ihn versucht hat wieder zu holen, hat er sie geschubst und sie ist neben dem Tisch auf den Popo gefallen und hat geweint.

Da kam J. und sagte schon laut beim Herankommen: Wer heult denn da schon wieder?
Sie hat auch meine Tochter nicht gefragt warum oder hat sie weiter beachtet und als meine Tochter immer weiter geweint hat, hat sie dann zu ihr gesagt: Jammer nicht so rum.

Das regt mich gerade soooo auf. Kann man nicht einfach mal fragen, warum jemand weint und dann einfach sagen: Na, komm. Ist nicht so schlimm.
Damit wärs sicherlich auch wieder gut gewesen.

Jetzt überleg ich, ob ich es anspreche im Kiga. Gestern hab ich noch gedacht. Naja, da muss meine Tochter durch, im Kiga wird schonmal geschubst. Und auch mal weinen gehört dazu. Ich finde es auch nicht notwendig, dass jedes Weinen überschwänglich getröstet wird. Aber was ich eben gehört hab, finde ich schon bissl sehr ignorant.

Würdet ihr es ansprechen oder euch sagen: Schwamm drüber, diese J. ist eh nur sehr selten bei meiner Tochter in der Gruppe.

Danke schonmal für eure Meinungen.

lg Sandy

Beitrag von galeia 17.12.09 - 07:22 Uhr

Mein Kind geht seit 3 Jahren und 5 Monaten in den Kiga und ich habe noch NIE einen Grund gehabt, etwas im Kiga anzusprechen. Das hilft dir zwar nicht weiter, nach der Beschreibung der Situation würde ich aber vermutlich auf die Erzieherin zugehen und sie freundlich nach der Situation befragen.

LG H.

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 07:34 Uhr

Danke für deine Meinung.

Ich hatte bisher auch erst einmal einen Grund etwas anzusprechen. Da wurde Celine von einem Förderkind (der Junge hatte mehrmals Ausraster am Tag) beim Essen mit einer Gabel bedroht mit den Worten: Ich stech dir die Gabel in die Fresse.
Das hab ich angesprochen, weil ich wissen wollte, ob für die Sicherheit meiner Tochter garantiert ist. Sie haben mir gesagt, dass eine Erzieherin mit am Tisch sitzt. Nachdem diese Erzieherin dann mal so doll den Löffel von dem Kind abbekommen hat, dass sie geblutet hat, wurde der Junge dann aus dieser Gruppe genommen.

lg Sandy

Beitrag von criseldis2006 17.12.09 - 07:47 Uhr

Hallo,

Laura geht seit fast 2 Jahren in den KiGa. Zuerst in die Krippengruppe, jetzt in die Tagesgruppe.

Ich habe erst einmal was gesagt. Solche "Banalitäten" würde ich nicht ansprechen. Die Kinder gehen in den KiGa, um das Sozialverhalten zu lernen (unter anderem), da gehören solche Sachen, wie Spielsachen wegnehmen nun mal dazu.

Die Erzieherinnen sind auch nur Menschen, die Eine sieht es als nicht so schlimm, die Andere wertet alles schärfer. So ist das nun mal.

Solche "Angelegenheiten" überlasse ich den Erzieherinnen. Denn die sind vor Ort und können die Situation beurteilen. Sie sind da, um den Kindern Grenzen aufzuzeigen.

LG Heike

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 08:52 Uhr

Hallo Heike,

ich weiß nicht, ob du es falsch verstanden hattest. Ich wollte nicht die "Banalität" ansprechen, dass sie geschubst wurde bzw. was weggenommen wurde. Sowas passiert tagtäglich im Kiga.

Ich habe gefragt, ob ihr es ansprechen würdet, dass die Erzieherin sie angemeckert hat, sie solle nicht so rumjammern, als Celine geweint hat.

lg Sandy

Beitrag von arienne41 17.12.09 - 08:06 Uhr

Hallo

Deine Tochter ist 5 Jahre und hätte selber sagen könne warum sie weint.

Gruß Arienne

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 08:55 Uhr

Hallo Arienne,

da gebe ich dir vollkommen recht und genau das habe ich ihr auch heute morgen gesagt.

Das Problem ist aber leider, dass meine Tochter in solchen Momenten immer sehr schüchtern ist und nichts mehr sagt. Sie traut sich das oft nicht bei ihrer Haupttante und dann gleich gar nicht bei einer fremden Tante. Leider.

Finde das auch immer nicht schön und sage ihr immer, dass ihr die Leute ja nicht helfen können, wenn sie nie was sagt.

Wenn J. sie gefragt hätte, warum sie weint, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, ob Celine was gesagt hätte, aber von sich aus würde sie nie was sagen.

lg SAndy

Beitrag von cludevb 17.12.09 - 08:52 Uhr

Hi!

Hmmm ist jetzt nicht gerad die dollste Situation... aber extra ansprechen würd ichs nicht, da deine Tochter ja schon 5 ist, sollte sie wissen, wie sie sich zur Not wehren darf - man muss sich ja nicht alles gefallen lassen, gerad wenn ein Kind einen auf dem Kieker hat... das hat es nämlich nur, wenn es weiß dass das andere Kind (deine Tochter) sich alles gefallen lässt und dann die Reaktion (heulen) auch noch toll findet!

Wenn mein Zwerg geschupst oder gehauen wird sagt/ruft er laut "lass das, ich will das nicht"... wenn weder der Junge noch Erzieherin hören bzw auf dem Spielplatz ne Mutter, und er wird NOCHMAL geschuppst oder gehauen, darf er gleiches mit gleichem vergelten!
Das andere Kind merkt: mist, mit dem kann ichs nicht machen und lässts sein!
... das gilt übrigens nicht für beissen und solche sachen die ich unter "heftig" einstufe, da ist doch "petzen" angesagt #schein

Die Erzieherinnen sind nunmal nicht überall und bekommen alles mit und ich will weder, dass mein sohn eine "petze" wird und wegen jedem pieps zu mir oder erzieherin hinläuft oder dass er eine "heulsuse" wird!

und obs ein junge oder mädchen ist, ist bei diesem thema meiner meinung nach egal ;-)

LG Clude, Lukas (3) und Michel (8 Mon)

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 09:02 Uhr

Hallo Clude,

das Celine geschubst wurde, ist überhaupt kein Thema. Das passiert. Normalerweise versteht sie sich mit dem Jungen gut. Aber das ist auch überhaupt nicht das Thema, was ich meinte. Ich wollte doch gar nicht, dass sie ihn verpetzt oder er von der Erzieherin ermahnt wird. Finde es nur nicht so toll, dass meine Tochter angeranzt wird, sie solle nicht so rumjammern, weil sie auf dem Boden sitzt und weint, egal warum.

lg Sandy

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 08:59 Uhr

Hallo,

muss nochmal was erklären. Ich habe natürlich nicht vor, anzusprechen, dass Celine geschubst wurde oder irgendwas weggenommen wurde. Das ist doch totaler Quatsch. Celine geht seitdem sie 2 Jahre alt ist in diesen Kiga und wurde bestimmt schon oft geschubst, genauso wie sich sicher auch schon andere Kinder geschubst hat.

Ich fand es nur nicht so schön, dass sie von der Erzieherin geschimpft wird, weil sie weint. Ein Kind wird doch wohl mal weinen dürfen, wenn es fällt, ob nun weil es geschubst wurde oder weil es selber fällt.

Sie wurde aber geschimpft mit den Worten: Jammer nicht so rum.

lg Sandy

Beitrag von woodgo 17.12.09 - 10:51 Uhr

Halloo, Deine Tochter ist 5 Jahre alt und bekommt das nicht selber geregelt? Ich würde es nicht ansprechen, vermutlich machst Du Dich damit lächerlich#kratz

LG

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 11:20 Uhr

Was bekomm ich nicht selber geregelt?

Beitrag von woodgo 17.12.09 - 11:30 Uhr

Nicht Du, Dein Kind! Auch wenn sie schüchtern ist, sie ist 5 und sollte zumindest sagen können, was los ist. Was machst Du, wenn sie in die Schule kommt?
Ich meine das nicht böse, aber sie muß schon selber reagieren, nicht Du, zumindest in einer solch "einfachen" Situation.

LG

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 11:38 Uhr

Ja, das frag ich mich auch. Ich hab ihr schon oft gesagt, dass sie den Mund aufmachen muss, wenn was ist, weil wir alle keine Hellseher sind. Aber selbst bei mir sagt sie manchmal nichts. Hab das schon oft mitbekommen, vor allem wenn wir in der Öffentlichkeit sind, dass sie sich irgendwie weh tut (stoßen, Finger einklemmen oder so), anfängt mit den Tränen zu kämpfen, aber nichts sagen will. Mir kommt das manchmal so vor, als ob ihr das peinlich ist, dass sie weinen muss. Zu Hause geht das eigentlich, aber vor anderen Leuten ist das schlimm.

Zum Glück ist sie gerade erst 5 geworden und hat noch bis übernächstes Jahr Zeit, eh sie in die Schule kommt. Vielleicht gibt sich diese Schüchternheit bis dahin noch ein wenig.

lg Sandy

Beitrag von dana_maus 17.12.09 - 11:41 Uhr

Achso und heute früh hab ich ihr gesagt, dass J. vielleicht gestern ein wenig gestresst war, weil sie auf mehrere Gruppen aufpassen musste und es bestimmt nicht böse gemeint war und sie es ihr beim nächsten Mal einfach sagen soll.

Da ich auch gar nicht weiß, wer die J. ist (viell.ist es auch nur eine Praktikantin, denn ich dachte, dass ich alle Erzieher kenne, aber wer weiß, sind über 10 Gruppen in dem Kiga), werd ich das Thema jetzt auch vergessen. War heute früh nur etwas verärgert im ersten Moment.

lg Sandy

Beitrag von kathrincat 17.12.09 - 13:24 Uhr

und ich finde die erzieherin sollte sich in so was nicht einmischen, also würde ich es nicht ansprechen.

Beitrag von emeliza 17.12.09 - 15:39 Uhr

Ich würd beim nächsten Aufeinandertreffen mit der Erzieherin vielleicht sagen (wenn es Dich wirklich so beschäftigt), dass Deine Tochter daran sehr zu knabbern hatte und sie die Situation so belastet hat, dass ihr zuhause noch lange darüber sprechen mußtet. Sie hätte halt geweint, weil sie schubst worden sei, hätte sich weh getan und dann auch noch Ärger bekommen. Mehr würde ich aber nicht sagen. Erzieherinnen sind auch nur Menschen und vielleicht hat an dem Tag alle 5 Minuten jemand gejammert. Meine beiden können das auch schon mal ganz gut, irgendwann bin ich auch eher genervt und könnte mich zu so ner Aussage hinreißen lassen.

Zwar sollte man als Eltern genau hinsehen, aber manche Situationen kann man nicht wirklich verstehen, da man ja nicht den ganzen Tag dabei ist. Wir hatten damals mal die Situation, dass zwei Kinder absichtlich das ganze Bad unter Wasser gesetzt haben (hatten Handtücher in den Ablauf der Waschbecken gestopft und alle Hähne aufgedreht. Meine Kollegin (die immer sehr ruhig und liebevoll mit den Kindern war) hat danach zu den beiden nur gesagt, sie sei wahnsinnig enttäuscht von ihnen und wollte sie heute nicht mehr bei sich haben. Sie hat sie dann in die Nachbargruppe gegeben für die letzte Stunde. Das hat gesessen, das haben die beiden nie wieder gemacht. Aber die eine Mutter hat sich darüber so aufgeregt, dass man ihr Prinzesschen doch so nicht behandeln könnte und hat richtig Rabatz gemacht, dass es richtig Ärger gab. Ich fand, das war eine Erziehungsmaßnahme im Kiga, da müssen sich die Eltern nicht reinhängen. Das Kind wurde ja nicht mißhandelt (weder körperlich noch verbal).

Ich bin echt froh, dass wir zwei super tolle Kindergärtnerinnen haben die klasse mit den Kids umgehen.

LG Sandra