unverschuldeter Autounfall - Entschädigungsleistung?

Archiv des urbia-Forums Allgemeines.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von lucky00 17.12.09 - 08:52 Uhr

Hallo zusammen,

eins vorweg - ich will nicht jemanden ausnehme oder simuliere irgendwas nur dass was bei rausspringt!

Ich hatte vor ca. 3 Wochen einen Autounfall. Polizei kam und hat Unfallgegner direkt Bußgeld auferlegt weil die Schuld eindeutig bei ihm lag.

Polizei hat gemeint, dass ich am besten noch an dem Tag zum Doc soll weil nach dem "Rumms" mit Sicherheit mindestens ein Schleudertrauma da wäre.

Ich dachte nicht, dass ich das muss.... habe vieles auf den "Schock" bezogen.
Tagsdrauf ging´s los mit irren Schmerzen. Na ja im Endeffekt hab ich ein mächtiges Schleudertraume und eine Blockade der BWS mit Auswirkung auf Atmung und Rippen und und und.
War mind. schon 5 x beim Doc.... mittlerweile schon 3 x bei Massage - mehr kann man noch nicht machen weil alles noch zu "frisch" ist und die Muskeln sind immer noch übelst angespannt.
Habe 2 Wochen Schwerztbl. + Muskelrelaxans nehmen müssen - war 2 Wochen krank geschrieben. Jetzt hab ich immer noch arge Probleme damit und werde wohl frühestens Ende nä Woche zum Chiropraktiker können - hoffe dann kann er endlich was tun.

So - was würdet Ihr tun?
Schmerzensgeld? Ja oder nein?
Erstattung Rezeptkosten + Praxisgebühr etc?

Kann man sich einigen mit Versicherung oder muss da ein Anwalt her?
Ich weiß es nicht und wollte mal in die Allgemeinheit fragen wie Ihr das machen würdet?

LG,

Lucky00

Beitrag von buntstift 17.12.09 - 08:56 Uhr

Na, rede doch mal mit einem Anwalt. Ich würde schon auf Schmerzensgeld pochen denn Du hast durch seinen Fehler einiges auf Dich genommen und hast eben auch Schmerzen.
Mein Vesucherungsfutzi würde mich auf jeden Fall auch supernett beraten. Wir kennen uns auch schon seit 12 Jahren.

Alles Gute

Beitrag von stubi 17.12.09 - 09:09 Uhr

Es geht doch nicht darum, ob du jemanden ausnehmen willst. Du bist von einer anderen Person geschädigt worden, also ist es dein gutes Recht, Schmerzengeld und die Erstattung deiner Auslagen einzufordern.
Bei Schmerzengeldfragen tun sich Versicherungen oft schwer, daher würde ich dir dringend raten, einen Anwalt für Verkehrsrecht einzubeziehen. Der sagt dir dann auch, auf was du noch alles Anspruch hast.
Im Übrigen wendet sich deine Krankenkasse eh an die gegnerische Versicherung und holt sich das Geld für Behandlungskosten und Lohnfortzahlungen wieder.

Beitrag von miau2 17.12.09 - 09:10 Uhr

Hi,
ich würde mir in dem Fall einen Anwalt suchen.

Klar kann man sich vielleicht mit Versicherungen einigen, nur - DIE haben Anwälte. Wenn du da ohne (und ohne Ahnung, keine Kritik, sondern das, was nun mal ohne entsprechende Berufserfahrung das normale ist) auftauchst würde ich nicht wetten, dass das ganze dann zu deinem Vorteil ausgeht.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von -kopfsalat- 17.12.09 - 09:17 Uhr

Das geht auch ohne Anwalt. Setz dich mit der gegn. Versicherung in Verbindung, sag ihnen du möchtest Schmerzensgeld und die Arztkosten erstattet, und schicke Ihnen alle Arztunterlagen.

Sie werden dir dann ein Angebot machen. Fällt das zu niedrig aus, kannst du einen Anwalt einschalten.

Gruß
Salat

Beitrag von lucky00 17.12.09 - 09:51 Uhr

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten. Werde mal warten bis ich wieder fit bin - bis die ärztliche Behandlung abgeschlossen ist und dann werde ich erstmal alle Unterlagen dort einreichen und schauen was passiert.

Der Tip von Kopfsalat ist gut - im Nachgang dann Anwalt.

Danke Euch!

LG,

Lucky00

Beitrag von misses_b 17.12.09 - 10:00 Uhr

Hallo!

Ich würde NICHT warten, bis ich fit bin und dann erstmal selbst mit der Versicherung reden.

Die würden Dich mit einem Taschengeld abspeisen. ISt schließlich kein Sozialverein.

Schäden - auch an Personen - müssen UNVERZÜGLICH gemeldet werden.

Geh zum Anwalt, den muss auch die Gegenseite bezahlen.

Mindestens zum Erstgespräch, der weis genau, was zu tun und zu lassen ist.

Wenn Du dich verspätet meldest, kann es sein, das Du Deine Ansprüche verwirkst.

Gruß und gute Besserung

misses_b

Beitrag von lucky00 17.12.09 - 10:04 Uhr

Echt? Den Anwalt zahlt die gegnerische Versicherung? Das wusste ich nicht. Aber wie läuft das denn dann? weißt Du das zufällig??

Beitrag von biene81 17.12.09 - 09:54 Uhr

Ich wuerde immer mit einem Anwalt ran und auch nur, wenn Du wirklich vorher in dem Bereich noch keine Probleme hattest.
Mein Vater schreibt Gutachten fuer eine grosse Versicherung und mind. 80% aller Leute, die auf Schmerzensgeld pochen, hatten schon eine Vorbelastung im verletzten Bereich.

Alles Liebe,

Biene

Beitrag von lucky00 17.12.09 - 10:06 Uhr

hmm aber wenn ich vorher Probleme hatte ... hatte ich tatsächlich bis vor ca. 1,5 Jahren.... und ich habe mühselig alles in den Griff bekommen.

Dann kann ich doch nix dafür, dass es jetzt von vorne losgeht?! Wäre es ja sonst nie.
hmm mal schauen was ich tue - evtl. wirklich mal bei einem Anwalt nachhören.

Danke für Deine Info!

Beitrag von blume82 17.12.09 - 11:33 Uhr

Hallo,

dann auf jeden Fall zum Anwalt. Sonst könnten die auch schnell erzählen du willst einen Versicherungsbetrug machen.

Ausserdem muss du nicht mal den Anwalt zahlen wenn wirklich der andere Schuld war. Dafür kommt die gegnerische Versicherung auf.

LG

Beitrag von biene81 17.12.09 - 11:45 Uhr

Definitiv Anwalt! Du musst Dich naemlich dann genau beraten lassen wofuer Du Schmerzensgeld willst! Die Versicherung sollte gleich von Anfang an wissen, das Du schon solche Probleme hattest, aber eben geheilt, das wird Dir der damals behandelne Arzt austellen koennen.
Da mach nichts auf eigene Faust, sondern lass Dich gut beraten!

LG

Biene

Beitrag von arienne41 17.12.09 - 10:12 Uhr

Hallo

Gehe umgehend zum Anwalt für Verkehrsrecht und nicht erst wenn alles ok ist.

Der wird alles in die Wege leiten und es auch so händeln das du schnell einen Teil des Geldes bekommst und dann kann man weitersehen.

Ich hab sowas mal über einen Anwalt gemacht und bekam schnell einen Scheck mit 300 DM(für mich war das damals erledigt) und nach ca 6 Monaten nochmal 150 DM mit einem freundlichen schreiben von meinem Anwalt :-) der schrieb "mehr war nicht drin" :-).

Wenn du es allein macht bietet dir die Versicherung vielleicht 1000 € mit Anwalt wären es 1500€ ist aber nur ein Beispiel.

LG

Beitrag von lucky00 17.12.09 - 10:21 Uhr

Hallo,

lieben Dank für Deine Antwort!

Und wie lief das mit der Bezahlung des Anwaltes?

LG,

Lucky00

Beitrag von misses_b 17.12.09 - 10:29 Uhr

Hallo!

Du gibst dem Anwalt alle Daten bezüglich des Unfalls, musst eine Erklärung unterschreiben, das er Dich vertritt.

Dann nimmt er Akteneinsicht und nimmt Kontakt mit der gegnerischen Versicherung auf. Denen schickt er dann abschließend auch die Rechnung.

Haste nix mit zu tun!:-D

Gruß

misses_b

Beitrag von lucky00 17.12.09 - 10:37 Uhr

Ok das ist ja mal eine richtig tolle Info.

Dann wär ich ja dusselig mich selbst durchzukämpfen wenn ich das so durchziehen würde.

Lieben Dank für die Info - werde mir wohl mal einen Termin holen.

Danke!

LG,

Lucky00

Beitrag von arienne41 17.12.09 - 20:26 Uhr

Hallo

Hat die Versicherung bezahlt.

Beitrag von spezitante 17.12.09 - 10:20 Uhr

Hallo,

das kenn ich zu gut, geh zum Anwalt.

Ich mach seit über einem Jahr mit nem Schleudertrauma rum, manchmal ist es besser, dann wirds wieder schlimmer so richtig schmerzfrei bin ich nicht wirklich. Bei mir hilft meist nur Wärme und Schonung.

Gute Besserung

LG
Tanja

Beitrag von parzifal 17.12.09 - 10:52 Uhr

Du solltest tatsächlich einen Anwalt einschalten und nicht selbst mit der Versicherung reden. Von letzterem rate ich ausdrücklich ab.

Nur der Anwalt redet auf Augenhöhe mit der Versicherung.

Eine andere Entscheidung wäre falsch und hätte für dich keinerlei Vorteile.

Die üblichen Kosten des Anwaltes werden von der gegnerischen Versicherung übernommen.

Beitrag von hoeppy 17.12.09 - 19:52 Uhr

Hallo,

ich hatte bisher zwei Unfälle. Beide Male ist mir jemand rein gefahren.
Beide Male war ich nicht schuld.

Ich gehe grundsätzlich nach einem Unfall zum Arzt. So wurde es mir damals in der Fahrschule schon geraten.

Und ich lasse Unfälle grundsätzlich von einem Anwalt abwickeln.

So habe ich beide Male den Schaden auf Kostenvoranschlagsbasis abrechnen können.
Und beide Male habe ich auch Schmerzensgeld bekommen... Jeweils zwischen 1000 und 1200 Euro.

Geh zu Deinem Anwalt und lass ihn den Rest machen...

LG Mona