Mehrfachmamis: Wie 3jähriger und Baby gerecht werden

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sonne108 17.12.09 - 09:38 Uhr

Hallo

ich bin Mami einer 3jährigen Tochter und habe einen 5,5 Monate alten Sohn. Wir leben in der Schweiz, hier beginnt der Kindergarten erst mit 4 (d. h. meine Tochter kommt erst im Sommer 2011 in den Kindergarten).

So versuche ich, beiden Kindern untertags gerecht zu werden und schaffe es kaum. Der Kleine will viel getragen werden, mal ist er eine Weile zufrieden im Bondolino, aber auch nicht immer.

Die Grosse hört die meiste Zeit von mir "warte", "ich komm gleich, muss noch Alexander stillen", usw. Sie ist natürlich unzufrieden und nörgelt immer mehr herum. Ich kann aber auch nicht ständig den Kleinen schreien lassen...

Ich würde so gerne etwas mit der Grossen basteln, in Ruhe mit ihr spielen, usw. Aber es geht nur mal hier 5 Minuten, mal da. Der Kleine schläft untertags nur jeweils 15-20 Minuten. Sie einbeziehen versuche ich schon, will sie aber nicht wirklich.

Wie macht Ihr das? Ich hab Angst, meine Grosse zu vernachlässigen...

lg und vielen Dank
Sabine

Beitrag von nessi104 17.12.09 - 09:56 Uhr

hallo!
ich habe eine 4 jährige,einen 8 jährigen und ein baby von fast 4 mon.

ich glaub es ist normal,das die großen manchmal ein wenig warten müssen.so ist das wenn mann noch ein baby hat.

meine kinder sind zum glück nicht eifersüchtig.

ich mach eigentlich alles so wie ohne baby.wenn wir spielen,hab ich die kleine halt auf dem schoß,oder sie liegt auf der decke daneben.gestern hab ich die wohnung gewischt,das baby dabei in der tragehilfe.

wir gehen viel raus,spielplatz ,hallenbad usw,so wie immer.

ich finde,jetzt ist es noch einfach.ich glaub es wird schwieriger,wenn das baby mobiler wird.

warscheinlich ist es auch der unterschied,das es bei mir nicht das zweite ,sondern das dritte kind ist.

es wird sich alles einspielen,keine sorge.

heute backen wir kekse,baby schaut dabei zu.

lg

Beitrag von booo 17.12.09 - 11:21 Uhr

Also jetzt stelle ich mir das doch recht einfach vor.

Baby in die Tragehilfe oder Kinderwagen schon bist du doch mobil?

Zuhause kannst du doch parallel mit deiner Großen was spielen und das Baby liegt auf der Decke dabei?

Ich denke anstrengent wird es wenn das Baby mal im Lauflernalter ist#schwitz

Beitrag von a79 17.12.09 - 14:01 Uhr

Ich bin Mama eines 3,3/4 Jahre alten Sohnes und eines neun Monate alten Sohnes. Der Große geht seit knapp 4 Monaten in den Kindergarten aber vorher sind wir - viel rausgegangen: Enten füttern, Blätter sammeln und Stöcke, im Sommer waren wir im Garten und haben im Sand gespielt... JEtzt bei der Kälte spielen wir oft Sachen auf dem Boden, bauen mit Duplo (da liegt der Kleine dabei und "spielt" mit), singen, malen, lesen vor.
Konstantin ist immer mit dabei und mittendrin, dadurch beschäftigt er sich automatisch mit und gegen Abend packe ich ihn in den Ergo Carrier und Jonathan spielt eine Runde allein (mit seinen Autos oder schaut Bücher an).
Alleine machen kann ich mit Jonathan in der Mittagszeit was. Wenn er vom Kindergarten kommt, ist der Kleine auf der Fahrt eingeschlafen und schläft dann auch 2 Stunden. Da wird dann in Ruhe vorgelesen und Mamazeit genossen. Mit einbezogen werden will mein Großer auch selten aber ich biete es immer wieder an - neulich hat er seinen Bruder das erste Mal gefüttert - sooo süß! Beide haben sich total gefreut :-D

LG

Andrea mit ihren beiden Rackern

Beitrag von emeliza 17.12.09 - 15:24 Uhr

Ja, ich kann dich gut verstehen. Bei mir war die erste Zeit auch sehr anstrengend. Meine beiden sind nur 12 Monate auseinader, so dass ich sie auch eine ganze Zeit beide zuhause hatte. Wirklich anstrengend wurde es, als Felix anfing zu krabbeln bzw. zu laufen und Emeliza eigentlich schon alleine die Treppen gehen konnte. Wegen dem Kleinen mußte ich die Treppenschutzgitter überall zu machen, die Große kam dann aber nicht durch und hat ständig nach ihrem "Türöffner" gerufen.

Ich habe dann, als Emmi 2 wurde, eine Spielgruppe für sie gefunden. Dort ging sie 3x3 Stunden die Woche alleine hin. Mittlerweile sind wir aus dem gröbsten raus. Die Maus geht seit Aug. in die Kita bis 14 Uhr und der Kleine geht in die Spielgruppe. Er kommt dann im Sommer auch in die Kita.

Hast Du nicht vielleicht jemanden, der Dir mal das eine oder andere Kind abnehmen kann? Ich habe Glück, den meine Schwiegermutter wohnt hier im Ort, ist in Rente und hat außer ihren Enkeln keine Hobbies. Einen Tag die Woche nimmt sie den Kleinen und an einem anderen holt sie die Große von der Kita ab und betreut sie bis abends. Das ist schön, da ich so an den Tagen Zeit für das jeweils andere Kind habe. Auch abends können wir recht oft weg gehen, da meine Eltern oder meine Schwiegermama zum Babysitten kommen. Ich genieße das sehr und würde sonst auch verrückt werden. Ich bewundere immer Leute, die so ganz alleine ihre Kinder versorgen. Manchmal holt auch meine Freundin (ist eine engagierte Patentante) oder meine Tante ein Kind ab und unternimmt etwas mit ihm. Die Kinder finden es toll und ich auch. Man muß sich einfach selber auch mal Auszeiten schaffen, denn wenn man ständig genervt ist, ist man ja auch keine so tolle Mama. Also lieber mal abgeben.

Vielleicht hast Du ja ne Oma oder auch ne Nachbarin, die Dir mal den Kleinen abnimmt - und wenn es nur mal für ne Stunde ist. Ich habe eine Großtante, die kümmert sich immer um die Nachbarskinder. Sie ist Mitte 70, total rüstig und wartet vergebens auf Urenkel. Mit den Nachbarskindern ist sie so glücklich. Sie hat mir das letztens erst wieder erzählt. Sie backt mit ihnen und spielt, die Mutter hat dann Zeit für sich. Abends bringen die Eltern oft das Babyphone zu ihr runter und gehen weg. Sie hat nen Schlüssel und geht (auch ohne dass das Babyphone Töne von sich gibt) zwischendurch immer rauf und sieht nach den beiden. Für die Eltern ist das toll und die Tante geht in der Aufgabe völlig auf. Sie hat noch einen Lebenssinn.

Mein Tipp für dich ist wirklich, such Dir jemanden oder ne Gruppe, die dich mal für ein paar Stunden von einem Kind "befreien".

LG Sandra

Beitrag von mel-t 17.12.09 - 20:12 Uhr

Ich glaube dieses "Beiden gerecht werden " ist ein Mythos, mit dem man sich nur unter Druck setzt. Es gibt immer mal Phasen, wo eines der Kinder zurückstecken muss... das ist einfach so, und ich glaube schlimm wäre es nur, wenn sich diese Phasen nicht abwechseln, sondern ein Kind jahrelang weniger beachtet wird.

Es wird sich legen, wenn der Kleine mobil wird, einen festen Rythmus hat, vielleicht auch einmal abgegeben werden kann.

Hast Du mal versucht, beim Stillen z.B. etwas vorzulesen. Oder eine Geschichte zu erzählen....

Auch in kleinen Dingen steckt Aufmerksamkeit und Wertschätzung...

Vielleicht kannst Du ja abends oder am Wochenende, wenn der Partner da ist, dir regelmäßig eine Stunde mit der Großen nehmen.

Mfg
mel-t