guttenberg und die kundus-affaire

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Beitrag von mvtue 17.12.09 - 11:03 Uhr

hallo!

mal wieder ein neues thema in den raum werfen, wa?

also. kundusangriff hin oder her: kann mir mal jemand erklären, warum der guttenberg sich den schuh anziehen muss, wenn der angriff unter verteidigungsminister jung stattfand?

eure meinung zu dem ganzen thema würde mich zudem auch interessieren.

lg
katharina

Beitrag von mansojo 17.12.09 - 11:24 Uhr

Hallo,

weil der Jng sich vom Acker gemacht hat
und nu der Herr von Guttenberg Chef ist

und die Opposition sich über jeden Stolperstein freut

LG Manja

Beitrag von mvtue 17.12.09 - 14:34 Uhr

so kommts mir auch vor...

lg

Beitrag von kleinundrund 17.12.09 - 12:10 Uhr

Hallöchen,

DAS frage ich mich auch! Mir tut er irgendwie leid.

Eine konkrete Meinung kann ich dir allerdings nicht geben, ich kenne die Fakten nicht und von daher wäre es unsinnig sich darüber zu äußern!

Grüßle

Beitrag von mvtue 17.12.09 - 14:36 Uhr

ja, ich finde es auch nicht in ordnung, dass er jetzt den karren aus dem dreck fahren muss.

zudem ist es ehrlich gesagt für mich nur ein aufhänger für die opposition und ihre anhänger...oder interessiert sich allen ernstes für die opfer????

das kann mir keiner weis machen...

Beitrag von .doctor-avalanche. 17.12.09 - 12:21 Uhr

Weil dieser Freiherr Karl-Theodor Ludwig Aggamemnon Vinzenz von und zu eben auch die Öffentlichkeit zu seinem Wissenstand etwas beschwindelt hat und desweiteren sein Verteidigungsministerium seine Chefin, das Merkel, viel zu spät informiert hat über bestimmte Akten.....

Beitrag von mvtue 17.12.09 - 14:34 Uhr

also das mit dem namen üben wir nochmal;-)

naja, schon klar, aber mal ehrlich, mich persönlich bringt das jetzt nicht um, wenn ich nicht sofort über das vorgehen der bundeswehr oder einzelner soldaten im kundus informiert werde....

das wird schon arg aufgebauscht....

lg

Beitrag von echtjetzt 17.12.09 - 15:35 Uhr

naja.. DICH bringt es nicht um..

Beitrag von onti2 17.12.09 - 15:41 Uhr

die Soldaten auch nicht....

Beitrag von mvtue 17.12.09 - 18:50 Uhr

nein, mich nicht.

ich weis, dass zivilisten gestorben sind, aber nach meinem opa, der irgendwo in russland verscharrt wurde, schreit auch keiner!

Beitrag von fred_kotelett 17.12.09 - 20:26 Uhr

Das ist ja ne super Argumentation.
Das keiner nach deinem Opa schreit, ist also für dich Grund genug den Tod von Zivilisten einfach so hinzunehmen?

Sorry, Ich glaub ich muss kotzen

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 11:31 Uhr

Hallo,

jeder Soldat hat ja auch ein ziviles Leben
mein Großvater wurde wie viele andere auch vor die Wahl gestellt
entweder an die Front oder wir erschießen Dich gleich hier vor Deiner Familie
der Argumentationsansatz von mytue find ich nich so verkehrt

nun wurde ja kein Soldat gezwungen nach Afganistan zu gehen
aber es herscht ein militärisches Bündnis
die Konsequenz aus Deinem Gedanken wäre ja sofort alle militärischen Einheiten abziehen und das Land sich selbst überlassen
das soll keine Entschuldigung sein für die zivilen Opfer

aber die politische Schlammschlacht die daraus gemacht wird ist unter aller Sau
Steinmeier war zu der Zeit Außenminister und verlangt lückenlose Aufklärung
das ganze passierte in seiner Amtszeit

ich find Gewalt immer die schlechtste aller Lösungen

LG Manja

Beitrag von abc_mensch 18.12.09 - 11:47 Uhr

<<nun wurde ja kein Soldat gezwungen nach Afganistan zu gehen>>

das würde ich nicht so stehen lassen... Nur Beamte können nicht gezwungen werden (weshalb statt 1000 Polizisten ja nur ca. 65 die afghanische Polizei ausbilden);

Soldaten können u. werden sehr wohl gezwungen in den Einsatz zu gehen, auch deutsche Soldaten.

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 11:54 Uhr

nun gut dann formulier ich das mal anders

es wird keiner gezwungen Soldat zu werden

und wenn man sich für eine militärische Laufbahn entscheidet muss man schon damit rechnen zum Einsatz zu kommen
oder !?

LG Manja

Beitrag von abc_mensch 18.12.09 - 12:03 Uhr

...ich denke schon, dass da trotzdem noch ein Unterschied, auch in Hinsicht zu deiner ersten Formulierung, besteht.

1. gibt es viele Soldaten, die wurden zu einem Zeitpunkt Soldaten, als es noch keine Einsätze gab

2. naja, irgendwo ist die Wehrpflicht ja immer noch Zwang u. schliesslich werden aus der Wehrpflicht die meisten SaZ u. BS gewonnen; bzw. ist die soziale Not ("besser Bund als arbeitslos"; >40% der Soldaten kommen aus dem Osten) nicht auch irgendwie ein Zwang?

3. ob man nun sein Land verteidigen will o. irgendwo im Ausland verheizt wird, macht, denke ich, auch einen Unterschied (was jetzt allerdings auch keine Grundsatzdiskussion über die Richtigkeit von Auslandeinsätzen in Gang setzen soll)

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 12:09 Uhr

na gut mag sein ich denk da zu einfach
Soldat-Waffe-Gewalt

das mit der Wehrpflicht find ich überholt da man die möglichkeit hat sich für den Zivildienst zu entscheiden

über den Sinn oder Unsinn der Wehrpflich mag ich jetzt auch nich disskutieren

mir war so das nur Berufssoldaten für Auslandseinsätze eingesetzt werden?

LG

Beitrag von abc_mensch 18.12.09 - 12:14 Uhr

<<na gut mag sein ich denk da zu einfach
Soldat-Waffe-Gewalt>>

gilt das dann auch für die Polizei?
Polizei-Waffe-Gewalt?

Hm, nach meiner persönlichen Erfahrung beim Fussball stimmt das tatsächlich...

<<über den Sinn oder Unsinn der Wehrpflich mag ich jetzt auch nich disskutieren>>

dito

<<mir war so das nur Berufssoldaten für Auslandseinsätze eingesetzt werden?>>

SaZ u. BS können befohlen werden; FWDL (Wehrpflichtige, die freiwillig länger dienen (kein SaZ)) gehen nur freiwillig;

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 12:23 Uhr

wahrscheinlich gilt das für jede Machtdemonstration

jeder fühlt sich durch eine(n) Bewaffnete(n) bedroht

allerdings ist die deeskalationsstrategie hier in Berlin auch nach hinten losgegangen

schweres Thema

einerseits ist man froh Bündnispartner zu haben aber die Kehrseite der Medaille will auch keiner haben

LG manja

Beitrag von abc_mensch 18.12.09 - 12:31 Uhr

Ich gebe dir Recht.

Ich "glaube" auch noch nicht mal, dass das Problem bei den Soldaten o. der afghanischen Bevölkerung liegt. Die Afghanen sind froh, dass die Deutschen da sind u. die meisten Soldaten wissen (zumindest in sehr groben Zügen) was sie da machen u. orientieren sich dabei auch an ihrem Berufsbild.

Das grössere Problem ist, dass die Leute, die sie dort hin geschickt haben nichts damit zu haben wollen, beziehungsweise ihre kleinen Streitigkeiten auf den Rücken der Soldaten austragen. Das ist ja auch nicht erst so seit der "Kunduzaffäre". Der Einsatz da ist nix halbes und nix Ganzes...

Beitrag von mvtue 18.12.09 - 14:18 Uhr

mein mann war selber soldat, 4 jahre lang.

damals, als er beim bund war, wurden die twintowers angegriffen und ein gewisser george w. bush hat die deutschen minensucher für einen krieg gegen die taliban angefordert.

ich kann schröder nix abgewinnen, aber er hat damals das wahrscheinlich einzigemal richtig und gott sei dank gegen die bitte entschieden. sonst hätte mein mann in den krieg gemusst.

und warum?

weil er seine unterschrift geleistet hat. er hat sich zu beginn seiner laufbahn dazu entschieden im falle eines falles sein land auch im krieg zu verteidigen.

er hätte nicht unterschreiben brauchen, dann hätte er im fall der fälle nicht runtergemusst.

mein großvater aber wurde einfach eingezogen, war vorher wagnermeister und musste an die front, sonst wäre er vor meiner oma und ihren geschwistern und kindern erschossen worden.

soweit ich weis, geht das heutzutage nicht.

#aha

Beitrag von abc_mensch 18.12.09 - 15:27 Uhr

<<damals, als er beim bund war, wurden die twintowers angegriffen und ein gewisser george w. bush hat die deutschen minensucher für einen krieg gegen die taliban angefordert.

ich kann schröder nix abgewinnen, aber er hat damals das wahrscheinlich einzigemal richtig und gott sei dank gegen die bitte entschieden. sonst hätte mein mann in den krieg gemusst.>>

Hm, lass mich nachdenken....
1. KSK u. Kampfschwimmer (natürlich auch andere Teile der Bundeswehr) sind seit Dez. 2001 (Mandat für ISAF) im Einsatz

2. Ja, unter Schröder begann der Einsatz dort

3. was du meinst ist ein möglicher Einsatz im Irak gewesen, der wahrscheinlich stattgefunden hätte, wenn nicht gerade Bundestagswahl gewesen wäre...

<<und warum?

weil er seine unterschrift geleistet hat. er hat sich zu beginn seiner laufbahn dazu entschieden im falle eines falles sein land auch im krieg zu verteidigen.>>

...und genau darum erhitzen sich die Gemüter. Wird Deutschland am Hindukusch verteidigt? Denn das ist ja entscheidend, ob der Treueschwur, aus Sicht der Soldaten, dann auch weiter gilt...
Nebenbei... wurde in Bosnien, Somalia, Osttimur, Kambodscha (wo wir unseren ersten durch Angriff getöteten Soldaten nach dem 2.WK hatten) auch Deutschland verteidigt?

<<er hätte nicht unterschreiben brauchen, dann hätte er im fall der fälle nicht runtergemusst.>>

Richtig, dann wäre er ja aber auch kein Soldat gewesen und mal ehrlich, hätte er da wirklich was verpasst?

<<mein großvater aber wurde einfach eingezogen, war vorher wagnermeister und musste an die front, sonst wäre er vor meiner oma und ihren geschwistern und kindern erschossen worden.

soweit ich weis, geht das heutzutage nicht.>>

Wie konnte ich nur vergessen, dass wir nicht mehr im 3. Reich leben?

...und trotzdem bleibt es Zwang, wenn jemand einfach in den Einsatz geschickt werden kann, ohne sich angemessen dagegen wehren zu können...

Beitrag von timan.faya 18.12.09 - 11:49 Uhr

Am meisten interessiert mich, wie man überhaupt zu der Annahme kam, die Tanklaster seien von Taliban entführt worden.

Davon habe ich bisher noch nie ein Wort gehört in den Medien bzw. diese Frage wurde meines Wissens nach nie gestellt.

Dabei ist diese wie ich finde äußerst interessant und wichtig.

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 11:55 Uhr

ja die wichtigste Frage überhaupt

ich glaub kaum das man dem gemeinen Volk diese Frage beantwortet

trotzdem bin ich überzeugt davon das die höchsten Stellen wissen was passiert ist und deren Folgen

aber man kann so schön mit den Finger auf andere zeigen

LG Manja

Beitrag von mvtue 18.12.09 - 14:13 Uhr

hier hast nen eimer:#putz

Beitrag von echtjetzt 18.12.09 - 09:57 Uhr

Wenn dich dein Opa nicht juckt, können andere Zivilisten da nichts dafür. Die haben vielleicht Angehörige, die nach ihnen schreien würden..

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