ganz schlimme zahnprobleme und Herzfehler

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von lucky190 17.12.09 - 19:17 Uhr

hallo ihr lieben!

heute schreibe ich das erste mal hier im forum weil mein kleiner beagle mir sorgen macht.

lucky wird im märz 10 jahre, hat seit 3 jahren einen herzfehler, dass er nur mit herztabletten überlebt, weil er sonst verwässert in der lunge.
er hatte von klein auf schlechte zähne. hatte ihm 3 mal zähne reinigen lassen und aus der letzten narkose ist er nur durch wiederbelebung aufgewacht.
seit dem konnte man eigentlich kaum, was für seine zähne tun.
wenn ich versucht habe ihm die zähne zu putzen ist er vor aufregung fast abgeklappt, sein kreislauf ist nicht mehr so der stabilste.
nun ist es leider soweit das seine zähne doch stark faulen und auch das zahnfleisch anfängt rot zu werden und es stinkt sehr.
es scheint auch anfangen weh zu tun, er quikt wenn ich seine schnauze aufmache um nachzusehen, aber beim fressen habe ich noch nichts bemerkt..
gibt es denn die möglichkeit ihm zu helfen?! zähne ziehen lassen wird wohl kaum möglich sein, weil er beim tierarzt wie gesagt schlapp macht wenns im zu viel wird.

hab echt bedenken, dass ich ihn vielleicht bald verlieren könnte. :-(

habt ihr erfahrungen?! bitte schreibt mir.. zum tierarzt werde ich sofort anfang des jahres gehen, sie hat urlaub und sie kennt ihn seit baby an und kennt sein herz und da möchte ich keinen anderen ran lassen.

liebe grüße
lucky #blume

Beitrag von chou99 17.12.09 - 20:01 Uhr

Hallo!

Welche Art der Narkose hatte dein Hund denn das letzte mal? Es gibt heutzutage so schonende und gut zu steuernde Narkosen, daß man auch herzkranken Hunden noch die Zähne machen kann.
Die schlechten Zähne und die resultierenden Entzündungen schwächen das Herz uU ja auch noch mehr.
Du kannst natürlich versuchen ihm Antibiotika zu geben. Aber wenn das überhaupt Erfolg hat, dann nur kurzfristig, da die Ursache für Schmerz und üblen Geruch ja nicht beseitigt ist.

Grüße
Nicole

Beitrag von lucky190 17.12.09 - 20:08 Uhr

hallo nicole! #herzlich

Welche art das war weiß ich nicht, nur hat im november wieder meine tä gesagt, dass eine narkose für ihn nicht mehr in frage kommt, ich kann tabletten gegen den üblen geruch bekommen, nur ist das ja auch keine ursachen bekämpfung. und da war das zahnfleisch noch ok. fängt wie geschrieben jetzt an rot zu werden..
meine angst ist halt das es keine bekämfungsmöglichkeit mehr gibt.. :-(

Beitrag von chou99 17.12.09 - 21:45 Uhr

Hallo!

Das ist wirklich übel.
ich wollte damit nur sagen, daß es ganz eklatante Unterschiede zwischen Narkosen die mit einer Spritze in den Muskel gegeben werden, Standard iv Narkosen und Narkosen per Braunüle und schnell antagonisierbaren neueren Narkosen.
Die Rötung ist eine Parodontitis und/oder Gingivitis durch den starken Zahnstein. Es bilden sich große Zahnflieschtaschen, in denen oftmals der Eiter regelrecht steht. Das riecht dann auch so extrem.
Wie gesagt, mit Antibiotika speziell für die Maulschleimhaut kann man kurzfristig einiges zurückdrängen aber halt nicht auf Dauer.
Und wenn dein Hund dann immer wieder Schmerzen zeigt, sollte man doch über den Schritt der Narkose nachdenken, denn mit permanenten Schmerzen kann er ja auch nicht leben.

Grüße
Nicole

Beitrag von booo 18.12.09 - 06:42 Uhr

Wenn es so schlimm ist, bleibt dir nichts anderes übrig als es zu wagen. Du kannst den Hund ja schlecht mit Schmerzen leben lassen... :-(

Beitrag von risala 18.12.09 - 13:02 Uhr

Hi,

ich habe damit Erfahrung.

Wir haben am 1.5.2003 unseren Pancho mit 10 Jahren aus dem TH geholt. Damals waren die Zähne frisch gemacht und die Herzerkranken (Rhythmusstörungen und Herzklappenfehler) gerade festgestellt.

Mittlerweile ist er gut 16,5 Jahre alt, hat einige Zähne verloren und seit Jahren massiven Zahnstein, den wir nicht wegmachen lassen können. Narkose ist bei ihm nicht mehr möglich. Das Riskio, dass er nicht mehr aufwacht liegt bei über 80%. Das ist uns und unserem TA zu hoch.

Durch den massiven Zahnstein hat er kaum noch Zahnfleisch (zumindest sieht es für mich so aus - er lässt den TA nicht schauen -ehemaliger Straßenhund- und mich nur sehr kurz), mittlerweile regelmäßige (so 4-6x im Jahr) Enzündungen im Maulbereich die dann mit Antibiotika behandelt werden. Wir merken es immer, wenn er anfängt sein fressen zu verweigern und geben dann 5 Tage Tabletten (ist ein spez. Antibiotikum für den Maulbereich) - danach haben wir dann erstmal wieder Ruhe.

Normalerweise würde ich den Zahnstein wegmachen lassen, aber

- Pancho hat keine Schmerzen
- Pancho ist schon 6 Jahre älter geworden als man damals erwartet hat
- Pancho kommt gut zurecht
- falsch machen können wir bei ihm durch das AB nichts mehr - er bekommt schon so viele Medikamente (für Herz, Leber und Niere)
- er ist fröhlich, spielt manchmal noch und geht gerne mit spazieren (bis zu 1h!)

Außerdem ist er der beste Kumpel unseres Sohnes - der weiß, dass Pancho uralt ist und nicht mehr ewig bei uns sein wird. Damit kann er umgehen. Womit er nicht umgehen könnte, wäre, wenn wir Pancho in narkose legen in der Gewissheit, dass er sterben wird. Augh das ist ein Grund für uns es nicht zu tun. Geht natürlich nur, weil er keine Schmerzen hat.

Uns allen ist klar, dass die laufenden Entzündungen irgendwann auf das Herz so einwirken, dass Panchos Zeit gekommen ist. Diese Zeit kommt aber ohnehin bald - er ist ein Methusalem - da kommt es auf 4 oder 8 Wochen früher oder später nicht an. Und mehr würde die Zahnsanierung nicht bringen.

Bei Deinem hund würde ich erstmal folgendes machen:

- zum TA und was gegen die Entzündung u die Schmerzen holen
- wenn das ausgestanden ist, regelmäßig "Dentastix" (heißen von den unterschiedlichen Herstellern ja immer anders) füttern damit es nicht schlimmer wird
- evtl. kann man mit einem Zahnhaken ohne Narkose den Zahnstein entfernen (machen oft auch Hundefrisöre, etc.)

Ich denke, mehr würde ich erstmal nicht machen. Außer der TA wüsste eine weitere Möglichkeit, die das herz nicht weiter schädigt.

Alles Gute und liebe Grüße
Kim