zwiespalt: Familie und super job Angebot

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von ciciotella 17.12.09 - 19:21 Uhr

Hi Zusammen,

warum wartet mein Arbeitgeber mir so eine super Stelle anzubieten, wenn ich zwei Kinder bekommen habe? #aerger

Ich arbeite seit 12 Jahren für ein sehr großes Pharma- und Chemie-Unternehmen. Ich habe sehr viele Projekte miterlebt, Einführung von neuen System miterlebt, kenne die Palette der Produkte fast in und auswendig und die Prozesse und Abwicklungen sind mir bekannt wie meine Westentasche. Ich bin immer nach der Geburt der Kinder sehr schnell wieder Vollzeit in meinen Job eingestiegen. Teils allerdings unfreiwillig, sondern weil ich sonst nicht meine alte Stelle wiederbekommen hätte.

Dies alles scheint sich zwar jetzt alles bewährt zu haben, aber jetzt wo ich zwei Kinder habe (4 jahre und 8 monate....) bin ich in einem total zwiespalt.

morgen habe ich das gespräch beim oberchef und heute habe ich schon erfahren um was für eine stelle es geht:
Projektbetreuung eines völlig neuen Projektes. Ich müsste 1 x im Monat nach Frankreich und im Februar gleich 2 Wochen am Stück um vor Ort die Koordinierung des Projektes zu betreuen. Ich kriege laptop gestellt, kann dann auch von zu hause arbeiten (allerdings muss ich trotzdem täglich ins büro). spesen für geschäftsreisen übernimmt selbstverständlich die firma. das ist sozusagen eine riesen chance für mich.
aber jetzt weiß ich natürlich nicht ob ich das mit meinem gewissen als mutter vereinbaren kann. die stelle wird natürlich entsprechend gut entlohnt und ist unbefristet..... zur zeit bin ich in einer anderen abteilung eingesetzt. betreuung der kinder wäre durch meine eltern zwar gewährleistet, aber die sind auch nicht mehr die jüngsten und ich möchte ihnen nicht zuviel zumuten, auch wenn sie sofort sagen würden, dass ich die stelle annehmen soll. mein mann ist nicht soooo begeistert, sagt aber, wenn ich es möchte soll ich es machen.

gibts mamas unter euch die auch eine stelle haben, wo ihr viel reisen müsst, bzw. die kinder haben, aber auch sozusagen "karriere-frauen" sind.....

wie kommt ihr, bzw. die kinder damit zurecht??

danke schonmal

lg
cicio

Beitrag von widowwadman 17.12.09 - 19:38 Uhr

So viel Reisen wie du muss ich zwar nicht, aber ich bin auch nach 9 Monaten daheim wieder Vollzeit arbeiten gegangen, und habe dann sehr schnell einen anspruchsvolleren Job, der allerdings mit mehr Pendelei und regelmaessigen Auswaertsterminen verbunden ist. An normalen Tagen verlass ich um 20 nach 7 das Haus und bin um 20 nach 6 wieder zuhause.

Ich hab mir auch Gedankn gemacht ob ich das meiner Tochter zumuten kann, ber da ich sehe wie sehr sie sich in der Krippe wohlfuehlt, habe ich kein Problem mehr damit.

Allerdings steht mein Mann voll hinter mir, ohne diese Unterstuetzung ginge es glaube ich nicht.

Beitrag von october 17.12.09 - 19:42 Uhr

Hallo,
die Stelle klingt ziemlich gut. Du scheinst dir das auch fachlich zuzutrauen.
Würden diese Arbeitsbedingungen denn generell gelten oder nur zeitweise (1x mal im Monat nach Frankreich bspw.)? Du schreibst einerseits von einem Projekt (was ja vom Charakter her zeitlich begrenzt ist), dann wieder von einem unbefristeten Vertrag. Oder heißt das, dass du nach Abschluss diesen Projektes die Betreuung eines anderen Projektes übernimmst, bei denen die Arbeitsbedingungen wieder andere sein können?
Wie sind denn die Arbeitsbedingungen deines Mannes? Kann er zeitweise deine Rolle ersetzen um die Großeltern nicht allzu sehr zu belasten?
Ich kann dir eigentlich keinen Tipp geben, da ich selber nicht in der Situation stecke, wollte dir mit meinen Fragen nur Denkanregungen geben.

LG Annika

Beitrag von ciciotella 17.12.09 - 19:46 Uhr

die stelle ist unbefristet und das projekt ist erstmal für ein jahr geplant. es ist eigentlich so, dass ich sowieso schon unbefristet angestellt bin, und jetzt einfach halt diesem projekt zugeteilt werden. ich denke, dass das ne gute aufstiegsmöglichkeit für mich ist, und ich im anschluss an diesem projekt (was erstmal für 1,5 jahre angedacht ist) anderen aufgaben oder projekten zugeteilt werde. evtl. öffnen sich für mich halt türen für viel anspruchsvollere, evtl. sogar leitenden stellen, wenn ich dieses projekt betreue....das ist so mein zwiespalt..... möchte ich das überhaupt?

ich denke schon, aber ich denke einfach an meine kinder. nur wann bekomm ich wieder so eine gelegenheit, in der heutigen zeit vor allem. ich hoffe meine kinder würden es mir später einmal danken, wenn ich ihnen für die zukunft auch einen besseren standard bieten könnte.....

lg

Beitrag von ayshe 18.12.09 - 14:24 Uhr

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ich denke, dass das ne gute aufstiegsmöglichkeit für mich ist, und ich im anschluss an diesem projekt (was erstmal für 1,5 jahre angedacht ist) anderen aufgaben oder projekten zugeteilt werde. evtl. öffnen sich für mich halt türen für viel anspruchsvollere, evtl. sogar leitenden stellen, wenn ich dieses projekt betreue....das ist so mein zwiespalt..... möchte ich das überhaupt?
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kann angst machen was? ;-)
kann ich grundsätzlich verstehen.
aber je mehr du drauf hast, desto mehr kannst du fordern und dich auch anderswo umsehen.
sämtliche chancen verbessern sich.

mir ging es auch mal etwas ähnlich, erschien mir etwas "groß" das ganze.
ich habe es gemacht und nie bereut.

es zahlt sich unglaublich aus, so tolle berufliche erfahrungen zu sammeln.
damit kann man unglaublich punkten.

Beitrag von maschm2579 17.12.09 - 19:53 Uhr

Hallo,

ich habe nicht solch einen wichtigen Job aber ich finde Du solltest die Stelle annehmen. Kinder sind toll und die Erfüllung des Lebens, aber Du bist auch Frau und eine eigenständige Person.

viele werden sagen es ist egoistisch und Du sollst nur für Deine Kinder leben.
Ich sage immer das kinder nur dann glücklich sind wenn die Mama auch glücklich ist.

Hör auf Dein Bauchgefühl und bzgl. der Betreuung würde ich mir eine super Nanny bzw Tagesmutter suchen. Oder sogar wenn möglich ein Au Pair. So kannst Deinen Traum verwirklichen und Deine Kinder sind gut aufgehoben.

Ich kann DIr nur von einer guten Bekannten berichten. Sie hat 4 Kinder im Alter von 5-11 Jahren. Sie hat vor den Kindern bei der EU in Brüssel gearbeitet. Einen super Job als Dolmetscherin. Sie ist dann hier nach Niedersachen gezogen weil ihr Mann (ANwalt) einen Job hier bekommen hat bei einem riesen Unternehmen. So und dann die Frage warum er und sie nicht???? Die ersten Jahre hatte sie immer ein au Pair und das klappte super. Sie flog ca 1-3x im Monat nach Brüssel und arbeitete meist Projetbezogen.
Jetzt sind die Kinder älter und alles regelt sich von alleine bzw sie ist meistens zu Hause oder Ihre ELtern kommen.
Anfang nächsten Jahres ziehen sie wieder um, und dann kommt nochmal ein Kindermädchen welches dann den Laden schmeißt wenn sie weg muß.

Ich jedenfalls finde es toll wenn man solch eine Gelegenheit bekommt und wenn man liest wieviel Freude es Dir bereiten würde, würde ich es machen...

lg und alles gute bei Deiner Entscheidung
Maren

Beitrag von julchen55 17.12.09 - 20:37 Uhr

Hi,
ich würde den Job nehmen. Deine Kinder werden älter, der Kleine kann doch auch bald in den Kindergarten, dann sind deine Eltern entlastet.
Ist doch alles nur eine Sache der Organisation.
Du wärst doch bestimmt unglücklich die Stelle nicht zu nehmen.
Gruß
Jule

Beitrag von xyz74 17.12.09 - 20:41 Uhr

Guten Abend,

vielleicht solltest Du Dir diese Geschichte durchlesen:

http://www.ftd.de/karriere-management/management/:montagsportraet-juliane-kokott-freigeist-mit-grossfamilie/4504.html

Find ich sehr interessant...

Ich selber arbeite neben meine Hauptjob noch freiberuflich und bin hier auch viel unterwegs.
Aber ich brauche das! Ohne wäre ich einfach nicht ich und todunglückli.

Und als absolutes Negativbeispiel hab ich meine SchwieMu.
Sie und mein SchieVa haben beide studiert.
Beide Diplomarbeiten geschrieben. Meine SchwieMu um etliches besser als SchwieVa.
ER hat aber die fette Karriere gemacht. Noch den Dr. hinterhergeschoben und sie hat brav die Hemden gebügelt.
Meine SchwieMu ist eine zutiefst frustrierte Frau.
Sie hat ihren Intellekt nie so einsetzen können wie sie es hätte tun können.
Hat für ihre Kinder immer zurückgesteckt.
Und weißt Du was richtig schlimm ist an der Sache?
Mein Freund sagt immer, er hat sich immer gewünst sich hätte gearbeitet. Sie wäre ihm so auf die Nerven gegangen mti ihrer ständigen Anwesenheit. Sie war schon immer chronisch unzufrieden. Immerzu am nörgeln.
Er und seine Schwester haben oft genug gehört.
Wegen der Kinder konnte ich nicht arbeiten.
Ich denke, nicht dass es schön ist für ein Kind wenn es so eine Verantwortung aufs Auge gedrückt bekommt.
Mein Feund meint auch, der Unterschied zwischen seiner immer arbeitenden Tante und seiner Mutter sei wirklich eklatant.
Man merkt, dass Tantchen immer im geschehen war/ist und so auch geistig frisch bleibt. Während seine Mutter irgendwie in den 60ern stehen geblieben ist.
Mein Freund und seine Schwester sind schon ewig aus dem HAus.
Führen ihr eigenes Leben und seine Mutter hockt in ihrem schwarzen Loch und blickt auf ein Leben zurück, dass sie so nicht führen wollte...
Und das ist für mich auch so ein Punkt....
Irgenwann wird mein Sohn gehen... Sein eigenes Leben führen... Und dann möchte ich immer noch als ICH existieren und nicht nur als Muttertier, das plötzlich nicht mehr weiß was es mich sich anfangen soll.
Wenn der Job für Dich sowas wie ein Traumjob ist, dann solltest Du ihn annehmen. Wenn Du meinst, dass Deine Eltern überfordert sind, dann gibt es ja auch hier noch genügend andere Möglichkeiten.
Wir können zb gar nicht auf Familie zurückgreifen, da bei uns alle quer übers Land verteilt sind. Das übliche Schicksal moderner Nomaden... Unsere Tagesmutter ist dafür ein echter Schatz und Dominik fühlt sich super wohl bei ihr.

Beitrag von cinderella2008 17.12.09 - 22:16 Uhr

Hallo,

greif zu, nimm die Stelle an. So eine Chance bekommt man nicht alle Tage, schon gar nicht bei der heutigen Wirtschaftslage. Das ist ein Geschenk!

Deine Kinder werden es verkraften.

Und denk immer dran, Du bist nicht nur Mutter, sondern auch Mensch und Frau ... mit eigenen Interessen.

Dass Dein Mann dagegen ist, sollte Dich nicht in Deiner Entscheidung beeinflussen. Was ist denn, wenn er irgendwann nicht mehr zu Deinem Leben gehören sollte ... aus welchen Gründen auch immer. Dann fragt keiner nach, aus welchen Gründen Du beruflich zurückgesteckt hast.

Ich habe genau diesen Fehler gemacht. Ich habe beruflich während meiner Ehe zurückgesteckt. Vollzeit habe ich zwar gearbeitet, aber irgendwer musste die Kinder früh in die Kita bringen und abends abholen. Das war ich. Auf pünktlichen Feierabend musste ich daher achten, Fortbildungen sausen lassen, während mein damaliger Mann ganz in Ruhe seine Karriere ausgebaut hat. Inzwischen sind wir lange geschieden. Er hat einen tollen Posten, verdient sehr gut, während für mich der Zug in dieser Richtung längst abgefahren ist.

Denk also an Deine Zukunft. Die Kinder sind irgendwann groß, das geht schneller, als einem lieb ist. Und was die Zukunft bringt, weiß kein Mensch. Also lieber auch als Frau beruflich vorsorgen und "mitnehmen", was geht.

LG, Cinderella

Beitrag von widowwadman 17.12.09 - 22:49 Uhr

Auch wenn ich denke, dass sie den Job annehmen sollte, finde ich es nicht richtig den Partner bei so einer Entscheidung voellig zu uebergehen. Das Annehmen des Jobs hat Konsequenzen, die die gesamte Familie betreffen, also sollte das schon geklaert/besprochen werden, um Streitereien vorab aus dem Weg zu raeumen. Damit meine ich nicht, dass sie sich den Job verbieten lassen sollte, sondern, dass beide Partner ihre Bedenken, aber auch ihre Wuensche vorbringen koennen.


Eine Ehe zerbricht weniger an einem Job, sondern mehr an fehlender Kommunikation.

Beitrag von sriver 18.12.09 - 09:20 Uhr

Hallo,

das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich für mich würde es nicht machen. Ich hab selbst 4 Kinder, davon sind jetzt zwei erwachsen. Mit der Erfahrung von heute, finde ich es wichtig, für die Kinder nicht nur eine Durchgangsmama zu sein. In der Pubertät werden sich die Kinder von dir abnabeln, dass was du jetzt in Zeit investiert, wird sich dann auszahlen. Klar denkt man heute, die Kids sind gut betreut und sie fühlen sich auch den ganzen Tag in der Kinderkrippe wohl - aber das Ergebniss davon siehst du dann erst, wenn die Kinder in die Pubertät kommen. Ich habe auch meine Ausbildung Vollzeit gemacht, als die großen Kinder 4 und 6 Jahre alt waren, und ich habe klar gesehen, dass ich wieder mehr Ansprechpartner für die Kinder sein möchte. Du bekommst einfach viel weniger von ihnen mit, bei Problemen sind andere die Bezugspersonen. Wir haben dann die Kurve wieder gekriegt.
Das heißt natürlich nicht, dass es besser ist, ganz zuhause zu sitzen (ich arbeite auch, allerdings zur Zeit nur halbtags), aber es ist nur eine kleine begrenzte Zeit, in der du die Kinder stark für die Zukunft machen kannst.

LG und viel Glück
Sriver

Beitrag von bruchetta 18.12.09 - 09:36 Uhr

Ich sehe das auch so!
Es spricht ja nichts dagegen zu arbeiten, wenn die Kinder sowieso im Kindergarten o.ä. sind, aber sie werden so schnell groß...
Wenn sie älter sind, wirst Du wahrscheinlich nicht genau DAS Angebot bekommen, aber Du kannst Dich auch dann noch beruflich weiter entwickeln.

Beitrag von widowwadman 18.12.09 - 18:26 Uhr

Wuerdest du einem Vater dasselbe raten oder ist es bloss Muddi die nachhause gehoert und hoechstens nen 400 Eulen Job darf?

Ich fing gegen Ende meiner 9 Monate Elternzeit an die Waende hochzugehen. Ich bin ausgeglichener seit ich wieder voll arbeite, und das tut auch meinem Kind gut. (Und sozial angepasster als ein Kind das Mami die ersten 3 Jahre beim Putzen zugucken darf bevor es in den KiGa kommt, sind Krippenkinder meistens auch)

Beitrag von ayshe 18.12.09 - 18:43 Uhr

wahrscheinlich ;-)


bei uns war mein mann ein jahr zuhause.
und ich muß echt sagen, es hat auch den beiden sehr gut getan.

ich habe immer wieder väter erlebt, die von den kindern nie sooo akzeptiert wurden, wie es war, wenn der vater zuhause blieb.

ich bin sehr froh darüber, denn er kannte auch echt jeden pieps und pups bei unserere tochter haargenau.
auch wenn wir unterwegs waren, war nicht immer diejenige, die alles machen mußte.
ich brauchte auch niemals etwas sagen, denn er wußte immer ohne jedes wort, was gerade das problem war (langeweile, hunger, hose voll, müde, egal, eben alles).

Beitrag von widowwadman 18.12.09 - 18:50 Uhr

Mein arbeitet auch Vollzeit, war nur die ersten 3 Lebenswochen zuhause, aber die beiden verstehen sich glaenzend.

Solange man die Zeit nach Feierabend intensiv miteinander verbringt, ist das naemlich auch nicht wirklich ein Problem.



Beitrag von sriver 18.12.09 - 19:13 Uhr

Das kommt drauf an, wie man die Zeit gestaltet.

Soziale Anpassung war bei uns jetzt kein Problem, da wir viele Kontakte haben.
Und wenn die Mami die ersten drei Jahre nur putzt und zuhause bleibt, dann stimmt bei ihr was nicht.
Es liegt immer an einem selbst, was man draus macht.

LG Sriver

Beitrag von widowwadman 18.12.09 - 23:55 Uhr

Klar liegt es an einem selbst. Und manche gehen halt lieber arbeiten als in der Mami-Vortex zu versinken.

Beitrag von manavgat 18.12.09 - 10:35 Uhr

Na ja,

was willst Du jetzt auch machen, anderes als zu sagen, dass war

eine Spitzenleistung von mir?!

Wieviele Karrierechancen hättest Du denn - realistisch - gehabt?

Und wo nimmst Du die Weisheit her, Deine Kinder wären nix geworden, wären sie (gut) fremdbetreut worden?

Halllloooooo!

Gruß

Manavgat

Beitrag von sriver 18.12.09 - 13:44 Uhr

Halllloooooo,

wenn du lesen kannst, siehst du, dass ich geschrieben habe, dass das jeder selber entscheiden muss. Ich habs für mich so entschieden, das muss nicht für die TE gelten. Sie hat nach Meinungen gefragt, und sie hat eine Meinung bekommen, die auch gar nicht abwertend geschrieben war. Deshalb verstehe ich deinen Ton auch nicht ganz, und ich kann mich in keinem deiner Sätze wiederfinden.

Du hast nach meinen Karierrechancen gefragt? Ich hab mein erstes Kind mit 17 bekommen, hatte noch keine Berufsausbildung. Ich selbst war die ersten drei Jahre fremd betreut, und es hat mich traurig gemacht, wie wenig meine Mutter aus dieser Zeit von mir weiß. Ich habe dann über die Abendschule mein Abi nachgeholt, und hätte gerne Mathe und Physik auf Lehramt studiert. Leider war die nächste Uni 2 Stunden entfernt, und ich hab das für mich dann zurückgestellt, und statt dessen eine Ausbildung im öffentlichen Dienst gemacht. Auch hier habe ich nach der Ausbildung ein super Angebot ganztags von meinem Arbeitgeber gehabt, und ich habe statt dessen einen weniger lukrativen Halbtagsjob angenommen, beim gleichen Arbeitgeber.
Meine Erfahrung ist, dass sich immer eine andere Türe öffnet, wenn sich eine schließt. Manche Angebote kommen zu früh - vielleicht ergibt sich aber später noch was besseres, mit dem man jetzt noch gar nicht rechnet.
Ich hab auch im Freundeskreis (bei Ärzten, Betriebswirten) erlebt, dass es absolut nicht hinderlich war, mal im Berufsleben 3 Jahre kürzer zu treten.


LG Sriver

Beitrag von widowwadman 18.12.09 - 23:54 Uhr

Wenn deine Mutter wenig ueber deine ersten Lebensjahre weiss, liegt das aber nicht alleine an der Fremdbetreuung, sondern am drumherum.

Meine Tochter ist Montags bis Freitags von Viertel vor Acht bis halb Sechs in der Krippe und ich bekomme jeden Tag einen detaillierten Bericht ueber ihren Tag und bespreche beim Abholen natuerlich auch mit den Betreuern wie's laueft. Und dazu gibt's vierteljaehrlich noch nen Elternabend, so dass wir da nichts verpassen und im Bilde sind. Und zusaetzlich verbringen wir ja die Zeit, in der sie nicht in der Krippe ist und wir nicht bei der Arbeit gemeinsam als Familie.

Wenn du dich gegen Karriere und fuer nen Halbtagsjob entschieden hast und du damit zufrieden bist, ist das ok. Aber den Maertyrer-Mama-Heiligenschein aufzusetzen anderen Muettern, denen das nicht ausreicht ein schlechtes Gewissen einzureden ist nicht ok.

Beitrag von vollblutmami 20.12.09 - 10:55 Uhr

#pro

Beitrag von kathrincat 18.12.09 - 10:07 Uhr

dein mann kan ja auch zuhause bleiben, der der mehr verdient geht arbeiten, die stelle würd ich mir nicht entgehen lassen, vielleich auch eine gute kinderfrau suchen, damit du deine eltern ich überforderst.

Beitrag von linagilmore80 18.12.09 - 10:21 Uhr

Wenn die Stelle dich so reizt, dann greif zu! So eine Gelegenheit bietet sich nicht zweimal.
Und Du wirst die Zeit, die Du dann mit Deinen Kindern hast um so mehr genießen.

Beitrag von manavgat 18.12.09 - 10:33 Uhr

Jetzt gibt es mal einen Chef, der eine Mitarbeiterin nach ihren Fähigkeiten beurteilt und nicht (wie leider sehr häufig), Frauen diskriminiert! und was macht die Frau:

definiert sich über ihre Kinder und ist nicht in der Lage, die Chancen zu sehen.

Mann, Mann, Mann.

am liebsten würde ich dich mal gründlich schütteln!!!1

Wieviele Kerls haben Kinder und sind trotzdem beruflich erfolgreich und mehr als 1 x im Monat im Ausland?


Haben Deine Kinder keinen Vater!!!!?????

Gruß

Manavgat

Beitrag von luka22 19.12.09 - 21:08 Uhr

"Wieviele Kerls haben Kinder und sind trotzdem beruflich erfolgreich und mehr als 1 x im Monat im Ausland?"

Genau diese Kerls haben zu Hause eine treusorgende Frau, die zu HAuse das Zepter schwingt!

Liebe Grüße
Luka