Darf der Bürgermeister bestimmen, welchen KiGa ich auswählen soll?!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nadinsche77 17.12.09 - 20:38 Uhr

Huhu,
Das Dorf, in dem wir wohnen, hat zwar einen Kindergarten, aber erst für Kinder ab 3 Jahre. Da ich wollte, dass meine Tochter schon ab 2 in den Kindergarten geht, habe ich mich dafür entschieden, dass sie nicht in unserem Ort, sondern im "Hauptort" der Gemeinde" (2 km entfernt) in den städtischen Kindergarten gehen soll, der auch Kinder ab 2 Jahren aufnimmt.
Dort geht sie nun seit Oktober hin und fühlt sich pudelwohl. Der KiGa ist klasse, die Erzieherinnen gehen liebe- und respektvoll mit den Kids um: Ein rundum toller Kindergarten also, in dem ich meine Tochter gut aufgehoben weiß.

Es sind insgesamt 3 Kinder aus unserem Dorf, die in diesen Kindergarten gehen. Nun hat der Bürgermeister der Gemeinde beschlossen, dass diese 3 Kinder, sobald sie 3 Jahre alt sind, in den hier ansässigen Kindergarten gehen müssen. Das will ich aber gar nicht, weil ich von vielen Dingen weiß, die in diesem KiGa passiert sind (wie mit den Kids umgegangen wird, etc.), die mich zur Entscheidung gebracht haben, dass meine Tochter dort nicht gut aufgehoben ist.

Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich von dieser Entscheidung gehört habe. Und werde das natürlich versuchen rückgängig zu machen.

Ich habe doch die Wahlfreiheit, in welchen Kindergarten mein Kind gehen darf??? Und ich bin ja dort schon angemeldet, meine Tochter hat einen Platz, man kann sie doch jetzt nicht einfach rausschmeißen??

Sorry, jetzt ist's doch recht lang geworden. Aber vielleicht hat ja schonmal jemand was ähnliches erlebt und kann berichten. Oder vielleicht kenn sich jemand rechtlich aus und kann mir einen Ratschlag geben.

DANKE!
Nadine

Beitrag von bine3002 17.12.09 - 20:41 Uhr

Schau mal:
http://www.muttimedia.net/artikel/71

Beitrag von nadinsche77 17.12.09 - 20:47 Uhr

Ich danke dir!!!! Genau sowas habe ich gesucht :-)

Werde das gleich ausdrucken und dem doofen Bürgermeister schicken!

LG
Nadine

Beitrag von geheimnisgraemerin 17.12.09 - 21:36 Uhr

das ist politik. die gemeinde beteiligt sich an den kosten für den kindergarten. bringst du dein kind in eine andere gemeinde zahlt die gemeinde drauf. das tut sie nur dann, wenn sie die leistung nicht anbieten kann. als sie noch keine drei war konnte dei gemeinde die geforderte leistung nicht erbringen. jetzt schon.

am einfachsten ist es, wenn dein kind einen wohnsitz im einzugsbereich des anderen kindergartens hat. vielleicht kann man da was machen?

Beitrag von nadinsche77 17.12.09 - 22:41 Uhr

Hallo,

das ist ja der Punkt: Es ist die gleiche Gemeinde, nur ein anderer Teilort!!! Sie wäre also immer in der Gemeinde X im Kindergarten.

Aber natürlich ist es trotzdem Politik: Der Kindergarten, in den sie nun "umgesiedelt" werden soll, ist eben nicht so beliebt (meiner Meinung nach völlig zu Recht). Aber deshalb kann man die Leute doch nicht zwingen, die Kinder dorthin zu schicken :-[

LG und trotzdem Danke für deine Antwort!

Nadine

Beitrag von muriel347 18.12.09 - 07:29 Uhr

in diesem fall sollte er dich allerdings nicht zwingen können. wende dich an das amt, dem der bürgermeister untersteht und dort an die familienstelle. weigere dich, dein kind aus seinem sozialen umfeld raus zu nehmen. bitte den bürgermeister oder das amt um eine schriftliche stellungnahme und begründung für den wechsel.

ich drücke dir feste die daumen!

Beitrag von hope_elmo 17.12.09 - 23:10 Uhr

Hallo Nadine,

ja das kenne ich - ist bei uns auch so. Leider betrifft die Info, die Dir oben eine Userin geschickt hat, das Land Rheinland-Pfalz und hat mit BW gar nichts zu tun. Es hilft Dir also nicht wirklich weiter.

Ich komme auch aus BW (782..) und lebe auch in einem Dorf mit Hauptgemeinde und Teilgemeinden, die auch noch recht weit verstreut sind. Die Hauptgemeinde und 3 der Teilgemeinden haben jeweils einen Kindergarten.

Meine Tochter kam auch mit 2 Jahren in den Kindergarten. Er befindet sich in einer Nebengemeinde (wir gehören eigentlich zum Kernort), ist aber der einzige, der Kinder ab 2 Jahren aufnimmt. Mit 3 Jahren werden alle Kinder in den Kindergarten der zugehörigen Gemeinde umgesiedelt. Also alles so wie bei Euch. Man kann sich wehren, hat aber keine Chance, da es hier so in der Gemeindesatzung festgelegt ist. Vermutlich ist das bei Euch auch so.

Den Kindergarten, in welchen meine Tochter kommen sollte, fand ich schrecklich. Chaos pur. Ich wollte also auch alles daran setzen, dass sie da bleiben darf, wo sie ist. Ich wurde beim Bürgermeister vorstellig, beim Sachbearbeiter für Jungend und Soziales usw. Es ging nicht.

Nun haben wir aber in der Teilgemeinde, in welcher der Kiga ist, Verwandte. Ich hätte sie einfach dort mit angemeldet, und dann hätte sie bleiben können.

Der Zufall kam mir aber zu Hilfe. Die Gemeinde wollte sich ein neues Fahrzeug anschaffen und trat an mich als Gewerbetreibende und Mitwirkende im Gewerbeausschuss heran, ob ich das KFZ nicht - durch Aufbringung einer Werbung am Fahrzeug - mitfinanzieren würde. Ich bekam die Zusage zu einer sehr guten Fläche am Fahrzeug. Tja - dann habe ich meine Unterstützung einfach an die Zusage gebunden, dass meine Tochter in ihrem Kindergarten bleiben darf. Und siehe da - die Gemeinde erhielt von mir € 5.000,- und ich bekam eine tolle Werbefläche und meine Tochter durfte im "alten" Kindergarten bleiben.

Aber normalerweise hast Du da keine Möglichkeit.

Viele Grüsse,
Sabine

Beitrag von nadinsche77 18.12.09 - 10:13 Uhr

Hallo Sabine,

danke für die Info. Ich vermute mal, dass es hier noch nicht in der Gemeindesatzung festgelegt ist, da wir die ersten sind, deren Kinder in diesen anderen KiGa gehen und nun "umgesiedelt" werden sollen. Und diese Idee wurde nun ziemlich spontan geboren, denn bei unserer Aufnahme hieß es noch, dass sie bleiben darf (leider hab ich das nicht schriftlich...) Und falls sie die Satzung nun ändern, wäre das Datum ja NACH unserer Aufnahme in den Kindergarten.

Tja, Gewerbetreibende bin ich leider nicht, die Möglichkeit fällt also flach ;-)

Aber ich werde trotzdem alle Hebel in Bewegung setzen, dass sie bleiben darf. Wenn's um mein Kind geht, verstehe ich keinen Spaß #blume

LG
Nadine

Beitrag von linagilmore80 18.12.09 - 10:16 Uhr

Eine Hand wäscht die Andere... Schade, dass nicht alle Eltern 5.000€ für den Gemeindebus aufbringen können ;-)

Beitrag von kati543 18.12.09 - 01:59 Uhr

Blöderweise kann das der Bürgermeister doch. Wir wohnen in Hessen und hier ist es genau so. Wenn du willst, dass dein Kind weiter in den Kiga geht, kannst du den Platz auch selbst bezahlen. Die Möglichkeit gibt es immer.