Midi-Job+Ehegattensplitting?

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Beitrag von knopf1 17.12.09 - 21:20 Uhr

Kennt sich hier jemand mit Midi-Jobs aus?

In Wikipedia habe ich folgenden Satz gefunden:

"Die Inanspruchnahme der Midi-Job Regelung durch Arbeitnehmer ist klein im Vergleich zum Mini-Job (Mini-Job: 6.640.000, Midi-Job 720.000 - Stand 2004). Als Erklärung für diese vergleichsweise geringe Zahl werden mehrere Faktoren genannt. Einerseits bestehe mangelnde Kenntnis über diese Regelung, andererseits beschränke die steuerliche Veranlagung in Form des Ehegattensplittings den finanziellen Anreiz für eine Beschäftigung im Rahmen eines Midi-Job vorwiegend auf steuerlich getrennt veranlagte Personen.[1]"

Was genau bedeuted der Teil mit dem Ehegattensplitting?
Ist das für mich als Verheiratete mit Lohnsteuerklasse V, dann völlig unattraktiv?

Vielen Dank für Auskünfte...

Beitrag von sini60 17.12.09 - 22:08 Uhr

Bei einem 400,-- €-Job hast du keine Abzüge und musst diese Einnahmen auch nicht bei der Lohnsteuererklärung angeben.

Bei einem Midi-Job musst du deine Lohnsteuerkarte abgeben und bist dann selber krankenversichert und zahlst auch Lohnsteuer. Diese Einnahmen musst du aber bei der Lohnsteuererklärung angeben und sie werden zum Gehalt von deinem Mann hinzugerechnet.
In der Regel habt ihr zu zweit dann für eure beide Löhne zu wenig Steuern gezahlt und es erfolgt eine Steuernachzahlung.

Das heißt das man dann am Ende des Jahres nicht sehr viel mehr Geld verdient hat, als bei einem 400,-- €-Job.

Beitrag von knopf1 18.12.09 - 14:28 Uhr

Aha danke. Vielen Dank.
Das ist ja dann nicht so attraktiv.
Wenn jetzt aber die sehr nette Cheffin gerne möchte, dass man bißchen mehr arbeitet und man das dann halt aus Kulanz machen würde, dann ist doch aber trotzdem der Midi Job attraktiver, als das ganz normal als Teilzeitstelle laufen zu lassen oder?
Heißt das denn, dass ich wenn ich einen Midi-Job habe, auf jeden Fall nachzahlen muss, am Ende des Jahres?
Liebe Grüße und Danke nochmal...