Hundeerziehung - wann habt Ihr womit angefangen?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von kitty1979 17.12.09 - 21:31 Uhr

Hallo zusammen!

Seit Samstag haben wir ja nun unseren kleinen Ben hier. Bisher war er bis auf eine Ausnahme nur bei uns im Garten, also spazieren oder so waren wir noch nicht, das hatte uns der "Züchter" so empfohlen, damit er sich erstmal an uns gewöhnt. Wir werden morgen unseren ersten Ausflug wagen. An das Halsband hat er sich schon gut gewöhnt, mit der Leine hatte er bei dem einen Mal auch keine Probleme.

So, nun zu meiner Frage. Ich bin mir so unsicher, was ich mit ihm schon machen/üben kann und sollte. Er macht schon sitz auf Kommando, das hat mein Mann ihm beigebracht, damit er, wenn er von draußen reinkommt nicht gleich durchs gesamte Wohnzimmer fegt, sondern wir ihm erst die Pfoten auf der Matte vor der Terassentür abtrocknen können. Er hat auch schon begriffen, dass er im Bad nix zu suchen hat, auch wenn die Tür offen ist bleibt er (meistens) davor stehen.

Er kommt (eigentlich) auch schon, wenn man ihn ruft, heute ist er mir allerdings ein Mal abgehauen, hinter einem Mädchen her, dass an unserem Grundstück vorbei gelaufen ist. Wir müssen im Frühjahr einen Zaun bauen, bei den jetzigen Temperaturen (-7 Grad) bekommen wir ja nichts in den Boden rein. Wir wohnen hier erst seit 1,5 Wochen!

Was habt Ihr wann mit Euren Welpen geübt. Ben wird Sonntag 10 Wochen alt! Ich will den kleinen Kerl nicht überfordern. Wenn man "Aus" sagt, hört er sofort mit seiner Tätigkeit auf - er hat am Anfang oft an den Klamotten unserer Kleinen gezerrt und ist aufgeritten, aber das hatten wir nach 2 Tagen schon im Griff.

So, bitte gebt mir viele Tipps.....bin für alles dankbar.

Ach ja, wenn er im Auto im Kofferaum sitzt (haben nen Kombi) fängt er manchmal an zu winseln. Meistens, wenn wir meinen Sohn aus dem Kindergarten abholen. Ich lasse den Hund dann im Auto, hole meinen Sohn und wir fahren nach Hause. Dort begrüßen sich die Beiden dann erst richtig. Ist es in Ordnung, wenn wir ihn dann gar nicht beachten? Irgendwie tut mir der Knopf ja leid, aber ich will sein Theater ja nicht auch noch unterstützen!

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von kja1985 17.12.09 - 21:42 Uhr

Hallo,

ich habe mit meinem Welpen die ersten Wochen eigentlich nur "hier"geübt. Ständig und bis zum Erbrechen. Dafür habe ich jetzt einen absolut abrufbaren Junghund, er läuft nicht zu fremden Menschen, nicht zu fremden Hunden, lässt sich im Spiel abrufen. Das war mir sehr wichtig. Alles andere hab ich nach und nach geübt (Platz kann er z.B. erst seit vier Wochen, weil ich es nicht brauche).

Du musst Situationen in denen er fremden Menschen hinterherläuft unbedingt verhindern, in dem du ihn genügend motivierst oder notfalls einfängst bevor er sein Ziel erreicht. Und wenn er es doch erreicht die Person bitten ihn zu ignorieren. Sonst hast du auch später einen Hund der das macht, bzw. kriegst es nur schwer wieder raus.

So, als Nächstes würde ich viel Bindungsarbeit machen. Fütter ihn am Besten per Hand und sag vor jedem Bissen seinen Namen, damit er etwas Positives damit verknüpft und auch weiss das von dir was Tolles kommt.

Wenn er beim Auto fahren weint dann würde ich das auf Kurzstrecken ignorieren, auf Langstrecken hab ich meinen dann nach vorn geholt und mit Geschirr im Fussraum gesichert. Er fährt mittlerweile problemlos im Kofferraum mit (jault aber wenn er warten muss die erste Minute).

Kleiner Tipp: es ist nützlich dem Hund Pinkeln auf KOmmando beizubringen, wenn du es später mal eilig hast. Wenn mein Hund pinkelt sag ich jedes mal "fein Püschi" und mittlerweile geht er brav Pinkeln wenn ich ihn "geh Püschi machen" schick #schein

Viel Spass mit dem kleinen Süssen.

Beitrag von kitty1979 17.12.09 - 21:59 Uhr

Also ich rufe ihn auch öfter einfach mal so, und er bekommt dann immer ein Leckerchen von mir. Wir können ihn im Moment nicht aus der Hand füttern, sein Futter bekommt er nur zum Loben, ansonsten ist er wegen Durchfall (kommt wohl vom Schnee den er gefressen hat), auf Schonkost gesetzt.

Klar versuche ich ihn vorher einzufangen, aber die habe ich einfach zu spät gesehen. Ein Problem ist natürlich das nicht eingezäunte Grundstück - das lässt sich im Moment aber nicht ändern.....

Das mit dem Abrufen ist mir auch wichtig. Ich hoffe wir bekommen das so hin. Wenn wir morgen mit ihm aufs Feld gehen, ist es wohl besser ihn erstmal an der Leine zu lassen, oder? Einerseits denke ich mir, dass er wohl nicht einfach abhauen würde, aber was wenn doch....Ich bin mir einfach oft so unsicher, ist eben unser erster Hund. Und es gibt ja wie bei Kindern auch 1.000.000 verschiedene Meinungen. Ich handel eigentlich immer nach meinem Bauchgefühl, aber manchmal traue ich dem auch nicht so.

Lg Nicole

Beitrag von kja1985 17.12.09 - 22:18 Uhr

Hallo,

mein Hund war die ersten sechs Monaten fast komplett offline ;-) Also unangeleint. In dem Alter haben die Hunde noch einen gewissen Folgetrieb, den man ausnutzen sollte. Jetzt ist er schon einigermassen selbstständig und würde auch streunen wenn ich ihn nicht rechtzeitig abrufen würde. Also meiner Meinung nach ist das wirklich das Wichtigste, alles andere kann man später nachholen.

Ich habe meinem auch gelernt, dass Befehle erst aufgehoben werden müssen. Wenn ich sitz sage muss er sitzen bleiben bis ich mit "okay" meinen Befehl aufhebe. Das ist sehr praktisch im Alltag.

Damit du ihn schneller einfangen kannst kannst du ihm eine Schleppleine oder Schnur dran machen. Ne dünne Schnur kannste auch im Baumarkt kaufen und dann einfach mit einem Karabiner ans Geschirr, so kannst du ihn schneller einfangen, wenn er doch mal wo hin läuft wo er nicht hin soll. Denn es ist ganz wichtig zu vermeiden dass er mit weglaufen Erfolg hat.

Beitrag von farina76 18.12.09 - 06:21 Uhr

Hallo!

Ich hatte es da nicht besonders eilig mit der "Erziehung". Ich hab ja 2 Hütis und da war mir im ersten Jahr vorallem wichtig dass sie runter kommen können und wenig ausgelastet werden, am Platz liegen bleiben, nicht schnappen, Radfahrer und Spaziergänger in Ruhe lassen und kommen wenn ich sie rufe.

Alles andere hab ich gemacht wenn ich Lust und Zeit hatte. Für die BH hab ich mit nem Jahr angefangen zu trainieren.

LG

Beitrag von minimal2006 18.12.09 - 07:25 Uhr

Guten Morgen Nicole

Ich handhabe es, wie eine meiner Vorschreiberinnen.
Erst mal nur "Hier" und dann ein Leckerli.
Auch bis zum Erbrechen:-p;-)

Ich habe eine Bauchtasche an und fütter meine Welpen (die hier im Haus bleiben) fast ausschließlich aus der Bauchtasche.
Das habe ich bisher bei zwei Welpen gemacht und finde es einfach klasse.
Die Bindung, die so zwischen Hundeführer und Hund entsteht, ist meiner Meinung nach, eine ganz andere, als ich sie zuvor erfahren habe.

Stress dich und den Hund nicht.
Wenn du sicher bist, das er das gerade erlernte Kommando beherrscht, dann beginn mit dem nächsten.

Wir haben mit
"Hier" angefangen
dann "Sitz"
"Platz"
"Bleib"

Happy ist jetzt fünf Monate alt..
die oben genannten Kommandos beherrscht sie "eigentlich" ganz gut ;-).. manchmal geht der Terrier mit ihr durch..

Seid Sonntag lege ich ihr ein Leckerli VOR die Nase.. immer ein Stück näher.. bis auf die Pfote und sage "Nein!"
Sie läßt es so lange liegen, bis ich sage "hol's"

Es macht Spaß mit ihr.. sie ist sehr gelehrig.
Ich nehme sie überall mit hin... UND.. habe IMMER Leckerli in der Jackentasche! Das weiß sie und geht neben mir, als hätte man sie fest getackert :-)

Ich frage sie immer "Willst du was haben?"
Sie "nickt" dann und leckt sich die Schnauze... und dann gibts ein Leckerli.
Die Leute lachen sich immer schlapp über sie...

PS: Ich finde das Buch
"Lassie, Rex und Co" ganz toll und empfehle es auch meinen Welpenkäufern ..

Russellige Grüße
Tanja

Beitrag von andreag1302 18.12.09 - 08:35 Uhr

Hallo,
ich denke das erste und wichtigste Komando das ein Hund lernen sollte ist das Wort "Hier",das er in allen Situationen abrufbar ist und das lernst du vielleicht am besten an einer dünnen Schleppleine,zu deiner und deines Hundes Sicherheit,erst dann kommen alle anderen.
Viel Spass und Gute Nerven...

LG Andrea mit Sky#hund und Joy#hund