Meine Mutter ***Silopo***

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von mayauwilly 18.12.09 - 08:40 Uhr

Meine Mutter kann einfach nicht los lassen.

Gibt es noch jemanden hier dem es so geht?

Seit ich schwanger bin ist es immer schlimmer.

Am Mittwoch habe ich sie mit zum 3D US genommen, ich dachte sie freut sich, statt dessen
hatte Sie nur angst dass noch jemand vor Ihr mal mit beim US war. Der Arzt hat gesagt, "schön,
dass Sie wieder Besuch mit bringen". Aber er meinte nur meinen Freund, denn der ist sonst immer dabei.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.

jetzt ist das Spiel wieder so, dass mein Vater sich mit mir treffen will und reden will (das machen Sie immer so)
Sie spricht mich nie direkt an..
Ich kann das nicht mehr..

Ich bin fast 30.. Die sollen mich doch mein leben leben lassen!

Ich werde doch bald eine eigene Familie haben.

Findet Ihr es zu hart, wenn ich mich erst mal ganz zurück ziehe?
Ich habe Bauchschmerzen und mein Baby geht über alles..

Grüße Maya

Und sorry für das ganze blablabla

Beitrag von hanghuhn79 18.12.09 - 08:45 Uhr

Das mit dem andere vorschicken kenne ich nur zu gut.
Sag deinem Vater ganz lieb das du das toll findest wie er sich engagiert und das du nichts von ihm hören willst was deine Mutter angeht. Rede ganz normal mit ihm und block alles was deine Mutter ihm aufgetragen hat konsequent ab. "Soll sie mir selber sagen".
Hat bei mir damals in der Scheidungsphase gut funktioniert.
Das gleiche gilt für deine Mutter.
Sag ihn bei jedem Thema das dich stört oder aufregt, dass es dir leid tut, aber das du dafür im Moment keine Nerven hast. Das ist total schwierig, aber so hat es bei mir funktioniert.

Beitrag von dragonmam 18.12.09 - 08:46 Uhr

ich finde schon das es an der zeit ist los zu lassen!

will damit nicht sagen das sie keinen kontakt mehr zu dir haben soll aber ein bissien abstant würde nicht schaden! sie muss verstehen das du nicht mehr ihr kleiner liebling bist sonder bald selber mutter!

ich würde ihn noch einmal sagen das du dein freiraum brauchst und wenn das nicht hilft sich dann zurück ziehen!

gruss maja und babyboy 30 ssw

Beitrag von kleinundrund 18.12.09 - 08:49 Uhr

Hallöchen,

ich kann dir nur den eindringlichen Rat geben: Denk erstmal an dich und deine Familie!

Also ziehe dich vorerst zurück - wenn du ein besseres Verhältnis zu deinem Vater hast, dann erkläre es ihm.

Bei mir war es so, dass mein Vater völlig ausgerastet ist, als ich bekannt gegeben habe, dass ich schwanger bin. Er hat gemeint, dass das ein völlig verkehrter Zeitpunkt sei, ich müsse doch an meine Karriere denken (hab meinen Dipl-Ing erst letztes Jahr gemacht und wollte eigentlich mit der Promotion anfangen) und solle vorallem erstmal den Doktor machen und dann eine Weile arbeiten (dann wär ich allerdings ca. 40 Jahre alt...).
Er hat einfach nicht verstanden, dass wir uns nun mal FÜR Kinder und zwar JETZT entschieden haben. Ich hab den Kontakt dann zu ihm völlig abgebrochen. Zu meiner Mutter hab ich allerdings ein gutes Verhältnis und sie habe ich dann auf dem Laufenden gehalten.

Irgendwann bekam ich dann eine Mail von meinem Vater und mittlerweile weiss ich von meiner Mutter, dass er sich unheimlich auf seinen Enkel freut. Er hat sich damit abgefunden und es vor allem akzeptiert, dass ich erwachsen bin und meine eigenen Wege geht.

Ein sehr schmerzhafter Prozess für die Eltern....

Grüßle,
kleinundrund mit Benedikt im Bauch (ET-16)

Beitrag von mayauwilly 18.12.09 - 08:57 Uhr

DANKE#liebdrueck

Beitrag von 1979schatzi 18.12.09 - 08:57 Uhr

Ich hatte eine ähnliche Situation als ich damals mit meinem Mann zusammen gekommen bin.

Meine Mama hat Anfang ein extremes Theater gemacht, dass ich mich gar nicht mehr rühren würde, sie abweisen würde usw.
Das hat mich extremst gestresst.

Geholfen hat aber eigentlich wirklich nur eine gerade Linie meinerseits: Soviel Abstand wie ich gebraucht habe, soviel Nähe wie ich wollte. Und das hab ich aber ihr gegenüber auch offen kommuniziert. Kam mir anfangs auch etwas egoistisch vor, aber mit der Zeit hat sich die Situation echt beruhigt.
Klar kommen immer noch gelegentlich kleine Spitzen, aber ich hab da jetzt einfach für mich eine Sicherheit, was ich zulassen mag und was nicht. Und so hab ich eine Balance gefunden, um trotzdem noch den guten Kontakt zu ihr zu haben, der mir wichtig ist.

Bei meiner Mama war und ist es das Problem, dass sie nach der Familie keinen wirklichen neuen Lebensinhalt gefunden hat. Nebenjob, Ehrenamt...hätten ihr vielleicht geholfen.
Ich hab irgendwann begriffen, dass ich nicht dafür verantwortlich bin, das Leben meiner Mama mit Sinn oder Inhalt zu füllen.

Bin mal gespannt wie das wird, wenn mein Krümelchen auf der Welt ist...

LG

Schatzi mit Krümelchen 16+0

Beitrag von ennelea 18.12.09 - 09:48 Uhr

Hallo Maya,
die Geschichte rührt mich. Bin auch der Meinung, dein Vater sollte sich nicht vorschicken lassen. Such du das Gespräch bei deiner Mutter, sag ihr dass du sie über alles liebst, was für eine tolle Kindheit du gehabt hast und erkläre ihr dass du nun deine eigene kleine familie hast um die du dich kümmern musst, vor allem um deine Gesundheit. Erklär ihr dass sie ein bisschen mehr loslassen soll, dass es dir zu eng ist, du das Gefühl hast dich sooo viel um die Ängste und Sorgen deiner Mutter kümmern musst, dass für dich selbst kein Platz mehr bleibt. Denke sie wird verstehen dass sie dich eher belastet als entlastet.
Bei mir ist es leider völlig andersrum. Meine Mutter würde nie im Traum einfallen mit mir zum US mitzukommen, ihre Arbeit und ihre Tiere sind ihr wichtiger. Das Schmerzt manchmal. Aber zurechtkommen muss ich damit auch. Bzw. auch ich muss loslassen, anscheinend mehr als normal.
Das nur zur anderen Seite :-)
lg
enne

Beitrag von regenschein 18.12.09 - 10:16 Uhr

Hallo,

hier kannst du mal lesen, wie es mir meist geht:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&tid=2400876


Aber alles ist das noch lange nicht. Wehe ich war mal nicht pünktlich 1 mal die Woche bei ihr. Dann wird mir sofort hinterhertelefoniert, wo ich bin, war, usw.
Arzttermin gebe ich schon gar nicht mehr bekannt, denn sobald ich heim bin, wird angerufen und gefragt was gemacht wurde. Im Moment bekomme ich so´ne Art Taschengeld (mit 26 und verheiratet!) Ich komm mir dadurch so gekauft vor, als ob sie damit sicherstellen will, daß sie das Kind dann auch oft genug sieht.
Aber ich trau mich nicht, was zu sagen, die Reaktionen sind sehr heftig und beleidigt. Da ich mit knapp 20 mal einen sehr doofen Fehler gemacht habe, wird garantiert daruf dann rumgeharft und mir Undankbarkeit vorgeworfen. Ich hätte auch gern mehr Abstand (besonders nach der Geburt) aber ich schätze mal, das bleibt ein Traum.