Noch gar nicht entbunden und schon Leistungsdruck...

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von hanghuhn79 18.12.09 - 09:17 Uhr

Hallo zusammen,
ich schiebe noch bis Februar meine Kugel vor mir her.
Zwei Bekannte / Freundinnen haben kürzlich entbunden und sind auf der Schiene Powerfrau. Kaum aus dem Krankenhaus, die eine hat trotz Kaiserschnitt sogar einen Tag verkürzt, sofort in den Alltag und schnell hierhin zum einkaufen und viele Leute zu besuch und kochen und alles.
Bei der einen Freundin war es jetzt das zweite Kind und der Kaiserschnitt hat über 2 Stunden gedauert, weil ihr Gewebe so vernarbt war. Meine Hebamme meinte das könnte auch mit der Belastung direkt nach der Operation zusammenhängen, da sie sich überhaupt nicht geschont hat und da ist es dann nicht richtig zusammengewachsen.
Sie sieht das ganz anders und wenn ich schon mal vorab anmerke, dass ich mich die erste Zeit schonen möchte, verdreht sie die Augen.
Auch mein Mann ist der Meinung das schon alles so weiterlaufen soll wie jetzt, denn ich bin ja den ganzen Tag zuhause und das Kind schläft ja sowieso die meiste Zeit.
Habe jetzt schon fast mehr Angst vor dem Druck danach als vor der Geburt selbst.
Von meiner Mutter habe ich auch nichts zu erwarten, die kommt uns nie besuchen und beschwert sich nur wenn wir mal nicht kommen.

Beitrag von anya71 18.12.09 - 09:35 Uhr

Oh je, keiner kann wissen, wie die Geburt verläuft. MAnche sind viell. schon nach ein paar Tagen einigermaßen fit. aber Schonung ist wichtig, nicht umsonst gibt es das "Wochenbett". Und was Dein MAnn sagt:-[ Wer kriegt denn das Kind. Es ist (KS oder nicht) eine enorme Belastung für den Körper- schon die SS. Ich habe z.B. bei meiner 2. Entbindung so viel Blut verloren, dass ich fast 1 Woche nur kurz aufstehen konnte, weil mein Kreislauf im Keller war. LAss es ran kommen und dann mach, was dein Körper sagt, Du wirst Dir nie verzeihen, wenn Du nachträglich Komplikationen bekommst nur weil Du den anderen nicht nachstehen wolltest.
Schwäche zeigen erfordert die größte Stärke!!!
Alles Gute
Anja

Beitrag von sonne108 18.12.09 - 09:42 Uhr

Hallo

zeig doch mal Deinem Mann diesen Artikel: http://www.urbia.de/topics/article/?id=9316

Vielleicht macht er ja dann nicht mehr so viel Druck auf Dich.
Und von den Freundinnen würde ich mich überhaupt nicht beeindrucken lassen. Sie machen ihr Ding und Du Deines.

lg Sabine

Beitrag von goldengirl2009 18.12.09 - 09:44 Uhr

Sprich klare Worte mit Deinem Mann, eventuell sollte das auch Deine Nachsorgehebamme machen (wenn Du ene hast).
Ich gehöre aber auch zu den Frauen die gleich wieder fit sind und alles machen wollen.
Mich hat mein Mann etwas "bremsen" müssen.

Gruß

Beitrag von anyca 18.12.09 - 12:32 Uhr

Faustregel meiner Hebi:

Zwei Wochen im Bett
Zwei Wochen ums Bett
Zwei Wochen ums Haus.

Ich habe in der ersten Woche den Fehler gemacht und doch minimale (!!!) Sachen im Haushalt gemacht, wirklich nur mal fünf Minuten hier und da. Resultat: Milchstau mit 40 Grad Fieber, ich war so schwach, daß ich nicht mehr alleine aufs Klo konnte, da mußte mein Mann mich stützen! Eine Woche absolute Bettruhe.

Ich kann Dir nur raten, mach Deinem Mann klar, daß Du die ersten zwei Wochen NICHTS tust außer stillen!

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 12:39 Uhr

Hallo,

wie kommt denn Dein Mann drauf das das Kind die ganze Zeit schläft?

laß Dich nich unter Druck setzen
genieß die Zeit die ist so schön
wenn andere durch die Zeit rasen wollen sollen`se doch machen

allerdings solltest Du mit Deinem Mann reden
nichts wird mehr so sein wie vorher
ihr seid dann zu dritt

liebe Grüße Manja

Beitrag von 1374 18.12.09 - 12:53 Uhr

Hallo!
Das versteh ich auch immer nicht.
Es ist doch kein zeichen von schwäche, wenn man die erste Babyzeit geniesst, Ruhe dafür hat und sich schont!
Ich habe die ersten 2 wochen fast nur im bett verbracht.
Beim ersten kind haben wir viel zu dritt gekuschelt, mein Mann hat alles gemacht und sehr drauf geachtet, dass ich dann auch nur langsam mehr und mehr übernommen habe.
Beim 2. Kind war es ähnlich.
Mein Mann hat mir den Rücken frei gehalten, hat den "Grossen" bespasst, haushalt und Co gemacht und ich habe auch im Bett gelegen und die Zeit genossen.
War nach beiden Geburten echt fit, aber es war einfach schön diese ruhige Kennlernzeit und es war sooo gemütlich!
Gönn Dir diese schöne Zeit mit dem besten wissen und gewissen!
Gerade für die neufindung als familie ist es wertvoll gemeinsam (auch zu dritt!!!) zeit zu haben.
Diese besondere erste Babyzeit kommt nie wieder und auch deshalb finde ich es schade, wenn manche meinen es wäre schwach oder nicht möglich sich eine Auszeit (im bett) zu nehmen.
Und viele übernhemen sich einfach körperlich und bekommen dann später die rechnung.
Auch wenn man sich fit fühlt, der Körper hat viel geleistet und braucht auch erholung!
Eine gute Geburt, eine wundervolle babyflitterwochenzeit und schöne Weihnachten,
1374

Beitrag von kate1 18.12.09 - 13:18 Uhr

Lass dich nicht unter Druck setzen von niemanden. Als ich meine erste Spontane Geburt hatte, war ich wahrsten sinne des Wortes erst mal für gar nix zu gebrauchen, sogar mein Blutdruck ist so abgesackt 60/40 bin auch in Ohnmacht gefallen. Beim ersten KS bin ich es langsam angegangen und bei 2 KS hab ich direkt Vollgas gegeben, wofür ich aber auch ganz schnell bezahlt habe, die Narbe wollte und wollte in der Mitte (so 2-3 cm) einfach nicht zugehen. Du wirst selber sehen wie es dir danach geht und was du dir zumuten kannst und was nicht. Meine Schwägerin (27 Jahre) hat auch 3 Kinder Spontan zur Welt gebracht, sie ist nach den Entbindungen 2 Std. im KH geblieben zur Kontrolle, und dann ging es nachhause, sie hat uns bedient mit Kaffee und Kuchen ist ganz normal aufgestanden und hin und her gelaufen, ich konnte es gar nicht glauben das sie noch paar std. davor ein Baby bekommen hat...
Es ist bei jeden anders.
LG kate

Beitrag von kja1985 18.12.09 - 13:19 Uhr

Huhu,

hatten sie denn eine Wahl? Bei meiner Tochter musste ich direkt nach dem Krankenhausaufenthalt wieder voll einsteigen. Mann war arbeiten, half nichts. Und meine Tochter hat nicht die meiste Zeit geschlafen sondern geschrien.

Den Kurzen hab ich bei meinen Eltern bekommen, war zwar nach drei Stunden wieder zuhause aber dann hab ich mich vier Wochen auf Bett und Couch gefläzt und hab mein Baby gestillt. Zwischendurch mal spazieren oder shoppen, mehr hab ich nicht gemacht. Das war schön ;-)

Beitrag von schnabel2009 18.12.09 - 14:48 Uhr

Ich bin selber so ein wibbeliges Stehaufmännchen und bin nur sehr ungern krank.
Ich habe mich nach beiden KS superschnell wieder hochgerafft und bin sogar nach dem 1. KS mit dem Auto zum Fäden ziehen gefahren.
Diesmal habe ich mir fest vorgenommen Ruhe zu bewahren und mich zu schonen. Gut getan hat mir dieses Herumgerenne nämlich nie, ich hatte nach dem 2. KS oft Schmerzen, weil ich mich überanstrengt habe.
DU hast das Kind bekommen und DU entscheidest, wie der Hase läuft!
Meine Mutter ist Deiner sehr ähnlich und bewegt ihren Hintern so gut wie nie zu uns, erwartet aber, dass wir da auftauchen. Das hat (zusammen mit vielen Kleinigkeiten) sogar nach der Geburt unseres 1. Sohnes zum Kontaktabbruch geführt.
Lass Dich nicht von anderen vermeindlichen "Supermüttern" irritieren und mach das, was DIR gut tut und hau ordentlich auf den Tisch--das habe ich nämlich nach der 1. Geburt nicht gemacht und man kann es eben nicht allen Recht machen--muss man auch nicht!!

LG schnabel

Beitrag von lucy83 18.12.09 - 18:00 Uhr

Hi,

ohje..also ich hatte einen KS 07,war 5 Tage im Krankenhaus und hätte mein mann danach nicht zwei WOchen Urlaub gehabt,wäre ich auch noch länger im Krankenhaus geblieben.Gerade mit KS können die Meisten nicht gleich wieder alles,bei mir hat es fast zwei Wochen gedauert bis ich wieder einigermaßen aus dem Bett kam(alleine).Ausserdem SOLL man sich soch auch schonen,eben weil sonst das Gewebe vernarbt.
Also ganz ehrlich,hätte ich nicht so einen tollen Mann an meiner Seite gehabt,der mir geholfen hat wo es nur ebend geht,der sich auch nach seinem Urlaub sofort um den Kleinen gekümmert hat als er von der Arbeit kam,hätte ich wahrscheinlich nur heulend da gesessen.
Für mich waren die ersten Wochen nicht leicht,plötzlich hat man so viel verantwortung,das Baby schreit und man weiß manchmal nicht warum,manchmal kam ich kaum zum duschen oder zum Kochen,die Wäsche blieb liegen..man ist kaputt weil man alle paar stunden geweckt wird...für MICH wars nicht einfach.
Meine Mama hat für uns die erste woche gekocht(vielleicht kannst du vorkochen und das essen einfrieren?) und bestimmt die ersten vier wochen gewaschen und gebügelt,das war soooo toll.
Ich hoffe du wirst unterstützung von deinem Mann bekommen,es ist nicht alles so einfach wie man sich das vorher vorstellt..
lg

Beitrag von joulins 18.12.09 - 20:35 Uhr

Deine Bekannte verdreht die Augen, weil es schon das zweite Kind war, und sie eine ziemlich realistische Vorstellung von der VIELEN Schonung hat, die man als Mehrfach-Mutter nach der Geburt des zweiten Kindes hat ... #rofl Fakt ist: wenn man auch nur einmal aufsteht, um dem Mann zu helfen, die Flaschen auszukochen, dann geht der Rest der Familie davon aus, daß der Laden ab sofort wieder MIT Mutti läuft. ;-)

Dennoch wünsch ich dir eine schöne Geburt ... und drück dann mal die Daumen, "daß das Kind ja sowieso die meiste Zeit schläft". #cool

Dat wird schon, auch wenn es anders wird! #pro Irgendwie muss es ja werden ... aus der Nummer kommste nämlich sowieso erst mal für SEHR lange Zeit nicht mehr raus ...

Alles Gute! #klee
Joulins

Beitrag von luna1976 18.12.09 - 22:23 Uhr

Hallo,

keiner weiß wie es so ist nach der Geburt.

Du mußt das machen, wonach Dir ist.

Ich war auch direkt viel unterwegs und habe mich kaum geschont, aber mir war auch nicht danach.

Warte einfach ab!

Lieben Gruß Luna

Beitrag von widowwadman 19.12.09 - 10:06 Uhr

Bei mir war's genauso. Ich glaub ich waer depressiv geworden haette ich wochenlang das Bett gehuetet.

Beitrag von miamina 18.12.09 - 23:09 Uhr

Hallo,

kann dir nur raten die Zeit im Wochenbett, nichts zu tun bzw. nur sehr wenig! Lass dir Leute reden und die Augen verdrehen, wie sie wollen!
Hab den Fehler gemacht und gleich am ersten Tag daheim (unserer Tochter war vier Tage alt), die ganze Wohnung geputzt, neue Vorhänge aufgehangen, Wäsche gewaschen und aufgehangen etc. pp. So ging es auch die nächsten Tage weiter, ich war immer in Action, hier und da unterwegs, die Bude war ständig voller Besuch, ich hab gekocht und gebacken wie ne blöde und eben geputzt. Hatte kaum Schlaf und somit irgendwie nie Zeit und Ruhe die Geburt ( Not KS unter Vollnarkose) zu verarbeiten. Ich war irgendwann nur noch genervt vom Mama sein und hätte am liebsten meine Koffer gen Süden gepackt....! ;-)
Daraus resultierte dann eine Wochenbettdepression und unerklärliches Fieber. Das hat mich dann völlig in die Knie gezwungen und ausgebremst. Da ging echt nichts mehr!
Gott sei dank hatte ich ne super Hebamme und habe eine tolle Familie die mir unheimlich geholfen habe, sodass ich nach ein paar Wochen wieder hergestellt war.
Also schone dich, tu wonach dir ist und genieße das Mama sein! :-)

LG Mia

Beitrag von miamina 18.12.09 - 23:10 Uhr

Rechtschreibfehler bitte ignorieren! :-)