Keine Freunde...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von nofriends 18.12.09 - 10:57 Uhr

Mal ehrlich - was würdet ihr denken, wenn ihr mit jemanden zusammen seid, der absolut keine Freunde hat?
Mein Freund und ich kennen uns seit 4 Monaten und er ist echt ein Netter, Hübscher, Liebevoller, Zärtlicher, Erfolgreicher usw.

Was mich einfach stört: Er hat so viel mit seiner Arbeit, mit mir :-) und mit anderen Sachen zu tun, dass er überhaupt keine Zeit mit Hobbies / Freunden verbingt.
Er hat zwei gute Freunde, die weiter entfernt wohnen, hat aber kein Interesse, mal mit Kollegen oder so zum Weihnachtsmarkt zu gehen, ein Bier zu trinken o.ä.

Seine "Freunde" hat er seit drei Monaten nicht mal angerufen!
Ich habe einfach Angst, dass er mir dadurch zuwenig Input gibt - oder aber, dass er mir ein schlechtes Gefühl (ala ich vermiss dich soooo) gibt, wenn ich denn losziehe, was mir sehr wohl wichtig ist.

Was meint ihr???

Beitrag von stemirie 18.12.09 - 11:04 Uhr

So wie Dein Freund ist, exakt so ist auch mein Mann ;-)
Es gibt wenige Freunde, so gut wie keine Hobbys. Sein Leben besteht aus Arbeit, Arbeit und nochmal Arbeit. Wenn er dann zuhause ist, ist er natürlich ziemlich groggy. Er freut sich, wenn mal ein Freund zum Kaffee vorbei kommt, oder er mal mit einem Freund was trinken geht. Das kommt aber sehr selten vor. Ansonsten unternehmen wir zusammen als Familie viel.

Also bei uns ist es so, dass ich sehr wohl unterwegs bin, alleine losziehen kann - ohne irgendwelche Probleme. Mein Mann erwartet nicht von mir,dass ich es genauso handhabe wie er.

LG

Beitrag von öööö 18.12.09 - 11:15 Uhr

Hallo!

Also ich finde das auch nicht gut.
Mein Partner hatte immer viele Freunde, allerdings fand ich die "Beziehungen" sehr oberflächlich. Ich habe andere Vorstellungen von Freundschaften, also nicht nur trinken und so.

Nun, seit wir enger zusammen sind, geht er kaum noch weg und pflegt seine Freundschaften auch nicht mehr. Ich finde das gar nicht gut.
Denn ich hatte das schon mal bei meinem Ex und irgendwann hab ich dann mal vorgehalten bekommen, dass die Freundschaften wegen mir auseinander gegangen sind. #gruebel

Ich meine, es ist ja normal, dass man frisch verliebt enger zusammenhockt. Aber trotzdem muss man auch mal mit Freunden was machen. Das ist doch eine schöne Abwechslung. Ich verstehe die Männer da nicht.

LG

Beitrag von echtjetzt 18.12.09 - 11:49 Uhr

Was heisst hier "die Männer"?!

Bei mir gilt immernoch "bros before hoes"!

Aber das wollt "ihr Frauen" ja auch nicht ~~

Beitrag von ......??....... 18.12.09 - 11:54 Uhr

Naja ein ausgewogenes Verhältnis wäre schon nicht schlecht.
Natürlich sollte der Partner an 1. Stelle stehen (finde ich), aber die Freunde sollten auch nicht vernachlässigt werden. Und vor allem, es dann dem anderen Partner später zum Vorwurf machen, finde ich blöd #schmoll

Ich weiß dieses Jahr gar nicht, wann ich seine Weihnachtsgeschenke einpacken soll, weil er immer da... ;-)

Beitrag von echtjetzt 18.12.09 - 12:23 Uhr

Zugegeben, ganz so radikal sind meine Prinzipien nicht. Hängt auch immer von der Länge/Qualität der Beziehung ab.

Aber ich persönlich kann mir nicht vorstellen, meine Freundschaften für irgendwas (oder -eine) aufzugeben.

Beitrag von öööööö 18.12.09 - 13:01 Uhr

Das hat meiner vorher auch gesagt... ;-)

Beitrag von echtjetzt 18.12.09 - 13:25 Uhr

Dann gibt es 2 Möglichkeiten:

1. Du bist die absolute Traumfrau, die einen alles um einen herum vergessen lässt

oder

2. Seine Beziehungen zu den Freunden waren wirklich nicht sehr intensiv.

..Was ich von einigen meiner Freundschaften schon behaupten kann.

Und überhaupt bin ich nicht so der Typ, der sich derart auf seine Freundin fixiert. Am Anfang einer Beziehung natürlich in normalem Maße, aber nicht so, dass gleich alle Freundschaften einschlafen.

Beitrag von ööööö 18.12.09 - 13:36 Uhr

Natürlich 1. ... #schein

Nein mal im Ernst, er sagt es zumind. immer so.
Wir sind nicht mehr ganz so jung und mit keiner der vorherigen Freundinnen hat er so eine enge Beziehung gehabt. Man sieht auf Fotos, dass er früher viel gefeiert hat, ob mit oder ohne Freundin. Das ist nun nicht mehr so.

2. trifft aber auch zu, wobei er schon auch ein paar engere Freunde hatte, bei denen er sich aber auch kaum noch meldet. Finde ich nicht gut #aerger

Beitrag von agostea 18.12.09 - 11:17 Uhr

Ich habe die Erfahrung gemacht, das Menschen, die kaum soziale Kontakte haben - sprich Freunde/Vertraute, und deren einziger Fokus auf Partner und Muddi/Vaddi gerichtet ist, einen an der Klatsche haben.

Für mich käme kein Partner (mehr) in Frage, der keinen eigenen Bekanntenkreis hat. Muss ja nicht gross sein, aber ein, zwei Kumpels sollten es sein.

Menschen, die Arbeit oder dergl. vorschieben und deshalb angeblich keine Freunde haben, kommen mit anderen längerfristig nicht klar, ecken an und können sich schlecht integrieren. Was letztlich der Grund für ihr Einzelgängertum ist.

Meist verbergen sich grosse Egoisten dahinter, die auch in anderen Bereichen Schwierigkeiten haben (übersteigerte Eifersucht, emotionale Kälte etc).

Meine Erfahrung.

Gruss
agostea

Beitrag von -sylvi- 18.12.09 - 12:26 Uhr

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Menschen, die Arbeit oder dergl. vorschieben und deshalb angeblich keine Freunde haben, kommen mit anderen längerfristig nicht klar, ecken an und können sich schlecht integrieren. Was letztlich der Grund für ihr Einzelgängertum ist.

Meist verbergen sich grosse Egoisten dahinter, die auch in anderen Bereichen Schwierigkeiten haben (übersteigerte Eifersucht, emotionale Kälte etc).
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Diese Erfahrung teilen wir, v.a. den letzten Punkt! Traurig...

Beitrag von hoda1979 18.12.09 - 11:46 Uhr

Hallo,

es kommt nicht auf die Zahl der Freunde an, sondern auf die Qualitaet der Beziehungen. Seltener Kontakt muss auch nicht unbedingt heissen, dass da keine Tiefe besteht.

Ich habe z.B. auch nicht viele Freunde, weil mir oberflaechliche Kontakte (nur Small Talk und um die Haeuser ziehen usw.) so gar nicht liegen. Dafuer sind diese wenigen Freundschaften sehr intensiv. Allerdings muss man sie pflegen.

Und DAS ist es, was mir an deiner Stelle Sorgen machen wuerde. Wenn man ueberhaupt kein soziales Netz hat, und sich nur auf den Partner fixiert, kann man in Krisensituationen tief fallen. Fuer die Partnerschaft ist es auch manchmal gefaehrlich. Eben weil, wie du schon schreibst, schnell der Anspruch entstehen kann, den Partner "fuer sich" haben zu wollen, und weil aeussere Einfluesse und damit auch Gespraechsthemen fehlen.

Kann natuerlich sein, dass dein Freund bei eventuellen Problemen Trost oder Ablenkung in noch mehr Arbeit suchen wuerde - und moeglicherweise auch findet. Solche Menschen gibt es. Ob das nun gut ist oder nicht, steht ja auf einem anderen Blatt. Ich wuerde ihn trotzdem ermutigen, den Kontakt zu seinen beiden Freunden zu halten. Vielleicht hat er sie deshalb so lange nicht angerufen, weil ihr ja noch ganz in eurer ersten Verliebtheitsphase steckt. Er sollte aber nicht den Fehler machen, deshalb alles drumrum zu vergessen.

LG Hoda

Beitrag von bruchetta 18.12.09 - 12:59 Uhr

Mein Mann hat auch keine Freunde. ;-)
Er hat wenig Zeit, arbeitet viel und ist sowieso ein häuslicher Typ.
Er hatte mal ganz gute Kontakte zu ehemaligen Arbeitskollegen, aber er pflegt das nicht weiter.
Er hängt allerdings sehr an seinem großen Bruder, der im Nachbarort lebt.
Wir haben auch ein paar gemeinsame Freunde, wobei das eigentlich Freundinnen von mir sind, mit deren Männern er gut zurecht kommt.
Mein Mann hätte niemals ein Problem damit, wenn er allein wegginge.
Und das ich durch ihn nicht genug Input bekomme, empfinde ich auch nicht so.

Beitrag von schwarzekatze 18.12.09 - 13:09 Uhr

Hallo,

also bei mir würden sämtliche Alarmglocken schrillen#schock

Man(n) braucht ja jetzt keinen riesen Freundeskreis, aber so ein/zwei gute Freunde die man mehr oder weniger regelmäßig sieht braucht meiner Meinung nach jeder.

Jemand der gar keine Freunde hat, ist in meinen Augen psychisch auffällig und egal wie hübsch/nett/erfolgreich ein Mann ist, ich würde die Flucht ergreifen.

Meine Erfahrung ist nämlich, dass in einer Partnerschaft mit so einem Eigenbrödler irgendwann einiges aufkommt/ nachkommt..egal wie toll der Anfang war. Und wenn man mal was mit eigenen Freunden unternehmen will, hat man entweder ihn ständig am Rockzipfel hängen (und es kann nerven, IMMER den Partner dabeizuhaben) oder er bleibt missmutig zu Hause und macht einem ein schlechtes Gewissen.

Schlimmer noch, wenn er dich so vereinahmt bzw. vereinnahmen will, dass du irgendwann auch nur noch mit ihm planst du deine Freundschaften auf der Strecke bleiben.

Kann dir nur raten, dich nicht zu sehr verfügbar für ihn zu machen, egal wie viel er schmollt und "ich vermiss dich" säuselt.

Es sollte dir nicht allzu wichtig sein, wie er sich fühlt, wenn du alleine losziehst. Meiner Erfahrung nach verstehen es solche Menschen ganz besonders, einem ein schlechtes Gewissen zu machen. Aber daran, dass er dann so ganz einsam ist ohne dich, ist ER Schuld, nicht du!

Würde das ganz genau im Auge behalten an deiner Stelle.

LG

Beitrag von frau.mecker 18.12.09 - 13:25 Uhr

Mein Ex-Mann sowie Ex-Freund hatten auch keine Freunde und keine Vereinsmeierei.

Das war sehr stressig, da meistens nur was mit meinen Freunden unternommen wurde und wir ziemlich "einsam" lebten.

Gedanken musst du dir nur machen, wenn er sich an deine Freunde ranschmeisst (mein ExFreund hat das mit meinen dunkelhaarigen Freundinnen gemacht)...

mfg