Mal ehrlich: Gibt es Babies, die nur von MuMi nicht satt werden?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von baby09 18.12.09 - 12:08 Uhr

Aus allen Ecken höre ich "MuMi macht satt, wenn man das Kind nach Bedarf anlegt", aber mal ehrlich: Ich habe nicht mehr den Eindruck. Tim ist jetzt 17 Wochen alt, wiegt 8100 g und ist 68 cm lang. Also ein richtiger Brummer. Er wird nach Bedarf gestillt und das mache ich auch wirklich gerne. Ich wäre sogar traurig, wenn ich ihn zufüttern müsste. Darum geht es mir also nicht. ABER: Er will tagsüber mindestens alle 2 Stunden trinken und nachts sogar alle 1-2 Stunden. Und selbst, wenn er gerade getrunken hat, scheint er mir irgendwie unzufrieden. Das ganze geht jetzt schon an die 6 Wochen so und ich habe den Eindruck es wird immer schlimmer. In den letzten beiden Wochen hat er auch nur noch 60 g zugenommen. Ich habe schonmal an Blähungen gedacht, aber selbst wenn er gepupst und gekackert hat meckert er rum und erst wieder ruhig, wenn ich die Brust gebe. Aber wie gesagt: Er ist irgendwie nie so richtig zufrieden. Kann es echt sein, dass mein Brummer mehr braucht als nur MuMi? Oder kann ich meine Milch irgendwie gehaltvoller bekommen? Ich habe sicherlich genug, aber vielleicht ist sie nicht sättigend genug!?
Und vorallem: Welche Milch sollte ich wenn denn zufüttern? Da er schnell mit Blähungen und Bauchschmerzen reagiert habe ich da richtig Angst vor. Menno, ich finde das gerade richtig blöd. Könnt Ihr uns helfen?

LG Yvonne mit Tim

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 12:13 Uhr

Hallo,

eine Freundin von mir aht sich gefreut stillen zu können
wunderbar nur der kleine Mann nahm nich zu
er zog einen ganzen Liter am Tag und hatte nach 8 Wochen geade 500 gramm zugenommen
die Milch war einfach wie Wasser.

Man kann die Milch analysieren lassen was Nährwert angeht

meine Moppeline wird auch gut satt (9kg#schwitz)

LG Manja

Beitrag von lilliana 18.12.09 - 12:16 Uhr

wenn ihr kind voll gestillt mit 4 Monaten gut 8 kg wiegt, ist die Milch wohl nahrhaft ;-)

Beitrag von mansojo 18.12.09 - 12:19 Uhr

war ja nur ein Beispiel
das es auch keine nahrhafte Milch gibt;-)

Beitrag von culturette 18.12.09 - 14:57 Uhr

Milch zu analysieren halte ich bei ausgewogener Ernährung für überflüssig. Außerdem kann sich der Nährwertgehalt jeden Tag ändern, man müsste also mehrmals prüfen lassen um einen Durchschnittswert zu bekommen.

Beitrag von lilliana 18.12.09 - 12:15 Uhr

Muttermilch ist immer gleich gehaltvoll und sättigend. Daran kann es eigentlich nicht liegen. Und die Abstände von denen du schreibst finde ich jetzt auch nicht unnormal... #gruebel

Die ständige Unzufriedenheit würde ich also einfach mal so aus der Ferne nicht als Grund von nicht satt sehen. Wer weiss was ihn ärgert.

Viele Kinder werden auch viel zufriedener, wenn sie endlich mobil sein können :-)

LG
Lilliana mit dauernörgeligem Schreikind Emilia, Tag und Nacht stündlich gestillt ;-)

Beitrag von baby09 18.12.09 - 12:19 Uhr

Hallo und vielen Dank für Deine Antwort. Mal ganz ehrlich: Du kannst doch nicht ernsthaft glücklich damit sein Dein Kind jede Stunde stillen zu müssen. Dann machst Du am Tag ja nichts anderes mehr!? ;-)

LG Yvonne

Beitrag von lilliana 18.12.09 - 12:42 Uhr

mhmm also mir nimmt das stillen keine zeit weg. sie trinkt vielleicht 2-3 minuten im durchschnitt. zuhause kommt sie her, wenn sie was will und kriecht mir in den ausschnitt. da 3 minuten sitzen zu bleiben bei ihr tut mir nicht weh, zumal ich sowieso bei ihr bin. ich bin deswegen nicht weniger unterwegs, aber inzwischen stillen wir so unkompliziert, dass wir das sogar im laufen hinkriegen ;-)

ich finds ehrlich keinen aufwand. das ist für mich nach bedarf stillen #schein

Beitrag von baby09 18.12.09 - 13:23 Uhr

Ja gut, wenn Dein Kind diese Bedarf hat, hast Du Recht :-) Auch wenn es nur zwei, drei Minuten sind fänd ich persönlich es etwas nervig. Ich stille echt gerne aber wenn Tim jede Stunde kommt nervt es mich ehrlich gesagt schon etwas. Ich gebe ihm natürlich was er braucht und versuche ihn das nicht spüren zu lassen. Aber unsere frühren Stillabstände von 3 - 4 Stunden waren mir lieber.

LG und nimms mir nicht krumm. Will Dich nicht angreifen. jeder, wie er mag :-)

LG Yvonne

Beitrag von lilliana 18.12.09 - 15:45 Uhr

'türlich nicht :-)

Beitrag von matsel 18.12.09 - 19:34 Uhr

dafür ist man doch in elternzeit?
lg von sandra, die auch ewig nichts anderes außer stillen gemacht hat.

Beitrag von baby09 18.12.09 - 20:43 Uhr

Nö, nur dafür bin ich nicht in Elternzeit. Ich will auch mit meinem Kind spielen, lachen, schmusen.... Und ich habe noch eine große Tochter, die auch mich auch braucht. :-)

LG

Beitrag von nele11 18.12.09 - 12:49 Uhr

Hallo Yvonne,
ich denke bei dem Thema muss jede Mama auf ihr Gefühl hören. Jedes Kind ist anders, jede Mama ist anders.
Aber ich glaube generell schon dass Industriemilch sättigender ist. Bei mehreren Freundinnen habe ich es schon erlebt, und jetzt auch selber... Ich hatte am letzten Wochenende eine fiese Brustentzündung und deshalb angefangen zuzufüttern (weil aus der Brust auch Eiter kam und ich auch Antibiotika nehmen musste dachte ich es wäre besser wenn die Kleine nicht die volle Ladung MuMi bekommt in der Zeit) - seitdem habe ich das zufriedenste Baby und keine Schreiattacken und Dauerstillen in den Abendstunden mehr. Ich füttere nun 2 Fläschchen Pre am Tag, den Rest des Tages wird gestillt - also Zwiemilchernährung. Es klappt bisher prima, aber ich mir ist bewusst dass sich das ändern kann, dass die Maus evtl. die Brust ablehnen könnte. Aber ganz ehrlich - das Risiko gehe ich nach der Brustentzündung ein. Außerdem habe ich noch einen Sohn um den ich mich sehr viel besser kümmern kann seit die Kleine so viel zufriedener ist.
Für mich persönlich also die richtige Entscheidung, aber wie gesagt, dass muss jede Mama für sich selbst entscheiden. Muttermilch ist das allerbeste für die Kleinen, soviel steht fest.
Bevor du zufütterst musst du dir klar machen dass es der Anfang vom Ende vom Stillen sein könnte. Könnte, nicht zwangsläufig muss, aber die Gefahr besteht eben. Wenn du dich dafür entscheiden solltest es zu probieren, dann nimm Pre Milch (wir haben die von Aptamil), mache sie mit Fenchel- Kümmel- Anis Tee statt nur mit abgekochtem Wasser, und mach Sab Simplex Tropfen in die Flasche. Damit minimierst du das Risiko für Bauchschmerzen - meine Tochter (7 Wochen) hat jedenfalls gar keine Probleme damit.
LG und alles Gute
Inga

Beitrag von baby09 18.12.09 - 13:31 Uhr

Danke Dir Inga. Ich versuche noch ein Weilchen durchzuhalten und hoffe, dass es wirklich nur der 19 Wochen Schub ist.

LG Yvonne

Beitrag von 20girli 18.12.09 - 12:50 Uhr

Weist du das ist so....die kleinen sind gerade in den schüben ect...unausgeglichen, quengelig - das sind Zeiten die auch wieder vorbeigehen.

Beim Stillen denkt man das sie Hunger haben und nicht satt werden...weil sie sich nicht nur die Nahrung an der Brust holen ...sondern auch Zuwendung, Saugbedürfniss...ect stillen.

Wenn man die Flasche gibt...sie trinken sie leer...."weis" man einfach das sie Satt sein müssen...werden die dann so wie ein Stillkind weis man manchmal gar nicht was man machen soll. Man sucht die Ursache also wo anders. Da würde man nie auf die Idee kommen das die fertig Milch nicht satt macht...oder man springt auf die 1er oder 2er über...die noch mehr Stärke enthält..damit das Kind ruhiger ist..und anscheinend nun besser Satt.

Aber es ist nicht immer nur Hunger was die kleinen quält. Es sind so viele andere Dinge die sie brauchen...und die man ihnen bei Bedarf Stillen automatisch mitgiebt.

Beim Stillen ist man also etwas mehr gebunden an das Kind...und das gibt einem auch manchmal das Gefühl das es anders doch einfacher wäre.

Aber das wäre es nicht wirklich.

glaube mir...ich habe vier Flaschenkinder und die waren nicht einfacher als mein Stillkind. Sie mussten zwar nicht alle - jede 2 std. gefüttert werden...aber sie waren aber trotzdem nicht ruhig und friedlich.

Ich fand das bei meinem stillkind schön....auch wenn er jede Stunde in seinen Schüben kam. Denn wusste ich das er danach erst einmal zufrieden war...auch wenn er nach 1 std. wieder kam.
Ich wusste aber das das Stillen hilft. Und das war etwas was die ganze sache sooo einfach gemacht hat.

Wärend ich bei meinen Flaschenkindern manchmal nicht wusste wie beruhige ich sie jetzt...was ist los, wie kann ich helfen. Beim Stillkind wars einfach. Anlegen und er war ruhig.

Später als er auch älter wurde, wurde es noch deutlicher. Er knatschte - ich stillte ihn - er war wie ausgewechselt.
Super einfach...wenn auch das viele Stillen manchmal ein klein wenig genervt hatte. Aber wie gesagt..im gegensatz zu Flasche geben war es viel einfacher. Ich kannte ja auch die andere Seite.

Vielleicht Malzbier- das haben die Ammen früher immer getrunken oder google doch mal

Du kannst auch mal etwas Muttermilch in ein Glas fülllen und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen...dann wirst du sehen wie dick die Fettschicht ist. Wenn du gar keine Fettschicht hättest dann könnte es sein das die Muttermilch zu dünn ist.
Denke aber daran das du auch die Hintermilch beim Pumpen abpumpst---sonst verfälscht die Vordermilch das Ergebnis...denn die Vordermilch ist ja nur zum Durstlöschen und also auch dünner als die Hintermilch.

Ach und noch was...das dein kleiner nur so wenig gerade zugenommen hat...kann auch daran liegen das er in seinem Schub alles gleich verbraucht hat..und deswegen nicht ansetzten konnte.

LG Kerstin

Beitrag von darkigraine 18.12.09 - 13:29 Uhr

Das ist ein wirklich guter Text von Dir Kerstin..

Du sprichst mir aus der Seele..


Habe auch ein Schoppenkind und nun ein Stillkind mit einer Superschönen Stillbeziehung...Wirklich wunderschön...

Liebe Grüsse Nicole

Beitrag von baby09 18.12.09 - 13:29 Uhr

Ich danke Dir vielmals für diesen Denkanstoß. Ich glaube, ich versuche nochmal ein bisschen durchzuhalten.

LG Yvonne

Beitrag von baby09 18.12.09 - 13:30 Uhr

PS: Ich habe auch noch ein Flaschenkind und ich finde das Stillen auch um einiges schöner. Ich möchte ja auch nach Möglichkeit keine Flasche geben, habe nur Angst, dass meinem Kleinen etwas fehlen könnte. Nur, um das nochmal eben klarzustellen, damit es nicht flasch ankommt.

LG Yvonne

Beitrag von culturette 18.12.09 - 14:59 Uhr

Das ist normal! Das ist ein Wachstumsschub, da kommen die Kleinen gerne alle 1-2 Stunden. ;-)

Beitrag von krabbe77 18.12.09 - 18:54 Uhr

Also, bei mir merkt man zB ganz deutlich, dass die Milch von Mahlzeit zu Mahlzeit unterschiedlich ist.
Sie ist nur dann ausreichend gehaltvoll, wenn ich regelmässig zwischendurch etwas esse. Bislang kam mein Flöhchen alle 2 Stunden, und neulich hatten wir irgendwie arge Probleme, dass sie vor allem Abends total Stress gemacht hat - sie hatte HUNGER, 1 h nach dem Trinken. Nach ein paar Experimenten war klar, es lag daran, dass ich nach dem Mittag bis zum Abendessen selbst nichts mehr zu mir genommen hatte, so dass sie von der Milch nicht richtig satt wurde.
Eine Freundin hatte ähnliche Probleme wie Du und bereitet jetzt nach Empfehlung ihrer Hebamme alles was sie isst, mit nem Schuss Sahne zu, das soll auch Erfolg bringen, weil die Milch dann wohl fetthaltiger ist.

Euch viel Erfolg, Gesa

Beitrag von lilliana 18.12.09 - 18:58 Uhr

der fett- und kcalgehalt ist nicht von der ernährung der mutter abhängig. vitamine und mineralien ja, sättigungsgehalt nicht.

Beitrag von krabbe77 18.12.09 - 19:19 Uhr

Dann haben hier gleich 2 Henammen anscheinend keine Ahnung - und ich ne Menge Glück, dass der Placebo funktioniert. Woher Du diese Weisheit hast, sagst Du leider auch nicht:-(.

Beitrag von clautsches 19.12.09 - 08:23 Uhr

Mein Sohn hat 10 Monate lang alle 2 Stunden gestillt und wurde davon immer wunderbar satt.
MuMi hält einfach nicht so lange an, das ist ganz normal.

LG Claudi