Kind und Beruf, bitte um ERNSTgemeinte Antworten!!!

Archiv des urbia-Forums Kinderwunsch.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kinderwunsch

Du möchtest schwanger werden? Hier kannst du Kontakte knüpfen und mit anderen über den Zeitpunkt deines Eisprungs diskutieren. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen und Expertenantworten. Neu: unser Kinderwunsch-Newsletter!

Beitrag von fialein84 18.12.09 - 17:56 Uhr

Guten Abend ihr Lieben,

ich hoffe bei euch schneit es genauso schön wie bei mir!
Ich habe ein Problem bei dem ich dachte, dass es irgendwann weggeht, scheinbar nun aber größer wird!

Ich bin nun 25 Jahre und hätte gerne ein Kind. Wir haben deshalb im letzten Jahr schon angefangen zu üben. Dadurch dass sich die Arbeitssituation meines Verlobten änderte und ich in der Ausbildung zur Ergotherapeutin war, haben wir gesagt "ok, verschieben wir das aufs nächste Jahr" (2009)!
Nun ist meine Ausbildung knapp vorbei und ich habe danach eine feste Teilzeitstelle sowie ein Fernstudium mit anschließendem Einstieg in die Forschung in Aussicht.
Nun bin ich langsam am verzweifeln! Wie seht ihr das?? Lieber eine Karriere anstreben und mit dem Kind warten oder doch beides unter einen Hut?
Ich finde es gemein, dass immer wieder von Emanzipation gesprochen wird und sich doch nichts tut. Letztlich ist doch wieder die Frau diejenige die zurückstecken muss, denn an Erziehungsurlaub ist nicht zu denken, weil ich immer um einiges weniger verdienen werde als mein Verlobter!
Ich bin so entzwei gerissen. Auf der einen Seite möchte ich mich beruflich engagieren und auf der anderen Seite hätte ich gerne ein Kind (mehrere sogar;-)).
Wie macht ihr das als berufstätige? Ich würde mich über Antworten sehr freuen!!!

Liebe Grüße
Fia

PS: Ich schaue in den nächsten Stunden immer mal wieder rein, also nicht wundern wenn ich nicht gleich antworte;-)

Beitrag von hellokittyfan-07 18.12.09 - 18:07 Uhr

Hallo Fia!

Ja es ist sehr schwer beides unter einen Hut zu bekommen selbst wenn man nur Teilzeit arbeitet.
Bei meinem Sohn arbeitete ich als alleinerziehende Volltags sehr sehr stressig aber ich war jünger und steckte es gut weg nun bei meiner Tochter bin ich verheiratet und mein Mann meinte Halbtags reicht und es stimmt hab ja noch ne Stunde Fahrweg und ich bin echt voll ausgelastet damit. Wenn ich nun Vollzeit gehen würde hätt ich nicht mehr viel von meinem Kind. Du bist nch recht jung Du könntest Dein Fernstudium zu Ende bringen und danach an ein Kind basteln denn beides gleichzeitig finde ich shcon sehr anstrengend vr allem hast Du dann bestimmt keine Zeit zum lernen. Das Babyjahr möchte man doch genießen aber ich bin mit meiner Tochter 2 Jahre zu Hause geblieben da ich 1 Jahr zu wenig finde. Muss aber jeder selbst wissen.
lg.nicole die nun an Baby Nr. 3 basteln

Beitrag von redsea 18.12.09 - 18:10 Uhr

Hallo,

ich bin der Meinung das man heut zu Tage nicht beides machen KANN, sondern fast MUSS.

Aus finanziellen Überlegungen heraus, kann sich das fast niemand mehr leisten, dass die Frau bei den Kindern zu Hause bleibt. Aber die meisten wollen das auch gar nicht, zumindestens nicht, wenn man eine lange Ausbildung und einmal einen dementsprechenden Job bekommen hat.

In deinen Alter war für mich ein Kind kein Thema, ich wollte erst mal nach meinen langen Studium Berufspraxis sammeln und Geld sparen. Haus kaufen, etc. Ich wollte nie vor 35 Jahren Kinder haben.
Leider habe ich mir das mit den Kinderkriegen dann einfacher vorgestellt.
Aber ich würde es immer wieder so machen.

LG
Redsea

Beitrag von emestesi 18.12.09 - 18:11 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich? Also in deinem Alter hatte ich alles andere im Kopf, nur nicht schwanger werden :-). Ich habe an meiner Karriere gebastelt, Geld beiseite gelegt, GELEBT und gefeiert, habe Spaß gehabt und gemacht und ich würde diese Zeit nie wieder zurück drehen wollen, denn jetzt ernte ich die Früchte. Ich vermisse nix, ich habe genügend Geld auf der hohen Kante, ich kann jederzeit aus meinem Job heraus und bin inzwischen so gestanden und habe entsprechende Kontakte, um auch schnell wieder hereinzufinden.

Ich bin bald 36 Jahre alt, habe zwei Kinder und wir wünschen uns unser drittes Herzensind .... und ich habe keinesfalls vor, danach nicht mehr zu arbeiten :-).

LG von Emestesi

Beitrag von ana.. 18.12.09 - 18:12 Uhr

Hallo Fia:-)

Ich arbeite als Filialleitung in einem Textilgeschäft (Vollzeit zwischen 40- 50 Stunden/Woche) und habe einen 6jährigen Sohn.
Mein Lebensgefährte ist die ganze Woche über berufsbedingt nicht da. Trotzdem klappt es ganz gut.
Wenn ich ihn nachmittags mal nicht aus der KITA holen kann, holen ihn seine Großeltern ab. Meine Eltern wohnen im Nachbarort und springen auch ein wenn er mal krank sein sollte.
Sicherlich ist es oft nicht einfach Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen ohne eins von beidem zu vernachlässigen, aber es ist möglich.

Hast du denn Familie in deiner Nähe, die dich unterstützen könnte?

lg Ana

Beitrag von fialein84 18.12.09 - 23:59 Uhr

Ja meine Familie ist halbwegs in der Nähe, ca. eine halbe Stunde entfernt, dennoch ist es mein Wunsch es auch ohne viel Hilfe zu schaffen, jedenfalls größtenteils!:-)

Beitrag von dnj 18.12.09 - 18:12 Uhr

Hallo! Also ich und mein Mann sind sehr früh Eltern geworden ich war 16 und mein Mann 19 er war mitten in der Ausbildung und ich Schülerin trotz Schwangerschaft und Baby hat er seine Ausbildung beendet und ich meinen erweiterten Realschul Abschluss gemacht! Danach habe ich zwei Jahre als ungelernte Pflegekraft voll Zeit gearbeitet und vor einem halben jäh habe ich mein Examen als Altenpflegerin gemacht. Ich arbeite jetzt auf 23 Std die Woche! Mein Mann macht jetzt seit einem Jahr sein Meister in Kfz! Bei mir war es wesentlich einfacher die Ausbildung zu machen da mein Schwiegervater auf unseren Sohn aufgepasst hat wahrend ich arbeiten war!(er ist früh Rentner) hinzu kommt noch das in der Pflege im Schicht Dienst gearbeitet wird und ich somit immer einen halben Tag zu hause bin was natuerlich einfacher ist als Kind den ganzen Tag unter bringen zu muessen! Wir haben Karriere trotz Kind gemacht aber halt nicht ohne die Hilfe meine Schwiegervaters!! Aber es ist machbar!! Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen!! Unser Sohn wird jetzt sechs Jahre alt und ein sehr selbstaendiges und pflegeleichtes Kind da er schon früh daran gewohnt wurde selbständig zu sein da wir arbeiten waren!! Er betont auch immer das er sehr stolz darauf ist soooo junge Eltern zu haben!!! :-)

Beitrag von fialein84 18.12.09 - 18:27 Uhr

Viele lieben Dank für so viele Antworten!!:-D

Ich denke es ist wirklich eine individuelle Entscheidung die aber genau abgewägt sein sollte, dennoch scheint die Quintessenz zu sein, das es sehr anstrengend ist beides unter einen Hut zu bekommen!!

Ich hätte vielleicht auch noch dazu sagen sollen, dass ich seit vielen Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion habe, die mit den Jahren immer schlechter einstellbar sein wird. Tablette hin oder her, irgendwann tritt ein leichter Gewöhnungseffekt auf und die Hormone der Schilddrüse sind ja nicht unwesentlich an dem Prozess Schwanger werden beteiligt.

Ich spüre auch einfach immer mehr, dass ich Mutter werden möchte. Sicherlich haben andere den Wunsch erst viel später ( für manche ist es dann manchmal scheinbar auch zu spät:-() aber ich denke, man darf in der Gesellschaft deswegen auch nicht unangenehm auffallen, schließlich ist es nur natürlich diesen Wunsch zu haben! Früher galt man übrigens mit 25 schon als Spätgebärende und das nicht umsonst, biologisch betrachten. Wir werden zwar immer Älter, der Verfall der Zellen fängt jedoch trotzdem immer mit etwa 21 an!

Mein Dilemma ist einfach dieses wirklich innere, sehr starke Bedürfnis nach einem Kind und die Frage der beruflichen Situation, dabei gehts bei uns nichtmal um das Finanzielle, sondern einfach nur schlicht um (M)eine Zukunft auch jenseits eines Kindes.

Im übrigen findet man immer mehr Frauen, die sagen, das sie mit mitte/ende 20 gerne ihr erstes Kind hätten, es aber einfach nicht machbar ist. Das ist doch ein armes Deutschland! Wir brauchen doch mehr Kinder!!


Beitrag von hellokittyfan-07 18.12.09 - 19:12 Uhr

ja also ich würde immer ein Kind vor meinem Beruf setzen. Als wenn Dein Wunsch so groß ist dann legt los #schein und lass Karriere Karriere sein nach der Babypause kannst Du sicher wieder einsteigen. Und denn eventuell wollt Ihr ja noch ein Geschwisterchen? Als lieber jetzt als zu spt
lg.nicole udn alles gute für Euch #klee

Beitrag von fialein84 19.12.09 - 00:01 Uhr

Vielen Dank, das Selbe wünsch ich euch!:-)

Beitrag von cosy-80 18.12.09 - 18:28 Uhr

Ich freue mich total zu lesen, dass es befürwortet wird, zu versuchen beides unter einen Hut zu bringen.

Dachte schon ich wäre alleine auf dieser Welt mit dieser Einstellung.

Ich sage immer: nur weil ich eine Frau bin, will und muss mich auch nicht mehr zwischen den beiden Dingen entscheiden. Wenn ich beides haben möchte, dann kann ich das tun, halt nur die dementsprechenden Opfer bringen. Aber egal, für was man sich entscheidet, man bringt immer Opfer.

Und wenn ich der Karriere nachgehe und eine Familie habe, dann werde ich solche Opfer bringen müssen, wie dass ich z.B. den ersten Schritt oder das erste Wort des Kindes vielleicht nicht sofort mitbekommen werde, aber dafür hat das Kind eine Mutter bzw. Eltern, die als Vorbilder dienen und ich kann dem Kind viel geben, weil ich einfach ausgefüllt und zufrieden mit meinem Leben bin, was das Kind doch auch spürt.

Ausserdem wie oben bereits erwähnt: es lernt früh selbstständig zu werden und das ist tausendmal mehr Wert als alles Geld der Welt.


Beitrag von lilanight 18.12.09 - 18:35 Uhr

Hallo Fia,

als Mama hat man es oft schwerer eine Stelle zu finden, trotz guter Qualifikation, dabie sind Mütter meist streßerprobter und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen.

Als mit meinem Sohn (eher ungewollt) schwanger wurde war ich im Studium und hatte keine feste Stelle.... das Studium habe ich dann abgebrochen und mich für eine Ausbildung entschieden, die ich in Teilzeitform machen konnte.....

klasr Party machen und LEBEN wie es manche nenne tritt dann kürzer, aber meine Leben sind meine Kinder!

Ich arbeite heute als Buchhalterin in Teilzeit, dass harmoniert toll mit den Bedürfnissen meiner beiden Jungs ( 6 und 12 Jahre ).... im Sommer kommt nun Nr. 3 dazu, für die ich 10 MOnate zu Hause bleiben möchte und dann werde ich aber wieder an meinen Arbeitsplatz zurückkehren, weil man sich wohl nur so in der heutigen Zeit ein Haus, Auto und Urlaub leisten kann!

Entscheide nach Deinem Bauchgefühl, wenn man den Wunsch nach einem Kind hat und der finanziell zu verwirklichen ist, sollte man ihm nachgehen ;-)

Schöne Festtage für Dich!

Beitrag von fialein84 18.12.09 - 18:38 Uhr

Vielen Dank für die ehrlichen Antworten!!

Dir/ Euch auch schöne Festtage#snowy

Beitrag von sternchen3012 18.12.09 - 18:46 Uhr

Hi,ich weiß sehr genau wovon du sprichst.Ich habe mein 1. Kind mit 22 bekommen.Ich habe es nie bereut und liebe es sehr,dennoch aus heutiger Sicht würde ich warten bis man beruflich etwas gefestigter ist.Ich habe aber auch lernen müssen das egal wie gut man sich darauf vorbereitet es kommt meistens alles ganz anders als man denkt!Seit langer Zeit wünsche ich mir ein zweites Kind,aber erst im September hatte ich/wir den Mut es zu wagen!Die Entscheidung kann dir niemand abnehmem und man kann sicherlich stundenlang darüber diskutieren.....Mein Rat hör auf dein Herz es trifft die Richtige Entscheidung!Wichtig ist es auch das ihr zwei euch hundertprozentig einig seit und mit einem zuverlässigem Partner auf deiner Seite bekommt man Kind und Karriere gut unter einem Hut!Viel Glück!

Beitrag von stefinchen 18.12.09 - 19:09 Uhr

Hallo Fia!
Ich arbeite in einer Kinderkrippe, dort arbeite ich jeden Tag mit allen Arten von Müttern zusammen. Jede dieser Frauen schafft es Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen. Den einen gelingt es besser, die anderen brauchen mehr Unterstützung.
Es gibt für jede Mutter die passende Unterstützung und macht es möglich Kind und Karriere zu einem Ganzen zu verschmelzen.

Beitrag von ela010 18.12.09 - 19:25 Uhr

Hallo Fia,

es ist nicht einfach Arbeit und Kind unter einen Hut zu bekommen.
Mit einem lieben Partner der auch Verantwortung mit trägt gelingt einfach ales. Und natürlich mit Hilfe der Familie.
Kopf hoch und hör auf dein Herz. Alles Liebe!

Beitrag von siem 18.12.09 - 19:37 Uhr

hallo

als erzieherin habe ich es zur zeit recht einfach. arbeite fest nur zwei nachmittage die woche. meine kinder 2 und 3 jahre sind zur zeit in meiner eigenen gruppe (15 kinder im alter von 2-3jahren). dadurch kann ich sie problemlos mit zur arbeit nehmen:-). vorher hatte ich noch ein tageskind vormittags dazu (eine 2 jährige). und wenn not am mann ist springe ich seit der geburt unserer großen mal fürn tag oder zwei im nachbarkiga ein. entweder paßt hier dann meine mutter auf (so können die mädels ausschlafen) oder wer lust hat darf mit.

ich hatte damals gerade meine ausbildung fertig und geheiratet, als wir ein kind wollten. hatte zum glück gleich im nachbarort eine arbeitsstelle im öffentlichen dienst bekommen.
tja, zum glück haben wir mit 22 jahren schon angefangen mit üben. denn es folgten 3 jahre unerfüllter kiwu, 1 künstl befruchtung mit fg als ich 25 war, eine tochter durch künst.bef.als ich 26 war. eine tochter mit 28 und nun bin ich 30 und hätte gerne noch eins.

meine schwester dagegen hat karriere gemacht, ist nun 32 und es klappt nicht mit dem kinder kriegen. :-(


so war das bei uns. entscheiden muß es letztlich jeder selber.

liebe grüße siem

Beitrag von fialein84 18.12.09 - 23:56 Uhr

Ich danke euch wirklich sehr für eure ehrlichen Antworten!
Andere können einem zwar nicht die Entscheidung abnehmen aber so ein paar Denkanstöße zu bekommen, finde ich nicht schlecht. Ab einem gewissen Punkt dreht man sich nämlich im Kreis!

Euch ein wunderschönes Wochenende!!!#danke