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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von melina2003 18.12.09 - 19:22 Uhr

So ,

Es ist so , das wir vor einem Jahr in unser jetziges Haus zur Miete gezogen sind.
Laut Mietvertrag ist weder Tierhaltung erlaubt noch verboten !!!
Da erst gar nichts über Tierhaltung drin steht !!!!

So nun zum Problem ...

Wir möchten nun gerne einen Welpen haben.
Ja wir haben nun 1 Jahr drüber nachgedacht , ob wir die zeit und das nötige Kleingenld haben!!!!

Rasse ist ausgesucht , Züchter auch !!!
So nun ist mein Mann rüber gegangen , um das eben abzuklären.
Erst kam ein ja dann wieder ein nein , dann war es das Parkett , dann die gänse auf dem Hof , also immer irgendwelche ausreden !!!

Nachdem wir ja nicht locker gelassen haben , und ich mich an verschiedenen Stellen erkundigt habe ist folgendes raus gekommen :

Wenn der Mietvertrag keine Regelung zur Tierhaltung enthält:

Steht im Mietvertrag nichts zur Tierhaltung, kommt es auf die Tierart an, ob erlaubt oder nicht.
Hier gibt es eine Reihe von Gerichtsurteilen.
Hunde: Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte den Vermieter informieren. Die Frage, ob Hundehaltung zum vertragsgemäßen
Gebrauch gehört oder nicht, ob es also völlig normal ist, einen Hund in der Wohnung zu
haben, sehen die Gerichte bis heute unterschiedlich.
Sicher scheint, dass in vermieteten Einfamilienhäusern ein Hund angeschafft werden darf, wenn im Mietvertrag nichts anderes steht.

****************WICHTIG §§§*****************

Die wichtigsten Entscheidungen in Zivilsachen sind immer die des Bundesgerichtshofs (BGH).
Hier ist eine Grundsatzentscheidung, die den Fall trifft:

BGH VIII ZR 10/92 = Die Klausel in Mietverträgen "das Halten von Hunden ist unzulässig" ist unwirksam.

Das Amtsgericht Köln geht noch weiter: AG Köln 213 C 369/96 = Sogar die Vertragsklausel "Tierhaltung bedarf grundsätzlich der Genehmigung des Vermieters" ist unwirksam.

Und das LG Kassel (1 S 503/96) setzt dem ganzen die Krone auf = "Solange sich das Tier brav verhalte, habe der Besitzer eine juristische Blankovollmacht".



So jetzt sagt mir bitte was ihr machen würdet ?
Würdet ihr trotz des " NEINS VOM VERMIETER " einen HUnd kaufen ?

Zumal wir schon dabei sind was anders zu suchen !!!
Wir werden hier kontrolliert , uns wird vorgeschrieben welchen Eistee wir zu trinken haben , wann meine kinder raus dürfen , was ich am milch nahrung für meinen kleinen zu kaufen habe , wo mein Besuch parken darf , etc etc.

Also teilweise schon Nerventerror !!!!
Wir dulden hier , das man uns morgens um 4 aus dem Bett schmeisst , weil irgendwer wildfremdes Gänse kaufen will , warten 1 Jahr auf einen Heizungsinstallateur , etc etc.


Ich bin der Meinung das wir uns jetzt endlich mal durchsetzen sollten , zumal wir ja laut Gesetz das Recht auf einen Hund haben !!!

Wie würdet ihr reagieren ?
Oder besser gesagt , wie würdet ihr Handeln ??

LG

P.s. : Nein der Hund kommt nicht unter den Tannenbaum !!!!
ICh finde es fürchterlich wie manche damit werben wie schön ein hund unter dem baum aussieht !!!

Beitrag von booo 18.12.09 - 19:31 Uhr

Riskier es, wunder dich aber nicht wenn ihr dann bald die Kündigung im briefkasten habt und/oder das Verhältnis zum Vermieter im Arsch ist

Beitrag von melina2003 18.12.09 - 19:34 Uhr

Das Verhältniss ist eh im Arsch .
Aber nicht wegen dem Hund jetzt , sondern wegen der anderen aufgezählten sachen !!!

Ausziehen wollen wir eh , da wir das hier so nicht länger mit machen wollen.
Über die Kündigung wären wir sogar noch Dankbar !!!

Kennt von euch denn wer die Gesetze bzw die Urteile ?

LG

Beitrag von anja_duisburg 18.12.09 - 19:33 Uhr

Hallo!
Also viel kann ich dir dazu nicht sagen, da unser vermieter gar nichts gegen haustiere hat.
Aber ich würde an deiner Stelle auf keinen Fall einen Hund gegen den Willen des vermieters holen.
Dann warte lieber bis ihr eine andere Wohnung habt wo dann auch gleich das thema Hund geklärt wurde.
Sollte euer Vermieter doch noch irgendwie wieder auf ein Ja kommen, dann lasst euch das auf jeden fall sofort schriftlich geben. Damit es hinterher nicht noch ärger gibt.
LG Anja

Beitrag von bruchetta 18.12.09 - 19:49 Uhr

Ihr habt 1 Jahr lang überlegt, dann wartet doch noch bis Ihr etwas anderes, tierfreundlicheres gefunden habt.
Ich würde da jetzt nicht auf irgendwelche Urteile pochen und mich noch mehr rumärgern, sondern die Kraft in ein neues Domizil stecken.
Dann könnt Ihr Euch immer noch einen Hund zulegen.

Beitrag von shera01.05.00 18.12.09 - 20:31 Uhr

Hi
wir haben das gleiche Problem wie ihr momentan.
Wir haben uns dazu entschieden den hund zu nehmen!
Allerdings bauen wir gerade unser Haus, ist in einem Jahr fertig, das bedeutet das ne kündigung für uns nicht weiter tragisch wäre.

Wenn ihr euch den hund holt, gehts bei euch sicherlich noch heftiger zu, wenn er schon kontrolliert was ihr trinkt,nahrung besuch etc.
Hast du dafür die nerven?
Wie sieht es aus wenn ihr die Kündigung bekommt, seid ihr sicher das ihr schnell was findet wo der hund dann erlaubt ist?
Es bringt ja nichts wenn ihr da dann ausziehen wollt, euch ne andere wohnung sucht die euch zum einem ja gefallen muss, preis lage nachbarschft muss ja alles stimmen und dann noch hinzu kommt das ein Hund erlaubt sein muss.

Darüber würde ich mir gedanken machen!
Wie eine meiner vorrednerinnen schon gesagt hat, poch nicht so auf gerichtsurteile, jedes gericht sieht die sache unterschiedlich, falls ihr den hund nehmt und der vermieter klagt und ihr verliert kommen auf euch gerichtskosten etc zu.

LG
Denise

Beitrag von glu 18.12.09 - 23:50 Uhr

Welche Rasse habt Ihr Euch denn ausgesucht?

Mit etwas Hintergrundwissen über die Rasse kann man vielleicht das ein oder andere Argument der Vermieter im Keim ersticken!

Aber ehrlich, ich hätt kein Bock auf den zusätzlichen Streß, ich würd mir was neues suchen und dann einen Hund kaufen!

lg glu

Beitrag von melina2003 19.12.09 - 06:44 Uhr

Guten Morgen ,

Wir haben uns einen Labrador ausgesucht , und meine Tochter die farbe braun.

Haben hier in der Nähe einen tollen Züchter , wo die Welpen richtig schön mit Familienanschluss , weiteren Tieren und Kindern groß werden.
Beide Eltern sind HD/ED frei , ok ist kein Freifahrtsschein für die Welpen , aber wenigstens gute Vorraussetzung das er es nicht bekommt.
Der Züchter gibt seine Welpen auch erst mit 12 Wochen ab , inkl. großes Tierärztliches Gesundheitszeugnis.

Wir wohnen hier auf 140 qm haus auf einem großen Hof , ok unsere Vermieter wohnen hier auch , hatten aber bis vor 3 monaten selber einen Border Collie , der von denen einfach angeschafft wurde weil die kinder das wollten , und saß so die ganze zeit in einem kleinen Zwinger von 3 X 3 meter.
Mir tat die süße so leid , aber es durfte keiner an den hund dran.

Ich weiss auch nicht was die gegen einen Hund haben.
Grade ein Labrador, sie sind sehr familien und kinderfreundliche Hunde.
Passen auf ihre Umgebung auf und beschützen diese!!!

Haben als Argument alles schon vorgelegt.
Gestern abend bekam mein Mann noch zu hören , mit 3 kindern hätte ich genug , da brauchte ich keinen hund , das wäre zu viel für mich !!!

Da wäre ich am liebsten ausgerastet.
Ich kann es gut alleine einschätzen was gut und was nicht gut für mich ist.

Und zu uns und unseren 3 knuddeligen Kindern , passt auch noch ein Hund.


LG Carina
( die heute hochzeitstag hat )

Beitrag von glu 19.12.09 - 12:17 Uhr

Wenn es ums aufpassen geht kannst Du aber auch Pech haben mit nem Labbi ;-)

Schade, bei einem Jagdhund hätt ich auch Angst um meine Gänse, da würd ich mir auch nicht rein reden lassen von wegen Familienfreundlichkeit und leicht erziehbar.
So rein von den häuslichen Bedingungen würde ein Hund ja passen, aber das Drum rum, wo Ihr eh schon Streß habt #gruebel

Wer allerdings nen Border Collie in einen Zwinger steckt, hat nicht mehr alle Latten am Zaun #aerger

lg glu

Beitrag von petra1982 19.12.09 - 06:43 Uhr

dann wartet doch bis ihr was neues habt und schaut das tiere da erlaubt sind. wir haben auch unsern ersten hund bekommen als wir noch in einer wohnung wohnten wo es eigentlich nicht erlaubt war aber nur eine woche....da konnte man den gut verstecken :-) NOCHmal würde ich dies nicht machen lach