Fragen zu Hausnebenkostenabrechnung!

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von luc224 18.12.09 - 20:12 Uhr

Huhu!
Wir vermieten in einem Mehrfamilienhaus 3 Wohnungen.
Seit Jahren haben wir auf dem PC ein Programm zur Abrechnung wo sich auch nie jmd beschwert hat.
Nun haben wir aber eine nette Mieterin die immer wieder so lang in der Abrechnung wühlt bis sie meint einen Fehler gefunden zu haben.#augen
Ahhh, das kann einen echt wahnsinnig machen...
Vielleicht könnt ihr mir helfen:
Dinge wie Müllabfuhr und Abwasser werden durch Personen geteilt. Nun stand aber eine Wohnung für 2 Monate leer und somit wurden in dieser Zeit für die Wohnung auch keine Personen gezählt. Ist doch richtig oder nicht? Wir haben 2 Monate lang 0 Personen eingetragen also nur für diese eine Wohnung. Wir kommen jedenfalls auf eine gesamte Personenzahl von 99 im Jahr. Sie meint jetzt aber wir müssen dort 105 eintragen weil 2 Monate Leerlauf dürfte man nicht haben. Die Wohnung müsste immer belegt sein.
Und dann noch was anderes. Wir haben leider nur eine Gastherme im Haus und dafür so digitale Heizzähler an den Heizkörpern. Die Warmwasserkosten werden dann ja in Grundkosten und verbrauchsabhängige Kosten gesplittet. Mit wieviel Prozent macht man dass denn?
Unser Programm zeigt an 50% Grundkosten und 50% verbrauchsabhängige Kosten.
Ist das richtig so?
Puh, alles etwas kompliziert. Vielleicht weiß ja hier jmd bescheid!?

#danke

Beitrag von werner1 18.12.09 - 20:51 Uhr

Hallo,

bei Müll + Abwasser hat deine Mieterin recht.
Bei einer leeren Wohnung musst du für eine Person pro Monat trotzdem bezahlen.

Bei Heizkosten war früher auch 50% + 50% möglich.
Deine Abrechnung für 2008 war schon noch korrekt.
Ab 01.01.2009 30% Grundkosten und 70% Verbrauchskosten.

http://www.haus-und-grund-muenchen.de/mainw/mietre/Heizkostenverordnung_2009.html

Wieso machst du die Warmwasserkosten selbst ?

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von freyjasmami 19.12.09 - 10:19 Uhr

Aus welchem Grund muss man für eine Person pro Monat bezahlen (Müll/Wasser)?

Heizkosten (Frostschutz), Grundsteuer usw. ok.
Aber verbrauchsabhängige Kosten wie Wasser (was ja nun wirklich nicht anfällt in einer leerstehenden Wohnung) und Müll (macht ja niemand welchen und Grundgebühr fällt auch nicht an)?

Beitrag von freyjasmami 18.12.09 - 20:57 Uhr

Hallo,

Heizkosten und Warmwasser ließen wir immer über eine spezielle Abrechnungsfirma abrechnen.

Da wurde grundsätzlich 30/70 geteilt. Ich weiß gar nicht, ob 50/50 rechtlich ok ist #kratz
Was ich unmöglich fand, waren die Grundkosten für's WW nach Qm zu rechnen. Wir hatten zu dritt auf 85qm weniger WW verbraucht, als unser Single-Nachbar auf 37qm. Also hatten wir höhere Grundkosten trotz geringerem Verbrauch - allerdings ist das in D so vorgeschrieben wie mir die Abrechnungsfirma erklärte :-[

Zum Müll:

Bei uns wird der Müll vom Entsorgungsunternehmen in Grundgebühr pro Person und Jahr sowie in Entleerungen abgerechnet. D.h. Anfang des Jahres wird für alle an der Adresse gemeldeten Personen eine Grundgebühr fällig. 2 Mal im Jahr werden dann die Entleerungen extra berechnet.
Also wird die Grundgebühr anhand der Bewohner der einzelnen Whg umgelegt und dann die Entleerungen durch die Bewohner.
Wenn niemand in der Wohnung wohnt, auf wen soll man da abrechnen? Ist doch niemand da, der Müll macht?#kratz
Was passiert, wenn die Wohnung 2 Jahre leer steht?

Ist mir gerade nicht so klar.

Lg, Linda

Beitrag von werner1 18.12.09 - 21:13 Uhr

Das mit den Personen müsste aber auf der Rechnung vom Abfallwirtschaftsamt stehen. Ich habe das aber immer nur gehört, ist mir noch nie passiert.

Bei meinen Rechnungen steht aber immer nur die Tonnengrösse, ich wurde noch nie gefragt, wieviele Personen es sind.

Was passiert, wenn die Wohnung 2 Jahre leer steht?
Wenn jede Wohnung eine eigene Tonne hat, abmelden.
Wenn mehrere gemeinsam eine haben, gegen eine kleinere umstellen.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von freyjasmami 19.12.09 - 10:15 Uhr

Es braucht DICH auch niemand danach fragen - jedes Jahr übermittelt die örtliche Meldestelle die Anzahl der gemeldeten Personen an der betreffenden Adresse.

Bei uns gibt es aber extra ein Online-Formular wo man Zu/Abgänge mitteilen kann:

http://www.sbazv.de/index.php?docid=15&vid=&lang=de

So wird entsprechend zeitnah die Änderung in die Abrechnung aufgenommen und du bekommst ggf. eine Zwischenrechnung wo entweder Guthaben entsteht oder ein Betrag x nachgefordert wird.

Jedes Jahr kommt also die Rechnung für alle gemeldeten Personen (sind glaube ich ca. 18€ pro Person und Jahr) + die Grundgebühr für die Tonnen.

Es war nur eine theoretische Frage, da die TE angab das die Mieterin behaupten würde eine Wohnung dürfe nicht länger als 2 Monate Leerstand haben.
Wir hatten immer nur Gemeinschaftstonnen, wenn nur eine Person auszieht, macht es wenig Sinn deshalb die Tonne zu verkleinern.
Bei uns macht das immer nur 1-2 Jahr aus an Grundgebühr, die Entleerungen sind zwar etwas teurer, aber lieber etwas Luft, wenn doch mal mehr Müll anfällt ist es sonst unangenehm (wohin damit...).

Gruß, Linda

Beitrag von emozzione 19.12.09 - 01:01 Uhr

Hi,

wir haben zwar eine Ölheizung, aber auch hier gibt s ja die Trennung Grund- und verbrauchsabhängige Kosten. Üblich ist 30/70 (wie ja schon geschrieben wurde).

Ansonsten ist es bei mir so, dass ich zu Jahresbeginn den Vorauszahlungsbescheid für die Müllgebühren von der Stadt bekomme. Diese sind natürlich personenabhängig so wie es bei der Stadt gemeldet ist. Zieht jetzt jemand aus oder ein, muss er sich ja bei der Stadt an- bzw. abmelden und dann bekomme ich automatisch einen Änderungsbescheid von der Stadt, bei der die Müllgebühren angepasst sind.

Ansonsten ist es bei den Grundkosten wie z.B. Versicherungen so, dass eine leerstehende Wohnung mitgerechnet werden muss, aber verbrauchsabhängige Kosten selbstverständlich nach Zähler oder Personen gehen (wobei Zähler immer Missverständnisse vermeiden helfen).

Eine leere Wohnung verbraucht kein Wasser, dann kann auch keines abgerechnet werden.

LG

P.S. So Mieter habe ich auch gerne. Haben selten Recht, aber machen viel Arbeit, denn nachprüfen muss man es ja.

Beitrag von werner1 19.12.09 - 11:48 Uhr

Ich habe noch etwas gefunden:

Der Vermieter muss die Betriebskosten für leerstehende Wohnungen grundsätzlich auch dann selbst tragen, wenn er nach Personenzahl abrechnet. Die unbewohnten Wohnungen sind als mit einer Person belegt anzusehen (AG Köln 201 C 609/96; WM 98, 290).

gib bei google ein: AG Köln 201 C 609/96; WM 98, 290

(kein link wegen copyright)

Beitrag von hvs2010 19.02.10 - 16:23 Uhr

hallo,

ja das ist so, wenn hauseigentümer selber ihre betriebskostenabrechnung erstellen und denken sie könnten die kosten sparen.
warum lasst ihr die abrechnung nicht von einem profi machen? das spart euch zeit und ärger.
wenn ihr nämlich das selber macht, dann müßt ihr ja alle urteile wissen die der bgh festgelegt hat. sicherlich wird das nicht alles euer programm sagen.
mein vermieter war auch so einer der überall sparen wollte bis ich meine betriebskostenabrechnung von einem profi prüfen lassen habe. seit dem lässt er die abrechnung von einem profi erstellen. ich hatte meine abrechnung bei der hausverwaltung sommer prüfen lassen. mein vermieter lässt jetzt die abrechnung bei der firma erstellen.
info findet ihr unter www.hausverwaltung-sommer.de

mfg
hans