Ständiges lüften.. Ich werd noch irre...

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von mamajustine 18.12.09 - 20:17 Uhr

Hallo,

mein problem ist...

wir sind vor 3 jahren in nen neubau gezogen (erstbezug). Seither haben wir im winter nur noch probleme. Ständig sammelt sich übelst das wasser an den Fenstern, die außenecken an den wänden unten sowie oben werden feucht.

Ich lüfte und heize schon immer wie ne irre. Teilweise nervt es mich tierisch das ich heize obwohl ichs von der tempi her gar net bräucht.

Langsam glaub ich das unsere vermieter uns hat viel zu schnell einziehen lassen und der ganze bau noch net durchgetrocknet war. Was kann ich da jetzt machen? Nichts oder?

Als wir einzogen haben wir das dem vermieter im ersten winter gleich gesagt. Daraufhin wurde sofort gesagt wir lüften falsch. Dann haben wir uns sogar extra so luftfeuchteanzeiger gekauft. Und nun lüften wir immer wenn der es anzeigt. Das ist teilweise 5 mal am tag.

Ich hab kein bock mehr heizkosten zu zahlen obwohl ich die heizung gar net bräucht.

Sorry füs #bla musste meinem frust grad luft machen.

LG

Beitrag von cahahi 18.12.09 - 21:05 Uhr

Hallo!!

Wir haben das gleiche Problem.

Ich glaube, dass übermäßige Heizen ist sogar das Problem. An den Fenstern "trifft" sich quasi Wärme und Kälte. Und dadurch sammelt sich das Wasser an den Fenstern.

Lüften sollte man am besten mit Durchzug.

Gruss Carmen

Beitrag von wasteline 18.12.09 - 22:29 Uhr

Wir haben nie feuchte Fenster und heizen auch. Also Wärme trifft Kälte kann nicht das Problem für Wasser an den Fenstern sein.


Beitrag von cahahi 19.12.09 - 06:52 Uhr

Wir heizen auch!! ;-) Oder meinst du, wir sitzen bei den Temeraturen hier und frieren uns den A.... ab?!?

Beitrag von france.arno 18.12.09 - 21:08 Uhr

Hallo,
aus der Ferne kann man zwar keine seriöse Beurteilung abgeben, aber es hört sich tatsächlich nach baulichen Mängeln an. In einem vernünftig gebauten Neubau wird sich kein Kondensat an Wänden und Fenstern sammeln (auch, wenn hier teilweise ohne Sinn und Verstand behauptet wird, das sei immer so).

Ich würde mir mal Hilfe holen von einem sachkundigen Energieberater (z.B. der Schornsteinfeger oder auch der eine oder andere Heizungsbauer oder Malermeister). Ich rede hier nicht von einer umfassenden Energieberatung, sondern nur von einem Urteil, wo es bei Euch hakt. Nebenbei können die Guten ihrer Zunft auch Tipps zum richtigen Heizen geben.
Ich würde mal die Feuchte in der Wand und die Oberflächentemperatur der Wände prüfen lassen.

Du musst nicht mehr heizen, als Dir lieb ist. Denn je niedriger die Raumtemperatur ist, desto weniger Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen und zu den kalten Wänden transportieren.

Viele Grüße

Frank

Beitrag von lassiter 18.12.09 - 21:32 Uhr

Also nach 3 Jahren sollte das Haus eigentlich trocken sein.

Die Frage ist, welche Fenster habt ihr da?

Dieses Problem, das du schilderst, tritt praktisch nur in Verbindung mit diesen Luftdichten Isolierfenstern auf.

Am besten ist es, einen unabhängigen(!) Experten mit der Prüfung vor Ort zu beauftragen.


Josef


-----------------------------------------------------
"Man soll bauen, als wollt man ewig leben,
und also leben, als sollt man morgen sterben."
(Dr. Martin Luther)
-----------------------------------------------------

Beitrag von wasteline 18.12.09 - 22:31 Uhr

Bitte nicht schon wieder.

Beitrag von france.arno 18.12.09 - 22:37 Uhr

... unsere alten, nicht isolierten Fenster von 1974 waren in den Wintermonaten immer nass (vor allem die Rahmen). Ebenso die alten, verzogenen Holzfenster in unserer letzten Mietwohnung. Unsere neuen Isolierfenster hingegen sind trocken. Tja. Müssen wohl Zauberfenster sein in unserem Zauberhaus;-)

Es kommt darauf an, wie die Fenster eingebaut sind und ob sie in das Gesamtkonzept passen.

Wenn man etwas Falsches immer wieder wiederholt, lieber Josef, wird es dennoch nicht irgendwann richtig. Auf eine fachlich nachvollziehbare Erklärung Deiner Theorien warte ich noch.

Beitrag von chili1822 19.12.09 - 08:44 Uhr

Hallo Maria äh Josef,
klar, die luftdichten Fenster sind schuld!!! SICHER!!
#zitter vor deinen fundierten mit Quellenangaben versehenen Antworten!
Wir haben sogar neue, 3-fach-verglaste Fenster - und was soll ich dir sagen, es tritt NICHT auf!!!

Du scheinst ja in ner Höhle zu leben?!
LG
chili

Beitrag von ayshe 19.12.09 - 09:28 Uhr

neben den fenstern sollte man als ursache vllt noch den maueraufbau hinzunehmen.
durch die folien, die heute verwendet werden,
kann das mauerwerk ja oft gar nicht mehr atmen.


wenn ich das hier dauernd lese, die feuchteproblematik, die viele haben,
bin ich immer froh, in einer sehr alten hütte zu leben.

wir haben echt noch niemals feuchteprobleme gehabt.

Beitrag von chili1822 19.12.09 - 09:49 Uhr

Hallo,
welche Folien?
Ich bin total froh, in ner ganz neuen Hütte zu hausen, was meinst du, was wir an Heizkosten sparen!
Hier liest man aber meistens von alten Hütten, die Probleme bereiten!

Gruß
chili

Beitrag von ayshe 19.12.09 - 09:52 Uhr

die dämmfolien, sperrfolien.

dann werden teils auch sehr dichte putze verwendet etc.
also bauchemie ist schon ein wichtiges thema.


wir haben auch keine horrenden heizkosten, seit das dach gedämmt ist, die fußböden gedämmt sind und wir neue fenster haben.
wir haben auch aus einem haus ein niedrigenergiehaus gemacht.

es kommt natürlich immer darauf an, wie man konstruiert, welche materialien man verwendet.

Beitrag von r.le 18.12.09 - 21:52 Uhr

Hallo mamajustine,

wenn man in einen Neubau zieht, ist der niemals ‚durchgetrocknet’. Allerdings kannst Du von einem Vermieter nicht erwarten, dass er eine Wohnung so lange leer stehen lässt, bis die Baufeuchte raus ist. Dessen muss man sich als Mieter schon bewusst sein.

Ich bin 2006 in einen Neubau gezogen und habe zwei Jahre lang die freie Wildbahn geheizt (sprich konsequentes Heizen und Lüften), damit die Bude trocknet.

Wenn Ihr aber tatsächlich seit drei Jahren im beschriebenen Zeittakt richtig (!) lüftet und heizt und keine extremen Feuchtigkeitsquellen (Wäsche in der Wohnung trocknen, Aquarien) in der Wohnung habt, sollte sich die Luftfeuchtigkeit normalisieren.

Welche Werte zeigen denn Eure Messgeräte?

Gruß

Ralf

Beitrag von mamajustine 19.12.09 - 07:55 Uhr

Das schwankt extrem. Kommt halt drauf an ob ich gerade gelüftet habe oder nicht.

Uns wurde nach dem einzug gesagt, das 50% luftfeuchte total ok sind. Und alles was drüber geht müsste gelüftet werden. Daran haben wir uns immer gehalten. Mittlerweile lüfte ich schon ab 45 % (drüber).

Beitrag von sonne_1975 19.12.09 - 12:51 Uhr

Du brauchst nicht ab 50% zu lüften. Bis 65% ist bei einem gedämmten Haus voll in Ordnung.

Zu wenig Luftfeuchtigkeit ist sehr schlecht für den Körper (Stichwort: trockene Heizluft).

LG Alla

Beitrag von lassiter 19.12.09 - 15:18 Uhr

Das passt schon, wie du lüftest.

Nach Prof. Dr.-Ing. Roloff, Institut für Bauklimatik, TU
Dresden beginnt das Schimmelwachstum bei 55 %.

http://www.konrad-fischer-info.de/7wdvs15.htm


Josef


Beitrag von france.arno 19.12.09 - 19:57 Uhr

Zum Einen behandelt der Aufsatz von Professor Roloff die "Fenster im Profanbau in Sachsen" - hier Parallelen zum modernen Wohnungsbau zu suchen, kann ein wenig arg verallgemeinernd sein.

Zum Anderen wagt sich noch nicht einmal der wirre Herr Fischer, dem Herrn Roloff die Aussage "Schimmelwachstum beginnt bei 55% Luftfeuchte" in den Mund zu legen.
Mal abgesehen davon, dass 55% rF wohl bei keiner Temperatur zu viel sein werden: Wem es zu viel erscheint, muss eben die Raumtemperatur um 1K erhöhen, dann sieht es gleich viel besser aus.

Deine unqualifizierten Wischi-Waschi-Aussagen sind geistige Brandstiftung, lieber Josef.


Im modernen Hausbau wird aber in der Tat noch einiges falsch gemacht. Die meisten am Bau beteiligten wissen nicht, wie Luftdicht gebaut wird (Schimmel entsteht nicht durch Luftdichtheit, sondern durch Leckagen in der Luftdichten Ebene).
Ein großes Problem ist, dass Häuser heute in Rekordzeit komplett fertiggestellt werden. Außenputz wird sofort aufgetragen, und innen kommt auch schon die Tapete an die Wand, bevor die Wand die Chance hatte, zu trocknen. Wenn dann noch Vinyltapete an der Wand klebt, wo soll denn dann die Feuchtigkeit hin? Sinnvoll wäre auch heute noch, wenn mindestens ein Winter vergeht, bis der Aussenputz aufgetragen wird. Das passiert aber heute leider praktisch gar nicht mehr. Wodurch unter anderem solche Probleme entstehen, wie wir sie hier desöfteren lesen können.

Beitrag von lassiter 21.12.09 - 17:57 Uhr

Zum einen bin ich nicht dein lieber und wenn du mich noch einmal beleidigst, kümmert sich der Gastgeber um dich, Versprochen!

Beitrag von chili1822 18.12.09 - 22:06 Uhr

Hallo,
wie habt ihr denn im ersten Jahr geheizt?
Ich glaube, das war bei uns das entscheidende Jahr, denn da trocknete alles noch. Wir haben wir wild geheizt u.a. auch mit unserem Kaminofen.
Wir sind auch 2006 in unseren Neubau gezogen und haben bisher null Probleme - und haben sogar 3-fach-Verglasung!
Da muss vielleicht wirklich mal ein Fachmann ran, hört sich nicht normal an ...
Da könnt ihr ja froh sein, dass ihr "nur Mieter" seid!
Alles Gute!
Gruß
chili