Filmrezension: Das Phantom der Oper

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Beitrag von elodia1980 18.12.09 - 23:35 Uhr

Wer auch nur ein bisschen romantisch veranlagt ist - offen oder im Geheimen - wird die ganzen 35 Minuten sehnsuchtskrank vor sich hinseufzen! Ich mit meiner Vorliebe fürs Maßlose, Schmalzige und Dekadente war jedenfalls sofort hin und weg! Schon nach einer halben Stunde hauchte ich: "Mein Gott, ist der schön!" und meinte das erhaben und stolz von Gerard Butler gespielte Phantom. Meine Freundin stimmte dem zu und meinte den Film. :-)

Zum Geburtstag bekam ich von meiner Freundin einen Besuch im gleichnamigen Musical geschenkt. Wir merkten allerdings erst später und zu unserem großen Bedauern, dass das Stück derzeit in Deutschland nicht aufgeführt wird. Also brachte meine Freundin just den Film mit und wir klebten mit Kind und Kegel vor der Glotze, um die tragische Liebesgeschichte hingerissen zu verfolgen.

Der Film aus dem Jahr 2004 hält sich eng an seine Bühnenvorlage, weswegen auch kaum gesprochen, sondern fast nur gesungen wird. Das Chormädchen Christine macht mit
Hilfe ihres Engels der Muse einem entstellten Mann, der tief in den Katakomben der Pariser Oper lebt, auf der Bühne Karriere. Leider nimmt ihr das Phantom ihre Liebe zu dem Vicomte Raoul übel. Zwischen Masken, Kerzen, opulentem Gesang und Kellergewölben entbrennt ein Kampf um die junge Sängerin, der tragisch endet. Die Musik von Andrew Lloyd Webber, weltbekannt und wohl einzigartig, ist das Gerüst, auf dem Plot, Figuren und die üppige Ausstattung aufbauen. Raoul, blass und eindimensional, wurde von der Tochter meiner Freundin recht bald als „Graf Rotz“ tituliert. Christine trällert zwar ganz süß und nett, aber ihr ist einfach nicht zu verzeihen, dass sie, statt sich dem überwältigend leidenschaftlichen, reizvoll düsteren, trotz der Entstellung wunderschönen Phantom hinzugeben, am Ende mit dem öden Raoul die Kurve kratzt, um ein vermutlich langweilig konventionelles mysterienfreies Dasein zu fristen. Das Phantom der Oper, ungeheuer anziehend in seinem hemmungslosen Wahn, hingegen singt, heult und tobt mit voller Kraft. Wenn Gerard Butler im schwarzen Anzug und seiner Maske beraubt in wildem Zorn mit einem Kerzenständer Spiegel zerstört, tränenüberströmt rote Rosen zerknüllt oder hoch erhobenen Hauptes und ganz in rot gekleidet eine Treppe hinab schreitet, weiß ich wieder, warum mir alle Brad Pitts, George Clooneys oder Robert Pattinsons dieser Welt gestohlen bleiben können!
Aber so sind sie, die Frauen! Da kommt einer daher und verspricht ihnen ein Leben in Sicherheit und Sorglosigkeit und schon lassen sie alle Abenteuer sausen. Obwohl der Film also ein Ende hat, mit dem ich mich nicht anfreunden kann (was für das Musical ebenso gilt), ist er ein sehenswertes Spektakel.

An dieser Stelle sei an den unvergesslichen Steve Barton erinnert, der in London sowohl den Raoul als auch das Phantom spielte, bevor er 2001 viel zu früh starb. In seinen Glanzstunden stand er im Musical „Tanz der Vampire“ als Graf von Krolock auf der Bühne. Sein markanter, samtiger Bariton und seine unbeschreibliche Ausstrahlung suchen seit jeher vergeblich ihresgleichen.

Quelle: http://www.lindner-katharina.de/

Beitrag von nicole1508 19.12.09 - 11:30 Uhr

Huhu
Also den Film kenne ich nicht aber das Musical
Ich habe es 2005 in Essen gesehen,und muss sagen,ich war hin und weg,es war der Jahresabschlussausflug meiner Firma(haben wir jedes Jahr gemacht anstatt Weihnachtsfeier)und so haben wir super Plätze gehabt,es läuft im Januar 2010 in Aachen und ich überlege es mir nochmal anzuschauen denn kann es NUR empfehlen....
Lg Nicole

Beitrag von elodia1980 19.12.09 - 16:06 Uhr

danke für den hinweis!!! dann komme ich ja doch noch zur einlösung meines geburtstagsgeschenks. woher hast du die info, dass es in aachen laufen wird?

Beitrag von nicole1508 19.12.09 - 21:37 Uhr

Huhu
Tageszeitung die hier in Belgien erscheint
Veranstaltungen - EUROGRESS Aachen
darunter findest du es aber ich weiss nicht ob es das Original ist,ich hab damals das Original gesehen und es war einfach nur geil,war auch 2008 bei Best of Musicals,war zwar von jedem etwas aber hat mich nicht so vom Hocker gerissen

Beitrag von vreni5 19.12.09 - 12:28 Uhr

Mir läuft schon bei dem Gedanken, an den Film bzw. das Musical ein Schauer über den Rücken. Ich hab die DVD zuhause und das Musical mit Thomas Borchert, als Phantom gesehen. Bin jedes mal hin und weg und sitze fingernägelkauend davor. Ich glaube es ist selten eine Musicalverfilmung so gut gelungen.#verliebt

LG

Vreni, die jetzt weiss, welche DVD sie gleich schaut#verliebt

Beitrag von elodia1980 19.12.09 - 16:07 Uhr

und, immernoch gänsehaut, nach dem schauen? ;-) ich hab sie heute noch!