Aufhebungsvertrag bei 400,-€ - Job?

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Beitrag von mimimaus2006 19.12.09 - 10:20 Uhr

Hallo,

bin seit 2 Monaten aus der Elternzeit raus und habe dort gekündigt. Hab 1 Jahr bei einer anderen Firma auf 400,- € gearbeitet und bin gekündigt worden. Hab gestern eine Vereinbarung unterschrieben in der steht wie lange ich noch mein Geld bekomme weil ich von der Arbeit freigestellt wurde. In der letzten Zeile stand, daß ich verpflichtet bin mich nach Abschluß dieses "Aufhebungsvertrages" :-(bei der Agentur für Arbeit zu melden usw. Hat dies irgendwelche Auswirkungen. Sonst steht nirgendwo, daß dies ein Aufhebungsvertrag ist. #kratz

Nun meine Frage: Hat dieses Wort überhaupt Konsequenzen für mich obwohl es doch "nur" ein 400,- Job war. Kann ich da trotzdem eine Sperre bekommen? Oder ist nur der Letzte richitge Job für die Berechnung ausschlaggebend. #zitter

Bitte helft mir - hab schon die ganze Nacht nicht geschlafen.

lg. miriam

Beitrag von marshy 19.12.09 - 13:39 Uhr

Also ich kann jetzt nur von mir sprechen.
Ich habe Ende Nov. einen unterschrieben.
Die Staffelung sah so aus:
-Wichtiger Grund: Wenn du ein wichtigen Grund hast, warum du das unterschrieben hast und der SB das auch so sieht, keine Sperre.
- Ich hätte zum 15. Dez. gekündigt werden sollen, habe den unterschrieben, weil für mich persönlich ein dtl. weiter Einsatz nicht in Frage gekommen wäre, vor allem nicht für 2 Wochen. Ich habe eine Sperre von 3 Wochen bekommen.
-Dann gibt es noch die 3 Monats Sperre.
Ich habe Vollzeit gearbeitet, wie das bei 400 Euro aussieht keine Ahnung.
Man kann aber ALG 2 beantragen, damit Miete etc bezahlt ist (also der Höchstsatz, der ja von gemeinde zu Gemeide unterschiedlich ist) und kriegst eine verminderte Sicherung des Lebensunterhalts.
So wurde mir das gesagt, meine Angaben sind natürlich ohne Gewähr.;-)

Beitrag von hellokitty87 20.12.09 - 12:24 Uhr

Hallo Miriam,

der 400 €-Job ist unrelevant für die AfA. Lediglich der Zeitraum, wo du sozialversicherungspflichtig gearbeitet hast und worauf sich dein Arbeitslosengeldanspruch beruht.

"bin seit 2 Monaten aus der Elternzeit raus und habe dort gekündigt."
-> Mit aller Wahrscheinlichkeit wirst du wegen deiner Eigenkündigung einen Fragebogen zur Kündigung ausfüllen müssen. Warum und weshalb du gekündigt hast etc. und auch einen Fragebogen zur verspäteten Arbeitsuchendmeldung. Halt warum du jetzt erst gekommen bist. Evtl. können dann 2 Sperrzeiten (wo kein ALG gezahlt wird) eintreten. Einmal 7 Tage für die verspätete Arbeitsuchendmeldung und einmal 90 Tage für die Eigenkündigung.
Eine Sperrzeit bei der Eigenkündigung tritt jedoch nur ein, wenn kein wichtiger Grund vorliegt.
Hast du selbst gekündigt, weil du hättest VZ arbeiten müssen? Evtl. kann das als wichtiger Grund anerkannt werden. Auf jeden Fall würd ich mich schon mal Arbeitslos melden, damit der Anspruch überhaupt entsteht. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden und den Anspruch zum anderen Zeitpunkt gelten machen. Wenn der Anspruch erstmal entstanden ist, hast du 4 Jahre Zeit um diesen geltend zu machen ;-)

Einen schönen 4. Advent wünsch ich dir #niko#stern