Bonding und das Leben danach...

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Beitrag von thamina 19.12.09 - 15:42 Uhr

Hallo zusammen...
Ich hab mal eine Frage an euch, evt. auch an die Mütter die beides kennen.

Meine große Tochter ist fast 3 Jahre alt. Bei der Geburt damals gabs einige Probleme, sie kam sofort auf die Intensivstation, wurde die erste Zeit von Schwestern und Pflegern "versorgt". Ich konnte/durfte nicht stillen. Als ich sie "wiederbekommen" habe, hat sie schon fast durchgeschlafen, schrie nur, wenn sie Hunger hatte (und auch da schien sie sehr geduldig). Heute ist sie sehr selbständig, sie kann so viel. Außer kuscheln. Das "mochte" sie nie. #gruebel

Die Kleine ist jetzt 12 Tage alt, ich hatte sie sofort nach der Geburt bei mir. Ich stille (inzwischen wirklich erfolgreich #huepf) und sie schlief die erste Woche bei mir im Bett. Sie schläft auf meinem Arm ein und schimpft auch, wenn ich sie im flaschen Moment ins Bettchen lege.

Nun meine eigentliche Frage: Meint ihr, die Bondingphase ist tatsächlich so bezeichnend für die spätere Entwicklung? Ich hoffe ihr versteht wie ich meine... Fiona hat nie gefremdelt, mich hat es nie gestört, wenn jemand anders ihr die Flasche gegeben hat. Bei Leni werde ich schon halb verrückt, wenn Oma und Opa sie länger als 10 Minuten auf dem Arm haben. #schock

Wie seht ihr das? Wie wichtig ist die erste gemeinsame Zeit im Krankenhaus wirklich?

#danke euch

Beitrag von mona1879 19.12.09 - 16:06 Uhr

also das kann ich nicht bestätigen. meine große tochter, vier jahre alt war nie eine große schmuserin und meine kleine jetzt, zwei jahre alt war von anfang an sehr anhänglich. beide habe ich normal entbunden und fast ein jahr lang gestillt. meine große wurde erst mit der geburt ihrer schwerster verschmuster.

lieben gruß
mona

Beitrag von widowwadman 19.12.09 - 16:46 Uhr

Ich persoenlich finde es schon bedenklich, wenn ne /mama das Kind noch nicht mal zehn Minuten bei jemand anders auf dem Arm haben kann ohne halb verrueckt zu werden. Das ist nicht bonding, sondern klammern. Und ich glaub schon dass das Verhalten der Eltern die Kinder beeinflusst, in dem beschriebenen Falll aber wahrscheinlich nicht positiv.

Beitrag von thamina 19.12.09 - 16:57 Uhr

Naja, ich denke die meisten werden schon verstehen, wie ich das gemeint habe. ;-)

Ich wollte eigentlich den Unterschied klar machen, wenn auch mit einer "krassen" Wortwahl...

#herzlich

Beitrag von sabsi1010 19.12.09 - 19:26 Uhr

Hallo...

Meine Tochter wurde in der 31+2 per Notkaiserschnitt geboren. Sie war die ersten 4,5 Monate ihres Lebens in der Klinik. Lange Zeit im Inkubator und danach noch im Wärmebettchen. Stillen ging/ geht überhaupt nicht, denn sie hat keinen Schluckreflex und wird über Sonde ernährt!
Trotzdem ist meine Tochter, obwohl sie die ersten Tage nicht mal auf meinen Arm konnte, total anhänglich und verschmust! Ich denke also nicht, dass das zusammenhängt. Kann, aber muss nicht... :-)

LG,
Sabrina

Beitrag von taurusbluec 20.12.09 - 14:52 Uhr

hallo!

kann ich nur bedingt bestätigen. mein sohn wurde nach vier tagen auf kinderintensiv verlegt und ich habe mich selbst entlassen. in den drei nächten vorher war er davon zwei im säuglingszimmer, weil das krankenhaus es nach kaiserschnitten so handhabt und die schwestern keine "lust"haben ins zimmer zu kommen um zu helfen. nach zwei wochen intensivstation hatten wir ihn dann zuhause, fast durchschlafend, sehr geduldig, nie meckernd, immer zufrieden!
ABER (auch noch heute mit 2 1/2 jahren) sehr verkuschelt, sensibel und schüchtern.

unsere tochter, jetzt 4 monate, kam zwar auch per kaiserschnitt, aber ich habe dieses mal ein krankenhaus ausgesucht, das rooming in befürwortet, auch nach kaiserschnitt. es lief auch so wie ich es mir vorgestellt habe, allerdings ist sie, so wie ich es in der kurzen zeit vergleichen kann, das komplette gegenteil von meinem sohn. sehr unzufrieden, will nicht alleine irgendwo sein, schreit sich meistens in den schlaf, bedarf großer aufmerksamkeit. auf der einen seite denke ich, daß es bei meinem sohn an der "erziehung" der kinderintensivstation gelegen hat, auf der anderen seite denke ich eben es ist einfach der unterschiedliche charakter der beiden kinder. dabei kommt hinzu, daß meine tochter zwei wochen vor termin geholt wurde (prophylaktisch geplant wegen bluthochdruck) und ich nach der geburt der festen überzeugung war, daß es einfach viel zu früh war. man hat regelrecht gemerkt, daß sie einfach überrumpelt wurde und hatte große anpassungsschwierigkeiten.
mein sohn wurde zwar auch drei wochen vor termin geholt (auch wegen bluthochdruck - aber da sehr extrem), allerdings hatte ich bei ihm das gefühl, er war "froh" draußen zu sein, da es ihm bei mir nicht mehr gut ging!?

man weiß es nicht....

allerdings habe ich keinerlei probleme mit klammern usw.
meine kinder wurden von anfang an von meiner mutter mit betreut, da ich quasi selbstständig bin und voll arbeite.

bei dem was du so schreibst hört sich das für mich eher an, als ob du bei deiner kleinen tochter jetzt etwas nachholen oder zwanghaft anders machen möchtest!?

ach so, eine freundin von mir hatte bei ihrem großen auch ein krankenhaus erwischt, bei dem die kinder in den ersten tagen nach kaiserschnitt durch die schwestern im säuglingszimmer versorgt wurden und bei ihrer tochter hatte sie sich dann auch extra für ein anderes krankenhaus entschieden. der große ist ein richtiger rabauke und die kleine absolut mama-bezogen.

tja... liegt es an der ersten zeit im krankenhaus oder ist es einfach der charakter des kindes?

lg