darf 16jährige zur Tante ziehen gegen den Willen ihrer Mutter?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von tomama 19.12.09 - 23:20 Uhr

Hallo,

folgende Situation. Mädchen ist 16 einhalb Jahre alt, hatte viel Stress mit Mutter und Stiefvater. Wohnt seit kurzem in einem Heim. Nun möchte sie zur Tante ziehen, die während dieser Konflikte zu ihr hielt. Deshalb ist die Mutter wütend auf die Tante und wird dem Umzug nicht zustimmen. Das Mädchen fühlt sich in dem Heim einsam und allein und Zuhause ist sie auch nicht mehr willkommen. Was kann sie tun, damit sie zu ihrer Tante ziehen kann?

lg tomama

Beitrag von arienne41 20.12.09 - 01:39 Uhr

Hallo

Am besten zum Anwalt.
Vielleicht kann auch das Jugendamt weiterhelfen.

Die Mutter mal auf den Pott setzen, wenn ich höre das Kind ist da nicht mehr willkommen.

Warum tut die Mutter dem Kind einen Heimaufenthalt an wenn es zur Tante kann?

Montag gleich zum Jugendamt und ich drücke die Daumen das das Kind Weihnachten bei der Tante verbringen darf.

Lg

Beitrag von wuestenblume86 20.12.09 - 14:26 Uhr

weil es Mütter gibt die leider so sind :-[

Beitrag von mona98 20.12.09 - 21:06 Uhr

Na was ist denn das für eine Antwort....#gruebel
Weder Du noch ich kennen die Hintergründe.Mädchen in diesem Alter können ganz furchtbar sein ,und Mütter sind blöderweise auch nur Menschen.Vielleicht gibt es ja auch Gründe,die einfach dagegensprechen..Das Jugendamt wird doch mit Sicherheit schon eingeschaltet sein,man kann Jugendlich ja schließlich nicht so einfach ins Heim bringen.Ehrlich ,Kinder in der Pupertät sind furchtbar ,Töchter können der absolute Horror sein!!Jeder ,der das noch nicht mitgemacht hat,sollte sich mit solchen Bemerkungen zurückhalten!Ist nicht böse gemeint,reine Erfahrungssache.Wenn zu der Zeit jemand hätte meine Gedanken lesen können.....#schock
Liebe Grüße Mona

Beitrag von tomama 20.12.09 - 21:36 Uhr

hallo Mona,

doch man kann. Wenn Du als Mutter (vom wirklich im wahrsten Sinne des Wortes asozialen neuen Ehemann aufgestachelt wirst) und Dein Kind nicht mehr bei Dir haben möchtest, dann bleibt dem Jugendamt nichts weiter übrig als Dein Kind mitzunehmen.

Zunächst ist sie ins Heim, weil sie nicht soweit von Zuhause weg wollte (wir leben 200 km entfernt). Nun hat sie aber verstanden, dass der Stiefvater froh ist sie aus der Familie hinaus gemobbt zu haben und sie nicht mehr zurück darf (was anfangs immer anders geheissen hat). Selbst ihre Betreuer verstehen dieses herzlose Verhalten nicht. Aber in vielen Patchworkfamlien ist es leider nunmal so, dass wenn neue Kinder da sind, die aus früheren Beziehungen von den neuen Partnern oft nicht wirklich akzeptiert werden.

Du hast sicherlich Recht, Teenager können anstrengend sein, aber wenn man sich bewußt für Kinder entscheidet, dann gehört das nunmal dazu. Es sind nunmal keine Möbelstücke, die man kurzerhand weggibt, wenn sie einem nicht mehr gefallen. Ich könnte so niemals denken, bin auch Mutter und habe für solch ein Verhalten null Verständnis.

lg tomama

Beitrag von mona98 21.12.09 - 08:14 Uhr

Hallo!
Wie ja schon gesagt ,ich kann mir darüber gar kein Urteil erlauben ,weil ich die Situation nicht kenne.So hört sich das schon anders an....
Ich lebe auch in einer Patchworkfamilie und mein Mann hat eine Tochter mit in die Ehe gebracht(16J).Ich habe schon viel in meinem Leben durchgemacht ,aber sie hat mich die meisten Nerven und die meiste Kraft gekostet!Wir standen schon fast vor der Trennung...Ich bin auch nur ein Mensch,weißt Du?Sie kann austeilen ohne Ende und von mir wird Verständnis ohne Ende erwartet.Das hatte ich bei meiner Ältesten auch nicht ,aber so bin ich die böse Stiefmutter.
Da gibt es zwei Seiten ,das will ich damit sagen.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag! Mona

Beitrag von sonja7682 31.12.09 - 00:38 Uhr

NIchts kann sie tun und generell finde ich das richtig so. Kann die Mutter verstehen. Sie wird ihre Gründe gehabt haben, warum es den Ärger gab und die Tante hat ihre Autorität untergraben - wahrscheinlich will das Mädel nur dort wohnen, weil es bei der Tante im Gegensatz zu Mutter und Heim lockerer ist und sie dort mehr machen kann, was sie will. Wenn so schrecklich ist bei der Mutter, dann soll sie froh sein, im Heim wohnen zu dürfen. Ansonsten kanns so schlimm nicht gewesen sein.

Beitrag von tomama 14.01.10 - 22:54 Uhr

Hallo,

wie bist du denn drauf? Und sachlich liegst Du auch falsch, meinen Posting ist ja schon etwas älter. Natürlich gibt es Mittel und Wege und genau das ist richtig und gut so. Denn es gibt Situationen, die soetwas erfordern. Aber trotzdem nett, dass Du nach so langer Zeit noch Deine Meinung kundtun wolltest.

lg tomama

Beitrag von manavgat 15.01.10 - 08:02 Uhr

Na ja, das ist jetzt das, was Du weißt.

Ich sehe oft, dass - gerade Kinder/Jugendliche mit getrennten Eltern - mit aller Macht versuchen, ihren Willen durchzusetzen.

Jeder, der dann versucht, den Kindern eine Erziehung (die auch Regeln beinhaltet) zu geben, ist dann schnell der Böse. Kommen dann noch Machtkämpfe zwischen den Erwachsenen hinzu, dann ist alles zu spät.

Der Konflikt zwischen Mutter und Tante könnte also schon vorher bestanden haben. Gut möglich, dass die Mutter einen klaren Rahmen haben will und befürchtet, dass das Mädel bei der Tante dann vollends untergeht.

Wie gesagt: es ist möglich. Um es zu beurteilen, fehlen hier die Infos.

Grundsätzlich hat die Mutter das Erziehungsrecht und wenn die Tante (und das Mädel) sich auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln. Es muss ja einen Grund für den Heimaufenthalt geben.

Gruß

manavgat

Beitrag von tomama 19.01.10 - 13:26 Uhr

hallo, ich werde jetzt abschließend nochmal darauf hinweisen, dass der Aufenthalt in der Einrichtung auf Wunsch des Kindes vollzogen wurde. Aber meine Frage lautete eigentlich eher, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt. Ich weiss, die Kritiker werden jetzt wieder sagen, wir sind hier keine Juristen. Aber dieses ist hier ist Forum, wo auch Erfahrungen ausgetauscht werden können.

Glaubt mir, ich bin nicht so weltfremd, dass ich nicht weiss welche Probleme die Teenagerzeit mit sich bringen kann. Aber wie ihr schon mehrfach festgestellt habt, die Einzelheiten kennt ihr nicht. Werde ich hier auch nicht weiter drauf eingehen, weil es sehr private Dinge sind und die nicht ins Internet gehören. Aber zum Glück hat der Gesetzgeber den Schutz des Kindes und die Würde des Kindes als schützenswertes Gut deklariert. Denn nicht jede Mutter ist immer am Wohl des Kindes interessiert. Wäre schön wenn es immer so wäre, aber ist nunmal manchmal eben anders. Und da muß ein Kind doch auch Rechte haben. Sie dürfen doch nicht grenzenlos der Willkür ihrer Eltern ausgesetzt sein.

Aber wie gesagt, komplizierter Fall und die richtigen Leute (Fachleute) sind eingeschaltet...

trotzdem vielen Dank für Eure Antworten

lg tomama