Mama? Bin ich schwul?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von puschi08 20.12.09 - 10:48 Uhr

Hallöchen ...

Puhhh also ich muß erstmal etwas ausholen.

Paul, ist 7 Jahre alt wurde fast 5 Jahre davon allein von mir erzogen.
Mein Paul ist eine ganz zerbrechliche Seele.
Kein typischer Racker....was mich manchmal etwas traurig macht.
Er ist halt sehr still und leise, ängstlich und wird jetzt in der Schule oft gehauen.
Er mag Filly Ponys (was eigentlich eigentlich niemanden sagen darf...#gruebel ) er mag rosa undist sehr auf sein aussehen bedacht.
Das hat mich abe nie gestört- ihn schon!
Nun fragte er mich letztes ob es schlimm wäre, wenn er schwul wäre. Ich habe ihm gedrückt und habe ihn gefragt ob er wüßte was es heißt-#schwitz
Er wußte es.
Dann habe ich ihm gesagt, das es mir egal wäre.
Nun fragte er gestern seinen Papa genau das gleiche.
Er versichterte ihm dann auch das es ihm egal wäre, und das wir ihn immer Lieb hätten.
Egal,wie!
Ohhh mennooo mein armer Pauli.:-(
Meint ihr er könnte sowas jetzt schon fühlen?
Außerdem spricht er immer sehr,sehr oft vom sterben,tod ,krankheiten.
Soll ich mir mal Hilfe vom Profi holen? Sprich zum Psycholgen gehen??

Lg,ALine

Beitrag von lilliana 20.12.09 - 11:10 Uhr

Ich hab hier einen Jungen, der oft ähnlich ist. Aber er kann auch ganz anders ;-)

Davon, dass er anscheinend sehr sensibel und nicht so sehr die typischen Jungen-Vorlieben hat würde ich nun überhaupt keine Rückschlüsse auf seine spätere sexuelle Orientierung ziehen.

Beitrag von similia.similibus 20.12.09 - 12:13 Uhr

Habt ihr ihn mal gefragt, wieso er glaubt, dass er eventuell schwul ist?

Beitrag von nyiri 20.12.09 - 12:47 Uhr

Also erstmal finde ich es schön, wie Du über Deinen Pauli schreibst. #herzlich

Zwar kann ich nicht abschätzen, ob ihm die Tragweite seiner Gedanken schon zu 100% klar ist, aber ich habe schon sehr oft von Homosexuellen gelesen, die sich erinnern, im Kindesalter schon gefühlt zu haben, dass sie sich zum anderen Geschlecht eher hingezogen fühlten. Also ungewöhnlich wäre es keinesfalls.

Ich rate Dir deshalb - wie Du ja selbst schon in Erwägung gezogen hast - einen Kinderpsychologen aufzusuchen, bei dem auch Dein Pauli sich verstanden fühlt. Daher könnte es sein, dass Ihr nicht gleich beim ersten Anlauf Eure Hoffnungen erfüllt seht.

Und es ist immer wieder schön zu lesen, dass Eltern ihre Kinder auch in diesem Alter schon sehr ernst nehmen und ihnen Mut machen, wenn derlei Fragen auf den Tisch kommen. Macht weiter so, Euer Pauli kann wirklich stolz auf Euch sein und er hat großartige Eltern...


Viel Glück!!! #klee#liebdrueck#herzlich

Beitrag von puschi08 20.12.09 - 13:03 Uhr

Oh das geht aber runter wie Öl....#hicks
Danke!!!:-)

Beitrag von nyiri 20.12.09 - 13:46 Uhr

Keine Ursache, ich hab' nur geschrieben, was ich denke. #liebdrueck#danke

Macht einfach weiter so, dann ist alles in bester Ordnung. Euer Sohn soll mit dem Gefühl aufwachsen, dass in erster Linie seine Eltern für ihn da sind und es sie nicht die Bohne interessiert, ob er nun später einmal homo- oder heterosexuell sein wird, wenn er groß ist. Und wenn er mit diesem Wissen aufwächst, wird er sicher ein selbstbewusster und guter Mensch, der andere Menschen selbst nie nach ihrer sexuellen Orientierung verurteilen wird. Das ist gut und richtig so, so wurde auch ich erzogen.

Ich wünsche Euch und Eurem Pauli einen wunderbaren 4. Advent und besinnliche Feiertage... #niko#liebdrueck#stern#snowy

Beitrag von schnuffeline-09 20.12.09 - 17:01 Uhr

Echt supi geschrieben, konnt nicht besser sein...Können sich einige bei Urbia hier noch ein Beispiel drann nehmen;-)...LG und schönen 4 Advent#snowy#stern

Beitrag von nyiri 20.12.09 - 17:14 Uhr

Oh danke danke... #hicks#danke


Dir und Deinen Lieben ebenfalls einen wunderschönen 4. Advent... #niko#snowy#herzlich

Beitrag von bezzi 21.12.09 - 16:01 Uhr

"ich habe schon sehr oft von Homosexuellen gelesen, die sich erinnern, im Kindesalter schon gefühlt zu haben, dass sie sich zum anderen Geschlecht eher hingezogen fühlten."

Ich fühle mich bis heute zum anderen Geschlecht hingezogen. Ich dachte das nennt man Hetero ?

Beitrag von nyiri 21.12.09 - 20:26 Uhr

Komm schon, Du weißt doch, was ich meine... ;-)

Beitrag von stephanieanne 20.12.09 - 13:13 Uhr

Du schreibst so lieb über deinen Sohn ... super! Also, ich habe einen schwulen Freund, der wusste schon in der Grundschule, dass er schwul ist.

LG
Anne

Beitrag von shalom 20.12.09 - 15:47 Uhr

Hallo,

ich finde eure Reakton auch super.
Trotz allem habe ich eine Frage: Kann es vielleicht sein, dass er wegen seinem "Anderssein" von den Anderen als schwul geärgert wird, und er deshalb denkt er könnte es sein? Vielleicht wäre da ein Psychologe hilfreich, der ihn in seinem Denken ünterstützt und erklärt dass dies in Ordnung ist, wenn es so wäre.

Liebe Grüße Shalom

Beitrag von frau.mecker 20.12.09 - 18:38 Uhr

hallo

mein Cousin ist schwul und was soll ich sagen, mit neun war es wirklich schon abzusehen.
Mit 14 wusste es irgendwie jeder und ja er ist schwul.

Homosexualität, ist mittlerweile bekannt, ist ein "Gen-defekt" und schon von Geburt an festgelegt.

Ich finde es gut, wie du und dein Ex damit umgeht, aber ich denke es ist einfach noch zu früh zu sagen, er ist schwul und vorallem es an rosa und Puppenspielzeug festzumachen.

Kinder setzen sich auch in diesem Alter mit dem Tod auseinander. Meiner z.B. hat im Moment eine starke Angstphase.

Natürlich kann es sein, daß dein Sohn innerlich etwas bewegt, mit sich und seinem Innenleben.
(hat er evtl. jemals davon gesprochen, er wäre lieber ein Mädchen?)
Viell. solltest du es abklären lassen.
Allerdings sind die Wartelisten bei Kinderpsychologen sehr sehr lange, dein KA hilft dir weiter.

alles Gute
mfg


Beitrag von kraxy 20.12.09 - 21:13 Uhr

also - "mittlerweile bekannt" - ist hier gar nix - guckst du hier:


"Es gibt bis heute noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie Homosexualität entsteht. Aber es gibt verschiedene Theorien als Erklärungsmodelle. Einige gehen davon aus, dass Homosexualität genetisch bedingt ist, die Anlagen zur gleichgeschlechtlichen sexuellen Ausrichtung also vererbt werden. Andere sehen die Ursachen für die Homosexualität in der individuellen Entwicklungsgeschichte eines Menschen, besonders in frühen und prägenden Phasen wie der Pubertät.

Sexualwissenschaftler sehen die Homosexualität heute nicht mehr als behandlungsbedürftige sexuelle Abweichung. Homosexualität gibt es auch in der Natur, z.B. bei Säugetieren oder Vögeln. Sie ist also eine durchaus natürliche Ausdrucksform der Sexualität.

Manche Menschen entwickeln aufgrund einer besonderen sozialen Situation, z.B. im Gefängnis, eine homosexuelle Neigung. Man nennt sie Pseudo-Homosexuelle, die eigentlich keine homosexuelle Veranlagung und kein gesteigertes Interesse am eigenen Geschlecht haben. Ihr sexuelles Interesse ändert sich meistens wieder, wenn sie die Möglichkeit heterosexueller Aktivitäten bekommen.

Manche Männer oder Frauen wählen auch gleichgeschlechtliche Sexualpartner, ohne wirklich homosexuell zu sein. Gründe dafür sind, dass sie Angst vor starken Andersgeschlechtlichen haben oder sexuelle Frustrationen mit diesen erlebt haben."

(Quelle: www. netdoktor.de/Gesund-Leben/Sex+Partnerschaft/Sexualitaet/Homosexualitaet-2220.html)

schönen Abend noch!

Beitrag von saya82 21.12.09 - 19:45 Uhr

Homosexualität, ist mittlerweile bekannt, ist ein "Gen-defekt" und schon von Geburt an festgelegt.

#schock

Beitrag von imzadi 21.12.09 - 00:35 Uhr

Den Sohn meiner Freundin hat man mit 8 Jahren(so alt war er als ich ihn kennenlernte) auch schon angemerkt das er anders ist. Alle waren der Meinung er wäre Schwul. Aber Ende war er nicht Schwul sondern fühlte sich im Falschen Körper. Mit 18 lies er nachdem er schon 2 Jahre Hormone nahm dann die OP zur Frau machen.

Steht ihm eiinfach bei, egal was aus ihm wird, er wird jede hilfe brauchen können.

Beitrag von marion2 21.12.09 - 11:27 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht was Filly Ponys sind, aber eigentlich spielen alle Jungs gern mit Mädchenkram, wenn man sie lässt ;-)

Genauso gerne spielen Mädchen mit Jungszeugs, wenn man sie lässt.

Bring deinen Pauli irgendwohin, wo er lernt sich zu verteidigen. Ich glaub das ist sein größtes Problem.

Oder übe selber mit ihm. Die Grundschule ist schrecklich. Da muss man ordentlich zurückhauen können. Mit dicker Faust, kurz geschlagen (nicht ausholen) und gut plaziert unters Kinn. Ja, das ist mein Ernst. Seit MEIN Sohn das kann, hat er Ruhe.

LG Marion

Beitrag von stellamarie99 21.12.09 - 14:01 Uhr

Irgendwie am thema vorbei?#kratz

Er wird doch nicht gemobbt oder hab ich das überlesen?


Sein Problem ist, dass er keinen Kampfsport macht und in der Grundschule nicht fest mit der Faust zuschlagen kann?#kratz#schock

Und ich kann auch nicht bestätigen, dass Jungs gern auch mit Mädchengedöns und andersherum spielen...

Mein Großer hat schon immer mit Jungsspielzeug gespielt, ist aber als er klein war in meinen Stöckelschuhen herumgklackert.

Meine Große hat nur mit Mädchensachen gespielt und hat die Sachen ihres Bruders nicht angeschaut. heute ist sie eine richtige Miss mit allem was 14 jährige Mädels so brauchen.

Meine Mittlere ist wahrscheinlich transsexuell und sie spielte von Anfang an mit Jungssachen, Puppen fand sie immer abartig und rosagedöns auch. Heute unterscheidet sie sich in keinster weise von einem Jungen in dem Alter.

Die Kleine (3) ist eine absolute Puppen- und Mädchenkramspielerin, sie schaut das Jungszeug garnicht erst an. ihre klamöttchen sind rosa, pink und lila...

Und ich hab meine Kinder immer spielen lassen, was sie wollten, es war ja von allem genug da.

sein problem ist, dass er keinen Kampfsport macht und nicht fest zuschlagen kann?

LG



Beitrag von stellamarie99 21.12.09 - 14:03 Uhr

#klatsch der letzte satz sollte da garnicht hin, sorry.

Gruß

Beitrag von marion2 21.12.09 - 15:37 Uhr

Hallo,

es steht geschrieben:

"Er ist halt sehr still und leise, ängstlich und wird jetzt in der Schule oft gehauen."

Wenn er oft gehauen wird, muss er lernen sich zu wehren.

Wenn es danach geht, was du so schreibst, hab ich mindestens ein schwules und zwei transsexuelle Kinder. Die Quote wäre bissen hoch für eine Familie...

Klamotten für 3jährige suchen die Eltern aus. Meine tragen: Blau, Lila, Rosa, Grün, Gelb

Gruß Marion

Beitrag von 3wichtel 22.12.09 - 09:09 Uhr

Mein Grosser hat schon immer alle Mädchensachen besser gefunden, als Jungssachen.
Zum 8. Geb. hat er sich Polly Pocket gewünscht, er mag alles kuschelige, niedliche.

Gespielt hat er immer lieber mit Mädchen. Da dachten wir auch schon mal vorsichtig in Richtung schwul, bis wir von den Mädchenmüttern erzählt bekamen, dass er gerne mit den Mädchen rumküsst ;-)
Seit einem halben Jahr ist er jetzt in einer Fußballmannschaft (auf eigenen Wunsch) und legt (leider) alle "Mädchentugenden" ab und wird ein richtig wilder Racker.

Für uns wäre es aber auch okay gewesen, wenn er schwul wäre! Das ist sowieso etwas, das man als Elternteil nicht beeinflussen kann und hinnehmen "muss". Genauso, wie ich keinen Einfluss darauf habe, ob meine Söhne später ihre Frauen betrügen, in Swinger-Clubs gehen etc.