Patenschaft, Erwartungen und Realität

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von rufinchen 20.12.09 - 11:30 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

wir möchten unseren Sohn taufen lassen und zwei Paten für ihn auswählen, dh. eine Person ist schon ausgewählt (teilweise aufgrund von Familiendruck). Ich mache mir schon viele Gedanken dazu und habe auch so meine eigenen Vorstellungen, die auch vielleicht ein bisschen an der kirchlichen Vorgabe vorbei gehen.

Mich interessiert einfach mal, was andere sich von einem Paten ihres Kindes wünschen und erwarten. Wie stellt ihr euch das Verhältnis und das Engagement vor?
Und vor allem was habt ihr euch vorher vorgestellt und wie sieht die Realität aus.
Sind die Paten eurer Kinder Verwandte oder eher Freunde?

Rufinchen

Beitrag von mami_wi 20.12.09 - 12:22 Uhr

hallo,

unsere kinder haben jeweils einen paten/in, wir haben bewusst jemand aus der familie gewählt, wir wohnen keine 10 minuten auseinander, verstehen uns sehr gut, und auch die kids sind dort immer willkommen!
wichtig war es uns das die paten da sind, falls uns was passiert, das sie ansprechpartner sind, und immer ein offenes ohr haben! wir sehen uns regelmäßig und das sollte auch so sein, damit eine bindung entsteht/bleibt!

ich finde paten sollte man nicht auf druck aussuchen, sondern nach gefühl! wir haben uns d nicht reinreden lassen!!!

liebe grüße sandra

Beitrag von xyz74 20.12.09 - 12:32 Uhr

Hi,

mein Kleiner ist zwar noch nicht getauft aber die Paten schon gewählt und auch informiert.
Beide haben begeistert zugesagt.
Beide Paten wohnen ca. 400Km entfernt.
Patentante in Hamburg. Pate in München.
Tja....
Meine Stiefschwester wird Patentante.
Sie ist ganz süß.
Aufgrund der Entfernung ist oft sehen natürlich nicht drinn.
Aber sie ist trotzdem extra hierher gefahren um den Kleinen kennenzulernen.
Sie schickt auch öfter mal Postkarten an den Kleinen.
Zu Weihnachten, Nikolaus und Geb. bekommt er auch immer ein Geschenk.
Manchmal schickt sie auch einfach so zwischendurch eine Kleinigkeit.
Find ich total süß von ihr. Ist zwar nicht notwendig Geschenke zwischendurch aber ich finde es einfach nett und es zeigt, dass sie an den Kleinen denkt.
Ich schicke ihr auch immer Fotos zwischendurch so vom Alltag des Kleinen. zb. das 1. mal in der Sandkiste, Breiessen etc.

Der Pate....Der beste Freund meines Partners. Die Beiden kennen sich seit 30 Jahren.
Er ist auch der Namensvetter des Kurzen. Hat sich so ergeben weil ich den Namen sehr schön finde und mein Partner auc einverstanden war.
Leider hat er NULL interesse an dem Kurzen.
Das er den Kleinen mal in Natura gesehen hat, liegt auch nur daran, dass wir in München auf einer Hochzeit waren und ihn und seine Frau besucht haben.
Die Beiden waren noch nie hier.
Der Kleine hat auch noch nie von ihm ein Geschenk zu Weihnachten oder Geb. bekommen.
Nicht das Geschenke wichtig wären aber eine Kleinigkeit, einfach als nette Geste, ist sicher nicht zu viel verlangt. Nicht mal eine Karte zum Geb hat er bekommen...
Er hat sich auch noch nie nach dem Kleinen erkundigt.
Ich bin also von der Wahl meines Partners alles andere als begeistert.
Wir haben uns nun darauf geeinigt, dass mein Bruder ebenfalls Pate wird und der Kleine somit 3 Paten hat.
Mein Bruder, wohnt zwar auch 250km entfernt, aber trotz Entfernung kümmert er sich. Denkt ebenfalls an Geb u Weihnachten. Fragt nach wie es dem Kurzen geht.
Zeigt einfach Interesse.
Bei meinem Bruder und meiner Stiefschwester weiß ich auch, dass christliche Werte eine gewisse Rolle im Leben spielen.
Von daher denke ich, dass der Kleine dort in guten Händen ist und wenn er größer ist, kann ich ihn dort auch mal guten Gewissens Ferien machen lassen.
Meine Stiefschwester und mein Bruder sind auch schon die Paten meiner Nichte (24), der Tochter meiner Schwester.
Um sie haben sich die Beiden auch immer rührend gekümmert.

Beitrag von frau.mecker 20.12.09 - 12:43 Uhr

ich habe für mein Kind vier Paten (hatte ich auch)
davon sind 3 "Freunde" und mein Bruder.

Mit einer davon habe ich 0 Kontakt mehr!
Die andere wohnt in den USA, wir haben zwar Kontakt, aber wirklich kommt da nichts mehr, zumal sie sich selbst angeboten hat.
Mein bester Freund ist eigenlt. der der sich wirklich um meinen Sohn kümmert und nicht nur an Festivitäten, ebenso mein Bruderherz.

Fazit:
Freunde würde ich nicht wieder nehmen.

mfg



Beitrag von jans_braut 20.12.09 - 13:16 Uhr

Hallo,

bei mir sind es der beste Freund und Arbeitskollege meines Mannes und meiner Schwester.

Erwartungen: keine Pflichten - manche Rechte. Sie dürfen die Kleine sehen, so oft sie sehen und mit ihr spielen. Sie lieb haben.

Sie ist neun Monate alt - meine Schwester sieht sie sehr sehr häufig. Den Paten sieht sie machmal: er spielt auch schon mit ihr, ich drucke sie ihm manchmal auf dem Arm (er ist Junggeselle und noch nicht Vater), er bekommt hin und wieder Fotos von ihr.

Ich habe meine Paten lieb, obwohl ich sie früher nur einmal im Jahr sah und jetzt seltener.


Übrigens: wenn du soviel Erwartungen hast, solltest du vorher ganz explizit mit den Paten darüber reden!

Beitrag von sini60 20.12.09 - 13:32 Uhr

Paten sind meine Geschwister. Uns war es wichtig, dass ein Kontakt da ist und das wir immer wissen, wenn mal was ist, sind sie für unsere Kinder da. Bei Freunden weiß man halt nie, wie es sich im Laufe der Jahre entwickelt. Oft besteht dann gar kein Kontakt mehr-.

Beitrag von p.sylvie 20.12.09 - 13:40 Uhr

Hallo
Wir haben unsere Kinder taufen lassen weil hier in Luxemburg in der Schule die religion leider Thema ist.
Wir selbst sind getauft, aber nicht wirklich gläubig.
Als Taufpaten haben wir beim ersten kind unsere Geschwister genommen, beim 2. Kind Cousin und eine gute Freundin von mir.
Erwarten tun wir uns von den Taufpaten eigentlihc gar nix, weil uns das Thema nich wirklich wichtig ist. Die haben keine besondere Bindung zu den Kindern, intressieren sich nicht wirklich für sie.
Wenn jemand zu den Kindern Kontakt aufnehmen möchte, braucht er dafür nicht Taufpate zu sein.
Lg sylvie

Beitrag von katzeleonie 20.12.09 - 19:42 Uhr

Hallo,

die Paten unserer Tochter sind meine Ma und meine Großcousine.

Meine Cousine war zum 1. Geburtstag da, hat etwas geschenkt bis zum 4 Geburtstag, seitdem gar nichts mehr. Wir sehen uns nie, sie wohnt weiter weg. Sie hat nicht viel Geld, ok, aber ein Kärtchen könnte man schreiben. Auf Kärtchen meiner Tochter reagiert sie nicht mehr.

Sollte uns was passieren, ginge meine Maus eh zu meiner Ma und nicht zu ihr das war von vorneherein klar. Sie ist 30 hat eine Tochter und ist alleinerziehend, was sollte meine Tochter da, ginge gar nicht.

Ich hatte/habe also keinerlei Erwartungen.
Sie wollte eben gerne, und ihr Papa, war mein Pate, also ließ ich sie. Ihr Papa hat mir etwas geschenkt bis ich 18 Jahre war, das fand ich toll aber es waren auch andere Verhältnisse, eine normale kompl. Familie mit normalem Einkommen halt.
Aber auch ich wäre nicht zu ihnen (obwohl ich sie sehr gerne hatte) sondern ebenfalls zu meiner Omi, die eh jeden Tag bei uns war, und mich großgezogen hat, weil meine Ma gearbeitet hat.

Hätte mich gefreut, wenn sie wenigstens noch ein paar Jahre mehr mal ne Kleinigkeit geschenkt hätte, die Kleine hätte sich gefreut.

lg
Anja