Mein Mann ist depressiv...bin verzweifelt!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von mel2812 20.12.09 - 11:42 Uhr

Hallo,
weiss mir nicht mehr zu helfen.Mein Mann igelt sich nur noch ein.Will nichts unternehmen.Findet Alles scheisse.Das geht schon lange so.Aber gestern hat er gesagt das er auch denkt er waere depressiv.Er glaubt aber ein Therapeut koennte ihm eh nicht helfen.
Wir sind seit 5 Jahren verheiratet und haben einen 1 jaehrigen Sohn.Es laeuft schon lange nicht mehr gut und ich verliere langsam den Mut.
Was soll ich nur tun.Wir koennen mittlerweile gar nicht mehr offen miteinander reden.
Ich bin verzweifelt!
Mel

Beitrag von silk.stockings 20.12.09 - 11:44 Uhr

Er muss sich Hilfe suchen. Er muss aber auch wollen. Vermutlich kannst du außer mit ihm zu reden nicht viel tun.

#klee

Beitrag von meinerauch 20.12.09 - 11:58 Uhr

Hallo
Meiner ist von allein zu diesem Punkt gekommen um sich Hilfe zu holen.
Es ging recht schnell und ich hab es erst nach der 3. Sitzung erfahren. Es war ihm schon sehr unangenehm mir gegenüber.
Aber ich habe den Eindruck bisher tut es ihm sehr gut ;-)
Aber drängen kannst du ihn nicht, einfach nur Geduld haben, auch wenn es schwer ist.
lg

Beitrag von mel2812 20.12.09 - 12:04 Uhr

Danke schon mal fuer die Antworten.Das Problem ist das geht schon seit Jahren so.Er will noch nicht mal mit dem Kleinen raus gehen.Ansonsten ist er ein super Papa.Aber unsere Beziehung ist praktisch nicht mehr vorhanden.Wir reden nicht mehr.Wir haben keinen Sex.Er schlaeft immer noch auf der Couch.

Beitrag von frau.mecker 20.12.09 - 12:49 Uhr

Leider neigen Depressive dazu, ihr Leid und ihre depressives Verhalten auf Angehörige zu übertragen.
Freunde dagegen sind willkommene "Berater".

In diesem Moment machst du dich abhängig. Mit Verständnis dem Depressiven, Mahnungen und Drohungen kommst du leider nicht weit.

Sollte dem so sein, daß dein Freund denkt ein Therapeut kann nichts bewirken, sehe ich nur eine Chance für euch, indem du ausziehst.
Ob es letztendlich eine Trennung wird, liegt an dir und an ihm.

Im übrigen sind Therapeuten unterstützende Helfer, aus den Depressionen raus, muss er sich mit eigenem Willen rausholen.

mfg

Beitrag von mel2812 20.12.09 - 12:53 Uhr

Hallo,
denke im Moment auch viel ueber Trennung nach.Ich will nur meinem Sohn nicht den Vater wegholen.Mein Mann ist Amerikaner und ich denke er wuerde dann zurueck in die Staaten gehen.Ausserdem hab ich Angst das er sich was antut da wir Alles sind was er noch hat.

Beitrag von silk.stockings 20.12.09 - 13:11 Uhr

Wenn sich sein Leidensdruck nicht verstärkt, wird er nichts unternehmen. Vermutlich musst du ihm die Alternativen aufzeigen und auch, dass du nicht gewillt bist so weiter zu leben.

Beitrag von bruchetta 20.12.09 - 14:45 Uhr

Normalerweise verstärkt sich der Leidensdruck bei Depressionen doch von allein, sofern sie unbehandelt bleiben. So war es zumindest bei mir!
Es ist so schrecklich, dass man wirklich zwangsläufig zum Arzt rennt.
Vielleicht hat er gar keine Depression, sondern nur Verstimmungen oder irgend was anderes.

Beitrag von svenjag87 20.12.09 - 19:07 Uhr

Juhu

Meiner steckt auch in einer tiefen Depression. Zusätzlich wird er von Ängsten bestimmt, die ihn in jeglicher Lage lähmen. Er kriegt einfach nichts mehr auf die Kette, ist geistlich eigentlich nie anwesend und macht eine Scheiße nach der Anderen. Das geht schon seit über einem Jahr so und ich bin mit meiner Kraft auch am Ende. Ist auf meine Gesundheit geschlagen und musste ins Krankenhaus und und. Daher musste ich jetzt die Notbremse ziehen und habe ihn zu seiner Schwester geschickt. Habe ihm gesagt, dass es so nicht weiter geht..entweder er sucht sich Hilfe oder das war es. Denn so kann ich und will ich nicht weitermachen. So kann ich ihm auch später nie unser Kind anvertrauen. Er war natürlich am Boden zerstört weil er sich so an mich klammert und ich das Einzige wäre, was er noch hätte...aber es hat funktioniert...(hoffe ich). Er hat sich einen Therapeuten gesucht und hat jetzt Therapiestunden und sobald ich sehe, dass er kämpft und sich da was tut...kann er ja auch gerne wieder zurück kommen....denn ich bin auch nicht gerne alleine... :-(