Was würdet Ihr tun??

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von mona98 20.12.09 - 17:41 Uhr

Mein Sohn ist 19Jahre alt,fährt seit seinem 18.Geburtstag mit dem Auto und fährt ziemlich vorsichtig würde ich sagen.Er wollte heute abend zu einem Freund ,etwa 20Minuten Fahrzeit bei normalem Wetter.Ich habe ihn gebeten nicht zu fahren.Er würde irgendwann heute Nacht zurückfahren.Mir stehen die Haare zu Berge!!! Alles ist verschneit und glatt!!! Naja ,er ist jetzt wohl etwas sauer auf mich,verzichtet aber meinetwegen.Ich überlege ob ich zu ängstlich bin ,aber mein Kopf sagt klar NEIN.Das kleiner Übel wäre wohl ein kaputtes Auto,wir könnten es deffiniv aus Kostengründen nicht reparieren lassen.
Seine ältere Schwester ist auf dieser Strecke bei Blitzeis vor 5Jahren tödlich verunglückt,das muß ich nicht nochmal erleben!!!Ich denke ich nerve ihn mit meiner Sorge.....
Wie seht Ihr das??Er ist ja schon erwachsen,aber das war meine Tochter auch .....sie war etwa so alt wie er jetzt...
Liebe Grüße Mona

Beitrag von use69 20.12.09 - 18:12 Uhr

Hallo Mona,
natürlich nervt es Dein Sohn im Moment.
Aber ich kann das gut nachvollziehen, dass Du bei dem Wetter Angst hast.
Wenn Dein Sohn darüber nachdenkt, warum Du ihn nicht fahren lässt, wird er das hoffentlich verstehen.
Sag ihm klar, dass Du ihm als Autofahrer vertraust, aber das genug andere auf den Straßen unterwegs sind, denen Du nicht vertraust...
Bei dem Wetter sollte übrigens jeder, der nicht unbedingt irgendwo hin muss, zu Hause bleiben.
Gruß Ursula

Beitrag von frau.mecker 20.12.09 - 18:42 Uhr

du handelst def. richtig, sofern sich dein Sohn noch daran halten mag.

mfg

Beitrag von brotli 20.12.09 - 18:50 Uhr

hallo,
du kannst ihn darum bitten nicht zu fahren und du kannst ihm deine gefühle dazu sagen.
das hast du getan und nun fährt er nicht.
das ist doch total okay,
das er nicht freudig dasitzt nun, ist doch normal, aber ich finde dich nicht zu ängslich und ich finde es gut, das er nicht fährt.
l.g.


Beitrag von ayshe 20.12.09 - 19:00 Uhr

meinst du nicht, er kann dich auch verstehen?

ich finde es okay, wenn du ihm das sagst.
und ich finde es toll, daß er nicht fährt.


mich erinnert es an eine horrorfahrt, die ich mal hatte.
es war spiegelglatt und ich habe für 15km ca. 2 std gebraucht, wobei ich einige male fast im graben und einmal fast mit einem anderen zusammengestoén wäre.

als ich nach hause kam, war ich fix und fertig und mein bruder wollte gerade los, genau die strecke.
ich habe ihm 100x gesagt, er solle bloß zuhause bleiben,
aber er fuhr.
ca. 45 minuten später war er zurück, der wagen lag im graben, ihm war zum glück nichts passiert.


manchmal hat man nur ein gefühl.

Beitrag von mona98 20.12.09 - 20:32 Uhr

Danke für Eure Antworten.
Er scheint doch nicht so sauer zu sein ,er hat mich eben gefragt ,ob er meiner Meinung nach morgen wieder fahren kann.Bin jetzt wirklich beruhigt!
Ich mache mir nunmal schnell Sorgen ,und bin manchmal unsicher ,weil er ja schon erwachsen ,und ich muß zugeben sehr verantwortungsbewust ,ist.Aber in vielen Dingen fehlt ihm nunmal die Erfahrung und dafür sind wir Eltern doch immer noch da,oder?
Wir haben außer ihm noch fünf Kinder in der Pupertät und manchmal weiß man da wirklich nicht mehr ,was richtig und was falsch ist#kratz
Wenn ich Eure Antworten so lese....scheint meine Erziehung ja doch zu funktionieren.....#huepf
Liebe Grüße Mona

Beitrag von ayshe 21.12.09 - 17:43 Uhr

meine mutter sagt immer:

"man macht sich als eltern imme rsorgen, egal ob das kind 1 jahr alt ist oder 20 oder 30 oder 50, ganz egal.
man bleibt eben für immer mutter."


so ist es nunmal.
und ich finde es auch legitim.

Beitrag von blumenfee40 21.12.09 - 05:37 Uhr

guten morgen!

der beitrag hätte fast von mir sein können!
mein sohn ist 18 und gerade mit dem auto zur arbeit gefahren. er sollte mit dem zug fahren, aber den den er nehmen mußte fiel aus. jetzt hat er 20 km vor der brust. er hat keine angst. ich hingegen habe totale panik, weil ich schon einen unfall bei glatteis hatte. ich hoffe, er ruft jeden moment an, dass er angekommen ist!
ich hoffe, der winter ist bald vorbei!
da müssen wir wohl durch! auch wenns schwer fällt. sie sind jetzt keine kinder mehr!

liebe mitfühlende grüße andrea!

Beitrag von mona98 21.12.09 - 08:05 Uhr

HaLLO!
Oje,da kann ich dich gut verstehen.Ich hoffe er ist inzwischen gut angekommen.
Natürlich sind sie keine kleinen Kinder mehr ,aber er ist ,auch mit gut 2m Größe;-),immer noch mein Kind.Da stellt sich eben die Frage ,soll,muß man warnen oder "verbieten"?Ohne zu bevormunden??Ist schwierig....Es beruhigt mich ,dass andere das auch so sehen.Man muß als Eltern durch soooo viel durch,wrum hat mich niemand vor 25Jahren gewarnt#schock?
Einen schonen Tag wünschew ich Euch!!! Mona

Beitrag von kimchayenne 22.12.09 - 21:58 Uhr

Hallo,
Du hast Ihn gebeten nicht zu fahren und das war für Ihn ja auch okay.Ich denke schon das er nachvollziehen kann wie Du Dich fühlst,es ist toll wenn man mit erwachsenen Kindern oder fast erwachsenen zusammenleben kann und reden kann ohne das man es verbieten müsste und wenn dann von den KIds die Einsicht kommt und sie nachvollziehen können warum wir so handeln ist doch alles okay.Ich denke nicht nur Du hast Deine Tochter verloren sondern dein Sohn ja auch seine Schwester,ich schätze Ihm werden die Umstände schon bewusst sein was damals war,so klein war er da ja nicht mehr.
Alles Gute für Euch und eine #kerze für Marijke
Kimchayenne

Beitrag von manavgat 21.12.09 - 09:20 Uhr

Du hast Recht.

Ich hätte es auch verboten.

Mein Vater kam bei einem Autounfall ums Leben als ich 15 Monate alt war. Klar hat mich meine Mutter über Jahre genervt - 5 Minuten zu spät und sie war völlig aufgelöst. Ich hab mich halt angepasst und versucht ihr keinen Anlass zu Sorge zu geben.


Gruß

Manavgat

Beitrag von ilovejens 28.12.09 - 01:29 Uhr

also ich würde nicht anderst handeln...er muss dich verstehen...es war ja auch seine schwester....das du angst hast ist klar zu verstehen...ich würde ihn auch nicht fahren lassen...wobei deine angst schätze ich ewig bleibt...bei solch einem wetter....

aber leider kann es auch bei sonnenschein und trockenen klaren straßen passieren...kopf hoch erklär ihm es einfach deutlich wieso deine angst so groß ist, er wird es schon verstehen....

lg

Beitrag von bessi 03.01.10 - 19:39 Uhr

Hallo Mona,

es tut mir sehr leid, was Deiner Tochter passiert ist. Ich denke, man kann Deine Angst und Sorge um Deinen Sohn sehr gut nachvollziehen.

Trotzdem als Außenstehender, kann ich dazu nur sagen, dass Dein Sohn erwachsen ist und wie Du sagst auch vernünftig.

Du kannst ihn nicht Dein ganzes Leben lang versuchen zu beschützen. Ihm kann auch morgen ein Ziegelstein auf den Kopf fallen. Er fährt Dir zuliebe nicht, nicht weil er es selber nicht will.

Auch wenn Du das schreckliche Unglück Deiner Tochter immer vor Augen hast, musst Du Deinen Sohn loslassen können...

Liebe Grüße

Bessi

Beitrag von mona98 04.01.10 - 12:56 Uhr

Hallo Bessi!!
Ich weiß ja ,dass Du Recht hast.....:-).Mein Kopf weiß das.....aber der Rest....:-(
ich kann ihn ja einen Abend bitten nicht zu fahren ,auch unter Murren einen zweiten,aber mittlerweile fährt er abends trotzdem und kommt nachts irgendwann nachts nach Hause.Er ist dann mit Freunden unterwegs ,alle prima Jungs ,keiner ist da leichtsinnig.Gestern hat er vorher gesagt ,er wäre gegen 22Uhr zuhause,er kam um 3Uhr morgens#schock.Ich habe solange kein Auge zugemacht!!Klar ist er erwachsen ,klar gönne ich den Jungs ihren Spaß!!!Aber ich weiß ,ich wüßte nicht wie ich weiterleben sollte ,müßte ich noch einmal zu einer Unfallstelle und stehe daneben wenn mein Kind stirbt.....Da bin ich total panisch!!
Ehrlich gesagt ,bin ich froh wenn er in zwei Jahren auszieht ,da kriege ich nicht alles mit,dann brauche ich ihn auch nicht mehr zu nerven!:-D
Ich hoffe dass seine "große" Schwester gut auf ihn aufpasst.......
Liebe Grüße Mona

Beitrag von bessi 04.01.10 - 13:39 Uhr

Liebe Mona,

ich kann Dich nur zu gut verstehen. Unsere Kinder bleiben in unseren Augen immer unsere Kinder, um die wir uns immer sorgen werden. Meine Mutter ist 80ig Jahre alt. Ich wohne 50 Km entfernt und jedes Mal wenn wir telefonieren und das Wetter ist nicht besonders, sagt sie mir, dass ich den Wagen doch bitte stehen lassen soll.

Meine Tochter ist erst 3 1/2 Jahre, aber ich weiß jetzt schon, dass ich auch bestimmt kein Auge zu machen werde, wenn sie später unterwegs ist.

In einem muss ich Deinen Sohn jedoch schimpfen. So lange er noch unter Eurem Dach wohnt, sollte er sich an bestimmte Regeln auch halten. Wenn er sagt, dass er um 22.00 Uhr zu Hause ist und dann erst um 3.00 Uhr nach Hause kommt, kann ich verstehen, dass Du zu Hause Amok läufst. Es wäre nett, wenn er Dir kurz eine SMS schickt und Dir sagt, dass es später werden wird, denn das ist keine Art auch wenn er erwachsen ist. Wenn er seine eigene Wohnung hat, muss er niemanden mehr Rechenschaft ablegen, aber wenn man unter einem Dach lebt, muss man Rücksicht auf die anderen nehmen. Das hat dann auch nichts mit Bevormundung oder Überwachung zu tun. Das ist dann einfach Rücksichtnahme und die Anerkennung der Gefühle einer besorgten Mutter - gerade was Euer Schicksal angeht. Sprich mal mit ihm, eine kurze SMS zu schreiben, da bricht ihm kein Zacken aus der Krone.

ICh bin ganz ehrlich, was Du mit Deiner Tochter durchmachen musstest und musst, wünscht man niemanden. Du kannst stolz sein, dass Du so viel Lebensmut aufbringen kannst, trotzdem weiterzumachen. Niemand kann sagen, ob er so etwas überwinden kann. ICh mag es mir für mich in Bezug auf meine Tochter gar nicht vorstellen und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass soetwas nie nie nie eintreten wird.

Ich wünsche Dir für die Zukunft alles alles erdenklich Gute und außerdem viel viel Kraft.

Bessi

Beitrag von yamyam74 26.03.10 - 08:40 Uhr

Du hast völlig richtig gehandelt und nach Deiner Geschichte mit Deiner Tochter (mein aufrichtiges Beileid) wird Dein Sohn das verstehen und ich denke mal, im Inneren weiß er, dass Du recht hast.
Ich würde ja bei diesem Wetter auch nicht fahren und ich habe seit 18 Jahren meinen Führerschein.