Hallo brauche euren Rat hab eine 11 monate alte Tochter

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von sissi41 20.12.09 - 19:40 Uhr

Hallo

meine Kleine Maus ist jetzt 11 Monate und sehr sehr lebendig. Sie krabbelt und zieht sich überall auf.
Mein Problem ist nur, das sie sich keine 5 minuten beschäftigen kann. Ich bin ständig gestresst. Beim kochen, da weint sie ständig. Mittlerweile ist es schon so, dass ich schon in aller frühe zu kochen anfange, damit ich möglichst gleich fertig bin. Denn ab mittag geht gar nichts mehr. Kann sie nicht weg sitzen. Sie will dann die ganze Aufmerksamkeit.

Was kann man denn von einem 11 Monate alten Kind verlangen? Habt ihr einen Tip was ich machen soll? Schreien lassen?

Liebe Grüße
Sissi

Beitrag von trixi131 20.12.09 - 20:03 Uhr

Hallo Sissi!

Mein Sohn war genauso in dem Alter.
Glaub mir, es wird besser. Er beschäftigt sich mittlerweile ganz gut alleine.

Beim Kochen würde ich ihr einfach mal einen Kochtopf und nen Holzlöffel in die Hand drücken, ihr zeigen wie man umrührt (das klappert so schön). Und dann lass sie einfach "mitmachen".
Hat bei meinen Sohn immer gut geklappt.


LG Claudi mit Tim (22 Mon.)

Beitrag von glu 20.12.09 - 20:20 Uhr

Hast Du nen "Tupperschrank"? Wenn ja, lass sie den ausräumen, kann ja nichts kaputt gehen!

lg glu

Beitrag von sissi41 23.12.09 - 10:36 Uhr

Hallo
hab einige Schubladen für die kleine eingerichtet die sie ausräumen kann, sie hat aber leider kein Interesse.
Liebe Grüße
Sissi

Beitrag von londonaftermidnight 20.12.09 - 21:01 Uhr

hallo,mein sohn räumt immer den schrank mit den töpfen und plastikschüsseln aus,dann ist er auch beschäftigt und bei dem was geht hab ich ihn auf dem arm da er ja alles sehen will.lg michaela

Beitrag von perserkater 20.12.09 - 21:04 Uhr

Hallo Sissi

In eine gute Trage stecken, auf den Rücken schnallen und du kannst Stunden den Haushalt schmeißen ohne, dass deine Tochter alleine sein muss.

LG

Beitrag von sissi41 23.12.09 - 10:37 Uhr

Hallo

habe ein Tragetuch, mit dem mache ich viel.
Kochen geht noch einigermaßen, aber abspülen und so geht nicht mehr da sie ja schon sehr zappelig ist.

Aber das Tuch würd ich nicht mehr her geben. Man kann so viel tun damit. Echt toll.

Liebe Grüße
Sissi

Beitrag von tabea33 20.12.09 - 21:10 Uhr

Hallol,

das war bei uns genauso. Leider kann ich dir nichts gutes für die Zukunft berichten. Meine Tochter ist jetzt zwei Jahre alt und spielt gerade mal 2 Minuten allein. Ich meine wirklich 2 Minuten, ich habe auf die Uhr gesehen. Das auch nur an den guten Tagen...

Als sie so 11 Monate alt war, konnte ich nur kochen, wenn sie auf meinem Arm saß. Ich habe nichts mehr gekocht, was besonders heiß war oder wo ich zwei Hände gebraucht hätte (Schnitzel braten ging eben nicht). Kartoffeln schälen kann man ganz gut, wenn das Kind auf der Arbeitsplatte sitzt und man eng daneben steht. Ich hatte mich irgendwann daran gewöhnt.

Einen richtigen Tipp habe ich nicht. Ab und an hatte ich soviel zu tun, dass ich mit ihr auf dem Arm einfach nicht vorwärts kam. Also habe ich sie runtergesetzt und versucht zu beschäftigen (Plastedosen, Holzlöffel, also was die Vorschreiber empfohlen haben). Sie hat geheult, als hätte ich sie mitten im Wald ausgesetzt. Aber ich stand ja daneben und hab beruhigend auf sie eingeredet. Hat leider nichts geholfen, es wurde davon auch nicht besser.

Wer so ein Kind nicht hat, der kann gut reden. Meine Freundin konnte sich schon immer (!) stundenlang mit mir am Küchentisch unterhalten, die Kleine weinte nie. Kochen ging natürlich auch, so macht die Elternzeit Spaß! Ich kann dich gut verstehen, man ist am Abend total kaputt - oder? Ich drück dir die Daumen, dass es besser wird.

LG Tabea

Beitrag von luka22 20.12.09 - 22:26 Uhr

...mitten im Wald aussetzen...solche Lösungen habe ich in den heißen Phasen durchaus in Betracht gezogen!

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von sissi41 23.12.09 - 10:41 Uhr

Hallo Tabea,

ich kann dich gut verstehen. Besonders wenn man im Bekanntenkreis Kinder sieht die gleich alt sind und sich so lange und zufrieden selbst beschäftigen. Da fragt man sich echt oft: Was mach ich blos falsch?

Also ich habe ein Tragetuch. Kochen geht da schon noch gut, aber abspülen geht gar nicht mehr. So einigermaßen komm ich schon zurecht. Mir fällt es nur schwer das ich mich 3 Stunden am Stück mit meiner Maus beschäftigen soll. Das ist mir dann doch oft zu lange.

Am Abend bin ich echt oft froh wenn sie dann schläft und ich dann mal auf der Coch lande. Aber man hat ja dann auch oft noch so einiges zu tun.

Aber ich bin mir sicher, es wird mal besser, nur wann?

Liebe Grüße
Sissi

Beitrag von luka22 20.12.09 - 22:23 Uhr

Was man von einem 11Monate alten Kind verlangen kann, hängt leider absolut von diesem Kind ab! Es gibt fast keine objektiven Maßstäbe.
Mein erster Sohn hat mich schier in den Wahnsinn getrieben. Er konnten nicht robben, nicht krabbeln, sondern wollte den ganzen Tag an meinem Finger rumgeführt werden und ich blöde Kuh habe das auch gemacht - 6 MONATE LANG!!!#schock Ich konnte ihn nicht weinen sehen und das tat er sobald ich ihn auf die Krabbeldecke legte.
Mein dritter (auch 11 Monate #verliebt) robbt so lange ich in der Küche bin einmal durch die ganze Wohnung und untersucht alles ganz genau. Dabei habe ich auch oft ein mulmiges Gefühl, denn da findet sich Allerlei. Er ist von sich aus sicher zufriedener als sein großer Bruder in dem Alter. Er muss es aber auch aushalten, wenn ich am Kochen bin und er quengelt. Gott sei Dank hält sich inzwischen mein schlechtes Gewissen deswegen sehr in Grenzen.

Wäre vielleicht eine Rückentrage eine Lösung? Da könntest du wenigstens mal eine halbe Stunde lang kochen!

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von qayw 20.12.09 - 22:26 Uhr

Hallo,

bei uns war es so, daß ich, als Merle in dem Alter war, sehr viel zu tun hatte, sprich' 20 Stunden arbeiten (wo sie im Hort war), unser 160 qm Haus mit Garten pflegen und das 30 km entfernte Haus meiner Eltern ausräumen und zwecks Verkauf samt Garten im Top-Zustand halten.

Daher konnte ich Merle beim besten Willen nicht die ganze Zeit bespaßen. Das hat ihr natürlich nicht gepaßt, und sie hat viel geschrien, aber mit der Zeit hat sie gelernt, sich selbst zu beschäftigen. Heute ist sie 2,5 Jahre und kann sich bis zu 30 Minuten alleine beschäftigen, wenn es sein muß.
Von daher bin ich der Meinung, daß das ein Lernprozeß ist.
Ich würde an Deiner Stelle mal ein Weilchen hart bleiben, Ihr zwar Spielmöglichkeiten aufzeigen (sowas wie, den Schrank mit dem Plastik-Zeugs darf sie ausräumen oder mit einem Topf und irgendwelchem Zeugs kochen spielen oder ähnliches), aber sie soll sich da eben ein bißchen alleine mit beschäftigen.

LG
Heike

Beitrag von widowwadman 20.12.09 - 22:26 Uhr

Bist du den ganzen Tag mit ihr zuhause oder gehst du auch mal mit ihr auf den Spielplatz oder in Gruppen, wo sie mit anderen Kindern spielen kann?

Kannst du nicht kochen wenn sie schlaeft, oder sie in den hochstuhl setzen, so dass sie dir zuschauen kann? Du kannst ihr dann auch noch ne leere Tupperdose und nen Kochloeffel geben, so dass sie auch was zu tun hat. Oder Leg Zeitung unter den Hochstuhl und gib ihr Fingerfarbe zum spielen. Meine liebt das.



Beitrag von sissi41 23.12.09 - 10:44 Uhr

Hallo
danke für die vielen Tipps.

Ich gehe mir ihr schon nachmittags raus, wenn es das Wetter zuläßt. Ich muss auch mal raus. Den ganzen Tag zu Hause das würde ich nicht aushalten.

Wenn sie schläft hab ich sonst meistens noch einiges am Hut, das ich neben meiner Kleinen gar nicht machen kann.
Haben auch einen großen Garten usw.

Habe mehrere Schubalden für meine Maus eingerichtet mit Schüsseln usw., ist aber leider nicht so interessant. Zeitung kann ich ihr leider keine geben, denn sie zerreißt das und ißt das dann. Im Hochstuhl mag sie gar nicht sein, denn sie möchte ja zappeln und krabbeln.

Na ja jedes Kind ist eben anders. Ich hoffe es ist eine Phase und wird bald besser.

Liebe Grüße
sissi

Beitrag von muffin357 21.12.09 - 09:17 Uhr

hi,

war bei uns auch so ne phase und die kommt auch jetzt immer wieder mal ---

aber kurz vor mittagessen ist julian schon k.o. und müde und besonders aufmerksamkeitsbedüftig, -- deshalb habe ich schon lange aufgegeben, um halb12 zu kochen ... -- ich koche mit ihm mit guter laune gleich nach dem aufstehen alles vor, was geht, damit ich zum mittagessen fast nix mehr machen muss (meistens ist das essen ganz fertig+kommt dann in die mikro oder ich brauch rechtszeitig nur noch den Ofen anschalten) ...

man arrangiert sich ... -- stell dich einfach drauf ein, alles stückchenweise zu machen, -- man gewöhnt sich dran und dann läufts ganz von alleine, ---

ich putze z.b. täglich ein zimmer oder mache eine tätigkeit und teile die hausarbeit mit pausen über die ganze woche ein -- genauso das kochen -- es wird zur gewohnheit, du musst diese aussergewöhnlichen zeiten (morgens um 8h gulasch machen *g*) einfach zulassen...

ich hab heut morgen um halb8 eine reispfanne mit fisch gekocht -- nach dem Frühstück *g* .... man gewöhnt sich dran ...

lg
tanja

Beitrag von sissi41 23.12.09 - 10:34 Uhr

Hallo

ja ich fange auch schon um halb 8 morgens kochen an.
Ich wärme es mir dann auch immer in der Mikro.

Habe auch einige Schubalden eingerihtet wo sie ausräumen kann und geb ihr immer wieder etwas anderes zum spielen.
Nützt leider nicht viel.
Ich teile mir die Hausarbeit auch ein, so gehts dann einigermaßen.

Liebe Grüße
Sissi

Beitrag von kyrilla 21.12.09 - 12:45 Uhr

Hallo Sissi,

meine Kinder hatten beide so eine Phase, kurz bevor sie laufen lernten. Total anhänglich, nur auf dem Arm etc.

Ich habe sie dann auch jeweils beim Kochen getragen oder gleich mithelfen lassen.
Allerdings habe ich schon früh darauf Wert gelegt, nicht den Alleinunterhalten für die Kinder zu geben sondern sie einfach in meinen Alltag mit einzubeziehen. Also nicht um die Kinder drumherumleben sondern einfach mit den Kindern zusammenleben. Daher habe ich selten meine Verpflichtungen (z.B. Kochen) verschoben bis es den Kindern passte. Ich finde es nämlich schon wichtig, dass sie sich auch mal selber beschäftigen können (falls es bei euch nicht nur eine Phase sein sollte).

Spiel doch eine Weile mit, bis sie intensiv beschäftigt ist und sag dann: "Mama geht kurz kochen, ich komme gleich wieder". Hat bei uns oft gut funktioniert.

LG
Kyrilla

Beitrag von lexa8102 29.12.09 - 13:54 Uhr

Hallo Sissi,

bei uns ist das leider genauso.

Mein Kleiner spielt nicht, wenn ich nicht mit auf dem Boden sitze. Stehe ich auf, krabbelt er hinter mir her. Das ist manchmal total nervig. Ich kann mir nicht mal was zu trinken holen oder so. Es ist als hätte ich einen Magneten im Arsch.

Wenn ich koche, ist er im Laufgitter in der Küche. Da weint oder quengelt er dann auch oft. Ich versuche einfach, mit ihm Spaß zu machen, rede mit ihm oder singe. Ich erkläre ihm, dass ich jetzt kochen muss und dass ich ihn jetzt nicht hochnehmen kann. Das Weinen / Quengeln versuche ich dann zu ignorieren.

Viele Grüße,
Lexa

Bei uns ist es auch so, dass er ständig hoch auf den Arm will. Ist er oben, will er wieder runter usw. usw.