Ich kann nicht mehr

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von laterne74 20.12.09 - 20:25 Uhr

Hallo,

puh ich muss mich jetzt mal wieder ausheulen. Ich bin schon wieder so fertig. Meine Kinder haben mich heute wahnsinnig gemacht. Manchmal weiß ich echt nicht mehr wie es weiter gehn soll.

Den ganzen Tag gab es heute wieder nur Streß und Zank. Meine beiden lieben sich eigentlich. Trotzdem sind sie permanent am zoffen. Töchterchen ist fast 5. Sohnemann ist 2,5. Meine Tochter ist schon immer ein sehr sehr wildes Kind. In ständiger Bewegung. Wir gehen schon zur Ergotherapie und da meinte man das Kind braucht nicht wie "Durchschnittskinder" mal Impulse und mal Ruhepausen. Meine Maus braucht sekundenweise neue Impulse. Nach dem anstrengendsten Sport ist sie kein bißchen ausgelastet. Sie kann keine 10 Sekunden am Stück still stehen. Selbst beim Ballspielen kann sie nicht warten bis der Ball zurückkommt wenn sie ihn ihrem Gegenüber zugeworfen hat, in den paar Sekunden muss sie sich mindestens einmal zu Boden werfen. Die Therapeutin meinte irgendwas von etwas gestörter Wahrnehmung und das es sein kann das meine Tochte sich zu schenll entwickelt hat und irgendwas verpasst hat. Ich weiß auch nicht.

Ich liebe sie echt, aber mit ihr gibt es keine entspannten Stunden. Es geht einfach nicht. Sie provoziert ständig. Natürlcih besonders gern ihren Bruder. Wenn er sich hinsetzt und etwas spielt, kommt sie und nimmts ihm weg. Sicher das ist bei den meisten Geschwistern so, aber es ist bei uns IMMER so. Der Kleine dreht dann jedesmal total durch.

Man könnte meinen meine Tochter braucht mehr Aufmerksamkeit, aber ehrlich, ich gebe ihr sehr sehr sehr viel Aufmerksamkeit. Viel mehr als meinem Sohn. Der beschäftigt sich nämlich auch mal alleine. Meine Tochter macht wenn sie nicht beobachtet wird nur Mist. Richtigen Mist.In der WOhnung hat sie kaum Freiraum zum rumrennen. Die Nachbarn beschweren sich weil sie sich regelrechte Kletterparkurs baut. Ich bin nur am hinterherrennen und verhindern. In anderen Jahreszeiten kann ich mehr raus, da kann sie sich austoben. Aber bei der Kälte grad geht mal ne Stunde vormittags und eine Stunde nachmittags, dann sind wir durch gefroren. Das lastet sie nicht aus.

Der Kleine lässt sich mittlerweile sehr anstecken. Wenn Sie ihm sagt was er machgen soll ... richtigen Mist... macht ers weil er sich über ihren Respekt freut. Ich werde wahnsinnig. Eben grad (habe ide beiden schon im Bett gehabt und es war ruhig) komme ich ins 'Bad (haben sich da reingeschlichen) da läßt der Kleine sonen 5L Eimer Wasser ein und schüttet ihn mir lachend übers Klo. Das Bad schwimmt. Er hat schon mindestens 2 Eimer ausgekippt unter Applaus seiner Schwester.... Ich bin grad so ausgerastet. ICh kann da einfach nicht ruhig bleiben. Ich bin nur am hinterherräumen. Ruhepausen gibt es in meinem Leben nicht. Habe die Kinder eben angeschrien, warum sie mich so ärgern und ich grade wünschte ich hätte keine Kinder. Mir tut das jetzt so leid das ich so nen Schmarrn gesagt habe... es ist in meiner Wut rausgeplatzt. Ich könnte mich Ohrfeigen. Jeden Tag nehme ich mir vor gelassener zu reagieren, aber dann kommt es wieder schlimmer als erwartet und spätestens bei der 5 Katastrophe pro Stunde platzt mir der Kraken. Heute haben sie einen Tisch kapputt gemacht weil sie immer hochklettern und dann aufs Sofa springen. Glaubt mir ich unterbimde das sobald ich das sehe, aber manchmal muss ich auch für 5 Minuten den Rücken drehen um mal ne Waschmaschine zu füllen oder irgendne Schweinerei aufzuwischen.

Meine Tochter hört auch kein bißchen. Wenn man normal mit ihr spricht und sie um etwas bittet (Nach dem Umziehen früh ihren Schlafanzug ins Bett zu bringen oder andere Keinigkeiten) ignoriert sie es total. Der Kleine hört darauf wenigstens. Ich muss echt erst richtig laut werden ehe sie überhaupt reagiert. Der Ohrenarzt meint übrigens ihr Gehör wäre 1a!

Leute ich bin so fertig. Es gibt bessere 'Tage und schlechtere. Heute war ein schlechter. Ich haße mich dafür das ich das nciht hinbekomme. Ich weiß man darf nicht gleich jedem Kind was etwas wilder ist den ADHS Stempel aufrdrücken, aber manchmal denke ich echt irgendsowas wird in ihr drin stecken. Mich würde es nciht wundern wenn wir das in 2 Jahren mal bestätigt bekämen...

Wie kann ich nur lernen selber ruhig zu bleiben wenn die 10 Katastrophe hier passiert...

Also Michel ist nichts gene meine Tochter...

Beitrag von alpenbaby711 20.12.09 - 20:34 Uhr

Kriegt deine Tochter eigentlich Konsequenzen für den Bockmist den sie macht? Mein Sohn hat nämlich auch eine Wahrnehmungsstörung ich weiß wie das ist.
Ela

Beitrag von laterne74 20.12.09 - 20:48 Uhr

ja natürlich bekommt sie Konsequenzen. Heute 'Mittag zb hat sie sich den vollgesauten Pulli am Esstisch ausgezogen und über die Schulter geworfen. Einfach so auf den Boden. Und im selben Zuge ihre Hand ins Trinkglas gestopft. Ich habe gesagt sie soll den Pulli sofort in den Wäschekorb bringen und sich die Hände waschen sonst darf sie vom Tisch gehen. Natürlich reagierte Madam nciht. ALso musste sie gehen. Da sie sich kein bißchen beruhigte, sondern dann noch richtig durchdrehte fiel dann sogar das Mittag Essen für sie aus.

Meist muss sie in ihr Zimmer wenn sie zu großen Mist macht. Stiller Stuhl oder so geht gar nicht, ich kann sie ja nicht anbinden und sie bleibbt da nie sitzen. Sie wird wie ein kleiner tasmanischer Teufel. Selbst in ihrem Zimmer brüllt sie dann ganz schlimm rum und wirft mit Büchern etc.

Im Haus schimpfen schon alle weil wir so laut sind.

Ich denke schon das wir konsequent sind. Finden jedenfalls alle die das so mitbekommen.
Ich komm mir manchmal schon bekloppt vor weil ich ständig Konsequenzen ziehen muss. Aber sie gibt einem im Minutentakt Grund dazu.

Wie wirkt sich das denn bei deinem Sohn aus mit der Wahrnehmungsstörung und woher kommt das? Was tut ihr dagegen?

Beitrag von alpenbaby711 20.12.09 - 20:55 Uhr

Also bei meinem Sohn wirkt sich das derzeit so aus: Er hat z.B. schon mit seinem Kopf bei einem anderen Mädchen aus dem Förderkiga hingebumst. Ihm war gar nicht klar das es 1. bei ihm weh tut, 2. was als nächstes passiert und 3. das es auch dem Mädchen weh tun wird. ER versteht das nicht und ist Ende april 2010 schn 5! Geistig würde ich ihn momentan auch eher auf 3 Jahre einstufen weil er vieles nicht versteht nicht wahrnimmt und dahingehend auch schwer weiter gefördert werden kann. Er liebt ständige Wiederholungen und auch kann man ihm kaum bestrafen weil er das nicht merkt. D.h. wenn ich ihn anmotze weil was falsch ist ( passiert bei mir eben auch mal wenn die Geduld strapaziert wird) oder ihn ganz lieb anlächel er verstehts nicht. Er spürt die Unterschiede nicht und nimmt sie nicht wahr. Er kennt Angst, Traurigkeit und sowas einfach nicht. Er spürt diese Gefühle nicht und hat auch eine Temperaturstörung. D.h. er tut sich schwer mit heiß und kalt und bei Kälte draußen und solchen Sachen muss man ihn vor sich selbst schützen gewissermaßen. Genauso muss man bei vielen anderen Sachen immer aufpassen. Er soll ja eigne ERfahrungen machen aber er lernt nichts draus weil er nicht logisch denkt und versteht. Es passieren Dinge wo er oft an Sachen dran ist oder nicht weiterdenken kann und es würde viel kaputt gehen wenn ich nicht oft einschreiten würde. Es ist für ihn nicht spürbar oder wahrnehmbar wann etwas kaputt gehen würde. ER schmiert im Kiga auch schon mal Knete in den Teppich nicht weil er was kaputt machen will oder jemanden ärgern will er will einfach nur sehen was passiert weil ers nicht versteht.
Es ist schwer zu beschreiben man muss den Alltag mit meinem Kind erleben. Nebenbei ist er jetzt auch noch ADHS diagnostiziert.
Ela

Beitrag von luka22 20.12.09 - 21:00 Uhr

"D.h. wenn ich ihn anmotze weil was falsch ist ( passiert bei mir eben auch mal wenn die Geduld strapaziert wird) oder ihn ganz lieb anlächel er verstehts nicht. Er spürt die Unterschiede nicht und nimmt sie nicht wahr. Er kennt Angst, Traurigkeit und sowas einfach nicht. Er spürt diese Gefühle nicht und hat auch eine Temperaturstörung."

Ähnlich war auch ein Junge aus der KiGa-Gruppe meines Sohnes. Der Psychologe hatte das Asperger-Syndrom diagnostiziert. Eine leichte Form von Autismus. Hat dich ein Arzt mal darauf aufmerksam gemacht. Oft werden leichte Formen von Autismus gar nicht oder sehr spät erkannt - sehr zum Leidwesen von Mutter und Kind.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von alpenbaby711 20.12.09 - 21:02 Uhr

Asperger ist es nicht da hatte ich mit der Logopädin schon gesprochen da spricht sehr vieles dagegen. Weil still und schüchtern ist er gar nicht er zieht sicha uch nicht zurück, er ist entwicklungsverzögert, wahrnehmungsstörtund hat eben ADHS.
Ela

Beitrag von luka22 20.12.09 - 21:26 Uhr

"Asperger ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Betroffene sehen normal aus, zeigen jedoch sonderbare Verhaltensweisen. Typisch sind Beeinträchtigungen des Interaktionsverhaltens, mangelndes Einfühlungsvermögen, starres Festhalten an Gewohnheiten, motorische Auffälligkeiten sowie ausgeprägte Spezialinteressen. Aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten stoßen betroffene Kinder auf Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen, Erwachsenen und den eigenen Eltern. Im Vorschulalter beschäftigen sich Kinder mit Asperger-Syndrom am liebsten alleine. Ihr Spiel beinhaltet häufige Wiederholungen. Rollenspiele finden nicht statt. Diese Kinder bekommen leicht Wutanfälle, wenn von alltäglichen Routinen abgewichen wird. Sie wirken auffallend ungeschickt."

Du wirst es sicher als Betroffene am besten wissen. Ich würde mich trotzdem nicht ausschließlich auf das Urteil der Logopädin verlassen, sondern zu spezialisierten Fachpersonal gehen. Ich denke es müssen nicht immer alle Merkmale zutreffen. Der Junge aus dem Kiga war z.B. kein bisschen schüchtern. So kam er jeden Tag zu mir und sagte: Du Mama von XY ich liebe dich! Außerdem fiel noch besonders auf, dass er plötzliche Lachanfälle bekam, die er nicht mehr unter Kontrolle hatte. Mit anderen Kindern hat er gerne gespielt, dabei aber oft Wutausbrüche bekommen. Er war auch schnell überreizt.
Ansonsten habe ich selber auch keine Erfahrung auf dem Gebiet - halt nur vom Interessieren und Nachfragen!

Alles Liebe
Luka

Beitrag von alpenbaby711 21.12.09 - 13:44 Uhr

Hi du, inzwischen muss ich dir wohl leider ein wenig recht geben. Hab heute mit Kind Termin beim Kinderpsychiater gehabt die aufgrund von einigen AUssagen in den Fragebögen jetzt auch testen wollen wie weit eine Unterform von Autismus doch zutreffen könnte. Die Beschreibung die du oben reinkopiert hast trifft super zu auf meinen Sohn nur mit einem Unterschied er kriegt keine Wutanfälle!
Wäre ja noch schlimmer wenn ich das auch noch aushalten müsste. Na ja das macht die Sache bisher wenigstens etwas leichter. Fakt ist nun:
Die testen aus ob möglicherweise sowas zutrifft weil eben ein paar Sachen doch in die Richtung deuten.
Ich finde es auch vernünftig sowas zu testen und lehne mich dagegen nicht auf. Klar wäre mir ein vollkommen normales Kind am liebsten, aber ich liebe mein Kind nicht weniger nur weil es anders ist. Das ist keine Frage.
Und wenn ich endlich ne ganz genaue Diagnose habe dann weiß ich auch viel besser was man tun kann. Somit ist ne Diagnose wesentlich leichter zu ertragen als diese Ungewissheit.
ela

Beitrag von laterne74 20.12.09 - 21:27 Uhr

Hui das klingt ja auch anstrengend. Aber es erinnert mich doch nicht an meine Tochter. Sie scheint zumindest alles normal zu verstehen. Sie ist im Großen und Ganzen den anderen ihres Alters gleich auf. Sie schreibt gern ein paar einfach Wörter, Zahlen und so weiter. All diese Vorschulübungen "besteht" sie.

Sie war motorisch immer sehr schnell. Konnte mit 5 Monaten und 3 Wochen krabbeln und mit 10 Monaten laufen. Die Therapeutin meinte sie hätte sich vielleicht zu schnell entwickelt, so dass sie keine Zeit hatte gewisse Sinne genauer auszuprägen. ...Wir sind noch ziemlich am Anfang. Sie war jetzt 6 mal da. Genaueres erfahren wir sicher noch.

Wo sie meiner Meinung nach sehr hinterher ist ist im sozialen Bereich. Wenn wir bei ner Freundin spielen kann es passieren das sie ihr zb im SOmmer beim baden im Pool Wasser auf den Kopf kippt und wenn diese dann weint es immer wieder machen würde wenn ich sie nicht "entferne". Oder sie schmiert ihr wenn beide frriedlich nebeneinander ein Bild gemalt haben dann einfach fett über das Bild der Freundin. Beim Kindersport ist es auch schon passiert dass sie ohne jeglichen Grund und Vorwarnung auf ein kleines Kind zurennt und es umschuppst und sich freut. Haben schon 2 mal sofort den Tatort verlassen müssen. Man kann dann auch nicht mit ihr reden. Sie ist in dem Moment wie im Wahn. Erst später kann ich mit ihr reden. Dann tuts ihr auch leid. Aber beim nächsten Mal gehts wieder los.
Ich kenne keine 5jährigen die sich im Kontakt mit anderen so verhalten. Wir haben auch eine Katze. Sie liebt die Katze. Aber ich muss die Katze ständig vor ihr retten weil sie sie behandelt wie ein Plüschtier. Man kann reden wie ein Buch... selbst der Kleine kappiert das.

Beitrag von alpenbaby711 21.12.09 - 13:46 Uhr

Inzwischen bin ich bei uns ein Stück weiter weil es jetzt getestet wird ob möglicherweise eine Unterart von Autismus auf meinen Sohn zutreffen könnte. Schauen wir mal was da rauskommt. ADHS, Autismus, Wahrnehmungsstörung, Entwicklungsverzögerung tja irgendwie bin ich echt mal aufs Ergebnis gespannt.
Ela

Beitrag von luka22 20.12.09 - 20:56 Uhr

Liebe Schreiberin,

ich habe drei Kinder und massig Neffen und Nichten, aber das, was du schreibst, bewegt sich meines Erachtens nicht mehr im Bereich des "Normalen". Es gibt Kinder die sind ruhig, es gibt Kinder, die sind lebhaft. Das ist klar. Du schreibst deine Tochter kann keine 10 Sekunden still stehen und hat endlose Energiespeicher ist nie müde oder ausgepowert. Ich bin kein Psychologe, aber das liest sich für mich wie eine echte und handfeste Hyperaktivität (ADHS). Das beinhaltet auch eine Wahrnehmungsstörung, die durch einen fehlenden Botenstoff im Gehirn bedingt ist. Sollte dem wirklich so sein, dann kannst du schimpfen, Grenzen setzen und dich ärgern bis zum Herzinfarkt, ändern wird sich wenig bis gar nichts.
Ich würde an deiner Stelle sofort einen Kinderpsychologen aufsuchen und sie mal gründlich untersuchen lassen.
Was sagen denn die Erzieherinnen?
Ich finde eine genaue Diagnose vor allem deshalb so wichtig, weil sie bald in die Schule kommt und sie es mit solchen Verhaltensauffälligkeiten sehr schwer haben wird. Nicht nur seitens der Lehrer, sondern auch seitens der Mitschüler.
Alle leiden doch: du, dein Sohn und sicher nicht zuletzt deine Tochter.

Ich kann auf jeden Fall gut verstehen, dass du am Rande des Wahnsinns bist.

Ganz liebe Grüße #liebdrueck
Luka

Beitrag von laterne74 20.12.09 - 21:15 Uhr

Die Erzieherin in der Kita will dazu keine Diagnose abgeben. Sie meinte aber dass sie gemerkt hat dass sie bei meiner Tochter anders rangehen muss als bei den anderen. Sie ist dort nicht der Gruppenclown, aber auch dort fällt es ihr sehr schwer sich an irgendwelche Regeln zu halten. Im ersten Jahr habe ich jeden Tag Ärger in der Kita bekommen weil sie auch da ständig provoziert hat. Mittlerweile kennt ihre Erzieherin sie gut. Sie meckerte am anfang auch immer von wegen mehr Konsequenz und so. Aber vor einer ganzen Weile hat sie mich mal beiseite genommen un sich entschuldigt und eben gesagt dass bei meiner Maus doch irgendwas anders scheint.

Es gibt aber eine Sache die eben nicht zu ADHS passt. Sie bastelt gern. Das kann sie lange machen. In der Kita. Zu Hause läßt sie sich auch davon leider zu schnell ablenken. Sie bewegt sich selbst beim basteln dabei halt wie ein Hamster im Laufrad.

Im Januar hat sie die U9 da werd ich nochmal mit dem Arzt reden und mich zum Kinderpsychologen schicken lassen. Der Arzt findet sie ja auch auffällig, aber er meinte mal er kann vor dem Schulalter keine Diagnose stellen. Ich habe halt Angst dass sie dann erst richtige Probleme bekommt.

Beitrag von luka22 20.12.09 - 21:34 Uhr

Ich denke deine Sorgen in Bezug auf Schule ist berechtigt.

Ich denke auch Kinder mit ADHS haben Interessen. Das deine Tochter während des Bastelns auch (hyper)aktiv sein muss spricht eher für ADHS. Diese Kinder wollen ja auch Vieles, können es dann aber nicht, weil sie sich ständig ablenken lassen. Und das ist das Schlimme an einer echten ADHS: Sie können nichts dafür, dass sie ständig abgelenkt werden, da ihnen ein wichtiger Botenstoff im Gehirn fehlt der hilft Informationen zu verarbeiten - vor allem Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Deine Tochter leidet nicht weniger unter ihrer Situation wie du.

"Der Arzt findet sie ja auch auffällig, aber er meinte mal er kann vor dem Schulalter keine Diagnose stellen."
Warum nicht? Letztens war im Nachtcafe (Talkrunde mit Wieland Backes) eine Mama. Ihre Tochter war so extrem, dass ihr Leben in Gefahr war: Sie kletterte ohne Pause auf Vitrinen und Küchenschränke - dementsprechend oft hatte sie gebrochene Knochen. Bereits mit 3 Jahren musste die Tochter deswegen Medikamente einnehmen. Das war aber wirklich eine sehr schwere Form der ADHS.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von laterne74 20.12.09 - 21:44 Uhr

Au weia, also die Ergotherapeutin war auch erstaunt über den Muskelaufbau meiner Tochter bzw ihre Biegsamkeit. Sie springt aus Höhen wo sich andere Kinder die Knochen brechen. Aber ihr Körper ist schon so einiges seit sie Mini ist gewohnt. Er hat sich schon auf ihre "Turnübungen" eingestellt.Sie tut sich so gut wie nie was.

Ich hoffe echt sie hat kein ADHS. Aber irgenwie kommt dieses Gefühl immer wieder ein bißchen durch.
Es tät mir so leid, wenn ich so viel geschimpft und gemckert hätte und dann rauskäme sie kann gar nicht anders.
Wenn es so wäre.. oh weh wie soll es dann weiter gehn. Ich glaube ich würde tital den Mut verlieren dasss sich dieser Dauerstreß je mals legen würde. Wie soll sie mit ihrem Leben zurecht kommen?

Ach ich weiß auch nicht mir ist manchmal einfach nur zum heulen. Ich bin früher so gut mit Kindern klar gekommen. War ein sehr begehrtes Au Pair und ahbe auf so viele Kids aufgepasst und nun komme ich mit der eigenen Tochter nicht klar. Ich weiß es sollte mir egal sein was andere denken, aber es ist ein echt bescheidenes Gefühl wenn andere den Kopf schütteln weil man mit seinem Teufelchen nicht klar kommt. Ich habe manchmal kaum die Kraft sie wenn sie am austicken ist von der Bildfläche zu bekommen. Sie kann sich echt wehren und ich habe ja dann noch ein Kind bei, welches mit seinen 2,5 auch langsam in die Trotzphase kommt.

Aber bei meinem Sohn sind die schlimmsten Böckchen nicht halb so anstrengend wie die kleineren meiner Tochter.

Hab schon ein ganz schlechtes Gewissen weil ich einen Tag alleine mit ihm entspannder verbringen kann als einen Tag alleine mit ihr... Ich versuch beides ab und zu...

Beitrag von luka22 20.12.09 - 22:01 Uhr

Mensch liebe Laterne, ich finde diese eiapopeia virtuellen Umarmungen sowas von bescheuert...aber ich würde dich jetzt am liebsten in den Arm nehmen!!!#liebdrueck
Ich kann dich so gut verstehen, auch wenn ich nicht direkt betroffen bin. Aber JEDE Mutter kennt das bescheidene Gefühl, wenn die Kleinen - natürlich mit Vorliebe in der Öffentlichkeit - austicken UND MAN KANN GAR NICHTS MACHEN!!!
Ich bin einmal HEULEND vom Kinderzahnarzt nach Hause gekommen. Meine beiden mussten mal wieder im Wartezimmer voll aufdrehen, waren laut und unhöflich. NICHTS HAT GEHOLFEN! Keine Androhung von Strafe...sie haben einfach ihr Ding durchgezogen und hatten dabei auch noch riesen Spaß. Du hättest mal die Blicke der anderen Mamas sehen sollen...und ich war auch noch hochschwanger mit dem Dritten! Diese mitleidigen Blicke, von wegen: was hat die denn für eine Brut...und dann auch noch ein Drittes?!?! Ich war an diesem Tag so voller Zweifel, wie noch nie. Denn ich erziehe meine Kinder mit Liebe und Respekt und mit Grenzen. Alles perfekt! #schein. Und das ist das Resultat????
So ein Erlebnis hatte ich bis jetzt 1 mal (na ja die Dramen zu Hause nicht mitgezählt) und war Nahe an der absoluten Verzweiflung. Wie muss es dir gehen.
So wie ich das lese, bis du eine liebende und patente Mama. Ich glaube wirklich, dass deine Tochter ADHS hat und zwar sicher keine leichte Form.
Diese Diagnose wäre für mich eine absolute Erleichterung: DU trägst keine Schuld! Dein Kind braucht Hilfe und die gibt es, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Es gibt viele Kinder die unbegründet Medikamente bekommen, aber es gibt auch Kinder, für die sind Medikamte ein Segen und der einzige Weg um ein normales Leben zu führen. (Genauso wie bei schweren Depressionen oder bei Menschen, die bipolar sind (umgagsspr.: manisch-depressiv)).
Ich bin mir sicher, dass das Verhalten deiner Tochter nicht erziehungsbedingt sind. Ich verstehe auch deine negativen Gefühle ihr gegenüber. Mütter sind Menschen und keine Heiligen!

Ganz liebe Grüße
Luka

Beitrag von laterne74 20.12.09 - 22:25 Uhr

Hab ganz lieben Dank für Deine netten Worte!
Hatte ja schon etwas Bammel dass es hier nur so Schelte hagelt#zitter, aber ich muss mir trotzdem ab und zu sowas von der Seele reden. aber ich bekomme wirklich fast nur liebe Antworten.

Hab grad gesehen dass ich unzählige Schreibfehler drin hab. Hoff mich hält hier keiner für nen Analphabeten. Ich tippe nur oft ganz schnell drauf los und kontrollier nicht nochmal#schein...

Eben ist mein Mann rein und wir haben nochmal über unsere Tochter gesprochen. Wir werden im Januar wirklich mal eisern auf nen Kinderpsychologen bestehen und hoffen das dann mal was genaueres dabei rauskommt. Manchmal denke ich es liegt daran dass ich in der Schwangerschaft mit ihr bis zuletzt so blöd war mich auf Arbeit rumjaggen zu lassen (habe im Restaurant gearbeitet) und nie mal ein Päusschen hatte...

Hab nochmal ganz ganz lieben Dank. Es ist gut zu wissen dass es auch Leute gibt die einen nicht sofort als unfähig abstempeln und einem gute Tipps geben.

Ich wünsch dir eine gute Nacht. Mein Bettchen ruft und der Wecker klingelt morgen wieder kurz vor 6#schwitz.

Alles Liebe Dir!!!

Beitrag von luka22 20.12.09 - 22:38 Uhr

Jeder, der nur einen Funken Sinn und Verstand besitzt kann deine Verzweiflung erlesen.
1. Warum Schelte? Du machst alles richtig!
2. Auch wenn du Analphabetin wärst - können das keine lieben Menschen sein?
3. HÖR auf DIR/ EUCH die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wie viele Kinder sind im Krieg unter widrigsten Bedingungen auf die Welt gekommen. Die sind sicher nicht alle hyperaktiv! Superstress kennen doch die meisten in der Schwangerschaft...und um bei deinem Beispiel zu bleiben: dann müssten dein jüngerer Sohn hyperaktiv hoch 10 sein!
4. Bei Ärzten muss man die Domina raushängen: Nichts mit könnten, würden, wollten sondern: Ich kann, will und werde!

Gute Nacht
Luka

Beitrag von ayshe 20.12.09 - 21:17 Uhr

auweia :-)

hm, ADHS, ich weiß nicht.

ist es denn jeden tag so?

ich kenne solche tage auch, mit nur einem kind, also dieses permanente gerenne und geputze.
es ist aber nur selten extrem, wenn sie aufgeregt ist, jetzt die letzten tage vor weihnachten #augen
dann macht sie 1000 sachen, hat unheimliche ideen, sucht etwas, wühlt irgendetwas und es passiert dann einiges, weil sie einfach unkonzentriert ist, aber eben nur ab und an, wenn sie sie drauf ist.
sonst geht es.

meinst du echt?
ADHS?
also ich kann dir nachfühlen, wie es ist, zumindest eben dieses 1000 sachen gleichzeitig machen, waschmaschine, dann wieder etwas sauberwischen,
staubsaugen usw.

und man hat keine 10 minuten ruhe (bei mir, weil ich auch den haushalt immer nebenbei mache, in der woche bleibt viel liegen).


also ich wünsche dir dann einen ruhigen abend, mach die ein paar kerzen an :-)

Beitrag von laterne74 20.12.09 - 21:35 Uhr

Kerzen...Du bist ja süß#liebdrueck. Ja das hilft.

Ja irgendwie ist das bei uns ganz ganz oft so. Ich bin froh wenn vorallem das Wochenende vorbei ist. Es gibt sicher auch mal ruhige Stunden, aber die sind wirklich sehr sehr selten. So ne richtige Auszeit habe ich nur wenn sie mal ne kurze Weile vor der Glotze sitzt. Denk jetzt bitte nicht ich mach das dauernd. Aber manchmal ist das der einzige Weg die beiden zu beruhigen. Vorallem wenn ich doch mal 15 Minuten brauche um mal das Abendessen vorzubereiten. Ich wage ja kaum ein Messer in die Hand zu nehmen wenn sie in der Nähe rumwusselt.

Ich kann sie auch nicht helfen lassen. Hab ich alles schon probiert. Während mein SOhn mit seinem 2,5 Jahren (gut bissel mehr, er wird im März 3) mit einer Engelsgeduld zb beim Äpfel schälen hilft oder andere Sachen mit Ruhe macht, kann ich meine Große nciht in die Nähe von Küchengeräten lassen. Es ist als hätte sie 100 Arme die gleichzeitig woanders rumfummeln. Ich habe zu viel Angst das was passiert.

Ich weiß nicht ob sie ADHS hat und ich hoffe sehr das sie es nicht hat und es vielleicht doch an mir liegt. Und ich einfach meine Fehler erkenne und es irgendwie anders hinbekomme...wenn ich nur wüßte wie.

Allerdings hat meine Schwiegermutter ein Buch über ADHS und da gibts hinten drin ne Checkliste mit so 50 Fragen oder so und je mehr man mit Ja beantwortet desto größer ist die wahrscheinlichkeit das es ADHS SEIN KÖNNTE. Ich habe echt fast jede Frage mit Ja beantwortet...#zitter

Beitrag von schnuffeline-09 20.12.09 - 22:24 Uhr

Also da ich 2 Fälle non ADS oder auch ADHS kenne und weiß wie es da abgeht (eigentlich auch so wie bei dir, man kann diese Kinder nicht aus den Augen lassen), kann ich dir nur raten geht zum Kinderarzt und besprecht das Ganze dort mal und schaut welche Therapiemaßnahmen erfolgen sollten. Getan werden muss auf jeden Fall etwas, sonst geht ihr nervlich kaput daran;-)#stern. Lg#liebdrueck und einen höffentlich noch ruhigen 4 Advent euch#snowy

Beitrag von kja1985 20.12.09 - 22:29 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen. Meine Tochter ist vier, mein Sohn eineinhalb, du bist uns also ein Jahr voraus. Meine Tochter ist auch ein sehr "lebendiges" Kind. Nicht zu vergleichen mit anderen Kindern, nicht zu vergleichen mit meinem Sohn, der auch nicht total simpel ist, eben ein normales Kind.

Meine Tochter ist einerseits wahnsinnig vernünftig. Wenn sie einen guten Tag hat benimmt sie sich wie ein Schulkind, macht sich und ihrem Bruder schon Frühstück während ich noch im Bad bin und geht sich danach waschen (und richtet dem Kurzen auch noch eine Zahnbürste her und erklärt ihm wie wichtig das Zähneputzen ist). An ihrem Bruder hat sie überhaupt einen Narren gefressen. Solang er sie nicht gerade an den Haaren zieht oder ihr Playmobilhaus angreift verzeiht sie ihm alles und benimmt sich wie eine kleine Mami.

Im Kindergarten ist sie seltsamerweise auch unauffällig, ausser dass sie sehr stur ist und wenn sie beleidigt ist völlig unkooperativ, was aber keinen Anlass zur Sorge gab bisher.

Was mich so fertig macht ist wie du es auch beschreibst ihre Zappeligkeit, Energie, nenn es wie du willst. Sie jagt mich durch den Tag von einer Aktion zur Nächsten, ich bin nur damit beschäftigt ihr Chaos zu beseitigen oder sie davon abzuhalten die Fenster zu öffnen, weil "MAMA, ICH BIN EIN KIND, ICH BRAUCH FRISCHE LUFT!" (dabei sind wir mindestens zwei Stunden täglich draussen). Sie baut sich aus Stühlen und Hockern fast täglich Kletterstrecken, erst heute musste ich wieder nen Stuhl vom Sessel stellen, weil sie einen höheren Absprung aufs Bett bauen wollte. Letztens hat sie sich mit zwei Stühlen eine Leiter gebaut weil sie eine Schnur, die sie hoch geworfen hat von der Lampe holen wollte.

Sie springt, läuft, singt und pfeift den ganzen Tag. Manchmal klingen mir abends echt die Ohren.

Ich kann auch nicht immer ruhig bleiben, aber mein Gott dann werd ich halt noch lauter (und kassier von Tochter einen Tadel dafür wenn sie ganz trocken kommentiert "Mama wir schreien uns nicht an"). Es ist eben nicht immer leicht mit einem Kind das vor Energie explodiert.

Ich war deswegen bei einer Erziehungsberatung die aber nach drei Stunden meinte, sie könne mir nicht helfen, die Beziehung zu meiner Tochter sei fabelhaft. Sie hat aber gesagt: Man kann Menschen nicht ändern, sondern muss sie nehmen wie sie sind. Und meine Tochter ist eben so wie sie ist und eigentlich schätze ich ihren Charakter sehr.

Beitrag von hippychick 21.12.09 - 07:21 Uhr

was waere mit einem schwimmkurs?
das geht auch wenns kalt ist, ist sehr anstrengend und vielleicht floesst ihr das wasser wo sie nicht so kann wie sie moechte etwas respekt ein?

alles gute

Beitrag von misscatwalk 21.12.09 - 12:29 Uhr

so ich möchte dir auch noch antworten . Du könntest auch von meiner Tochter geschrieben haben , ich habe mehrere Kinder alle wirklich sehr lebhaft aber meine eine Tochter ist absolut kein Vergleich zu meinen anderen, wie gesagt ebenfalls sehr lebhaften Kindern sie hat schon von Anfang an deutlich rausgestochen ( extremes Schreibaby ) und tanz nach wie vor ständig mit und bei allem aus der Reihe und das überall nicht nur zu Hause . Als Kleinkind bis sie 3 Jahre alt war , wars ganz extrem ihre Impulsivität , ihr Temperament , das sie sich keine 5 Minuten alleine beschäftigen könnte /kann und man wirklich ständig hinter ihr her sein mußte /muß , ihre Lautsärke ! und dann noch diese ständigen Machtkämpfe egal was es war ob Schuhe anziehen sich im Auto anschnallen lassen beim essen bzw. mit essen sitzen bleiben usw. usw. sie hat einen quasi ständig und mit allem provoziert , ein ganzer Kindergarten wäre einfacher gewesen wie dieses eine Kind .
Wir waren dann mit ihr in einem SPZ wo uns zwar bestätigt wurde das das alles nicht normal ist und auch definitiv nicht an unserer Erziehung liegt ( das wird einem dann ja gerne immer gleich eingeredet ) aber zu einer Diagnose wollte sich da sie noch sehr klein war auch niemand durchringen also so hilfreich war das nicht . Sie hat eigentlich auch alle typischen Syntome für AD(H)S was ich auch angesprochen habe und was mir auch niemand abgestritten hat ! und so ganz weit hergeholt da es auch in unserer Familie auftritt ist es absolut nicht denn AD(H) S ist nunmal erblich bedingt .
Für mich hat sie eindeutig AD(H)S ich habe mich damit abgefunden und es hat einige Zeit gebraucht bis ich herausgefunden habe wie ich sie am besten zu händeln haben , sie ist zwar nach wie vor das gleiche schwierige Kind und bringt mich noch oft genug und immer wieder an den Rand der Verzweifelung und an das Limit meiner Nerven und Kräfte aber da ich mittlerweile weis wie ich sie zu lenken habe ist es allgemein wesentlich entspannter geworden und sie ist natürlich auch älter geworden sprich der Verstand ist gereift . Auf Machtkämpfe lasse ich mich schon lange nicht mehr mit ihr ein , unser Tagesablauf ist ganz strickt geregelt ( plötzliche Veränderungen werfen sie nach wie vor aus der Bahn ) mit ihr macht man nichts mal eben so wie mit anderen Kindern das kann wenn man nicht aufpasst ganz schnell im absoluten Desaster enden. Es ist schwer zu erklären aber mittlerweile weiß ich sie so zu lenken das ich es meist verhindern kann das sie endgültig richtig hochfährt denn wenn sie einmal richtig hoch gefahren ist dann macht man so schnell absolut nichts mehr bzw. geht gar nichts mehr . Sie kann auch nach wie vor nicht ruhig spielen , so Dinge wie Gesellschaftsspiele oder alles was etwas ruhiger ist und wo es Regeln gibt gehen mit ihr gar nicht sie hat ihre eigenen Regeln . Am einfachsten und glücklichsten ist sie wenn sie draußen spielen kann , drinnen sind überhaupt nur wilde freie Spiele möglich was dann leider eben auch sehr schnell im Disaster mit ihren Geschwistern endet weil sie in ihrem Übermut einem weh getan hat oder weil sie irgendwas von den anderen kaputt gemacht hat usw. . So Spielbesuch oder generell Besuch ist für sie tödlich das ist nach wie vor etwas wo es mir immernoch nicht gelingt sie einigermaßen in geregelten Bahnen zu halten , sie geht dann wortwörtlich über Tische und Bänke , läßt den Clown raushängen und stichelt alle anderen Kinder mit an , ist der Besuch dann weg ist sie selber fix und fertig , schreit meist nur noch und ist nicht mal mehr in der Lage Abendbrot zu essen .
Den Alltag mit ihr und ihren Geschwistern habe ich wie gesagt mittlerweile recht gut im Griff , anstrengend ist es nach wie vor aber im Vergleich zu dem was wir hatten ist es mehr oder weniger recht entspannt . Alles was darüber hinaus geht oder außerplanmäßig läuft ist nach wie vor ein absoluter Spießrutenlauf und so weit es eben geht versuche ich die Dinge von denen ich weiß das sie nicht gehen zu vermeiden weil dabei tritt auch keinen Gewöhnungseffekt bei ihr ein so traurig wie es ist aber wenn wir z. B. Besuch bekommen bestelle ich schon leiber extra einen Babysitter als wie das ich mir das antue .
Wie es wirklich weiter geht wenn sie in die Schule kommt ( das wird auf jeden Fall ein Drama ) weiß ich nicht , ich bin mir auch unschlüssig ob ich sie nochmal geziehlt auf AD(H)S testen lassen soll oder nicht und ob sie dann evt. Medikamente bekommen soll oder ob wir das lieber erstmal so versuchen . Da sie ein Mädchen ist und zwar wild aber nicht agressiv auffällig ist + sich sehr gut und gezielt einzusetzen weiß und auch nicht dumm ist wird sie sicherlich auch so wie jetzt im Kindergarten ja auch irgendwie durchrutschen nur obs das für sie wirklich sein kann auf Dauer weiß ich nicht , es fällt ihr sehr schwer sich insbesondere auf Dinge die sie nicht interessieren zu konzentrieren und sie hat halt ganz extrem ihren eigenen Kopf kann sich nicht wirklich anpassen usw . jetzt im Kindergarten geh das alles noch sie ist ja noch so klein da kommt sie damit durch aber in der Schule muß sie sich eben anpassen ob sie will oder nicht und das wird für sie auf jeden Fall sehr schwer werden .
Letzendlich stehen wir also nach wie vor alleine da , wie gesagt das Handling ansich für uns als Eltern ist mittlerweile nicht mehr so das Problem aber der Rest eben darüber mache ich mir sehr viele Gedanken .
Was meiner Tochter sehr gut tut auch um mal an ihre Grenzen zu geraten ist reiten ( sie ist absolut kein Kind für einen Mannschaftssport und hat auch keine großartigen Interessen an anderen Sportarten ) da muß sie sich automatisch ans Pferd anpassen und bekommt auch sofort ein Fedback egal ob in positiver oder negativer Hinsicht . Das tut ihr wirklich sehr gut , macht ihr auch sehr viel Spaß und danach ist sie auch ausgeglichener , kann ich wirklich nur empfehlen das mal auszuprobieren .

Beitrag von misscatwalk 21.12.09 - 13:48 Uhr

das wichtigste habe ich eigentlich noch vergessen eigentlich ist es gar nicht unbedingt wichtig eine genaue Diagnose zu bekommen ABER es ist in erster Linie ganz wichtig das du dir auf jeden Fall Hilfe holst um wieder eine gemeinsame, bessere Basis mit deiner Tochter zu finden und nicht in einen Teufelskreis gerätst denn das geht leider recht schnell und man verliehrt damit leider oft auch den Blick für die positiven Seiten seines Kindes weil eben immer nur/ nur noch Terror ist .
Vergiß nie egal wie anstrengend deine Tochter auch ist und egal welche Diagnose dabei raus kommt es gibt garantiert genauso extreme positive Seite an ihr auch wenn du die im Moment vielleicht noch länger suchen muß , sie werden irgendwann wieder deutlich sichtbar für dich sein #liebdrueck

Beitrag von laterne74 21.12.09 - 13:54 Uhr

Hallo,

leider kann ich nur kurz antworten, weil ich noch nicht zu Hause bin ;-). Danke erstmal für Deine lange Antwort.

Wo Du das mit dem erblich erwähnt hast... mien Mann hat einen älteren Halbbruder. Der ist mittlerweile Ü40 und mein Mann hat keinen Kontakt. Ich kenn ihn nur aus Erzählungen. Er galt als nicht erziehbar. Damals durfte er nicht in den Kindergarten gehen und es gab nur Ärger. Er muss ganz schlimm gewesen sein und ist irgendwann im Heim gelandet und da aufgewachsen.

Mein Mann redet nicht über ihn, nur meine Schiegermutter erzählt manchmal dass es die reinste Hölle war mit dem Bruder. Er ist der Sohn des Vaters meines Mannes.

Mir tut der Kerl irgendwie leid. Er muss wohl einiges durch gemacht haben. Seine Mutter wollte ihn nicht und er ist eben bei seinem Vater geblieben. DIe haben es 3 Jahre versucht und dann gings wohl nciht mehr. Kann mir kein richtiges Urteil erlauben....

Wer weiß vielleicht hat meine Maus ja auch so ein Gen vom Opa (er ist sehr cholerisch, aber trotzdem leibenswürdig)abbekommen...

Mit Deiner Tochter wünsch ich DIr alles Gute. Wenn Du magst können wir uns gern immer mal per PN austauschen...

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