räumliche trennung-wie kind erklären?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von amory 21.12.09 - 09:18 Uhr

Hallo,

ich habe keine Ahnung, ob cih hier richtig bin, aber irgendwie wohl schon.

mein Partner und ich werden uns nach 2,5 Jahren nervenaufreibendem zusammenwohnens räumlich trennen.
wir lieben uns und haben beide hart gekämpft für ein lebeni n einer gemeinsamen wohnung, aber es macht usn beide nur unglücklich und wenn es so weitergeht machen wir alles kaputt.
deshalb habe ich die notbremse gezogen und werde mir eine eigene wohnung suchen.
ob und wie unsere beziehung weitergeht wissen wir noch nicht.
was wir aber wissen ist, dass wir weiterhin gute eltern für unsere tochter sein wollen. die ist jetzt 2 jahre alt und ich habe keine ahnung, was ich ihr sagen soll.
sie wird unter der woche bei mir sein (zumindest haben wir das mal grob so geplant), wahrscheinlich schaut ihr vater an einem tag nach der arbeit noch bei uns vorbei, am wochenende wird er sie nehmen. er bleibt in der alten wohnung, ich suche mir etwas eigenes.

wann sagen wir der kleine das am besten? jetzt shcon oder erst, wenn ich eine wohnung gefunden habe?
was sagen wir ihr? mama und papa haben sich nicht mehr liebt passt erstens nicht und zweitens versteht sie sowas shcon mit 2 jahren?
sollen wir ihr vielleicht einfach sagen: mama hat eine neue wohnung, weil ihr die alte nciht gefällt?
sollen wir ihr erklären, dass sie ab jetzt mal bei einem und mal beim anderen ist?

sie ist ja noch so klein, ich habe keine ahnung, wieviel sie verstehen kann, was wir ihr sagen sollten und was nicht (mal abgesehen davon, dass wir hier nicht über eine endgütlige trennung der eltern reden sondern erstmal nur über räumlichen abstand, der aber vielleicht dazu führt, dass sogar mehr gemeinsames leben da ist als vorher)...

vielleicht könnt ihr mir mal von euren erfahrungen bei so klenen kindern berichten, egal ob es um räumliche oder gefühlsmäßige oder berufliche trennungen ging....

gruß, amory

Beitrag von claudi2712 21.12.09 - 12:29 Uhr

Hallo,

ich habe mich vor kurzem selbst "schlau gelesen" und habe meiner Tochter (zusammen mit meinem Mann) folgendes gesagt: Papa sucht sich eine Wohnung hier in der Nähe. Als Mann und Frau können wir nicht mehr gut zusammenwohnen aber als Papa und Mama werden wir immer für Dich da sein. Deswegen auch die Wohnung in der Nähe, damit er Dich soundso oft besuchen kann und am WE abholen kann.

Wichtig ist, dass ihr VORHER alles geklärt habt, damit ihr dem Kind evtl. auftretende Fragen (auch später noch) korrekt beantworten könnt. Sagt bloss nicht "Mama und Papa haben sich nicht mehr lieb". Das ist für Kinder schlimm, denn ihr sagt ihr ja auch, dass ihr sie lieb habt und es kann sein, dass sie sich eines Tages fragt "tja, wenn die beiden sich jetzt nicht mehr liebhaben, wann hören sie denn auf, mich lieb zu haben"? Ausserdem wäre es wichtig zu wissen, wo Du hinziehst. Für Kinder in dem Alter ist vor allem wichtig, was sich für sie selbst ändert, weil ihr kleines Universum die Sicherheit gibt. Wenn ihr ihr aufzeigen könnt, was bleibt und Souveränität ausstrahlt, könnt ihr Schadensbegrenzung betreiben. Und bitte nichts versprechen, was ihr nicht einhalten könnt...

Viel Glück, für mich und meinen Mann war es furchtbar, allerdings ist meine Tochter schon 4. Etwas derart schlimmes möchte ich nicht wieder tun müssen.

Lieben Gruss
Claudia

Beitrag von frau.mecker 21.12.09 - 13:31 Uhr

Kinder vor vollendete Tatsachen zu stellen sollte man unterlassen.
Allerdings ist deine Tochter erst 2.

Erklär ihr sie bekommt ein neues Kinderzimmer in einer anderen Wohnung und darf aber auch das bei Papa behalten.

Was spricht dagegen sie zur Wohnungssuche mitzunehmen?

Beitrag von amory 22.12.09 - 08:25 Uhr

Veieln Dank für eure Antworten.

So wie es aussieht habe ich schon eine neue Wohnung, gemeinsam besichtigen fällt also flach.

Ich habe nach gesprächen mit freunden, die in einer ähnlichen Situaiton waren, beschlossen, die Wohnung erstmal zu renovieren und einzurichten und dann gemeinsam mit ihr und ihrem vater hinzugehen und ihr ihr neues Zimmer zu präsentieren. Wenn es klappt wird sie dort auch hsocn übernachten, wenn nicht ist es erstal ien Spielzimmer, bis sie sich dran gewöhnt hat. das müssen wir testen.

Wir werden ihr nciht sagen, dass wir uns nicht mehr lieb haben, sondern nur, dass Mama ab jetzt eine neue Wohnung hat, in der sie auch ein Zimmer hat. das sie ab jetzt also zwei Zimmer hat und bei uns beiden sein wird.
Ihre Möbel teilen wir auf, so dass sie in beiden Wohnungen bekannte Dinge um sich herum hat und kein komplett neues Zimmer bekommt.

In der Anfangszeit will ihr vater häufig vorbeikommen, damit sie merkt, dass er nciht weg ist. Ebenso werde ich die beiden am Wochenende kurz besuchen. Dann steigern wir das Alleinsein mit einem, bis wir bei unserer präferierten Lösung angekommen sind (Unter der Woche bei mama, am Wochenende bei Papa, bzw. einen Abend unter der Woche wird er bei uns sein und ich evt. am Sonntag-Nachmittag schon bei den beiden. das kommt aber auf unser verhältnis an, was wir ncoh ausloten müssen)

Ich habe Angst vor dem Moment, aber es gibt kein zurück mehr und ich freue mcih auch auf das entspanntere Alleinleben....

Es ist traurig, aber auf dauer besser für alle beteiligten.

Gruß, Anory

Beitrag von baerbelino 22.12.09 - 18:31 Uhr

Hallo amory,

dein Kind versteht noch nicht, dass ihr euch räumlich trennt weil es zusammen nicht klappt.
Sie würde es auch nicht verstehen, wenn ihr euch nicht mehr lieben würdet und ihr das sagen würdet.

Was sie jedoch sehr wohl realisiert ist, dass der Papa nicht mehr da ist. Und das wird sie mit - Papa hat mich nicht mehr lieb,denn er ist nicht mehr hier - deuten.

Sie versteht nicht, was Liebe zwischen Mama und PApa ist und eigentlich ist es egal, ob der Papa jetzt in einer anderen Wohnung schläft. Wichtig ist, dass sie ihn sieht und Zeit mit ihm verbringt. Wenn das jetzt plötzlich nur noch einmal in der Woche ist wird sie das nicht verstehen.

Versucht also, dass sie möglichst viel Zeit mit euch zusammen verbringt. Ihr liebet euch doch noch, da sollte das kein Problem sein, oder?

alles Gute
Barbara

Beitrag von amory 23.12.09 - 07:47 Uhr

Hallo Barbara,

mir ist klar, dass sie das nciht versteht. das ist ja das schlimme.

Aber sie wird sicher viel zeit mit mit ihrem papa verbringen und wir werden auch zeit gemeinsam haben. vielleicht sogar mehr als vorher, denn im letzten jahr gab es fast keine gemeinsame zeit. zumindest keine richtige. jeder hat irgendwie sein ding gemacht und die kleine ist es gewohnt, das papa unter der woche auf der arbeit ist und fast nur mama da ist bzw. das mama am wochenende manchmal arbeitet und dann nciht da ist.

ich habe eine ahnung, ob das alles so klappt und wie es weiter läuft, aber seit ich die entscheidung getroffen habe geht es uns erwachsenen besser.
nur unsere tochter macht mir sorgen, denn das letzte was ich will ist ein verwirrtes, einsames kind...

ach mensch, es ist so schade, dass es für uns in einer gemeinsamen wohnung keine zukunft gibt, zumindest jetzt nicht. irgendwie gibt es ja shcon dieses bild einer familie, mama, papa, kind, alle glücklich zusammen in einer bude.
aber wenn es nicht geht und außer dem kind alle drunter leiden, müssen wir uns einen anderen weg suchen. zusammen odser getrennt, das wissen wir noch nciht so wirklich.
wobei mein partner (da fängt es shcon an!), davon überzeugt ist, dass wir weiter zusammen sein werden. ich bin noch enttäuscht darüber, dass wir das ideal-bild einer familie nicht erfüllen konnten.
aber vielleicht müssen wir das auch nicht.

ach, irgendwie wird es weiter gehen.
jetzt ist jedenfalls erstmal renovierung angesagt und umzug. und dann eine wohnung, in der ich zur ruhe kommen kann.

lieber gruß, amory





Beitrag von baerbelino 23.12.09 - 15:15 Uhr

ich versteh dich sehr gut. Bin in einer ähnlichen Situation wie du. Am schlimmsten finde ich, dass ich plötzlich überall glückliche Familien sehe..wie damals, als ich schwanger war - überall schwangere Frauen:-)

Ich bin aber der Meinung, dass man nicht wegen dem Kind zusammenbleiben sollte. Denn schließlich leidet auch das Kind wenn sich die Eltern nur streiten.

Mein Mann ist vor drei Monaten ausgezogen. Er kommt aber fast täglich zu uns und bringt den Kleinen ins Bett. Der kennt es auch nur so, dass er seinen Papa höchstens ne Stunde am Abend sieht, für ihn hat sich also nicht viel verändert. Er fragt manchmal, ob PApa in der neuen Wohnung schläft oder bei uns, dann sag ich - in der neuen Wohnung. Dann isses aber in Ordnung. Er kommt ja immer wieder und der kleine weiss, dass er ihn nicht alleine läßt.

Ich wünsch euch für die Zukunft alles Gute und dass ihr zu dritt einen Weg findet, der für jeden erträglich ist.
Ob zusammen oder getrennt:-)

Frohes Fest
BArbara

Beitrag von amory 24.12.09 - 07:14 Uhr

Hallo barbara,

es macht mir viel Mut zu hören, dass es Familien gibt, in denen eine Trennung der Eltern den Kindern nicht viel wegnimmt.
Etwas ähnliches wie ihr es praktiziert schwebt miruns auch vor, mal sehen ob es klappt.

Jtezt freue cih mcih erstmal auf den Skiurlaub, den ihc nach Weihnachten mit guten Freunden mache - ohne Mann und Kind.
Ich denke, das ist jetzt genau das richtige.

Schöne Weihnachten wünscht Amory

Beitrag von petra1982 24.12.09 - 07:13 Uhr

hm also das man ihr das kindergerecht erklären muss denke ich schon, was will sie denn mit der aussage anfangen dir gefalle die wohnung nicht?

ich würde es nebenher immer mal wieder anschneiden, das du den streit nicht mehr so magst, und es besser ist für euch zwei das jeder für sich wohnt, um glücklich zu sein. geb ihr aber die sicherheit das der papa nicht weg ist. denn das wird eher das problem sein denke ich, das sie damit nicht wirklich zurecht kommen wird am anfang. #liebdrueck#paket